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Das Yoga Quartett Illustrationen

Das Yoga Quartett | Dein spielerischer Weg auf die Matte

Das Yoga Quartett Illustrationen

*Enthält PR-Sample

Lange, dunkle Herbstabende sind perfekt für eine Tasse Tee und Kartenspiele. Oder auch für eine Runde Yoga. Mit dem Yoga Quartett von Sabrina Krämer und Felix Wendt (urban yoga lounge Bremen) könnt ihr ab sofort beides verbinden.

Schon ein paar Wochen lang habe ich das farbenfrohe und etwas verspielte, aber dennoch auch irgendwie klare Design des Yoga Quartetts bewundert. Die Karten sind ein wahrer Augenschmaus und laden zum Üben, aber auch zum Spielen ein. 

Hier werden jedoch nicht PS und Hubraum verglichen, sondern „Mentale Stärke“, „Flexibilität“, „Übungslevel“ und „Kraft“. Dazu gibt es zu jeder Asana eine kleine Info welche Körperbereiche und Chakren angesprochen und aktiviert werden. Das Yoga Quartett besteht aus 40 Karten aus FSC zertifiziertem Papier und wurde in einer Auflage von 500 Stück produziert. Ihm liegt eine Anleitung zum Spielen und ein Plan mit Übungsreihen bei, um gleich loslegen zu können. 

Mir helfen die Karten in meiner Praxis, da ich ein sehr visueller Mensch bin und durch den flinken Blick auf die Karten sicher gehe, dass ich nichts auslasse. Zudem inspirieren sie mich dazu, den gewohnten Weg zu verlassen und die Routine-  im wahrsten Sinne des Wortes – mal ganz neu zu mischen. Etwas, was uns allen höchstwahrscheinlich mal ganz gut tut.

Ich habe mir also Sabrina geschnappt und ihr ein paar Fragen rund um das wunderschön gestaltete Kartenspiel gestellt. Mit im Gepäck hat sie ein Exemplar, welches ihr am Ende gewinnen könnt. Also ran die Tasten und vielleicht bald rauf auf die Matte mit „Das Yoga Quartett – Dein spielerischer Weg auf die Matte“.

Das Yoga Quartett Sabrina Krämer
Wer war zuerst da: Die Designerin oder die Yogini? Und lässt sich beides vereinbaren, der grafische Perfektionismus und der yogische Fluß, der Perfektionismus ja eigentlich verabscheut?

Ganz klar: Erst die Designerin. Und seitdem die Yogini da ist, versuche ich beide Welten miteinander zu verbinden.

Gegensätze sind spannend und prägen auch meinen Stil und meine Arbeiten. Auf der einen Seite das klare, geradlinige und strukturierte Design und auf der anderen Seite die zarten, detaillierten und filigranen Illustrationen. Und so ist es auch mit Design und Yoga. Zum Arbeiten brauche ich meine Ordnung, Struktur und Projektplanung und auf der Matte kann ich meine To-Do-Listen, Abgabetermine und den Stress hinter mir lassen und mich ganz auf mich und den Moment konzentrieren (klappt natürlich nicht immer!).

Aus der Yogapraxis kann ich auch wieder ganz viel mit in meinen Alltag nehmen wie z.B. Achtsamkeit, Bewusstheit und Gelassenheit. Herausforderungen und Grenzen, denen ich mich auf der Matte stelle, kann ich auf andere Art und Weise auch im Alltag meistern – meist bin ich viel stärker, als ich mir selbst zutraue. 

Ich finde, Perfektionismus ist oft negativ belastet, dabei hat er auch seine positiven Eigenschaften wie Fleiß, Disziplin und eine Kämpfernatur zu sein. Ohne diese Dinge wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin. Und auch beim Yoga benötigen wir Fleiß und Disziplin, um auf unserem Weg weiter zu kommen.

Wie kam euch die Idee zum Yoga Quartett?

Mit meinem Wunsch, grafisch etwas im yogischen Bereich zu machen, haben wir bei einigen Tassen Tee zusammengesessen, herumphilosophiert und überlegt, was für ein Produkt nachhaltig bewegt, Spaß macht und die Zielgruppe nicht zu sehr einschränkt.

Von Postkarten über Poster kamen wir plötzlich auf das Kartenspiel und haben direkt im Netz danach gesucht. Gab es nicht. Und ab diesem Moment war klar: Dieses Projekt wird in die Tat umgesetzt.
Wichtig dabei war uns der Mehrwert: nicht ein weiteres Spiel in der Welt der Quartette, das einfach nur schön aussieht, sondern auch die Möglichkeit bietet, tatsächlich damit zu praktizieren. 

Das Yoga Quartett Kartenspiel

An wen möchtet ihr euch damit richten? Kann ich auch als Einsteiger loslegen oder brauche ich Vorkenntnisse? 

Wir möchten uns mit dem Yoga Quartett an alle richten, die Freude an schönem Design haben und die Liebe zu ausgewählten Materialien und Handarbeit schätzen. Von Yoga-Interessierten, die noch nie auf der Matte gestanden haben, über Anfänger, die gerade ihre ersten Yogastunden besucht haben bis hin zu geübten Yogis und Yoginis, die sich ihre eigenen Übungsreihen mit den Karten legen können. 

Wie der Untertitel schon sagt, ist es ein spielerischer Weg auf die Matte, der mit einem Augenzwinkern zu betrachten ist. (Vergleichen und Bewerten sind schließlich ein No-Go!)

