Achtsamkeit ein bisschen vegan

Achtsamkeit im Alltag | Von Hamsterrädern, Apfelpunsch und Overalls.

Achtsamkeit ein bisschen vegan
„Gehe ganz in deinen Handlungen auf
und denke, es wäre deine letzte Tat.“
Buddha

„… und denke, es wäre deine letzte Tat.“ Puh. Starke Worte. Kann ich immer so leben, dass ich im nächsten Moment tot umfallen könnte und meinen Frieden mit mir hätte? Meine letzten Worte wären beinahe „Guck mal, da gibt es Waffeln. Die könnten wir auch mal wieder essen.“ geworden. Wer mich kennt wird jetzt lachen und sagen TYPISCH! Und Waffeln sind sicherlich nicht das schlechteste, an das man in seinen letzten Momenten denken kann. Aber wenig spirituell….

Doch eigentlich geht es auch gar nicht darum, in jeder Minuten leicht entrückt und beschwingt 5 cm über dem Boden zu schweben. Immer völlig tiefenentspannt und mit sich im Reinen zu sein. Denn da ist immer noch der Alltag. Wir gehen wie immer viel zu spät aus dem Haus und kommen abgehetzt auf der Arbeit an. Oder versuchen zwischen Terminen, Haushalt und Einkauf noch irgendwie die Freundin einzuschrieben. Auf die wir uns zwar bannig freuen, weil wir sie seit Wochen nicht gesehen haben, die jetzt aber eigentlich so gar nicht in den Zeitplan passt. Um dann spät abends im Bett zu liegen und festzustellen, dass wir völlig platt sind. Und dennoch das Gefühl haben irgendwie nichts Sinnvolles geschafft, geschweige denn irgendwas für uns getan zu haben. Aber jetzt noch aufraffen und die Pflichteinheit Yoga abspuhlen? Damit man „wenigstens etwas“ für sich getan hat? Ja. Naja. Vielleicht. Nein. Gäääähn.

Tchibo Kuschelmantel

Seien wir mal ehrlich: Innere Ruhe, Balance und eine gesunde Portion Achtsamkeit ist nicht jedem gegeben. Für die meisten ist das ein ganzes Stück Arbeit. Ich sitze immer wieder ehrfürchtig vor diversen Blogs und Büchern und bewundere diese großartigen Frauen, die es einfach immer schaffen entspannt, glücklich und zufrieden auszusehen. Aber machen wir uns nichts vor: Auch Lady Lockenlicht des Yoga hat mal einen schlechten Tag. Doch wie machen die das? Was ist das Geheimnis?

Wann hast du zuletzt etwas ganz bewusst getan?

Sie halten ihre innere Flamme am lodern. Wohl dosiert kann sie Wärme spenden, Dunkelheit erhellen und Funken überspringen lassen. Und wer kennt nicht die beruhigende Wirkung, wenn man lange genug in eine Kerzenflamme starrt? Doch Feuer kann auch übermächtig werden, verzehren und verbrennen. Oder aber die Flamme droht zu verglimmen und das Feuer zu erlöschen. Dann muss sie wieder aufgepäppelt werden. Keine Sorge, das hier wird jetzt jetzt Ratgeber in Sachen Achtsamkeit mit verschwurbelten Meditationsanleitungen, Engelsgesang und entrücktem Dauergrinsen. Die Wahrheit ist nämlich viel einfacher – und bodenständiger.

Deine innere Flamme kannst du natürlich auch im Yoga Studio, bei teuren Retreats und mit einem Personal Life Coach neu entfachen. Aber mal ehrlich: Schon einige wenige Änderungen zu Hause können in Sachen Achtsamkeit eine ganze Menge bewirken: Eine Viertelstunde früher aufstehen, um den Kaffee oder Tee am Morgen zu genießen und nicht hinunterzustürzen. Einen festen Abend in der Woche, in dem du etwas ganz für dich alleine tust: Ein langes Bad, bewusst einen Film schauen  – ohne Social Media im Hintergrund – oder ein neues Rezept ausprobieren. Regelmäßige Spaziergänge in der Natur, ein gutes Buch… Die Möglichkeiten sind endlos und zum Teil wirklich leicht umzusetzen. Einfach mal die Seele baumeln lassen.

Verbringe jeden Tag einige Zeit mit dir selbst.

Für mich bedeutet dies ganz konkret, dass ich jeden Morgen fünf Minuten für ein kleines Ritual nehme. Egal was danach kommt, die müssen sein. Ich ziehe meine Karte aus dem Mircales Now Card Deck von Gabby Bernstein, versprühe einige Spritzer eines selbstgemachten Aromasprays und wende mein Aura Soma Pomander an. Man mag an all das glauben oder nicht. Ihr könnt auch einen Handstand machen, eine Tasse Tee trinken oder ein Lied summen. Wichtig ist, dass es zum Ritual wird. Ihr es regelmäßig und in eben diesem Augenblick tut. Wiederholungen führen im Hirn zu positiven Veränderungen, schaffen eine Atmosphäre von Konstanz und Stabilität und lassen euch ganz anders in den Tag starten. Und das Gute: Solche kleinen Rituale lassen sich überall einbauen. Auch auf Reisen oder im Job (Ok, da wird das gegebenenfalls mit dem Handstand schwierig…). Euer Hirn verbindet mit ihnen Heimeligkeit und ihr könnt so überall einen kleinen „Kraftort“ schaffen.

