ein bisschen vegan

15.05.2015 | Der Tag, an dem ich fast gestorben wäre.

ein bisschen vegan

Moin,

die Frau da oben links auf dem Boden und unten auf der Trage bin ich. Ich bin die mit den „lebensgefährlichen Kopfverletzungen“.

Und ich bin sehr froh und dankbar, dass ich diesen Artikel hier schreiben kann. Ich häte nie gedacht, dass ich so einen Artikel mal verfassen muss. Diesmal werde ich mich kurz halten und später ausführlich über alles berichten. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich das leider noch nicht, da die Sache selbstverständlich beim Anwalt ist und ich noch eine ganze Weile krank geschrieben bin.  Aber ich möchte all denjenigen, die meinen Unfall vielleicht nicht über die sozialen Netzwerke mitbekommen haben, darüber informieren, wieso sich hier gerade nichts tut.

Am Freitag, 15.05.2015 hatten mein Freund und ich vor, den Brückentag für einen Stadtbummel in Hamburg und einen Kaffee bei Starbucks zu nutzen. Leider sind wir nicht weit gekommen, denn nach gut 500 Meter nahm das Schicksal seinen Lauf. An den Unfall selbst habe ich zum Glück keinerlei Erinnerung. Allerdings gibt es glücklicherweise viele Zeug*innen, so dass die Sache glasklar ist. Wir haben bei Grün die Fußgängerampel überquert. Eine Frau fuhr bei Rot (Und wohl zu schnell. Alles weitere wird aber gerade noch geklärt.) über die Ampel, streifte meinen Freund am Knie und fuhr eine zweite Frau und mich um. Mein Kopf knallte gegen die A-Säule, ich flog durch die Luft. TJa, den Rest seht ihr oben. Auf meine Krankengeschichte will ich hier noch gar nicht weiter eingehen, aber nur soviel: Vom Kopf bis zur Hüfte ist so ziemlich alles gebrochen. Ich lag 2 1/2 Wochen im Krankenhaus, davon gut die Hälfte auf der Intensivstation.

Seit dieser Woche bin ich nun wieder zuhause. Allerdings muss ich mich noch viele Wochen schonen, darf die linke Hüfte nicht belasten, bin auf Krücken und Rollstuhl angewiesen. Ich habe noch diverse Brüche und Wehwehchen am Kopf, die ebenfalls verheilen müssen. Aber ich bin guten Mutes. Meine Stimmung war und ist optimistisch und gelassen. Nur das ewige Ausruhen geht mir gewaltig auf den Keks 😉

Mehr kann ich zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht sagen, ich verspreche euch aber, dass ihr später ausführlich mehr erfahren werdet. Vielleicht nützt es nochmal irgendwem und neugierig ist man ja doch, ne? Auf alle Fälle möchte ich mich ganz, ganz herzlich bei den Ärzt*innen und Pfleger*innen der Asklepoisklinik St. Georg in Hamburg bedanken, die mir die 2 1/2 Wochen so angenehm wie möglich gemacht und sich wunderbar um mich gekümmert haben. Vielen Dank an all die Ersthelfer*innen und den Busfahrer des roten Stadtrundfahrtbusses, die laut Aussage meines Freundes großartige Erstmaßnahmen durchgeführt haben. Und allen voran vielen Dank an meine Familie, meinen Freund, meine Schwiegereltern und meine Beste Franzi, die sich rührend um mich gekümmert haben, trotz der weiten Entfernungen. Ohne euch wäre ich eingegangen wie ein Primelpott.

Das wird schon werden. Da bin ich mir sicher 🙂

32 Gedanken zu „15.05.2015 | Der Tag, an dem ich fast gestorben wäre.

  1. Maja

    Mir wird immer noch ganz flau, wenn ich darüber nachdenke. „Lebensgefährliche Kopfverletzungen“… Mensch, Kathrin, ich bin so froh, dass du jetzt wieder hier schreiben kannst und dass es dir soweit wieder „gut“ geht. Und ich hoffe auch, dass sich deine Familie und dein Freund schnell von dem Schock erholen. Hoffentlich wird die Frau gerecht für das bestraft, was sie gemacht hat!

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  2. Nadja

    Oh je! Das hat in dieser Stadt Ausmaße angenommen, das ist unglaublich. Ich wünsche dir alles Gute und or allem gute Besserung und baldige Genesung.

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  3. Roxyfruchti

    Gänsehaut. Tränen in den Augen. Einfach schrecklich, was dir passiert ist.. Hoffentlich wirst du bald wieder ganz gesund.

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  4. Antje

    Hallo, schön zu lesen, daß es dir nach relativ kurzer Zeit wieder so „gut“ geht. Ich kann deine Leidensgeschichte nur zu gut nachvollziehen, auch hatte einen schweren Autounfall, lag 3 Wochen im Koma uns ein halbes Jahr im Unfallkrankenhaus Boberg in Hamburg. Der Unfall ist bereits 15 Jahre her, die Narben und sonstige Unfallfolgen werd ich mein Leben lang behalten. Du wirst sehen, jeden Tag wirst du kleine Erfolge haben. Es wird besser werden mit der Zeit. Werde nicht ungeduldig. Ich wünsche dir viel Kraft, die wirst Du brauchen. Und einen sehr sehr guten Anwalt.

