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Deos ohne Aluminium

Aluminiumsalzfreie Deos | Speick, Ponyhütchen & Lush

Aluminiumsalzfreie Deos vegan Lush Speick PonyhütchenBeinahe wäre ich mal Expertin für Deos geworden. Queen of Deo sozusagen. Man fragte mich für eine TV-Produktion an, bei der es sich um aluminiumsalzfreie Deos drehen sollte.
Ich sagte ab. Aus mehreren Gründen. Zum einen hatte ich weder Lust MIR an den Achseln schnuppern zu lassen, noch – und das ist viel schlimmer (!) – an den Achseln anderer Menschen zu riechen. Zum anderen, weil es schlichtweg unauthentisch und nicht aufrichtig gewesen wäre.

Ich bin nicht die sonderbare Öko-Tante, die immer und überall den Feind wittert und rebellisch nur noch selber rührt. Die hätten sie vermutlich gern gehabt. Ich habe nichts gegen Alu in Deos. Ich finde es sogar manchmal ganz hilfreich. Es wurde also nichts aus meiner TV-Karriere. 

Was genau haben wir denn gegen Aluminium(salze)?

Dennoch verwende auch ich – wenn möglich – gerne Deos ohne Aluminiumsalze. Einfach, weil ich es kann.
Seit einiger Zeit schon spielen Aluminiumsalze, bzw. der Verzicht darauf eine immer größer werdende Rolle im Beautykosmos. Was zuerst in einschlägigen Foren begann und sich dann auf immer reichweitenstärkere Blogs ausweitete, ist nun auch in der Drogerie angekommen. Klassische Deodorant-und Antitranspiranthersteller bringen mittlerweile ganze Linien heraus, die auf Aluminiumsalze verzichten. Aluminiumsalzfreie Deos sind DAS Ding der Stunde. Auch in der konventionellen Hautpflege. Eine kleine Revolution. 

Doch war das nötig? Oder bedient man einfach eine gestiegene Nachfrage, um die eigenen Umsätze anzukurbeln? Die Sachlage ist schwierig. Es gibt Studien, die die Gefahren von Aluminiumsalzen im Deo für begründet halten und mindestens genauso viele, die diese relativieren.

Hintergrund der ganzen Debatte waren alte Studien, die das Brustgewebe an Brustkrebs erkrankter Frauen unter die Lupe nahmen und dort eine erhöhte Menge an Aluminiumssalzen feststellten. Mittlerweile weiß man, dass auch die nicht an Krebs erkrankten Frauen der Studie im Brustgewebe unterhalb der Achseln erhöhte Werte aufwiesen. Und das eine Erhöhung des Wertes genau an dieser Stelle auch durchaus mit der dichteren Dicke des dortigen Gewebes zu tun hat. Darüber hinaus ist die Menge an Aluminiumsalzen, die wir täglich über die Nahrung zu uns nehmen um ein VIELFACHES höher ist, als die, die eventuell über Deodorants in unseren Körper gelangen. Dennoch ist nicht außer Acht zu lassen, dass dies vor allem für gesunde Haut gilt. Studien haben gezeigt, dass die Aufnahme der Salze bei geschädigter Haut (beispielsweise durch Rasur) deutlich höher ausfällt. Ob und wiefern diese allerdings Brustkrebs beeinflussen ist bis heute nicht abschließend geklärt. Einzig, dass Aluminium bei bereits vorhandenem Brustkrebs die Metastasenbildung beschleunigen kann, ist wissenschaftlich nachgewiesen. Ein Grund, wieso bei erkrankten Frauen die Verwendung eines Deos ohne Aluminiumsalze angeraten wird, denn gerade die Metastasen eines Mamma-Karzinoms führen häufig zum Tode. 

Aluminiumsalzfreie Deo – Können die was?

Ihr seht, an Aluminiumsalzen scheiden sich die Geister. Mein Fazit: Ein Deo allein macht noch keinen Krebs. Aber wenn ich die Möglichkeit habe einen Stoff, der in dieser Form nichts in meinem Körper zu suchen hat, zu meiden und dennoch eine gute Wirkung zu erzielen, dann tue ich das gern.

