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5 Favorites | Veganer roter Nagellack

veganer roter nagellack Wenns mal wieder so richtig festlich sein soll, kommt Rot auf die Nägel. Wohl kaum eine andere Farbe steht so für Kerzenschein, Wärme und Feierlichkeiten wie diese. Keine Lust, sich für Weihnachten groß aufzubrezeln? Pailetten, Samt und ChiCHi sind nicht dein Ding? Throw some red on your and you’re ready to party. 

Dabei ist Rot nicht gleich Rot. Die Farbpalette reicht von Tomate über Blut bis hin zu Merlot. Wichtig ist wie bei allen dunkleren Farben der akkurate Auftrag. Patzer fallen sofort auf und wirken ungepflegt. 

Ich habe meine Nagellacke gern richtig flüssig. Zu dicker Lack lässt sich schwer auftragen und bedarf meist mehrerer Striche um ihn gleichmäßig zu verteilen, was ihn meiner Erfahrung nach später wiederum anfällig(er) für Kerben und Tipwear macht. Maximal zwei Schichten in wenigen Zügen und der Lack muss streifenfrei decken. 

Pünktlich zu Weihnachten und rechtzeitig für die anstehenden Silvesterparties zeige ich euch heute meine Favoriten in Sachen vegane und rote Nagellacke. 

veganer roter nagellack swatches

v.l.n.r.: Stiletto (Kure Bazaar), Vegan Red (Alterra), Vintage Red (Benecos), Juicy Love (Benecos) / Tageslichtlampe

veganer roter nagellack essence

Do you speak Love (Essence) / Tageslichtlampe

Veganer roter Nagellack – 5 Favorites

Juicy Love von Essence

Die The Gel Nail Polishes von Essence gehören schon lange zu meinen absoluten Favoriten. Sie kosten ’n Appel und ’n Ei, lassen sich hervorragend auftragen und halten mit einem guten Top Coat eine halbe Ewigkeit. „Juicy Love“ ist ein klassisches Rot. Marilyn Monroe, Breton-Shirt, auf der Party ein Glas Champagner in der Hand. 

Do you speak Love von Essence

Das klassische Merlot-Rot. Kein 100%iger Dupe des „Rouge Noir“ von Chanel und doch geht dieser Lack definitiv in die gleiche Richtung: Candlelight Dinner, das kleine Schwarze und mitten auf dem schmalen Grat zwischen verruchtem Schwarz und keckem Rot. Auf diesen Lack bin ich tatsächlich auch schon von Fremden angesprochen worden. 

Stiletto von Kure Bazaar

Dieser 4free Lack (ohne Formaldehyd, Tollulol, Phtalate und künstlichen Campher) lässt sich wunderbar layern. Er deckt – wie alle anderen in dieser Auflistung – hervorragend und wird von Mal zu Mal dunkler. Wer auf der Suche nach etwas „gesünderem“ als den konventionellen Lacken ist, wird hier fündig. Die Lacke von Kure Bazaar bestehen zu 85% aus Zutaten natürlichen Ursprungs wie Zellstoff, Getreide, Baumwolle, Kartoffeln und Mais. „Stiletto“ ist das Sandwich-Kind zwischen „Juice Love“ und „Do you speak Love“. Nicht ganz so verrucht dunkel wie letzterer, aber auch nicht ganz so leuchtend hell wie ersterer. 

Vintage Red von Benecos

Der transparenteste Lack von allen, aber auch dieser deckt nach spätestens zwei Schichten. Dieser Farbton entspricht in etwa dem von „Juicy Love“, ist im Gegensatz zu diesem Lack jedoch sogar 5free (ohne Formaldehyd, Toluol, Phthalate, Campher und Colophonium). Allerdings hält er nicht ganz so gut wie der Lack von Essence, ist aber die „gesündere“ Alternative. Nichts, was ein guter Top Coat nicht richten könnte. 

Vegan Red von Alterra

Leider eine Limited Edition, jedoch aktuell jedoch immer noch in vielen Filialen zu bekommen. Dieses leicht abgetönte Rot mit zartem Schimmer wird mich in diesem Jahr über die Weihnachtstage begleiten. Die Lacke aus der Just Vegan Edition sind ebenfalls 5free (ohne Phthalate, Toloul, Formaldehyd, Campher und Kolophonium) und pflegen zusätzlich mit Bio-Arganöl und Bio-Granatapfelöl. Der Auftrag dieses Lackes ist himmlisch! Flüssig, gleichmässig, deckend. Zwei Pinselstriche und der Nagel ist in in einer Schicht deckend lackiert. 

veganer roter Nagellack Alterra Vegan Red

Vegan Red (Alterra) / Tageslicht

Veganer roter Nagellack ist heute zum Glück keine Seltenheit. Karmin ist schon lange kein unbedingt notweniger Inhaltsstoff mehr, um leuchtende Farben zu erhalten. Einzig Naturkosmetikqualität ist immer noch (fast) ein Ding der Unmöglichkeit. Bisher hat sich nur Logona dieses Battles angenommen, allerdings für vegan lebende Menschen mit sehr unbefriedigendem Ergebnis: Alle Lacke enthalten Schellack (ein Harz, welches aus Gummilack hergestellt wird, welches wiederum aus den Ausscheidungen der Lackschildlaus gewonnen wird) und Karmin (ein roter Farbstoff, der aus Cochenilleschildläusen gewonnen wird). Da geht noch was. 

Bis dahin bleiben nur die xfree Versionen oder konventionelle, aber tierversuchfreie Produkte. Von denen gibt es zum Glück genug. Die Dinner- und Party-Saison kann beginnen!