Auf der einen Seite sollt ihr einfach Spaß beim Spielen haben, dabei noch das eine oder andere über die jeweilige Asana lernen und auf der anderen Seite möchten wir die Möglichkeit geben, auszuprobieren, wie es sich auf der Matte anfühlt. Optimal wäre es, wenn du schon mal in eine Yogastunde reingeschnuppert hast, um ein Gefühl für die Ausrichtung in den gängigen Asanas zu haben. Ist aber kein Muss. Die Vorschläge für die drei Übungsreihen richten sich an Anfänger, Geübte und Fortgeschrittene und werden mit einer kleinen Anleitung ergänzt. 

Ich bin hin und weg von den Illustrationen, die klar und dennoch wunderbar bunt und einladend sind. So ein kreativer Schöpfungsprozess dauert sicherlich eine ganze Weile und am Ende kann man einige Karten wahrscheinlich nicht mehr sehen, so oft, wie man sie vor Augen hatte.
Hand aufs Herz: Welche Illustration ging dir besonders schwer von der Feder? Und welche ist dein Favorit? 

Insgesamt war es eine Herausforderung für mich und ich habe viele Testzeichnungen angefertigt, da figürliches Zeichnen nicht so zu meinen Schwerpunkten zählt. Frei aus dem Kopf geht da gar nichts. Und an manchen Tagen bin ich durch die Bürogemeinschaft gefilzt und habe die ein oder andere Haltung fotografisch festhalten lassen, damit ich eine Vorlage hatte.

Ich zeichne alles analog, koloriere es mit Aquarell und scanne es anschließend ein, um es digital weiterzuverarbeiten. Da ist der zeitliche Aufwand schon sehr hoch. Ja, und irgendwann kann ich die Motive auch nicht mehr sehen, wenn ich über so einen langen Zeitraum daran gearbeitet habe. Das ändert sich aber schnell wieder, wenn ich das fertige und gedruckte Ergebnis in den Händen halte – einer meiner persönlichen Glücksmomente!

Zwischen den einzelnen Zeichnungen und Serien lagen oft größere Zeitabstände, da sehe ich selber eine Entwicklung und finde die letzten Zeichnungen am besten. Schwer gefallen sind mir die Hände, besonders in den gegriffenen Varianten, die verknoteten Beine von „Embryo im Schoss“, aber auch mit dem „Krieger II“ und „seitlichen Winkel“ hatte ich bei den Proportionen der Beine zu kämpfen. Meine Favoriten sind meist die schwersten Haltungen in einer Serie: das „Rad“, der „Mondvogel“ oder der „Adler im Kopfstand“. 

Das Yoga Quartett Spiel
Und zu guter Letzt: Welches ist deine liebste Asana? So ganz klassisch auf der Matte und nicht auf dem Papier.

Puuhhh, das ist gar nicht so einfach. DIE eine Lieblingsasana habe ich gar nicht. 

Ich finde es großartig, den Körper in alle Himmelsrichtungen zu ziehen, alles zu dehnen und zu weiten, was bei der Arbeit am Schreibtisch oft zusammensinkt. Ich mag Haltungen, in denen Kraft und Balance eine gewisse Rolle spielt, z.B. die Krähe (Kranich), seitliche Bretthaltungen, den Baum oder wenn ich dann mal im Kopfstand stehe. Und auch den Fisch, der Herz und Kehle öffnet oder die Vorbereitung zur Taube (schlafender Schwan), einfach daliegen und alles loslassen, was in der Hüfte festhängt.

Danke Sabrina!

Gewinne das Yoga Quartett

Wer nun ebenfalls Lust auf Spiel und Spaß mit dem Yoga Quartett bekommen hat, sollte die digitale Feder zücken und mir bis Sonntag, 22.10.2017 um 20 Uhr eine Mail mit ihrer/seiner Versandadresse an Kathrin (at) einbisschenvegan (dot) de schicken.

Ich drücke allen Teilnehmer*innen die Daumen!

⋅⋅⋅⋅⋅⋅⋅⋅⋅⋅

Das Yoga Quartett Sabrina Krämer

Rechtliches

Das Gewinnspiel ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in Deutschland (oder einer deutschen Postanschrift), die das 18. Lebensjahr vollendet oder das Einverständnis ihrer Erziehungsberechtigten haben. Jede*r Teilnehmer*in kann nur einmal und im eigenen Namen teilnehmen. Eine Barauszahlung oder ein Umtausch des Gewinns ist nicht möglich. Unter allen korrekten Einsendungen wird ein*e Gewinner*in ausgelost, die per Mail benachrichtigt wird. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es besteht kein Anspruch auf Geltendmachung gegenüber der Ausrichterin der Verlosung.

*P.S.:  „Das Yoga Quartett“ wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Natürlich gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. 

Mala Workshop Yogi Days Hamburg

Mala Workshop mit Jai Jewellery

Mala Workshop Yogi Days Hamburg

Relax! Everything will work out.

Als Julia Nußhart beim Mala Workshop mit Jai Jewellery im Rahmen der Yogi Days Hamburg eine Kerze mit diesen Worten auf den Tisch stellt und sie als unser heutiges Mantra ankündigt, lächle ich müde. Wieder so ein Postkartenspruch.

Ich ahne nicht, dass sich dieser Spruch 2 1/2 Stunden später mehr als bewahrheiten sollte…

Julia hat mich eingeladen, an einem ihrer heißbegehrten Mala Workshops teilzunehmen. Und nachdem meine Mala von Nintaanzi ihre Aufgabe wahrlich übererfüllt hat, ist der Gedanke an eine neue Mala – handgeknüpft, mit viel guter Energie aufgeladen –  gar keine so schlechte Idee. 

Ich mache mich also auf den Weg nach Hamburg ins 25hours Hotel in der Hafencity und treffe auf 6 total unterschiedliche Frauen (Ja, bisher nehmen vor allem Frauen diesen Angebot an. Männer, traut euch!), die alle erklärtes ein Ziel haben: Grobmotorik überwinden, good vibes fließen lassen und die ganz persönliche Mala fertigen. 

