Hotel Birke in Kiel | Wellness und veganes Schlemmen an der Ostsee | Teil I

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Am Wochenende besuchte ich nach viel zu langer Zeit mal wieder unsere Landeshauptstadt. Oceanwell hatte mich eingeladen eine Nacht im Business- und Wellnesshotel Birke in Kiel  zu verbringen und mich dort mit den Produkten der Marke verwöhnen zu lassen. 

Vor der Entspannung war jedoch erst einmal Muffensausen angesagt. Würde ich es als zugegebenermaßen nicht ausgewiesene Reisebloggerin die richtigten Worte finden? Was würde mich erwarten und wie ließe ich euch am besten daran teilhaben?  Heraus kamen viele wunderbare Eindrücke, ein paar Bilder (In vielen Situationen konnte ich leider keine machen, weil die Umgebung es nicht hergab oder ich es einfach für unangebracht hielt) und eine sehr entspannte Kathrin. Doch beginnen wir von vorn.

Das Hotel

Das Hotel Birke liegt sehr idyllisch einige Kilometer von der Kieler Innenstadt entfernt direkt am Waldrand. Seit Generationen in Familienbesitz ist es ein natürlich gewachsenes Gebäude. Von der Straße aus sind die Ausmaße nicht zu erahnen, tatsächlich verbergen sich hinter der Fassade knapp 90 Zimmer mit fast ebenso vielen Mitarbeiter_innen (oder „Mit-Gastgebern“, wie es überall im Haus zu lesen ist. Ein feiner, wertschätzender Zug, wie ich finde.) Das Hotel Birke bietet neben dem üblichen Hotelbetrieb auch großzügige Tagungsmöglichkeiten, einen wirklich tollen Spa-Bereich, der auch von Tagesgästen genutzt werden kann sowie das Restaurant Fischers Fritz, welches mit einer Vielzahl regionaler Speisen aufwartet.

Schönes Detail: Die Boxspring-Betten stammen von einem ortsansässigen Hotelbettenhersteller.  Kiel1

Im Zimmer und im Spa-Bistro lagen jederzeit Orangen und regional angebaute Äpfel aus. kiel2

Der Blick aus dem Zimmer auf den Fußerlebnispfad, der auch vom Spa-Bereich aus zu erreichen war.

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Das Bad. Flip-Flips und Bademäntel lagen für uns bereit.

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Der Spa-Bereich

Als Hotelgäste hatten wir automatisch auch freien Zugang zum großen Pool und dem Saunabereich. Aufgrund der Luftfeuchtigkeit (und der Tatsache, dass viele nackte Dänen herumliefen) habe ich mich mit Bildern zurückgehalten und nur einige Schnappschüsse mit dem Smartphone gemacht. Der Sauna-Bereich besteht neben den üblichen Duschen aus zwei Fußbäderbecken, einer Regendusche mit verschiedenen Programmen (Von „Ostseeregen“, über „Sommerregen“ bis hin zu „Fischers Fritz Dusche“), einem Tepidarium (40 Grad warmer Raum, der vornehmlich für Anwendungen und zum Warmwerden genutzt wird), einer 60 Grad heißen Farblichtsauna, einer finnischen Sauna (95 Grad. So sehr ich Finnland liebe: Nein, danke!) und meinem heiß-geliebten Soledampfbad mit knapp 40 Grad. Daneben gibt es ein Spa-Bistro in dem jederzeit ein erfrischender und wirklich leckerer Algentee sowie Orangen und regionale Äpfel bereit stehen. Auch kleine Snacks, frisch aus der Küche, können eingenommen werden. Im Saunabereich selbst stehen zudem immer Karaffen mit energetisiertem Wasser, denn 2-3 Liter Flüssigkeit sind bei einem solchen Saunabesuch Pflicht!

Aufgrund mehr oder weniger traumatischen Erlebnissen in meiner Kindheit bekommt mich so schnell niemand in eine richtige Sauna. Das Dampfbad habe ich allerdings sehr genossen. Die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch (Mein Freund fand es unangenehmer als die trockene Saunaluft, ich fand es toll.) und via Knopfdruck wird Holsteiner Sole, vermischt mit ätherischen Ölen, versprüht. Am Sonntag nutzte ich zusätzlich die Chance eines Meersalzpeelings mit Algenöl im Dampfbad. Das Salz schmilzt auf der Haut, die danach butterweich ist. Schade, dass es ein solches Soledampfbad meines Wissens hier vor Ort nicht gibt.

Einzig die Tatsache, dass man alle Saunen und Bäder nackt betreten muss war mir zu Beginn ziemlich unangenehm. Ich glaube, so oft wie an diesem Wochenende hat mich noch niemand nackt gesehen… Ich versuche immer Zeiten abzupassen, zu denen nur wenige oder gar keine anderen Personen im Saunabereich waren. Ansonsten bleibt wohl nur der Besuch im Hochsommer, wenn außer uns eh niemand in die Sauna möchte 😉

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Das Restaurant

Nach einem Nachmittag im Spa ging es dann am Abend ins hoteleigene Restaurant Fischers Fritz. Die Speisekarte las sich schon im Vorfeld sehr gut, selbst ein augenscheinlich sehr schmackhaft komponiertes vegetarisches Menü war auf der Karte zu finden. Ich war ja aber nun vor Ort, um zu testen wie vegan-freundlich das Hotel ist und so war abgesprochen, dass ich ein veganes Menü bekommen sollte.