Und genau das sind wir beim eigentlichen Problem. Ein Deo ohne Aluminiumsalze ist zwar ein Deodorant, aber kein Antitranspirant. Sprich: Es schützt eventuell gegen unangenehme Gerüche, aber nicht gegen die eigentliche Schweißbildung. Denn es ist das Aluminiumsalz welches die Poren verengt und die Körperflüssigkeit so am Fließen hindert. Dessen muss man sich im Klaren sein. Wer auf Aluminiumsalze verzichten möchte, muss damit rechnen, dass es auch mal feucht unter den Armen wird. 

Im Laufe der Jahre haben sich bei mir aber ein paar Favoriten herauskristallisiert bei denen selbst das für mich kein Problem darstellt. Auch und vor allem, weil ich meist Kleidungsstücke mir einem hohen Baumwoll- oder Viskoseanteil trage und den Polyestermonstern aus der Teeniezeit (zum Glück!) abgeschworen haben. 

Speick Deo Stick

1. Deo Stick von Speick

Vor mehr als 15 Jahren meine erste Erfahrung in Sachen Naturkosmetik. Total Old School. Und überraschender Weise ziemlich wirkungsvoll. Der transparent-grüne Stift verströmt einen leicht krautigen Duft mit dem man können muss. Damals habe ich vornehmlich gourmandige Düfte mit hohem Vanilleanteil getragen. Was auf den ersten Blick massiv kollidiert, ergänzte sich im Alltag aber super. Wer sich mal an aluminiumsalzfreie Deos herantasten und unkompliziert in der Drogerie kaufen möchte, sollte hier einen Riecher riskieren. 

Inci

Feuchtpflegekomponente, Flüssigwachs (pflanzliche Basis), Weingeist, Verseifte Stearinsäure (pflanzliche Basis), Komposition mit ätherischen Ölen,  Speick-Pflanzenextrakt (Pflanze aus kontrolliert biologischer Wildsammlung), Salbei-Extxrakt, Lavendel-Öl, Chlorophyll, Komponenten ätherischer Öle

ca. 4 €

Bio Cremedeodrant Ponyhütchen

2. Bio Cremedeodorant von Ponyhütchen

In Sachen „Aluminiumsalzfreie Deos“ lande ich seit Jahren lande ich immer wieder bei den Deocremes von Hendrike. Auf der Basis von Natron und Zinkoxid, eingebettet in gute Öle, pflegt es und sorgt für frische unter den Achseln – ohne auszutrocknen oder weiße Flecken auf der Kleidung zu hinterlassen.  Im Laufe der Jahre habe ich allerdings herausgefunden, dass nicht jede Duftrichtung bei mir zum Erfolg führt. Das ist dann wohl diese individuelle Hautchemie. 

Nachdem ich lange Zeit „A Perfect Match(a)“ verwendet habe, bin ich seit einigen Wochen super happy mit „Kokoskuss“. Der Duft ist himmlisch! Keine künstliche, extrem süße Kokosnuss, sondern der pure Hauch von Urlaub. Das Deo hält bei mir den ganzen Tag frisch, auch nach sportlicher Betätigung. Wirklich feucht werde ich mit den Deos von Ponyhütchen auch nicht. Natron und Zinkoxid sei Dank.

Inci

Bio-Kokosnussöl (kba), Natron, Bio-Sheabutter (kbA), Sonnenblumenöl, Bio-Macadamianussöl (kba), Zinkoxid, Kaolin, Stärke, Parfüm.

9,99 €

Aromaco Lush Deo

3. Aromaco von Lush

Was aussieht wie ein eher unansehnliches Stück Kernseife ist meine Entdeckung des letzten Jahres. Empfohlen hat es mir Jenny von I Love Spa, nachdem ich mich jahrelang um die Deos von Lush gedrückt habe. Zu oft las ich im Netz von gelben Flecken in der Kleidung.

