Coolinarisches | Matcha von aiya – Mit Rezepten für Matcha Iced Tea und Zitronengrassirup

Als ich meiner Mutter das erste Mal von Matcha erzählte war die Reaktion eindeutig: „Was das Zeug ist wieder „in“? Das haben wir schon vor 20 Jahren im Bioladen verkauft. Das schmeckte damals schon furchtbar!“ 😉

Man liebt ihn oder man hasst ihn. Matcha. Vermutlich das beste und gesündeste was das Reich der Tees zu bieten hat. Erfunden wurde er vor über 800 Jahren von japanischen Mönchen und auch heute stammt das Original aus Japan. Einige Wochen vor der Ernte werden die Teesträucher überschattet, so dass die Pflanzen besonders viel Chlorophyll und Aminosäuren produzieren. Die Blätter der besten Sorte grünen Tees („Tencha“) werden von Hand geerntet und bedampft und im Anschluss in traditionellen Granitmühle ultrafein zu Pulver gemahlen. Nur so bleiben Aroma, Farbe und Geschmack erhalten. Eine dieser Mühlen schafft pro Stunde 30 bis 40 Gramm Matcha, in etwas eine kleine Dose. Ein Grund, wieso dieses erlesene Getränk so hochpreisig ist. Hinzu kommt, dass es in Japan nur noch ein Dutzend traditioneller Matcha-Bauern gibt.

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Weil beim Matcha Genuss der Tee in Pulverform und somit im Ganzen verzehrt wird, enthält er rund 10x mehr Inhaltsstoffe als herkömmlicher grüner Tee im Beutel. Der Anteil an Antioxidantien ist sogar um 137x so hoch! Matcha wird traditionell als „Shot“ getrunken, ähnlich einem Espresso. Ähnlich wie dieser weckt er den Geist, allerdings ohne die typischen unerwünschten Nebenwirkungen. Die Aminosäuren (z.B. L-Theanin) wirken beruhigend und ausgleichend und harmonisieren somit perfekt mit dem enthaltenen Koffein. Durch ihren hohen Anteil schmeckt Matcha deutlich süßer und weicher als grüner Tee im Beutel, der dagegen kaum Aminosäuren enthält. Der Geschmack der Königin der Tees wird auch als Umami bezeichnet, die sagenumwobene 5. Geschmackrichtung, die übersetzt soviel wie „Wohlgeschmack“ bedeutet.

Ich persönlich zähle normalen grünen Tee tatsächlich nicht zu meinen Lieblingsteesorten und hätte einen Rooibos oder Früchtetee früher immer vorgezogen. Matcha ist jedoch auch auf meiner Zunge mit schnödem Beuteltee in keinster Weise zu vergleichen. Er schmeckt viel weicher, runder und süßer als das, was ich bisher probiert habe. Mein Freund zog gar interessante Vergleiche zu Algen und Melone. Give it a try!

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Die Zubereitung

Um den perfekten Matcha zuzubereiten braucht es nicht viel. Doch der Clou liegt im Detail.

  • So soll das Wasser (80ml) um die 80 Grad heiß sein. Wer keinen temperierbaren Wasserkocher hat, lässt das Wasser mit geöffnetem Deckel nach dem Kochen 10 Minuten abkühlen oder fühlt das Wasser 4-5 Mal in ein zimmerwarmes Gefäß um. Pro Umfüllung verliert es ungefähr 4-5 Grad an Temperatur.
  • Nun gibt man einen 1/2 Teelöffel Matcha (zum Beispiel Ceremonial Matcha Hikari von Aiya) in eine große Milchkaffeetasse, eine Teeschale oder eine Müslischale, gießt ihn mit dem abgekühlten Wasser auf und rührt mit dem Bambusbesen für ca. 15-30 Sekunden um. Ich bekam den Tipp dies nicht zu sehr am Boden und in Form eines „M“s zu tun. So soll es den schönsten Schaum geben. Wie ihr dem Bild entnehmen könnt, bin ich noch am Üben;)

