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Bloggen | Früher war alles besser? | Meine Anfänge

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„Hallo Kathrin, ich selber habe zwar gerade erst angefangen zu bloggen, aber du machst das ja jetzt schon einen ganze Weile. Hast du ein paar Tipps auf Lager, wie ich mehr Leser ansprechen kann? Und wie gehe ich am besten auf Firmen zu, damit sie mich sponsoren. Schreibst du die einfach an? Wie lange hat es bei dir gedauert bis du deinen Blog monetisieren konntest? „

Uff. 

Nach einem kurzen Atemstillstand kann ich der Person diese Mail nicht einmal verübeln. Es wird heute ja so vorgelebt. Blogs müssen ab Minute Eins perfekt sein. „Sich lohnen“. Und im Idealfall sofort Geld abwerfen. 

Und die, die sie schreiben kommen oft schon aus der Branche (Marketing, PR, Studium dessen…). Sie stampfen mit heutigen Mitteln in kurzer Zeit einen astrein SEO-optimierten und hip aussehenden Blog aus dem Boden. Dafür sorgen unter anderem auch diverse „Experten“, die uns Programme verkaufen, wie wir in kurzer Zeit vom Bloggen leben können, Google uns liebt und die Likes auf Instagram uns nur so zufliegen. Auch hat sich mittlerweile ein Gefühl dafür entwickelt was läuft und was eher nicht funktioniert. Leider hat das zur Folge, dass sich viele neue Blogs erschreckend ähneln. 

Heute ist das Risikofreudigste oft eine Tasse Kaffee
auf der weißen Bettdecke

Waren wir früher mutiger? Wahrscheinlich. Ich habe nicht alles aus drei Perspektiven begutachtet und doppelte Böden eingebaut. Heute ist das Risikofreudigste oft ein Tasse Kaffee auf der weißen Bettdecke für ein schniekes Bild auf Instagram.  Vielleicht hätte ich manches Mal weniger Bauch (und Herz) und mehr Kopf sein sollen. Ich weiß es nicht.
Heute wird oft VIEL strategischer an so einen Blog gegangen. Mit einem klar definierten Ziel.
Täglich lese ich in diversen Facebook Gruppen Fragen von neuen Bloggern wie  

„Welche Strategie empfiehlt ihr?“
„Wie bekomme ich mehr Follower?“
„Wie habt ihr euer Thema gefunden? Über welches Thema könnte ich bloggen?“

Pfuuuuuuh. Nochmal tief Luft holen. Kamen wir damals auch so schnell auf den Punkt? Als ich 2009 mit dem Bloggen anfing, lief es ganz genau so ab, wie es damals eben ablief. Thematisch war ich gefestigt und schon Jahre in diversen Foren zum Thema Beauty unterwegs. Dort gab es geschlossene Bereiche, in denen die einzelnen User ihre eigenen kleinen Tagebücher führten und andere Mitglieder teilhaben konnten. An „Beauty Routinen“, „Hauls“ und „Wish Lists“. Nur hieß das damals noch nicht so.

„Hey Kathrin, du hast doch neulich die Maske XY ausprobiert. Wie ist die denn so?“
„Hast du noch mal das Rezept für den Kuchen neulich?“.
„Was könnt ihr denn an Naturkosmetik empfehlen? Gerne vegan. Stelle da gerade um.“ (Ich, 2009)

Und schwups war ich mittendrin. Blogs gab es schon ein paar und so langsam fing man auch an sie zu lesen. Und eines Tages im Dezember – ich saß krank zuhause und hatte meine mutigen 5 Minuten – öffnete ich die Seite von Blogspot und hatte 2 Stunden später meinen ersten Blog erstellt. Ich hatte KEINE Ahnung. Und schrieb drauf los. 