Der Mala Workshop 

Wir stimmen uns mit einem OM ein. Sehr zur Verwunderung (und Erheiterung?) der restlichen Hotelgäste. Denn unser Mala Workshop findet quasi in der Lobby statt. Das ist wohl die hohe yogische Kunst. In sich hineinhorchen und konzentrieren, wenn um einen herum quirlige Touristen diskutieren und gegenüber das Frühstück eingenommen wird. Allerdings sorgt die Umgebung auch für heitere, gelöste Stimmung unter uns. 

Julia beginnt mit einem kleinen Ausflug in ihre Anfänge und Motivation. Und erzählt uns etwas über die Affirmationen, die jeder Stein mit sich bringt und die den Träger auf spirituelle Spur bringen sollen. Zur Bedeutung und Wirkweise der einzelnen Edelsteine sagt sie bewusst erstmal nichts. Denn nun sollen wir „unsere“ Steinen wählen. Ganz intuitiv und aus dem Bauch heraus. 

Mala Workshop Edelsteine Mala Workshop DIY

Ich könnte cheaten, denn die meisten Steine und ihre Wirkung sind mir bekannt, aber ich versuche den Kopf auszuschalten. Sofort angetan hat es mir ein matter Rosenquarz. Eigentlich so gar nicht mein Stein, obwohl rosa. Aber die matte Optik ist mal was anderes und Weiblichkeit und Weichheit haben noch niemandem geschadet. Der muss also mit. Schnell gesellt sich der Amazonit dazu, den ich zwar erkenne, spontan aber nicht weiß, was er kann. Dazu die zart-türkise Farbe. Ich gebe zu: Hier habe ich nach Optik entschieden.

Eine Weile hadere ich mit mir, ob ich die Steine in der gleichen Größe wie den Rosenquarz wählen soll. Ich entscheide mich für die kleinere, facettierte Variante. Und zu guter Letzt greife zu Lava. Lava. Ich, die eigentlich keine schwarzen Steine mag. Und Lava immer zu massig, roh, edgy fand. Was ist bloß mit mir los?

108 Perlen sollen es sein. Plus Guru-Perle. Irgendwie vergesse ich die beim ersten Auswählen, stolpere dann aber über eine einzelne schwarze, facettierte Perle, die es mir irgendwie angetan hat. Und wundere mich erneut über mich selbst. Onyx? Ich HASSE Onyx. Tja, kurz darauf weiht uns Julia in die Begebenheiten unserer Steine ein und ich erfahre, dass ich erstens haargenau die richtigen für mich ausgewählt habe und zweitens die letzte Perle nicht aus Onyx, sondern aus schwarzem Turmalin besteht. Wurzelchakra und so. Mein innerer Spiritualist freut sich diebisch darüber, wie sich alles zusammenfügt. 

Mala Workshop Zen Style Mala Workshop Mala selbstknüpfen

Nun geht es ans Eingemachte. Julia zeigt uns Bilder verschiedener Auffädeltechniken und ich wähle den „Zen Style“. Von unten rechts gezählt: 7 Perlen, 1 Markierungsperle, 14 Perlen, 1 Markierungsperle, 66 Perlen, 1 Markierungsperle, 14 Perlen, 1 Markierungsperle, 7 Perlen. Plus Guru-Perle. Klar soweit? Was jetzt kommt ist ziemlich spannend. Einige fädeln einfach drauf los. Andere – so wie ich – beginnen zu rechnen, abzuzählen und das Muster vorab in einem Perlenboard zu legen. (Julia berichtet von einer Ingenieurin, die vorab erstmal ein PDF erstellte und mit dem perfekten Plan für ihre Mala zum Workshop erschien. Ich lache. Im Laufe des Tages wird diese Frau mir jedoch immer sympathischer.)

Ich habe das wahnwitzige Ziel, meine Perlen symmetrisch aufzufädeln. Gar nicht so einfach, wenn man sich wie ich spontan für eine Kombi 3:1 entscheidet. „3 Lava – 1 Amazonit – 3 Lava“. Denn die Anzahl muss ja stimmen und auch die Markierungsperlen dürfen nicht vergessen werden. Diese dienen bei der Meditation mit der Mala dazu, uns kurz wieder ins „Hier und Jetzt“ zu holen, weil sie den homogenen Kreislauf kurz unterbrechen.

1, 2, 3, 14, 38, 75, …

Ich messe genau ab, wo ich von meinem Muster „3 Lava – 1 Amazonit –  3 Lava“ abweichen muss, damit es passt. Nämlich genau hinten im Nacken. Dort müssen es einmal 8 Lava-Perlen hintereinander werden. Damit es links und rechts davon symmetrisch wird. Mir schwirrt der Kopf. 

Ich schiebe meine Perlen also hin und her, bis ich sie so perfekt drapiert habe, dass ich nur noch zugreifen und losknoten muss. Dieser ganze Vorgang dauert allein schon eine gute halbe Stunde. Das Knoten ist zu Beginn gar nicht so einfach, weil die Knoten direkt an der Perle sitzen müssen. Einer davor, einer dahinter. Julia warnt uns, dass wir ziemlich akkurat arbeiten müssen, da einmal fest gezogene Knoten nur sehr mühselig – wenn überhaupt – wieder zu öffnen sind. Das gelingt mir und meinen Mitknüpferinnen am Anfang mehr oder weniger gut. Je öfter man es jedoch tut, desto mehr nimmt sich das Hirn zurück und ich sinke in einen fast meditativen Zustand. Die Zeit vergeht wahnsinnig schnell und kaum, dass wir uns versehen, sind die ersten 2 1/2 Stunden um. Der Großteil ist mit mindestens der Hälfte der Mala fertig. Die Zeit reicht also tatsächlich. Auch, weil  Julia uns immer wieder mit flinken Fingern und aufmunterndem Worten unterstützt.