Und was für eines! Ich bekam sogar eine eigene Menükarte. Ein Segen für Menschen wie mich, die ihr Essen fotografieren und sich am Ende daran erinnern müssen, was da alles drin war 😉 Wie ich erfuhr war es das erste Mal, dass in dem Haus ein explizt veganes Menü gekocht wurde. Zwar sei der Koch auf allerlei Unverträglichkeiten eingestellt, aber 100% vegan war es bisher eben noch nicht. Umso mehr freute ich mich, dass ich dieses mal quasi Versuchskaninchen spielen durfte (Mein Gott, wie dieser Vergleich hinkt, in Anbetracht der Thematik…). Da das Restaurant an unserem Abend sehr gut besucht war und ich meinem Freund die Schmach ersparen wollte, dass alle schauen, weil ich mit großem Tamtam mein Essen ablichte, habe ich nur schnell ein paar Handybilder gemacht. Sie zollem dem großartigen Essen in keinster Weise Tribut! Ich war ja nun schon in einigen Lokalitäten vegan essen, auch in solchem mit jahrelanger Erfahrung.

Dieses Essen aber hier steht ganz oben in meiner „All Time Favorite“-Liste! Fenchel und Chicoree hätte ich mir so selbst nie bestellt (Noch nie gegegessen *hust*), aber ich wurde eines besseren belehrt! Das Essen war hervorragend gewürzt und schmeckte fantastisch. Vom Gruß aus der Küche (Panierter Tofu mit mariniertem Kürbis. Ich fühlte mich wohlig an Fischstäbchen-Kindertage erinnert!) bis hin zum Dessert und den Weinen. Es gibt wirklich nichts was ich auch nur im Ansatz kritisieren könnte. Ich war platt, satt und glücklich. Und hoffe, dass das Fischers Fritz noch viele weitere vegane Menüs kochen wird.

Das Fischers Fritz ist übrigens Gründungsmitglied des Vereins Feinheimisch, der besonders für alle Freunde und Freundinnen des regionalen Genusses in Schleswig-Holstein interessant sein dürfte.

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Nach einem anti-alkoholischen Gute-Nacht-Drink in der Kaminbar ging es dann ins sehr bequeme Bett und nach einer ruhigen Nacht zum üppigen und sehr abwechslungsreichen Frühstück. Auch hier lag das Augenmerk stark auf regionalen Produkten. Neben Brötchen, Brot und Croissants gab es auch die Möglichkeit in der offenen Küche Omlettes, Waffeln und Pfannkuchen zu bekommen. Allerdings war ich nach dem Menü vom Vorabend noch so satt, dass es bei Brötchen mit hausgemachter Erdbeermarmelade und viel frischer Grapefruit und Orange blieb. Zum Müsli gab es leider keine Sojamilch, so dass ich auf laktosefreie Milch zurückgreifen musste. Ansonsten war veganes Frühstücken kein Problem. Im Zweifelsfall einfach vorher anrufen oder selbst mitbringen. Beides hatte ich verschwitzt 😉

Während des gesamten Besuches empfand ich die Atmosphäre als sehr familiär, aber dennoch professionell. Das Personal war überaus freundlich und zuvorkommend, ich fühlte mich von Anfang an sehr wohl. Besonders in Erinnung blieb mir auch, dass der Hotelchef persönlich beim Abendessen jeden Gast begrüßte und auch mal schmutzige Servietten und Gläser vom Tisch räumte. Seine Frau stattete dann beim Frühstück jedem Tisch einen Besuch ab und erkundigte sich nach dem Befinden und danach, wie man auf das Hotel aufmerksam geworden sei.

Das Hotel Birke ist für mich ein Ort, an den ich gern wiederkehren würde und den ich ohne weiteres sehr gerne weiterempfehle. Egal ob Fleischesser, Vegetarier oder Veganer 😉

Kurz vor unserer Abreise am Sonntag folgte dann mein Treatment im Spa, über das ich euch allerdings in einem gesonderten Artikel berichten möchte. Zum einen würde es den Rahmen vollends sprengen, zum anderen kann ich dann auch genauer auf Oceanwell und die Philosophie dahinter eingehen. Ich hatte nämlich die Gelegenheit mit der Geschäftsführerin und Meeresbiologin Frau Dr. Inez Linke zu plaudern und konnte so einige interessante Informationen mitnehmen. Mehr dazu aber im nächsten Artikel.

Zum Schluss möchte ich mich noch einmal beim gesamten Team des Hotel Birke bedanken, das diesen Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hat!

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2 Gedanken zu „Hotel Birke in Kiel | Wellness und veganes Schlemmen an der Ostsee | Teil I

  1. diealex

    Oh wie toll, vielen dank für den bericht. Das Hotel steht irgendwie auf meiner ‚da will ich mal hin‘-Liste (ich weiß schon gar nicht mehr, wie es dahin gekommen ist). Um so mehr freut mich Deine Vorstellung.
    Jetzt bin ich schon gespannt auf Teil 2!
    Viele Grüße,
    die Alex

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