Bloggen Blogging Meine Anfänge

Denn anders als heute, wo dazu geraten wird mindestens 5 fertige Artikel in der Hinterhand zu haben, wuchs der Blog parallel zur Leserschaft. Bis ich meine Statistiken überhaupt entdeckte, dauerte es ein paar Tage. Wow, da liest echt jemand mit! Erst 10, dann 20 und irgendwann tatsächlich mal 100 Leute am Tag. 100 mir völlig fremde Menschen, die schauen, was ich da tue. Und darauf reagieren! Ich war geflasht.

Es gab kein Camp, auf dem man lernen konnte, wie man das mit dem Bloggen anstellt. Kaum nennenswerte Facebookgruppen in denen man sich mit Gleichgesinnten austauschen konnte. Es gab auch nicht mal viele Erfahrungswerte, über die man sich hätte austauschen können. Beauty und Lifestyle Blogs kamen in Deutschland in der breiteren Masse so Mitte der 2000er an. Ich war also eher einer der späten Early Adopter. Aber selbst zwischen 2009 und 2017 liegen Welten.

War früher mehr Lametta?

Der deutlichste Unterschied zu heute: Ich machte einfach. Trial and Error. Rückblickend wäre ich froh und dankbar über den einen oder anderen Tipp gewesen. Das hätte mir viel Zeit und Nerven gespart. Aber ich kannte schlichtweg niemanden, den ich hätte um Rat fragen können. Technisch konnte man mit Blogspot auch ohne große Kenntnisse einiges allein schaffen, inhaltlich tat ich eh was ich wollte und Facebook legte ich mir eigentlich nur privat zu, um mich mit Freunden und Bekannten zu vernetzten. 

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Irgendwann 2010 –  denn damals brauchte es eine Weile, bis sich so ein Blog rumgesprochen hatte – war er da, der Punkt, an dem SIE kam. Die erste Mail von jemanden, der sein Produkt gerne auf meinem Blog platzieren wollte.

HOLLA! Das war ein Gefühl. Irgendwo zwischen Befriedigung („Yeah, es wird jemand auf mich aufmerksam!“), Unsicherheit („An was muss ich alles denken?“) und blanker Panik („Meinen die wirklich mich? Kommt in 10 Minuten eine Mail „Sorry, haben uns vertan.“? Kann ich das?“ Erwartungen. Hoffnungen. Was richtig Offizielles. Waaah!)

Um das abzukürzen: Was folgte waren Jahre des Herantastens, Wachsens, Versuchens, Scheiterns, der Kreativflaute, der Schreibblockaden und der kleinen Durchbrüche. Des nächtlichen Grübelns über Gewerbeanmeldung, Steuern und Rechnungen.
Ich bin froh, da durch zu sein. Hätte man mir vor 7 Jahren erzählt, dass ich mal meine eigene Autorin, Fotografin, Stylistin, Steuer- und Imageberaterin werden würde, ich hätte hysterisch angefangen zu lachen. Und dann geweint. Ich bin über mich hinaus gewachsen. Das kann ich mittlerweile sagen. Ich habe meinen Standpunkt vertreten, gelernt NEIN zu sagen und mich zu verkaufen. Im positiven Sinne. Und das ist manchmal das Allerschwerste.

Es ist ein bisschen so, als würde man an seine Pubertät zurückdenken und sich wünschen, man könne sie nochmal durchleben. Aber bewaffnet mit all der Lebenserfahrung, den Hochs und Tief und Learnings, die man danach gemacht hat. 

Ihr seht, da weht gerade ein leichter Hauch von Nostalgie über den Bildschirm. Wie bei einer alten Omi, die uns von Kinderspielen von früher berichtet und wir dem Ganzen milde lächelnd lauschen, um danach wieder das Smartphone rauszuholen und darüber belustigt zu twittern. 