Es gibt verschiedene Qualitäten von Matcha, für den täglichen Gebrauch, den „Sonntagstee“ und auch sehr hochpreisige für ganz besondere Momente. Für das Kochen und Backen und alle anderen Speisen und Getränke für die man eine größere Menge Matcha benötigt, gibt es spezielle Blends (Mischungen), die für einen frisch-süßen Geschmack und die herrliche grüne Farbe zum Beispiel in Eis und Schokoladen sorgen. Auch ein Matcha Latte To Go ist erhältlich, eine Mischung aus Tee, Zucker und Fruchtpektin, ideal für Matcha Latte und Matcha Smoothies.

Sehr lecker schmeckt auch Matcha Iced Tea. Hierfür 200 ml Wasser, 1/2 TL Matcha und etwas Zitronengrassirup (Rezept siehe weiter unten!) in einen Shaker geben, fünf Sekunden kräfig mischen und in ein Glas mit Eiswürfeln geben. Herrlich erfrischend!

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Rezept für Zitronengrassirup

  • 250 ml Wasser
  • 200 g Zucker
  • 4-5 Stängel Zitronengras, in kleine Stücke geschnitten

Alles 15-20 Minuten in einem offenen Topf einkochen lassen, durch ein Sieb geben (Zitronengras gut ausdrücken!) und in eine Flasche abfühlen. Die Menge ergibt ungefähr 130 ml Sirup. Dieser kann wie beispielsweise Holunderblütensirup auch in Sekt, Mineralwasser und Co. verwendet werden. Der Zitronengrassirup hält sich im Kühlschrank mehrere Monate.

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Matcha – Die „entschlackende“ Beauty Maske

Heute Abend werde ich Matcha dann auch einmal in der Schönheitspflege ausprobieren. Einfach 1/2 TL Matcha mit der gleichen Menge destillierten Wasser oder Mineralwasser vermengen, auf die Haut auftragen und nach 10 Minuten mit warmem Wasser abwaschen.

Wie seht ihr das? Matcha – yay oder nay? 

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5 Gedanken zu „Coolinarisches | Matcha von aiya – Mit Rezepten für Matcha Iced Tea und Zitronengrassirup

  1. Daniel

    Hallöchen, also ich trinke Matcha sehr regelmäßig seit ca. 16 Monaten und liebe ihn… Und das in allen Varianten. Allerdings vertraue auch ich nur auf aiya und habe nirgends diese Qualität gefunden. Sehr lecker ist auch Banana Matcha Eis oder Sojaghurt mit Matcha, Agavendicksaft und frischem Obst…

    LG …derDaniel

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  2. lovingvegan

    Uuuh, eiskalt mit dem Zitronensirup klingt das gut. Und die Maske werde ich gleich heute mal ausprobieren 🙂 Danke für die Tipps. Ich trinke Matcha meistens als Shake. Habe es vor ca. 2 Jahren bei einer amerikanischen Youtuberin kennengelernt.

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  3. KleinesGehopse

    Danke für den sehr interessanten Blogpost 🙂

    Habe schon viel über Matcha gelesen und werde den Tee ganz sicher irgendwann mal kaufen und probieren müssen! Die Matcha Iced Tea- Variante klingt super lecker und erfrischend…

    Liebe Grüße

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  4. Cathy

    Uh, lecker! Habe mich durch Deinen Post das erste Mal an Matcha getraut, als Matcha Latte und es war wirklich sehr gut! Das ist endlich mal eine Alternative zum morgendlichen Espresso 😉

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  5. Marie

    Matcha ist DAS neue Ding für mich.
    Es macht so schön wach und schmeckt ein bisschen süßlich.
    Die Eistee-Variante muss ich unbedingt mal ausprobieren.
    LG

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