Anlässlich der Reha ließ ich mich dann im letzten Winter doch darauf ein und wurde nicht enttäuscht. Zwar braucht der Körper – zumindest meiner – immer ein paar Tage der Umgewöhnung, wenn ich nach einem anderen Deo wieder auf dieses wechsle, aber dann macht es einen hervorragenden Job. Aromaco duftet leicht nach Patchouli und wirkt mit Zaubernuss und Kamillen-Essig sogar leicht adstringierend. Noch dazu ist das Deo wahnsinnig ergiebig. Mit einem Stück komme ich mehrere Monate aus. 

Beim Kauf des Deos wird im Lush Shop ein kleines Stück von einem größeren abgeschnitten, so dass es auch mal sein kann, dass man etwas mehr oder etwas weniger als die 100 g bekommt. Ich teile mir mein Stück zuhause immer noch mal in kleinere Portionen, die ich dann in kleine Aufbewahrungsboxen von Rossmann verpacke. Diese sind groß genug für ein handliches Stück, verhindern, dass dieses austrocknet und sind auch toll für die Reise.

Inci

Water (and) Hamamelis Virginiana Leaf Extract (Hamamelisaufguss), Propylene Glycol, Sodium Stearate, Matricaria Chamomilla Vinegar (Kamille-Essig), Sodium Bicarbonate, Pogostemon Cablin Oil (Patchouliöl), *Citral, *Limonene, Parfüm

100 g/7,25 €

punkteklein

Sicher, jeder Mensch ist anders. Und was bei mir funktioniert, muss bei anderen noch lange nicht klappen. Wer es aber mal aluminiumsalzfreien Deos möchte, ist hier sicherlich für den Anfang gut bedient. Noch dazu sind alle drei Deos handgepäckstauglich, da fest.

Eine weitere Möglichkeit ist auch das Selbermischen eines Deos auf Natronbasis. (Da haben wir sie doch nochmal, die Öko-Tante.) Mein Rezept für ein „bullet-proof Deo“ ohne Aluminiumsalze findet ihr hier. Es hat mich nie im Stich gelassen. In letzter Zeit hatte ich einfach zuviel Spaß daran neue Produkte zu testen und bin vom Selberrühren abgekommen 😉

Aluminiumsalzfreie Deos vegan

P.S. Die Produkte von Speick und Ponyhütchen wurden mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und nur was mich überzeugt, landet auch auf dem Blog.

Ponyhütchen Deo Proben

Aluminiumsalzfreie Deos | Probenset von Ponyhütchen

Ponyhütchen Deo Proben

Moin,

wie ihr sicher wisst, verzichte ich seit längerem auf Aluminiumsalze in meinen Deodorants.  Besonders gut fällt mir hierbei die Deocreme von Ponyhütchen, die ich nun schon einige Wochen in Gebrauch habe und die mir in der Variante fresh & fruity einen sehr guten Dienst erweist. Wie bereits in diesem Artikel beschrieben, wirken bei mir leider nicht alle Duftrichtungen gleich gut. Der Kauf mehrerer Fullsizes ist hier also immer auch ein kleines Risiko. Umso mehr freue ich mich, dass es jetzt auch Probensets der Deocremes* von Ponyhütchen gibt. Meines umfasst 5 Sorten: Supervixen, Shibuya, Honigschnütchen, A Perfect Match(a) und Keep Calm. Alle Cremes sind in kleinen transparenten „Klick-Döschen“ verpackt, die Menge reicht bei mir für ca. sieben Anwendungen. Ich komme damit also, bei einer Anwendung am Tag, eine Woche aus.

Never judge a book by its cover

Was auffällt ist, dass, im Gegensatz zu meiner Fullsize, die Konsistenzen sehr unterschiedlich sind. In einigen Döschen hat sich Öl absetzt, einige sind generell flüssiger als andere. Ich gehe davon aus, dass das mit dem Abfüllen zusammenhängt. Sicherlich erwischt man mal Ecken, die weniger gut vermengt sind, bzw. weniger feste Bestandteile enthalten. Zudem wird eine solch kleine Menge bei Wärme natürlich schneller flüssig als ein großer Pott. Das Problem habe ich mit einem kleinen Holzstäbchen gelöst, mit dem ich alles noch einmal gut verrührt habe. Danach hat sich alles gut verteilt und ist auch wieder sehr homogen fest geworden. Allerdings führt das Öl auch dazu, dass man die Probendöschen besser nicht (unverpackt) auf Reisen mitnimmt. Nach dem ersten Öffnen habe ich bei zwei der drei Döschen immer etwas Öl außen am Rand. Dieses zieht zum einen in das Label ein, zum anderen hinterlässt es ölige Flecken auf der Oberfläche, auf dem sie stehen. Wickelt die Döschen unterwegs also auf alle Fälle gut ein! Oder testet vornehmlich zuhause.

