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Restaurant Altdeutsche Bierstube – Tessenower Manufaktur Groß Grönau.

Aktualisierung Februar 2014:

Leider hat das Restaurant Tessenower Manufaktur – Altdeutsche Bierstube Ende letzten Jahres seine Türen geschlossen. Die Manufaktur als solche – und somit die Produktion der leckeren Senfe, Öle und Co. – bleibt bestehen und ist hier zu erreichen. Auch ein Bio-Catering-Service wird weiterhin geboten.

Anlässlich unseres 3. Jahrestages lud mich mein Freund letzte Woche zu einem Essen in meinem neuen Lieblingsrestaurant Tessenower Manufaktur – Altdeutsche Bierstube in Groß Grönau vor den Toren von Lübeck ein .

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Entdeckt haben wir es durch Zufall. Wir waren zu einer Veranstaltung im Ort eingeladen und auf dem Weg zurück zum Auto, als mir ein Banner ins Auge sprang, dass auf ein Bio-Restaurant hinwies. Neugierig schaute ich auf die Karte und machte einen Luftsprung: Vielfältige, regional-saisonale Gerichte, viele davon vegetarisch oder sogar vegan. Ein baldiger Besuch war schnell beschlossene Sache.

So kam es, dass wir tatsächlich kurz darauf anlässlich eines Geburtstages in das Restaurant Altdeutsche Bierstube (Was mit den Vorbesitzern wirklich nur noch den Namen gemein hat) einkehrten. Wer ein bisschen vegan bei Facebook verfolgt, wird gelesen haben wie begeistert ich damals schon war.

Geschmack ist erlernbar.

Nun stand also unser zweiter Besuch an und auch dieses Mal wurden wir nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil.  Sowohl Ambiente und Service, als auch das Essen waren wieder vorzüglich. Mit ein Grund hierfür ist sicherlich das Konzept von Susen Winkler und Michael Schaake den Menschen wieder den Geschmack naturbelassener Lebensmittel nahe zu bringen, frei nach dem Motto: „Geschmack ist erlernbar.“ Tessenower steht für Produkte und Speisen, die fair, transparent, sozial und ökologisch-nachhaltig hergestellt und zubereitet werden.

Spannenderweise ist der Koch selbst gar kein Veganer, legt aber großen Wert darauf vegane Speisen abseits des Mainstreams anzubieten. Ein Grund, wieso mir die Karte gleich so positiv ins Auge fiel: Vegane Gerichte stehen wie selbstverständlich neben Fisch und Fleisch und bieten so viel Freiraum für Familienfeste und Co. bei denen sowohl die Veganerin als auch der „notorische Fleischesser“ glücklich werden. Ein sehr nettes und ausführliches Gespräch mit Herrn Schaake zeigte sogar, dass das Verhältnis Veggie:Fleischesser bei ungefähr 50:50 liegt und sich auch immer mehr Nicht-Veganer_innen für rein pflanzliche Gerichte entscheiden – und begeistert sind.

Da die Betreiber_innen auf eine aktive und offen-ehrliche Kommunikation zwischen Verbraucher_innen, Händler_innen und Lieferanten setzen, ist das Bio-Restaurant auch für Allergiker_innen „aller Art“ absolut empfehlenswert. Jedes Gericht wird frisch und mit saisonalen Zutaten aus der Region zubereitet und kann individuell angepasst werden. Neben einer monatlich wechselnden Speisekarte gibt es einen wöchentlichen Mittagstisch und saisonale Angebot wie aktuell zum Beispiel Spargel. Jeden Montag ist Flammkuchentag. Der Gast kann aus bis zu vier Belegen pro Flammkuchen wählen und soviel essen wie er möchte. Auch hier wird übrigens an die Veganer_innen gedacht!

Gute Qualität zu fairen Preisen

Die Preise für den veganen Mittagstisch bewegen sich meist zwischen sechs und neun Euro, die für die Hauptspeisen belaufen sich auf ca. 12 bis 14 Euro.

Das Restaurant ist Montag bis Sonntag von 12.00 bis 22.00 Uhr geöffnet (Mittwoch Ruhetag) und bietet Sitzplätze im reetgedeckten Bauernhaus, aber auch eine Terrasse mit wunderschönem Blick auf Feld, Wald und Weide.

Als besonderes Schmankerl wird ein kostenloser Shuttle-Service von und nach Lübeck (+20km) geboten. So steht einem Probieren aus der hervorragenden Weinauswahl nichts im Wege;) Um die Speisen auf den Punkt zubereiten und servieren zu können wird um eine (Online-) Reservierung gebeten.

Mein Menü

Leider hatte ich nur mein Smartphone dabei, daher sind die Bilder leider nicht so farbintensiv wie in natura. Glaubt mir, es war eine Augenweide!

Zuerst gab es frisches Brot mit einem Paprika-Schoko-Chili-Pesto und für mich einen Prosecco (für meinen Freund einen Perlmant).

Vorweg einen Gruß aus der Küche: Minestrone mit in Harissa eingelegten Gürkchen.

minestrone

Die Vorspeise: Zucchini trifft auf Erdbeere und Chili

Vorspeise

Hauptgang: Polenta mit Wildkräutern und Erdbeeren

Hauptgang

Der Nachtisch: Dessert vegan, bestehend aus Erdbeerkompott, Erdbeersorbet und Espressosorbet

Dessert

(Ja, im Kompott war ich leider vor dem Bild schon drin. Ich konnte mich nicht mehr zurückhalten…).

Zum Abschluss gab es noch zwei Espressi und (unvegane) Petit Fours. An veganen Alternativen wird aber gearbeitet habe ich mir sagen lassen;)

Fazit

Ich bin aufrichtig und völlig begeistert. Die „Tessenower“ sind ausgesprochen freundlich und zuvorkommend, der Service ausgezeichnet. Man spürt, dass alle mit großer Lust, Idealismus und Herz dabei sind. Es wird auf wirklich hohem Niveau gekocht und serviert, was eine willkommene Abwechslung zu dem ist, was man in meinen Breitengraden sonst so an vegetarisch-veganem Essen bekommt. Ich freue mich auf meinen nächsten Besuch, der sehr bald folgen wird. Als nächstes steht das Flammkuchenessen auf dem Plan:)

Einen Überblick über die Produkte der Tessenower Manufaktur findet ihr hier. (Psst, der Bärlauch-Senf ist eine Wucht!)