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Heute läuft das anders. Und das ist bis zu einem gewissen Grad auch gut so. Ich wünsche mir die Anfänge des Bloggens nur bedingt zurück. Vieles hat sich professionalisiert. Das macht mir einiges leichter. Wenn ich ein technisches Problem habe, bekomme ich in Minutenschnelle Hilfe. Ich habe meine Skills weiterentwickelt. Im Storytelling, in der Fotografie und im Umgang mit (potentiellen) Kunden. Wurde ich früher gefragt, was ich da tue, erntete ich selbst auf Messen manchmal fragende Blicke.
„Ach, vorhin war schon eine Kollegin von Ihnen da. Schreiben Sie das zusammen?“
‚Türlich. Es gibt nur einen einzigen Blog und wir sind alle seine Angestellten…

Heute weiß (fast) jeder was Sache ist oder hat den Begriff „Blogger“ zumindest schon mal gehört. Auch wenn die Bilder im Kopf bei den Leuten immer noch SEHR stark auseinander gehen. Das macht den Workflow doch deutlich geschmeidiger.

Das hat aber auch zur Folge, dass Blogs wie Pilze aus dem Boden sprießen. Es hat sich herumgesprochen, dass man mit ihnen Geld verdienen kann. Doch wie viel Persönlichkeit steckt in einem Blog, der auf dem Reißbrett erstellt wurde? Der nicht durch Blut, Schweiß und Tränen gewachsen ist und voller Leidenschaft kontinuierlich bespielt wird? (Was die eigentliche Herausforderung ist. Durchhaltevermögen.)

Es ist nicht alles schlecht. Ein Hoch aufs Bloggen!

Aber es gibt sie noch, die Menschen, die für etwas brennen und ihre Leidenschaft mit anderen teilen wollen. Die ihre Nische finden und andere mit ihrer Persönlichkeit und ihren Inhalten begeistern. Die Mutigen. Die Neugierigen.

Es sind viel mehr geworden. Die Menschen, die das tun, was ich tue. Es ist ein wunderbares Netzwerk entstanden aus Bloggern, die ähnlich ticken wie ich und mit mir auf einer Wellenlänge surfen. Deren Erfahrungen und Feedback ich in meinem Alltag nicht missen möchte und die tatsächlich zu guten Freunden und Bekannten wurden. Ich habe Kontakte geknüpft zu Partnern und Kunden, die zu mir und dem Blog passen. Konnte durch sie Dinge erleben, die ich früher nicht für möglich gehalten habe.

Und ich habe ganz wunderbare Leser. Ich kann es nicht oft genug sagen. In all den Jahren wart ihr immer interessiert, entspannt, zugewandt und respektvoll. Das ist ein großer Schatz. 

Es heißt, ein Leser verfolgt einen Blog tatsächlich nur zweitrangig aufgrund des Inhalts. Primär folgt er einem Blog – bewusst oder unbewusst – da er die Persönlichkeit des Bloggers dahinter schätzt oder zumindest interessant findet. Da hilft kein Schema F, kein Tutorial und es lässt sich vor allen nicht übers Knie brechen. Nicht in 7 Wochen und nicht in 7 Jahren. Trial and Error. Und Zusammenwachsen. Zusammen wachsen.

Danke. 

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22 Gedanken zu „Bloggen | Früher war alles besser? | Meine Anfänge

  1. Cookies&Style

    Ich weiß absolut was du meinst und lustigerweise habe ich mich erst letztens mit einer anderen Bloggerin drüber unterhalten. Alles sieht gleich aus und Hauptsache der IG Account erstrahlt in pastelligen Tönen mit immer dem gleichen Flatlay auf Marmorplatten. Aber ja, offenbar macht man das so und es scheint zu gefallen, wenn man den Follower Zahlen glauben darf. Ich bin ja nun auch schon einen Moment dabei, einen perfekten Blog hab ich 2012 bei Gott nicht aus dem Boden gestampft. Ich erinnere mich an meine „Foodfotos“, die ich mir dem Handy unter meiner Küchendeckenlampe aufgenommen und dann im Paint ausgeschnitten habe (da muss ich herzlich lachen, wenn ich dran denke).