Tchibo 0001 klein

Abends kuschele ich mich dann mit meinem Overall oder dem Kuschelmantel von Tchibo* (Beides aus Baumwolle der Cotton made in Africa Kampagne) ein, koche mir eine schöne Tasse Tee und genieße die Stunden, die ich ganz für mich habe. In denen niemand etwas von mir will, ich keine To Do-Listen abarbeiten muss und genieße die Ruhe. Das klappt zugegebenermaßen nicht immer. Oft frisst der Blog die Abendstunden. Oder die Familie fordert ihre wohlverdiente Aufmerksamkeit. Aber da liegt es an mir, bewusst kleine Auszeiten zu schaffen.  Das war nicht immer leicht, aber im letzten halben Jahr habe ich mehr denn je gemerkt, dass ich selbst in der Hand habe, wie ich mein Leben lebe, mit Herausforderungen umgehe und eben auch für mich sorgen muss.  Und da fangen wir doch mal gleich mit an. Zum Beispiel mit einem leckeren Apfelpunsch.

Apfel Punsch

Seit vielen, vielen Jahren trinke ich hier auf dem Jahrmarkt immer diesen einen, ganz bestimmten Apfelpunsch.  Diesen habe ich nun versucht nachzubrauen und so kommt auch ihr in den Genuss dieses köstlichen Herzenswärmers.

Ihr braucht für einen Becher:

  • 200 ml naturtrüben Apfelsaft
  • 1 Schuss Orangensaft
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1/2 TL Ceylon Zimt
  • 1 Prise Kardamom
  • 1 Prise getrocknete Vanille
  • 4 Nelken

Gebt alles in einen Topf, erhitzt es langsam (nicht kochen!) und gießt es dann durch ein Sieb oder einen Filter ab. Lecker! Dazu ein gutes Buch und ihr werdet sehen: Achtsam sein tut gut. Und ist gar nicht so schwer. Es muss nicht „Dein Leben 2.0“ sein. Keine 180 Grad-Drehung. Manchmal reichen auch schon 5 Minuten. Probier‘ es aus!

Copyright Bild 1+3: Franzi Schädel (franzitrifftdieliebe.de)

Meditation

*unverbindliches Warenmuster,
dankenswerterweise von Tchibo zur Verfügung gestellt.

6 Gedanken zu „Achtsamkeit im Alltag | Von Hamsterrädern, Apfelpunsch und Overalls.

  1. Susanne

    Liebe Kathrin,
    ich mag deinen Blog total gerne lesen. Du schreibst einfach wunderbar. Besonders dein Post über Achtsamkeit hat mir gut gefallen. Ich freue mich oft auf meine freien Abende, wenn die Kinder schlafen und ich alles geschafft habe. Dann lese ich total gerne und gönne mir eine gute Tasse Tee.
    Außerdem freue ich mich riesig, dass du den Wohlfühloverall von Tschibo gezeigt hast. Ich wünsche mir schon lange so einen. Aber die von Jumper sind mir zu teuer. Ich danke dir. 😉
    Alles Liebe für dich,
    Susanne

    Antworten
    1. Kathrin Beitragsautor

      Liebe Susanne, vielen lieben Dank. Es freut mich sehr, dass dir mein Blog gefällt 🙂 Der Overall ist tatsächlich ein Träumchen. Er sitzt in meinen Augen viel besser als diese Unisexdinger von Onepiece und Co., ist auch viel weicher und dicker. Ich habe hier auch ein „Original“ und der ist super dünn und besitzt an den Füßen gar kein richtiges Bündchen, nur einen Gummizug. In diesem Falle Daumen hoch für Tchibo 😉 Liebe Grüße, Kathrin

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  2. Marie

    Ein schöner Beitrag und passt auf mein Leben gerade wie die Faust aufs Auge. Es passiert so schnell, dass der Alltag, der Job und alle Verpflichtungen überhand nehmen und man sich passiv und wie ein Spielball im eigenen Leben wiederfindet. Mehr Achtsamkeit und solche Rituale wie du sie vorgestellt hast, helfen wieder mehr Kraft aus sich selbst zu schöpfen 🙂

    Die Herausforderung ist nur, das nicht schleifen zu lassen, weil man sich sonst unbemerkt schleichend wieder im Stress wiederfindet.

    Danke für das Rezept, klingt toll und werde ich versuchen nachzukochen. Wünsch dir ein schönes Wochenende!

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