Restaurant | Loving Hut in Hamburg

Nach unserem Besuch im Veganz entschlossen wir uns am Samstag noch spontan das Loving Hut zu Besuchen.

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Loving Hut, ein Name der immer wieder fällt, wenn es um vegane Restaurants in der Hafenstadt geht. Hierbei handelt es sich  um eine internationale Kette asiatischer Restaurants mit weltweit über 145 Filialen, einige davon in Deutschland. Da ich wusste, dass Franzi vom Gemüseregal am selben Tag das Restaurant in Hannover testete, schrieb ich ihr kurzerhand, um die Lage zu peilen. Ihre Antwort war überschwänglich begeistert. Vor allem von den „Meeresfrüchten“. Wir waren also sehr gespannt. 

Und wurden leider nicht ganz überzeugt.

Die Räume in der Markusstraße sind hell und freundlich und ganz im asiatischen Bambus-Stil eingerichtet. Bei genauerem Hinsehen fällt aber auf, dass die Wandfarbe schon bessere Zeiten gesehen hat und das die Dekoration wahrscheinlich schon eine ganze Weile an der Wand hängt. Die Karte ist üppig und zu 100% vegan und glutamatfrei. Wir entschieden uns jeweils für eine Vor- und eine Hauptspeise. Ich bekam zuerst zwei Summerolls mit Hoisin-Soße (3,90 €) und danach Barbecue-Grillspieße mit Champignons und Paprika (9,50 €). Mein Freund entschied sich für zwei gebratene Frühlingsrollen (3,50 €) und Loving Cha – geröstetes Soja-Fleisch, mariniert mit Barbecue-Soße, Brokkoli und gebratenem Reis (9,50 €).

Meine Vorspeise.

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Für 3,90 € absolut okay. Dafür, dass das Reispapier sehr zäh und kaum zu schneiden war, kann der Koch wahrscheinlich nichts. Das allerdings die Frühlingsrollen meines Freundes halb so groß waren und das gleiche kosteten finde ich nicht okay. Auch wenn sie offensichtlich selbst gemacht waren. 

Beim Abräumen der Vorspeise wurden wir gebeten unser Besteck zu behalten. Für mich leider ein absolutes No-Go. Das verwirrte mich anscheinend so, dass vom Hauptgang leider kein Bild existiert;) Im Prinzip aßen wir aber beide das gleiche. Das Fleisch war identisch mariniert, nur anders angerichtet, die Soße war die selbe und auch das Gemüse zum Teil gleich. 

Mein Gericht ist auf der Startseite des Loving Hut auf der linken Seite abgebildet und sah in Natura leider wenig üppig aus. Es begann damit, dass wir beide Bratreis bekommen sollten, bei beiden aber der Reis nur gekocht war. Zudem hätte es definitiv mehr Soße sein können. Das Fleisch war sehr lecker mariniert, aber überschaubar. Ich hatte auf meinen drei Spießen je zwei Stücke Fleisch (nicht drei wie auf dem Bild), zwei Stück Zucchini und zwei Stück Ananas. Die Champignons waren bereits auf der Karte durchgestrichen. Aber wo war die Paprika? Die Salatdeko bestand aus einem Blatt Eisberg und etwas geraspelter Möhre. Alles in allem kratze das Gericht für DAS Geld hart an meiner Toleranzgrenze. Meinem Freund ging es ähnlich. Sein angekündigter Brokkoli bestand aus vier kleinen Stücken. Er wurde leider nicht satt.

Auch fiel mir auf, dass alle Stellen an denen in der Karte das Wort „Bio“ stand mit Tipp-Ex übermalt wurden. Sehr schade, denn ich vermute, dass die Preise leider nicht angepasst wurden. 

Zwei Sätze zu den Toiletten: Sie waren sehr sauber und zum Hände abtrocknen lagen frische kleine Handtücher breit, die nach einmaliger Benutzung weggeworfen werden. So etwas bin ich sonst nur von besseren Hotels gewohnt. Daumen hoch! Doch finde es nur ich merkwürdig, dass auf dem Damen-WC eines veganen Restaurants Muscheln und getrocknete Seesterne drapiert werden??

Fazit

Ich freue mich immer sehr, wenn ich ein neues veganes Restaurant entdecke. Und ich bin auch gerne bereit den einen oder anderen Euro mehr auszugeben. Beim Loving Hut hatte ich aber leider – trotz der netten Bedienung – das Gefühl, dass hier mit einem Trend Geld gemacht werden soll. Klar, vegan ist in. Außer unserem waren alle Tische reserviert und der Laden füllte sich während unseres Besuches zusehends. Aber für 9,50 € erwarte ich zum einen genau das was auf der Karte steht (oder eine Erläuterung vorab wieso nicht) und mehr als 6 kleine Stücken Fleisch mit klebrigem Reis und etwas Soße. Abblätternde Wandfarbe muss auch nicht sein. Und ein neues Paar Besteck für den Hauptgang setze ich voraus und möchte nicht erst danach fragen müssen. 

Sollte ich mal wieder auf der Ecke sein und dringend etwas veganes zu essen suchen, würde ich sicherlich wieder dort einkehren. Das Essen war nicht schlecht. Das Fleisch war wie gesagt sehr gut mariniert (Das würde ich gerne auch so hinbekommen!), aber es gab in beiden Fällen etwas anderes als beschrieben und vor allem deutlich zu wenig. Schade eigentlich. Ich hoffe, wir haben einfach nur einen schlechten Tag erwischt.

Ein Gedanke zu „Restaurant | Loving Hut in Hamburg

  1. Susane

    Ich finde es wirklich klasse, dass Sie sich all diese Mühe machen und die Informationen aufbereitet für uns präsentieren. Weiter so!

    Antworten

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