    Ich bin absolut gespannt, wie sich die ganze Szene weiter entwickelt, langsam kommt Österreich ja auch in der Blogger Welt an.

    Liebst,
    Ulli

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    1. Kathrin Beitragsautor

      Oh Gott, ja. Gerade in Sachen Fotos kann man – hoffentlich – eine Weiterentwicklung erkennen 🙈

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  2. Julia

    Ich lese Dich ja eh gerne. Aber heute sprichst Du mir aus der Seele. Danke für den Beitrag und für das Zitat „Heute ist das Risikofreudigste oft ein Tasse Kaffee auf der weißen Bettdecke.“ Hab‘ sehr gelacht.

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  3. Christina

    Liebe Kathrin,
    sicher war früher nicht alles besser, aber es war definitiv ein anderer „Vibe“, als Kohle noch nicht an erster Stelle stand. Ich versuche immer, alles locker zu sehen und mich nicht mit den „neuen“, durchgestylten und hypermonetarisierten Blogs zu messen, weil ich einfach ich bleiben möchte. Ich denke, in Bloggerland baut sich gerade eine riesige Blase an Austauschbarkeit auf, und irgendwann wird sie platzen. Ich bin gespannt, was dann passiert.

    Liebe Grüße,
    Christina

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    1. Kathrin Beitragsautor

      Hey Christina, ja. Ich bin auch gespannt, wie lange das anhalten wird und welchen Weg das noch nimmt. Liebe Grüße

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  4. SaritLovesLife

    Ich kenne deinen Blog noch gar nicht, obwohl mir der Name nicht unbekannt ist. Ich bin gerade durch Blogprinzessin auf diesen Post aufmerksam geworden. Ich blogge nun seit Anfang 2011 und was du beschreibst kommt mir alles sehr bekannt vor. Ich muss schmunzeln bei dem Gedanken daran. Und erst recht wenn ich alte Posts und Fotos (viel zu dunkel, viel zu unscharf, viel zu klein… und das Beste: mit Rahmen!!!) Ich kann heute aber rückblickend sagen, ich war fast zu spät dran. Ich hätte meinen Blog mal lieber die 1 – 2 Jahre früher starten sollen, aber mir hatte einfach der Mut gefehlt… Aber auch wenn mein Blog deshalb nie wirklich erfolgreich war, wie andere, die früher gestartet sind, liebe ich es sehr und kann mir ein Leben ohne gar nicht mehr vorstellen!

    Ganz toller Blogpost!

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    1. Kathrin Beitragsautor

      Vielen Dank für dein Feedback. Ich glaube, an den Bildern kann man unser aller Fortschritt am besten erkennen 😂🙈 Liebe Grüße

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  5. Jenni

    Liebe Kathrin,

    ich finde so einen Blick hinter die Kulissen immer furchtbar spannend und danke dir für die (ungeplante 😉 ) Reihe, die nun daraus zu entstehen scheint. Ich finde das furchtbar wichtig, dass man sich darüber austauscht und – gerade, wo immer mehr neue Blogs (ja, da gehöre ich ja auch irgendwie zu) aus dem Boden schießen – zeigt, was das eigentlich heißt, „Bloggen“.
    Von solchen Berichten kann ich stets viel mitnehmen, habe ich doch selbst keine so weitreichenden Vergleichswerte.