Mala Workshop Mala selbermachen Mala Workshop Hamburg Julia Nußhart Mala Workshop Jai Jewellery Hamburg

Und dann passiert es! Eben noch im schönsten Flow und innerlich ein wenig stolz, wie flott mir das alles von der Hand geht – Erzieherin halt -, fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Ich habe mich verzählt!

ZEN as FUCK

Meine Markierungsperle sitzt auf der linken Seite völlig falsch, ich habe viel zu wenig Perlen abgezählt und meine Symmetrie geht gerade mit Pauken und Trompeten baden. Mir wird im wahrsten Sinne des Wortes heiß und kalt. Diesen Zustand kenne ich so noch gar nicht von mir. Ich laufe rot an und weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. SCHEIßE! Das war’s mit der Mala. Mein Herz rast. „Du wirst mit einer völlig schiefen Mala nach Hause gehen.“ Die Perfektionistin in mir läuft Amok. „Naja, dann hattest du immerhin einen schönen Tag…“

Dann fällt mein Blick tatsächlich auf die Kerze vom Anfang. Wie zynisch. Ich möchte sie an die Wand werfen. Und fange an zu rechnen. Noch 1 1/2 Stunden. 2/3 der Mala sind fertig. Ich überlege hin und her und stelle fest: Im Nacken braucht es nicht 8 Lava-Perlen, sondern 6. Danach so weitergemacht wie bisher und du kommst am Ende sogar auf die Perle genau dort an, wo du hinwillst. Fügung!

„Julia, ist es realistisch…Moment…18 Perlen noch mal abzuknoten? Schaffe ich das?“

Sie ist skeptisch. Aber ich gebe Gas. Und danke innerlich jedem verknoteten Paar Schnürsenkel und jedem „Ich kriege den Knoten nicht auf!“ im Kindergarten. Übung macht den Meister. Ich kann zwar nicht rechnen, aber Knoten aufmachen, das kann ich. Die Zeit rast. Am Ende fertigten wir nämlich auch noch die Quaste selbst, die typischerweise am unteren Ende einer Mala hängt. Ich muss ein  wenig schmunzeln. Denn unter das Bild, welches ich vor gut zwei Stunden zu Beginn des Mala Workshops auf Instagram gepostet habe, schreibt jemand: „Ich liebe Schmuckbasteln auch sehr.“ Schmuckbasteln. Wenn du wüsstest…

Zu allem Überfluss erscheint dann auch noch ein netter Herr vom 25hours auf der Bildfläche und erinnert uns dezent daran, dass wir PUNKT 14 Uhr fertig sein müssen, da er den Tisch noch brauche. Schockschwerenot! 

Ich knote mir die Finger wund. Meine Hände zittern. Aber ich schaffe es. 13.45 Uhr ist meine Mala fertig. Und genauso geworden, wie ich es mir vorgestellt habe. Was für eine Erfahrung! Da bin ich mal ganz schnell spirituell entblößt und auf den Boden der Tatsachen zurück geholt worden. Meine Lektion habe ich gelernt.

Ich muss daran denken, was Julia uns zu Beginn über den Lavastein sagte. Überraschend viele Teilnehmerinnen hatten ihn sich an diesem Tag ausgesucht. Eher unüblich. Sie sagte, er sei ein sehr kräftigender Stein. Eine seiner Affirmationen laute: In der Ruhe liegt die Kraft.

Relax! Everything will work out.

Der Mala Workshop schließt mit einer Japa–Mediatation. Drei Minuten Kontemplation inmitten einer lauten Hotel-Lobby. Pfff, ein Kinderspiel. Geduld und Ruhe kann ich…

Fazit

Unbedingt hingehen! Die Stimmung war bombig, Julia ist ein Schatz und die Erfahrung selbst eine Mala zu fertigen ist wirklich etwas besonderes. Allein all die wunderbaren Steine in den Händen zu halten und aus dem Vollen schöpfen zu können – ein Traum!

Julia gibt mit Jai Jewellery regelmäßig Workshops in Berlin, jedoch kommt sie auch zur Besuch. Alles was es braucht, ist eine nette Location und genug Menschen, die Lust auf ein bisschen Urban Spirituality haben. Der nächste Termin findet am 25.06. in Flensburg statt. 

Psst: Zusammen mit ihrer Schwester hat Julia gerade Lapaloma Times aus der Taufe gehoben. Journalismus meets Yoga meets Good News. Mutige, außergewöhnliche, spannende und inspirierende Geschichten, die auch gerne länger als die im TV üblichen 1:30 dauern dürfen. Schaut mal vorbei.

Mala Workshop HamburgMala Workshop Jai Jewellery

Die fertigen Mala aller Teilnehmerinnen 

Mala Workshop Jai Jewellery DIY

Anni von Yoga Gypsy mit ihrer wunderschönen Mala. Mala Workshop Mala Workshop Hamburg Yogi Days

P.S.: Ich wurde von Julia zum Mala Workshops eingeladen. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog.

Color-coded bookshelf Bücherregal

Color-coded bookshelf | Bücher nach Farben sortieren

Bücher nach Farben sortieren

Ja, ich bin eine Perfektionistin. Und manchmal kann ich auch echt pedantisch sein. Lange bevor ich mich mit Minimalismus, Marie Kondo und Co. befasst habe, hat mich eine Sache immer sehr gestört. Ich war immer unzufrieden mit meinem Bücherregal. Egal wie ich es sortierte, es sah konsequent ungeordnet und unruhig aus.