*Bis auf den Lack von Kure Bazaar, welcher ein PRSample war, habe ich alle Lacke selbst gekauft. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. 

Unter der Lupe | Alterra 6 in 1 Beauty Balm im Test

Lange habe ich darauf gewartet. Ein veganer Beauty Balm und dann auch noch in der Naturkosmetik. Aber geht das überhaupt? Ist einer DER Zauberinhaltsstoffe eines solchen Produktes nicht das Silikon, das uns eine wunderbar pralle, glatte Haut vorgaukelt, am Ende aber leider stark austrocknen wirkt? Und ist nicht genau dieser Inhaltsstoff in der Naturkosmetik verboten?

Lange Zeit gab es überhaupt keinen Beauty Balm, der für Veganer_innen geeignet war. Alle auf dem Markt befindlichen Produkte entstammten Firmen wie L’oréal, Nivea und Co., die bekannterweise leider nicht auf Tierversuche verzichten. Später zogen Drogeriemarken wie Catrice, P2 und essence nach. Hier war die Tierversuchsfreiheit meist sichergestellt, allerdings waren diese Balms oft nicht vegan (z.B. Catrice BB Allround Foundation) und zudem – zumindest für mich – viel zu dunkel. Mittlerweile ist etwas ähnliches wie ein Beauty Balm auch in der Naturkosmetik angekommen. Ich schreibe bewusst „etwas ähnliches“, denn das Silikon, sonst an vorderster Inci-Front, fehlt hier.

Da schon dem Internet zu entnehmen war, dass der BB von Lavera ziemlich dunkel ausfallen soll  und ich bei einem Preis von fast 11 Euro keine Experimente starten wollte, habe ich von einem Kauf absehen und lieber zum neuen 6 in 1 Beauty Balm von Alterra gegriffen. Dieses ist in zwei Nuancen (hell und mittel) erhältlich und wirbt mit all den Versprechungen wie es auch Balm aus dem konventionellen Bereich tun:

  • Glättungseffekt
  • Mattierend
  • Straffungseffekt
  • Kaschiert Fältchen
  • UV-Lichtschutz
  • Feuchtigkeitsspendend

bbalterrafront bbalterrainciHyaluronsäure, Sheabutter und Vitamin E sollen die heute intensiv mit Feuchtigkeit versorgen und pflegen. Anzumerken ist der niedrige Lichtschutzfaktor von 10 (Basis). Bei Produkten aus dem nicht-natürlichen Bereich liegt der meist mindestens bei 15, wenn nicht sogar bei 30. Bei längerem Aufenthalt im Freien sollte also nicht auf einen richtigen Lichtschutzfaktor verzichtet werden.

Der Beauty Balm im Detail

Der Geruch des Balms erinnert mich etwas an NK-Sonnenschutz, ist dezent und verfliegt relativ schnell. Das Produkt lässt sich in den ersten Sekunden gut verteilen, beginnt erst nach einer Zeit auf der Haut zu „stoppen“. Der Auftrag mit den Finger ist daher leicht und streifenlos. Allerdings sollte die Haut direkt vor der Anwendung sehr gut gereinigt sein und vorher keine andere Creme benutzt worden sein. Zusammen mit der Lavera Balancingcreme, die ich einige Zeit vorher aufgetragen hatte, gab es Krümel.

Was mir bei der Anwendung sofort auffiel war die geringe Pigmentierung. Nach kurzer Zeit verfärbte sich der Balm beim Verteilen mehr weiß als bräunlich-hautfarben. Die Nuance hell ist tatsächlich hell. So hell, dass sie mir mit meiner mittlerweile minimalen Bräune fast schon zu hell ist. Aktuell geht er gerade noch so durch. Für die dunklere Jahreszeit dürfte er perfekt sein. Swatches findet ihr weiter unten. Der besseren Vergleichbarkeit wegen habe ich das Produkt neben der CatricBB Allround Foundation in Light Beige (vegan) und dem P2 Perfect Face! Beauty Balm in light (nicht vegan) fotografiert.

Die Deckkraft ist im Gegensatz zu den anderen von mir getesteten BBs eher gering und das Produkt somit in meinen Augen eher für Menschen mit einer ohnehin recht reinen Haut geeignet. Dafür bleibt ein pastöses Kleben, wie ich es von den anderen Beauty Balms her kannte aus. Auch ließ sich der Balm sehr leicht abschminken. Unreinheiten hat mir das Produkt auch nach dreimaliger Verwendung nicht beschert.

Leider mattiert auch dieser Beauty Balm bei meiner feuchtigkeitsarmen Mischhaut nicht wirklich. Wer einen leichten Glow mag wird es mögen, allen anderen sei angeraten zumindest die T-Zone noch einmal leicht abzupudern.

Mein Fazit

Ich empfehle den 6 in 1 Beauty Balm von Alterra all denjenigen, die auf der Suche nach einem Produkt für sehr helle bis helle Hauttypen sind und nur eine leichte bis mittlere Deckkraft benötigen. Die Puderdose sollte man sicherheitshalber dabei haben. Wer eine leichte Alternative zu einer getönten Tagescreme oder einer Foundation sucht, ist hier genau richtig. Der Beauty Balm ist für 3,75 € bei Rossmann erhältlich, ist BDIH-zertifiziert und trägt die Vegan-Blume.

Links jeweils Catrice, mittig P2, rechts Alterra. Oben jeweils in direktem Sonnen-, unten im Tageslicht.

bb1 bb2

Leicht verstrichen

bb4 bb3

Etwas stärker verstrichen

bb5 bb6