    Was bei uns aber identisch ist: Ich habe den Diskurs bzw. die Diskurse, über die ich aktuell schreibe, auch lange verfolgt (mehr oder weniger aktiv) und hatte dann irgendwann so ein Kribbeln in den Fingern, dass ich es nicht mehr ausgehalten und losgeschrieben habe. Ohne Plan. Ohne irgendwas zu wissen. Nur, dass die Worte raussollten und ich mich irgendwie mitteilen wollte.
    Und ich glaube, auch für mich persönlich ist das der schönste Start überhaupt geworden. Und das Tollste ist dann immer noch, wenn man Nachrichten von Leuten bekommt, die seit Stunde 0 dabei sind und dir schreiben: „Mann, ist das toll, wie du dich weiterentwickelt hast! Das macht echt Spaß beim Zuschauen!“ 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

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    1. Kathrin Beitragsautor

      Hallo Jenni, mal schauen, wohin es mich da noch trägt. Ich könnte mir aber vorstellen, dass da noch der ein oder andere Artikel kommt. Da brennt mir noch einiges auf der Seele. Und in den Fingern 😉

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  6. strawberrymouse

    Ich weiß genau welche Messe und welchen Stand Du meinst 😀
    Ich stelle fest: ich bin ein Spätzünder. Wie immer.^^ Ich musste erst 30 werden um das Bloggen und Blush für mich zu entdecken. Und genau so: einfach mal Blogspot anlegen und lostippen. Und sich dann freuen, dass da draußen tatsächlich jemand ist, der mein Geschreibsel liest. Vermutlich behaupte ich nicht zu unrecht, dass ich die weltschlechteste Bloggerin bin; letztes Jahr erst, habe ich überhaupt mal meine Beiträge vernünftig durchformatiert, SEO-Kenntnisse- geschweige denn ein Media Kit oder einen „Veröffentlichungsschedule“ – habe ich nicht. Genauso wenig wie Lust 5 Stunden Produkte für Fotos zu arrangieren. Ja, es gibt genug Anleitungen und ich könnte hübschere Fotos auf Instagram posten und gefälliger schreiben…nur wofür? Bloggen macht mir einfach Spaß; ich habe aber einen Beruf, den ich liebe und mit dem ich meinen Lebensunterhalt bestreite.
    Vermutlich geht es mir deshalb auch nicht in den Kopf, dass man direkt mit dem Ziel „Geld verdienen“ mit dem Bloggen anfängt. Und wenn ich dann lese, dass diese Menschen überhaupt erst mal nach passenden Themen suchen, möchte ich mir an den Kopf fassen.
    Deshalb vermute ich auch, dass der Blog-Darwinismus irgendwann zuschlägt und sich diese dann von allein erledigen, weil die organisch gewachsenen durchsetzen. Langfristig kaufe ich als Leser denen die Monetarisierung auch ab – wer von Stunde 0 „professionell ist“, dem eben nicht.

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  7. Natürlich Schöner

    Ein toller Beitrag, den ich absolut nachvollziehen kann. Als ich 2010 angefangen habe, über Naturkosmetik zu schreiben, gab es kaum andere Blogs mit dieser Thematik. Mir war es wichtig, darüber zu schreiben, um Menschen aufmerksam zu machen, was alles so in konventioneller Kosmetik drin ist. Auch heute schreibe ich bevorzugt über Themen, die mir am Herzen liegen und die mir meistens keinen Cent einbringen. Ich finde es traurig, dass es mittlerweile so viele Blogs gibt, den man den reinen Kommerz regelrecht ansieht und die trotzdem Unmengen an Lesern haben. Herzblut sucht man dort oft vergeblich, es wird über alles geschrieben, das irgendwie Geld einbringt. Aber vielleicht hat Strawberrymouse recht und irgendwann schlägt die Selektion zu 😉

    LG Michaela

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  8. Meike/ Durch grüne Augen