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  5. die Ente

    Oh Scheiße! Mann bin ich erleichtert, dass es dir (den Umständen entsprechend) gut geht. Ich wünsche dir, dass du bald wieder fit bist und ihr den Schock gut verarbeiten könnt. Gute Besserung!
    die Ente

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  6. Juliane Held

    Oje…..da bekommt man ja Gänsehaut.
    Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung und das du es dank deiner lieben Familie und Freunde schneller verarbeiten kannst.
    Ganz liebe Grüße und schnelle Genesung

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  7. Chrissi

    Das ist ja schrecklich! Aber um so schöner etwas von dir zu lesen und heißt es doch nicht immer eine positive Einstellung hilft bei einer Heilung? Deshalb wünsche ich dir weiterhin viel Kraft und eine positive Einstellung das weiter durch zustehen und dass dein Schutzengel weiterhin auf dich aufpasst!
    Liebe Grüße
    Chrissi

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  8. sonnenblume

    Auch wenn ich Dich nicht persönlich kenne. Aber ich finde es ganz furchtbar was Dir passiert ist und hoffe diese Frau wird dafür ordentlich bestraft.
    Wünsche Dir weiterhin gute Besserung!
    Schön, dass du wieder in deinen eigenen vier Wänden bist. Zuhause kann man sich doch am besten erhohlen.:-)

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  9. Rea

    Ach du Scheiße!!!! Ich hab nichts von deinem Unfall mitbekommen und war gerade ziemlich geschockt. Gute Besserung – es ist sehr schön zu wissen, dass du noch unter uns weilst!

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  10. Martina

    Weiter gute Besserung!
    Ich finde es ja immer wieder erschreckend, daß es solche Fotos gibt und die hemmungslos gezeigt werden dürfen….
    Vor einigen Jahren ist ein Schulkamerad bei einem Bombenanschlag ums Leben gekommen, ich habe im RTL Nacht Journal davon erfahren, denn die haben seinen kompletten Namen gesagt!

    Wie geht es der anderen Frau?

    Viele Grüße,
    Martina

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  11. Kathrin

    Ihr Lieben,

    vielen, vielen Dank für eure guten Wünsche. Die helfen mir sehr und hängen mich aufrecht 🙂 Wie es der anderen Frau geht, konnte ich bisher leider nicht herausfinden. Sie hat laut Zeitung Beinverletzungen. Mehr werde ich wahrscheinlich über meine Anwältin oder im Prozess erfahren.

    Liebe Grüße
    Kathrin

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  12. Nur mal kurz gucken

    Bei den Fotos wird mir ganz anders … Mir gefällt es nicht, dass solche Bilder veröffentlicht werden. Zwar sind die Unfallbeteiligten meist unkenntlich gemacht aber trotzdem …
    Es ist schön zu hören, dass du wieder zu Hause bist und sich deine Lieben noch besser um dich kümmern können. Keine Erinnerung an den Unfallhergang zu haben ist nicht verkehrt. Ich hoffe das bleibt so.
    Nochmals alles Gute für dich!!!
    Liebe Grüße
    Nicole

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  13. Julia

    Puh! Obwohl ich schon von deinem Unfall wusste, musste ich jetzt beim Lesen – auch wenn’s nur die Kurzfassung ist – nochmal schwer schlucken. Mir fallen gerade so viele Autofahrer auf, die bei Rot über die Ampel fahren und ich mach jedes Mal drei Kreuze, dass dabei nichts passiert ist.
    Gleichzeitig finde ich es so unglaublich schön, dass du auf dem Weg der Besserung bist und schon wieder so positiv in die Zukunft blicken kannst!
    Mach weiter so!
    Viele liebe Grüße aus dem Süden
    Julia

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  14. Monika

    Dein Artikel war in meiner Timeline, so habe ich zu Dir gefunden – wenn auch eher aus einem traurigen Grund. Ich belasse es, der Unfallverursacherin viele Worte zu schenken, denn es bedarf keiner weiteren Wörter diese Tragödie zu beschreiben. Ich wünsche Dir, aber auch der zweiten Frau, alles erdenklich Gute – vor allem, dass ihr bald wieder gesund seid und aktiv am Leben teilnehmen könnt, wie ihr es vorher getan habt!

    <3

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  15. Tine

    Auch ich wünsche Dir eine schnelle und vollständige Genesung und wünsche Dir, dass keine Dauer- oder Folgeschäden zurückbleiben. Und schön, dass Du Dich daheim erholen kannst!