Ponyhütchen Deo

Die Wirkung ist – für mich – überraschenderweise bei allen fünf Deos nahezu gleich gut. Überraschend deshalb, weil ich bisher die Erfahrung gemacht habe, dass bei mir gerade die geliebten weichen, foodigen Düfte nicht so gut wirken wie die frischen. Hier bringen mich aber auch Supervixen und Honigschnütchen wohlriechend durch den Tag. Einen Favoriten ausmachen ist wirklich schwer. Alle Düfte sind sehr ansprechend und ausgewogen komponiert. Auch die Wirkung ist bei alles Deocremes sehr gut. Ich könnte morgens blindlings ins Regal greifen und wäre immer auf der sicheren Seite.

Die Düfte

Hier noch einmal die Düfte der einzelnen Cremes im Überblick:

Supervixen: Mango und Vanille – warm und fruchtig
Shibuya: Orange, Zitrone, Grapefruit, Mandarine – frisch und fruchtig
Honigschnütchen: Honig, Vanille und Zitrusfrüchte – warm und weich
A Perfect Match(a): Grüner Tee, Musk  – Ein perfekter Dupe von Elizabeth Ardens Green Tea
Keep Calm!: Lavendel und Geranie – blumig, krautig, ausgleichend

A Perfect Match(a) und Keep Calm! kann ich mir auch sehr gut als Unisex-Deos vorstellen. Sie sind frisch und passen für mich am ehesten in die Kategorie „Frisch geduscht“. Honigschnütchen ist perfekt für all diejenigen, die es gerne foody und süßlich haben – Vanille und Honig pur. Shibuya erfrisch fruchtig-spritzig. Ideal für heiße Tage. I love Grapefruits! Einzig Supervixen fällt für mich – aber auch nur durch den Duft! – etwas ab. Ich mag einfach die Kombination der Parfumöle Mango und Vanille nicht. In meiner Nase gehen sie leider eine eher chemisch riechende Verbindung ein. So sehr ich beides in Natura liebe. Am Ende würde ich mich wohl für Keep Calm! und A Perfect Match(a) entscheiden 😉

Das Ponyhütchen Deoprobenset, von dem es übrigens noch ein zweites gibt, ist hier erhältlich und kostet 10,55 € für 5 x 5 ml. Perfekt, um Deocremes im Allgemeinen und die von Ponyhütchen im Speziellen mal auszuprobieren. Ich persönlich möchte auf alle Fälle noch den Erlkönig und Kokoskuss testen.

Welches ist dein Liebling der Ponyhütchen Deocremes? Ich bin gespannt, welche Erfahrungen ihr gemacht habt.

*sponsored

Dieser Artikel enthält Affiliate Links (Heißt, ich bekomme ein paar Cent, falls ihr was bestellt;))

Aluminiumfreie Deodorants | Wolkenseifen, Ponyhütchen und Schmidt’s im Test

Aluminiumfreie Deos

Ich werde immer wieder nach meinen Erfahrungen mit den aluminiumfreien und veganen Deocremes von Wolkenseifen gefragt und muss dabei auf das alte Blog verlinken. Es fehlt also definitiv ein Artikel neueren Datums dazu und so dachte ich mir, ich nutze die Gelegenheit und mache daraus gleich einen kleinen Vergleichstest.