    Hallo Kathrin,

    ein toller Artikel, in dem ich mich sehr oft wiedererkenne, auch wenn mein Blog bei weitem nicht so „alt“ ist wie deiner.
    Als ich im Dezember 2014 anfing, hatte ich null Plan, nur Spaß an meinen Themen und ein enorm klopfendes Herz, wenn ich sah, dass tatsächlich jemand gerade mein Geschreibsel liest. Das gesamte erste halbe Jahr habe ich mich überhaupt nicht um Vernetzung oder Interaktion mit anderen Bloggern bemüht, einfach, weil ich meinen Blog so nebenbei hatte und erstmal genug damit zu tun hatte, mich da bei Blogspot reinzufriemeln und so was ähnliches wie ein Layout zusammenzufrickeln. Und wie stolz ich war, als ich das erste Mal eine Anfrage im Postfach hatte. 🙂
    Ich denke, ich bin immer noch schrecklich unorganisiert, habe von SEO so gut wie keine Ahnung, plane nie meine Beiträge, usw…Läuft alles recht spontan und aus dem Bauch heraus ab, aber die Freude ist zum Glück geblieben, gerade auch durch die vielen netten Kontakte, die man so im Lauf der Zeit knüpft.

    Es hat Spaß gemacht, Deinen Artikel zu lesen und noch einmal die eigenen Anfänge Revue passieren zu lassen. Danke!

    Liebe Grüße,
    Meike

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    1. Kathrin Beitragsautor

      Hallo Eva, da stand nur eine Straße mit Hausnummer drin. Ich bin davon ausgegangen, dass das ein Versehen war und habe ihn sicherheitshalber gelöscht. Habe ich was falsch verstanden? Viele Grüße

      Antworten
  9. Rea

    Ach, ich mag deinen Blog, schon allein, weil er so oft schöne Denkanstöße enthält, wie diesen Artikel zum Beispiel. <3
    Ich bin ja schon etwas froh, dass wir nicht mehr 2013 haben – das muss die Hochphase der "wie bekomm ich am schnellsten PR-Samples?"-Mails gewesen sein … ich bin auch froh, dass ich nie angefangen habe, gewerblich zu agieren – der ganze Stress wäre es aufgrund meiner Karriereentscheidungen nicht im entferntesten wert gewesen.
    Aber ein bisschen wünsche ich mir 2009 zurück – soviele Laiendarsteller, die aber viel mehr Herzblut und ehrliche Erfahrung präsentiert haben, als die Profis heute… war schon schön, als noch jeder verwackelte Handybilder präsentiert hat 😀

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  10. Anna

    Durchhaltevermögen… das stimmt, das ist echt der größte Brocken. Ich arbeite daran- und hoffe, dass ich mich bessern werde. Ich finde es irgendwie schade, dass ich nicht ganz am Anfang dabei war, das wäre bestimmt richtig interessant und spannend gewesen, die Entwicklung mitzuerleben!
    Anna xx

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  11. Nicci Trallafitti

    Hey!
    Richtig toller Beitrag, habe ihn bei de Schmuckfedern von Ramona (Kielfeder) entdeckt.
    Ich bin in Relation gesehen auch noch neu dabei, blogge jetzt seit einem Jahr.
    Mein Glück (wenn man es so nennen mag) war, dass mein Blog relativ flott gewachsen ist, bezogen auf Leser, Abonnenten und Reichweite. Aber ich habe halt auch einfach viel Zeit & Mühe investiert und das in Angriff genommen, was ich liebe: Über das Lesen und die Bücherwelt zu plaudern.
    Beiträge wie „Mimimi, ich habe so wenig Leser“… „Mimimi, wie gewinne ich Reichweite damit Verlage mich ernst nehmen“ finde ich völlig nervig, zumal die oft in den ersten Monaten schon kommen.
    Statt zu nörgeln vielleicht einfach mal Gedanken drüber machen, was man selbst ändern könnte, wie man selbst aktiv werden könnte, wie man Content liefern könnte, der Leser anspricht.
    Ich bekam auch schon private Nachrichten a la „Ich blogge jetzt seit einem Monat, ab wann kann ich mich bei Verlagen um Rezensionsexemplare bewerben und was muss ich schreiben?“

    Liebe Grüße,
    Nicci

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