Die Regelböden meines alten Schrankes waren in unterschiedlichen Höhen angebracht und nicht wirklich tief, so dass ich Bücher oft nicht so platzieren konnte, wie ich es gerne wollte. Einfach weil sie unterschiedlich hoch waren. Oder gar unterschiedlich lang. Was fast noch schlimmer ist…

Ich habe gerne klare Kanten. Buchrücken an Buchrücken. Nebeneinander „auf Pass“ abschließend. Leider sind Bücher aber nun einmal unterschiedlich groß und so hat man meist nur zwei Möglichkeiten: Entweder alle nach vorne ziehen und die unruhigen Cover schön präsent drapieren oder aber alle soweit zurück zu schieben, wie es geht. Und eine muntere Berg- und Talfahrt im Regal in Kauf nehmen. Im Geiste plante ich bereits einen Bücherschrank mit Türen…

Bücher nach Farben sortieren

Als ich mir dann im letzten Jahr ein neues Regal zulegte, entdeckte ich auf Pinterest (Wo sonst?!) ein Bild und war baff. Bücher nach Farben sortieren! Logisch! Das ist DIE Lösung. Wieso bin ich da nicht gleich drauf gekommen? Mein unruhiger Geist ist besänftig und erfreut sich an dieser farbenfrohen Ordnung, 

Color-Coded Bookshelf

Colour-coded Bookshelf

Die Idee ist so einfach wie simpel. Alle Bücher werden farblich sortiert, mit herrlich anzusehenden Übergangen. Zugegeben: Ich müsste mal wieder ran und mein Kunstlehrer würde bei diesem Anblick höchstwahrscheinlich noch mal Goethes Farbkreis hervorholen und mit mir ins Gericht gehen. Aber ich bin happy. Mein Bücherregal macht mich glücklich.

Allerdings gibt es auch einen Haken. Denn beim Bücher nach Farben sortieren geht Aussehen definitiv vor Praktikabilität. Sortierte ich früher meine Bücher nach Fachgebieten, muss ich nun die Buchrückenfarben kennen, um schnell ein bestimmtes Exemplar zu finden. 

Ebenfalls ein Learning aus den letzten Monaten: Niemals einen Regalboden ganz voll packen. Denn das hat zur Folge, dass wenn ein neues Buch gekauft wird und es nicht mehr zwischen seine farblichen Buddies passt, das große Umschichten beginnt. Für euch getestet… >
Lasst also am besten immer links und recht etwas Luft, so dass noch das ein oder andere Buch dazwischengestellt werden kann. 

Aber für diese Meditation fürs Auge nehme ich das gerne in Kauf. Also, ran an den Regenbogen! Alle Bücher in die Raummitte und lossortieren. Gute Laune garantiert! 

(Was kam im Regenbogen nochmal nach Lila? Und wo kommt Gelb hin?…)

colour coded bookshelf

colour coded bookshelf rainbow books

colour coded bookshelf rainbow books

Kate Hudson Buch Ganz Schön Glücklich

#VWT | Kate Hudson | ganz. schön. glücklich.

Kate Hudson Buch Ganz Schön GlücklichKate Hudson und ich. Hach. Das ist ein ziemlicher Girl Crush. Als Schauspielerin immer eher auf die Rolle des „southern girl from next door“ festgelegt, liebe ich ihre Boheme, dieses immer leicht Entrückte und Hippie-eske. Sie wirkt auf mich, als sei sie mit sich im Reinen und strahlt dabei so viel Lebensfreude und Freigeist aus. Wohl auch deshalb zählt  Almost Famous seit mittlerweile 17 Jahren zu meinen absoluten Feel Good Movies. 

Nun hat Kate Hudson ein Buch herausgebracht, welches mittlerweile auch auf Deutsch erhältlich ist. Und selbstverständlich kam ich nicht drumherum, es mir genauer anzusehen. ganz. schön. glücklich* ist sowas wie eine Anleitung für dieses ganz bestimmte „Kate-Hudson-Gefühl“. 

Es ist keine Erweckungsgeschichte á la Hollywood, sondern ein persönlicher Bericht einer langen Entwicklung. Und haut ziemlich genau in die Kerbe, in die Jenny & Moritz mit ihrem famosen Food ’n‘ Love Kurs* hauen: Es gibt kein Patentrezept, welches für alle Menschen funktioniert. Aber wenn du deinem Körper zuhörst und ein Gefühl für ihn bekommst, kannst du ein glücklicherer und gesünderer Menschen werden. 

Klingt fast zu banal, als das man das glauben möchte. Aber genau deswegen verdienen wahrscheinlich all die Gurus mit ihren „Non Plus Ultra“-Konzepten auch so viel Geld… 

Das Buch ist vollgepackt mit Rezepten, Achtsamkeitsübungen, Yoga und anderen guten Dingen, die allen Menschen gut tun. Dazu ein bisschen Ayurveda, ordentlich Bewegung und viel Selbstakzeptanz. Einziger Haken: Kate Hudson isst sowohl Milchprodukte als auch vereinzelt Fleisch. Diese Dinge finden sich also auch im Buch wieder, können aber geflissentlich ignoriert werden. Es bleibt genug über, von dem auch Veggies profitieren können. 

ganz. schön. glücklich. ist schön anzusehen, mit tollen Illustrationen, Fotos und – worauf ich ja persönlich sehr stehe – einer angenehmen Haptik: Matte Seiten, mattes Cover mit Prägung und einem Duft „nach Buch“. 

Wieder so ein Buch, mit dem man sich abends im Bett oder am Wochenende auf dem Sofa herrlich die Zeit vertreiben und dabei noch was für sich mitnehmen kann. 

Kate Hudson Buch Lifestyle Kate Hudson Buch Ganz Schön Glücklich Rezension

Kate Hudson Buch Ganz Schön Glücklich

P.S.: Bei dem Buch handelt es sich um ein von mir angefordertes Rezensionsexemplar.