    Und auch der weiteren Verletzten wünsche ich gute Besserung…

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  16. tinted ivory

    OMG, solche Meldungen lese ich immer ganz fassungslos. Wie kann man in der Innenstadt rasen, wie kann man eine rote Ampel übersehen und drüber rasen?
    Alles, alles Gute für dich, für deine Gesundheit und das du keine bleibenden Folgen hast. Und alles Liebe an die, die dir zur Seite stehen. Das Gute das sie tun, soll auf sie zurückkommen. Ich glaube an ein gewisses Karma im Leben.
    Gute Besserung und schnelle Genesung.
    Eva

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  17. Claudia

    Was dir passiert ist, ist schon sehr schockierend. Umso toller, dass es bei „nur“ 2,5 Wochen Krankenhaus bleiben konnte. Deine positive Grundeinstellung für den bevorstehenden Genesungsprozess ist bewunderswert und genauso ist es am Besten…
    Ich wünsche unbekannterweise eine schnelle, hoffentlich restlose Genesung. Und verlier nicht den Mut oder die Geduld, wenn es länger dauert oder irgendwann nur in kleinen Schritten voran gehen sollte.
    Liebe Grüße, Claudia

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  18. Anni

    OMG!!! das sind ja schreckliche Neuigkeiten. Ich wünsch Dir von Herzen ganz doll gute Besserung, viel Kraft und Heilung!!! Alles Liebe, Anni***

    Antworten
  19. Laura

    Liebe Kathrin,
    als stille, aber regelmäßige Leserin deines Blogs hab ich bei diesem Artikel doch den Drang verspürt, dir zu schreiben. Ich habe beim Lesen deiner Schilderungen echt eine Gänsehaut bekommen. Da wird einem mal wieder bewusst, wie schnell alles vorbei sein kann… Umso dankbarer können wir sein, dass es doch noch ‚glimpflich‘ geendet hat. Ich wünsche dir eine rasche Genesung und alles alles Liebe!

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  20. marienie

    Am meisten beeindruckt bin ich beim Lesen von Deiner durchscheinenden Gelassenheit und Deinem Optimismus. Es klingt nach einem herben Schicksalsschlag und Du scheinst es trotz alledem mit einem gesunden Abstand annehmen zu können, ohne daran zu verzagen. Riesen-Kompliment hierfür!
    Mit so einer Einstellung bist Du gewappnet für alles und wirst gut gesunden können.

    Ganz toll, dass Du das in Deinem Blog weitergibst – denn ich habe den Eindruck, die meisten Unfallopfer ziehen sich dann total zurück. Das tust Du nicht und hilfst vielen unbekannten Menschen, die Deinen Blog lesen, solche Situationen besser zu verstehen, im gegebenen Fall besser selbst helfen zu können oder auch selbst solche Lebenstiefpunkte leichter zu nehmen.

    Danke hierfür und höchsten Respekt!
    Gute Besserung

    Antworten
    1. Kathrin Beitragsautor

      Hey,

      vielen Dank für deinen schönen Kommentar. Das bedeutet mir sehr viel. Genau aus diesem Grunde mache ich es. Ich werde, wie gesagt, später gerne auch noch mehr schreiben. Einfach weil es mir am Herzen liegt und ich eben wirklich denke, dass es vielleicht jemandem hilft. Schön, dass du das so siehst. Ich will mich nämlich wirklich nicht unterkriegen lassen 😉

      Liebe Grüße
      Kathrin

      Antworten
      1. marienie

        Ach wie schön, dass Du Dich freust!
        Ich schau jetzt regelmäßig auf Deinen Blog und gespannt, wann Du Dich in der Lage fühlst, wieder mehr zu schreiben. Ich freu mich wenn Du weiterhin über Deinen Weg heraus berichtest.

        Ach und Du hast mich gerade zum Kauf bei Paula’s Choice inspiriert…. (morgen 15 % auf genau die Produkte, die Du benutzt)

        Ich hoffe, Du kriegst ganz viel Liebe aus Deiner Umgebung – die beste Medizin, die’s gibt.

        Alles Gute

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        1. Kathrin Beitragsautor

          <3 Vielen, vielen Dank. Und psst: Der Rabatt gilt schon heute. Habe schon auch schon bestellt 😉 Liebe Grüße

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  21. Jan

    Mensch Kathrin, was machst Du bloß für Sachen? Wir wünschen Dir ganz viel Kraft für ein schnelles Heilen und schicken Dir viele gute Gedanken. Love & light, Jan & Tom (München) xxx

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  22. Sonja

    Ich bin gerade ein bisschen am Stöbern gewesen und dabei auf Deinem Instagram-Profil auf das „Vorher-Nacher“-Foto gestoßen… Das weckt Erinnerungen. Ich hatte 2003 einen schlimmen Autounfall. Mir ist damals eine Frau frontal reingefahren und ich hatte auch sehr viel Glück. Mich haben sie damal aus meinem brennenden Auto rausholen müssen… Die ganzen körperlichen Beschwerden sind ja eigentlich nichts gegen die psychischen. Ich hab ewig gebraucht, bis ich wieder in ein Auto gestiegen bin. Bei Dir ist ja nun noch nicht so lange her. Wunden heilen – auch die an der Seele. Weiterhin alle Gute! 🙂

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