Der Link dazu und zum Food ’n‘ Love Kurs sind Partner-Links (Affiliate). Solltet ihr das Buch oder den Kurs über diesen Link kaufen, sind sie für euch nicht teurer als sonst, allerdings unterstützt ihr damit meine Arbeit an diesem Blog. Solltest ihr dies tun, bedanke ich mich recht herzlich für eure Unterstützung. Ansonsten steht euch natürlich frei, das Buch oder den Kurs über andere Quellen zu beziehen. 

Natürlich gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. 

Meditation Audra

Meditation für alle, die nicht meditieren können

Meditation Audra  Werbung*

Ich bereite alles vor. Vorbereitung ist schließlich alles. Ich lüfte das Zimmer, rolle die Matte aus und falte mich in den Schneidersitz. Augen zu und einmal tief ein- und ausgeatmet. Es kann losgehen. 

Nach gut 10 Sekunden zieht der erste Gedanke vor meinem inneren Auge vorbei. Nach 1 Minute linse ich zum ersten Mal verstohlen durch die halbgeschlossenen Lider. Und nach 5 Minuten schlafen mir die Beine ein. Ich soll den Schmerz wahrnehmen sagen sie. Und dann soll ich ihn vorüberziehen lassen sagen sie. Ich beginne unruhig hin und her zu rutschen. Wie ein kleines Kind, dem man gesagt hat, es soll doch bitte mal wenigstens 5 Minuten still sitzen. Der Schmerz wird immer fieser und ich muss aus dem bilderbuchreif gezirkelten Yogasitz entfliehen. Ich schaue auf die Uhr. Es sind gerade mal 3 Minuten vergangen. 3 Minuten, in denen ich mich keine Sekunde entspannt oder auch nur fokussiert gefühlt habe und die höchstwahrscheinlich herzlich wenig mit Meditation zu tun hatten. Dabei soll es doch so einfach sein. Sagen sie. 

Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass sich die Außentemperatur gerade knapp unter Null bewegt und ich statt unter einer Palme unter meiner Monstera sitze. Vielleicht klappt das mit dem Meditieren auf Bali einfach besser? Oder aber ich habe die falsche Hose an. Ob mich die fancy Yoga Pants, die mir gerade auf Instagram auf jedem 3. Bild entgegenstrahlen in andere Sphären katapultiert? Wahrscheinlich hätte ich mir einfach die Pizza gestern Abend kneifen und stattdessen eine Buddha Bowl essen sollen. Dabei liegt mir Rohkost manchmal schwerer im Magen als fettiges, italienisches Essen. Das sieht aber natürlich weniger yogisch aus. 

Oder kann ich es einfach nicht? Vielleicht bin ich einer der Menschen, die nicht zum Meditieren gemacht sind. Sowas gibt es bestimmt. Wie diese Menschen, die nicht hypnotisiert werden können. Wobei es ja immer heißt, jeder kann meditieren… Hm. 

Meditation Yoga

Ich muss die Entspannung entspannter angehen

Es gibt nämlich tatsächlich ein paar Kniffe, die eine Meditation auch im trubeligsten Alltag möglich machen. Für die man nicht als digitaler Nomade auf ’ner Palme sitzen oder drei Mal die Woche ins hippe Yoga Studio laufen muss. Zum Schluss stelle ich euch drei einfache Meditationstechniken vor, die wirklich jeder umsetzen kann. Garantiert.

Doch beginnen wir mal mit den Vorbereitungen. Eine meiner besten Anschaffungen der letzten Zeit ist definitiv mein neuer Meditationshocker. Schon lange war mir eigentlich klar, dass ich so etwas brauche. Vor allem jetzt, nach dem Unfall. Aber sich mit 33 Jahren selbst einzugestehen, dass das mit dem Schneidersitz mittlerweile leider doch recht tagesformabhängig ist, ist gar nicht so leicht. Ein erster Schritt in Richtung Achtsamkeit. Früher waren wie auch immer überschlagene Beine kein Problem für mich. Mittlerweile schlafen sie mir tatsächlich gerne mal ein. Selbst im aufrechten Sitz auf einem zu niedrigen Stuhl. Der Hocker hilft dabei, zum einen aufrecht zu sitzen und zum anderen, die Blutgefäße und Nervenbahnen in Hüfte und Beinen nicht zu sehr zu quetschen. Vor allem im Fersensitz ruht nahezu das ganze Körpergewicht auf Beinen und Füßen, was für Ungeübte schnell schmerzhaft werden und zu Frustrationen führen kann. 

Ebenfalls sehr hilfreich ist es, sich bei Meditation und Savasana warm einzupacken. Denn nichts ist blöder, als langsam zur Ruhe zu kommen und dann macht sich Gänsehaut breit. Der Fleece-Ponch von Tchibo ist perfekt, um sich warm zu halten. Er ist federleicht und lässt sich klein zusammenfalten, passt also in jede noch so kleine Tasche. Darüber hinaus hat er keine Schnallen, Knöpfe oder dicke Nähte und drückt somit nirgends bei der Entspannung im Liegen. 

(Sehr interessant finde ich auch das aufblasbare Bolster (Platzsparend!) und das Yoga-Rad, welches eine gute Einsteiger-Alternative für das deutlich teurere Original zu sein scheint.)

Meditation Tutorial Tchibo

Don’t hesitate: Meditate

Und dann musste ich mir im Klaren darüber werden, dass Meditation so viel mehr ist, als ewig langes Sitzen und Leere im Kopf. Nichts Abstraktes, nach dem man strebt und das man irgendwann, mit viel Mühe, erreichen kann. Man muss es einfach machen. Es ist wie Fahrrad fahren. Erst ist man froh, überhaupt auf dem Sattel sitzen und die Füße vom Boden heben zu können. Dann kann man ein paar Meter weit eiern und irgendwann fährt man mit Karacho freihändig jauchzend den Berg runter. (Was ich nie getan habe. Ich Schisser. Aber mit der Meditation ist das wohl ähnlich. Ich habe mich lange nicht getraut einfach „zu machen.“ Nicht vertraut.) 

Bevor wir uns also an die spirituell anspruchsvolleren Kaliber wagen, zeige ich euch heute ein paar ganz einfache Praktiken, die ihr selbst im größten Trubel unterbringen könnt. Denn meditieren kann wirklich jeder. Sofort. Selbst ihr könnt genau jetzt damit anfangen. Einfach das Handy oder den Laptop zur Seite legen und los geht es. Glaubt ihr nicht? Dann mal los. Ich zeige euch heute drei ganz einfache Tools, die ihr sofort, in diesem Moment und (fast) überall anwenden könnt. Sogar während ’nem langatmigen Meeting oder beim Warten auf die Bahn. 

Für die unsteten Geister haben sich die alten Lehrer ein paar Kniffe ausgedacht. Denn so einfach es auch klingen mag: „Lasst die Gedanken vorbeiziehen, beobachtet sie und konzentriert euch dann wieder auf den Moment.“ ist in der Realität oft gar nicht so einfach.

Da hilft es, den Geist mit etwas zu beschäftigen. Mit einem Mantra beispielsweise. Seine Schwingungen allein – laut ausgesprochen, geflüstert oder nur gedacht – helfen, unseren geistigen Zustand zum Positiven zu ändern. Eines der wichtigsten und vielseitigsten Mantren aus dem Kundalini Yoga ist das Mantra SAT NAM. Frei übersetzt bedeutet es soviel wie „Ich bin die Wahrheit“. Und es eignet sich hervorragend, um darüber zu meditieren. 

Meditation Mala

Meditation „on the go“ 

Kirtan Kriya

Für diese einfache Meditation wird das Mantra SAT NAM zu SA TA NA MA verlängert: Geburt, Leben, Tod, Wiedergeburt. Wem das zu spirituell klingt: Egal, einfach machen. Die Meditation hilft Gewohnheiten zu durchbrechen, klärt den Geist und hilft, die eigene Bestimmung zu finden.

Nehme eine aufrechte Position ein und schließe wenn möglich die Augen. Während du das Mantra im Geiste vor dich hersagst, führst du die Finger einer oder beider Hände abwechselnd zum Daumen.

Sa – Zeigefinger mit leichtem Druck zum Daumen
Ta – Mittelfinger mit leichtem Druck zum Daumen
Na – Ringfinger mit leichtem Druck zum Daumen
Ma – kleiner Finger mit leichtem Druck zum Daumen

Danach wieder von vorn, also am Zeigefinger, beginnen. Für zwischendurch reicht eine gute Minute, die auch mal eben unterm Tisch durchgeführt werden kann. Im Anschluss tief einatmen, den Atem kurz anhalten und tief ausatmen.

Wer tiefer gehen möchte, versucht sich hieran: 5 Minuten normal sprechend, 5 Minuten flüsternd, 10 Minuten im Geiste sagen, 5 Minuten flüstern, 5 Minuten normal sprechend. Die Zeiten können variiert werden, die Proportionen zueinander sollten aber beibehalten werden, z.B. 2 – 2 – 4 – 2 – 2 oder 1 – 1 – 2 – 1 – 1.

Herzschlag Meditation

Lege vier Finger einer Hand auf den Puls der anderen. Nicht den Daumen verwenden, denn der hat einen eigenen Puls. Nun im Geiste und im Takt des Herzschlags/Pulschlags SAT NAM rezitieren. SAT auf den ersten, NAM auf den zweiten Schlag und so weiter. Ideal sind mindestens 3 Minuten, aber selbst eine Minute ist immerhin etwas. Das geht immer und überall, wetten?

Die „Don’t Meditate“ Meditation

Für die ganz harten Fälle – und Kinder – habe ich eine Meditation aus Three Min Start für euch. Hier wirkt nämlich schon die Handhaltung kleine Wunder und euer Geist kann machen, was er will. Setzt euch in eine aufrechte Position und bringt eure Hände in der Form einer Lotusblüte ca. 10 cm vor der Stirn zusammen. Heißt: Die Handwurzeln berühren sich, ebenso Daumen und kleine Finger. Die restlichen Finger werden abgespreizt. 

Schließt die Augen, atmet durch die Nase und tut alles, um nicht zu meditieren. Jawohl, richtig gelesen. Denkt an alles, was euch heute zu passiert ist, an die schönen Dinge, an die blöden Gefühle, von mir aus auch an den Einkaufszettel. Aber meditiert um Himmels willen nicht! Im Anschluss tief einatmen, den Atem anhalten und dabei alle Muskeln im Körper anspannen. Ausatmen und Entspannen. Na, entspannter? 

(Bei der Entstehung dieses Textes, habe ich übrigens nach der Hälfte das MacBook zur Seite gelegt und eine halbe Stunde zu Songs von Ignite, Slipknot und Sia die Glieder geschüttelt. Danach war das Herz am pumpen und der Kopf frei für neue Gedanken. Irgendwie auch eine Art der Meditation. )

Wer Lust bekommen sagt, ein wenig was für sich , seinen Geist und seinen Körper zu tun, sollte mal bei der Tchibo Community Aktion #befitbeyou reinschauen. Dort findet ihr aktuell viele Videos mit Übungen, Rezepten und Tipps von den drei Expertinnen Hannah Frey (Yoga & Ernährung), Friederike Franze (Laufen) und Louisa Tellert (Fitness) , die euch mit Rat und Tat zur Seite stehen und Fragen beantworten. 

© Fotos: Franzi Schädel

P.S.: *Dies ist eine bezahlte Kooperation mit Tchibo. Das ist gut für mich und gut für euch. Weil es mir ermöglicht das Blog in diesem Umfang zu führen und euch weiterhin zur Verfügung zu stellen. Und meine Arbeit von coolen Leuten in dieser Form wertgeschätzt wird. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. 

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Shirley Seul Das Leben ist keine To-Do-Liste

Buchtipp |“Das Leben ist keine To-Do-Liste“ von Shirley Seul

Shirley Seul Das Leben ist keine To-Do-ListeMoin,

damals – bevor wir auf die digitalisierte Patientenverwaltung umstiegen –  hatten wir in der Praxis ein dickes Buch, in dem die Termine vergeben wurden.  Ganz old school mit Papier und Bleistift. 

Am meisten Spaß machte es mir, im Anschluss die Patienten, die die Praxis wieder verlassen hatten, wegzustreichen. Wieder einer weniger. Einer dichter am Feierabend. Irgendwann ging es so weit, dass mich meine Kolleginnen für diesen Job extra aus dem Behandlungszimmer riefen. „Komm‘ Kathrin, du darfst wieder streichen. Das machst du doch so gerne.“ 

Ich habe es schon immer geliebt Listen zu führen. Dinge, die erledigt werden mussten fein säuberlich untereinander zu schreiben und nach Vollendung durchzustreichen. Ein sehr befriedigendes Gefühl. Noch heute führe ich meinen Kalender inklusive aller dazugehöriger Listen analog auf Papier. Ich habe es mit dem Organzier auf dem Handy versucht. Mehrmals. Es ist einfach nicht das selbe.

Aber nochmal zurück in die Praxis. Natürlich wurden Termine nicht nur einmal vergeben. Nein, manchmal doppelt oder sogar dreifach. So eine Zeile in einem Buch ist dehnbar. Ein Wartezimmer leider nicht. Und für jeden durchgestrichenen Patienten rückte ein neuer nach. Das ist das Problem mit den Häkchen auf der To-Do-Liste: Selten verschaffen sie uns mehr Freizeit. Meist schaffen sie nur mehr Zeit für noch mehr „Dinge, die unbedingt erledigt werden müssen.“ 

Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes verplant. Nach der Arbeit geht es für die wenigsten auf die Couch zu den Liebsten und einem guten Buch. Meist „muss“ man dann noch zum Sport, den man am besten gleich mit einer Freundin zusammen absolviert. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Beziehungsweise zwei oder drei Häkchen auf dem Papier. Was für die Figur getan, beschäftigt gewesen UND soziale Fleißbienchen gesammelt. Weil man das so macht. Wieder andere widmen sich nach Feierband 1.0 ihrem Job 2.0 und werkeln an Blogs, Yogastunden oder Manuskripten herum. Um dann nach Feierabend 2.0 noch schnell einzukaufen, den Hund auszuführen und die Eltern anzurufen, bei denen man sich im 3-Wochenrhythmus ja mal melden muss, Wieder ein paar Häkchen mehr. 
Shirley Seul To-Do-ListeDoch haben wir unseren Alltag so wirklich mit Leben gefüllt? Fülle gespürt? Oder sind einfach nur hindurchgerast? Um alle paar Monate komplett die Reißleine zu ziehen, eine vermeintliche Pause zu machen. Um wieder Kraft für Neues zu tanken. Kraft, die am Ende für neue Arbeit und neue Häkchen drauf geht.

Shirley Seul stellt da genau die richtigen Fragen. In „Das Leben ist keine To-Do-Liste. Endlich Zeit für das, was wirklich wichtig ist – Mit der To-Be-Liste“ führt sie uns vor. So richtig. Ich fühle mich erkannt und ertappt. Ohne Moralkeule, Lifecoach-Blabla und verschwurbelt-salbungsvollen Erkenntnissen. Seul schreibt genau nach meinem Geschmack: Kurz, knackig und immer ein wenig piesackend. Sie weiß, wo sie mich kriegt.

„Schalten Sie Ihr Handy jetzt aus.“ Is‘ klar… Nee. Ich stelle mir einfach vor, es wäre aus. Liegt ja neben mir auf dem Bett. Ich werde einfach nicht drauf sehen, während ich lese. „Sollten Sie das lächerlich finden und denken „Ich tu nur so, als hätte ich es ausgeschaltet“, dann fragen Sie sich, wie ernst Sie Ihr Bedürfnis nach mehr Zeit nehmen.“ Öhm ja. Schon wieder erwischt. Ich schiele verlegen zum Handy. Und drehe es zumindest um….

Zum Glück hat sie gleich ein paar Anregungen zum anders und besser machen parat. Und diese kommen – Gottseidank! – nicht als festgeschriebener, starrer Plan daher. Auch nicht als neues, heißes Zeitmanagement-Tool.

Shirley Seul wirft vielmehr den Denkapparat des Lesers an, hinterfragt und führt so zur sicheren Erkenntnis: Löcher sind nicht immer schwarz, Stolperfallen oder das Fehlen von Substanz. Manchmal sind sie auch einfach eine Tür zu etwas Neuem. Der Anfang. Und bereit gefüllt zu werden. Mit Leben. 

P.S.: Dieser Artikel stand im Übrigens schon eine Weile auf meiner To-Do-Liste. Jetzt kann ich einen Haken dahinter machen. Mist, erwischt….

Das vorgestellte Buch wurde von mir selbst erworben. Dies hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine ehrliche Empfehlung. Wie immer gilt: Was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. Kooperationen werden immer als solche gekennzeichnet.