Vorweg: An Aluminium in Deodorants scheiden sich die Geister. Immer noch. Noch ist nicht abschließend geklärt ob und wie Aluminium sich auf den Organismus auswirkt. Solange das der Fall ist, bin ich dazu übergegangen diesen Stoff, der nun einmal – zumindest für mich – nicht zwingend notwendig ist, so gut es geht zu meiden. Im Test treten neben meinem Favoriten „Weekender“ von Wolkenseifen auch Ponyhütchens „fresh & fruity“* sowie „Cedarwood + Juniper“ von Schmidt‘s* an. Alle drei ihres Zeichens Deocremes ohne Aluminium. Vegan und tierversuchsfrei.

In der Handhabung sind alle im Prinzip gleich: Man entnimmt eine Fingerspitze des Produktes (Lieber erst einmal zu wenig als zu viel!) und verreibt diese unter den Achseln. Die enthaltenen Inhaltsstoffe wirken nicht porenverengend, unterbinden also nicht die Transpiration, verändern das Bakterienmilieu jedoch so, dass kaum bis kein unangenehmer Geruch entsteht.

Während der Testwoche war fast alles dabei: Temperaturen von 5 bis 21 Grad, Bürostuhlplattsitzen, Fahrradfahren, mehr oder weniger schweißtreibendes Training bei der Physio, Yoga, schnelles Gehen, langsames Laufen… Ich behaupte also, dass ich mir ein relativ gutes Bild machen konnte. Doch sehen wir uns die Kandidaten mal im Einzelnen an.

Wolkenseifen Deo Creme Weekender

Wolkenseifen Deocreme

Packungsgröße

25 ml (Kunststofftiegel) und 50 ml (Aluminiumdose)

Preis

5,00 €, bzw. 7.00 €

Incis

Butyrospermum Parkii Butter, Solanum Tuberosum Starch, Sodium Bicarbonate, C.I.77947, Cocos Nucifera Oil,  Vitis Vinifera (Grape) Seed Oil, Tocopherol, Panthenol, Parfum (Citronellol, Geraniol, Linalool, Hexyl Cinnamal, Limonene)
(Quelle: wolkenseifen.de)

Duft

Langhaltender Duft nach frischer Wäsche und „direkt aus der Dusche“.

Eigenschaften

Mittlerweile steht es auch auf der Homepage: Die Creme von Wolkenseifen ist etwas körnig und weißelt auf den Fingern. Hände waschen nach dem Gebrauch ist Pflicht. Meine ersten Dosen waren da noch anders. Die Oberfläche war „schierer“, die Masse homogener. Ob eine Reformulierung stattgefunden hat vermag ich nicht zu sagen. Es fällt allerdings auf, dass die Konsistenz in den letzten vier Dosen (verschiedener Duftrichtungen) deutlich flüssiger, zum Teil richtig ölig war. Leider verbrauche ich so auch merklich mehr als bei den festeren Formulierungen, so dass ich bereits zwei kleine Dosen geleert habe.

Ich habe im Laufe der Monate die Erfahrung gemacht, dass nicht alle Duftrichtungen bei mir gleich gut wirken. Mittlerweile habe ich fünf getestet und vor allem die weichen, pudrigen Düfte scheinen mit meiner Hautchemie nicht allzu gut zu harmonieren. Sie wirken – jedoch nicht so gut wie beispielsweise eben der Weekender. Mit ihm entwickle ich selbst in größter Hitze keinen unangenehmen Geruch.

Ponyhütchen Fresh & Fruity

Ponyhütchen Deocreme

Packungsgröße

50 ml (Kunststofftiegel)

Preis

8,84 €

Incis

bio-kokosnussöl (kba), natron, bio-sheabutter (kbA), sonnenblumenöl, bio-macadamianussöl (kba), zinkoxid, kaolin, stärke, ätherisches mandarinenöl

Duft

Aufgrund des Verzichtes auf synthetische Duftstoffe fällt er hier etwas zarter aus als beim ersten Kandiaten. Die Deocreme riecht lecker nach Mandarine, hat aber durch das Kokos- und Macadamianussöl dennoch eine weiche Note.

Eigenschaften

Die Deocreme von Ponyhütchen sieht so aus, wie die von Wolkenseifen früher daher kamen: Weiß, glatt und samtig. Sie ist angenehm fest, wird bei Fingerkontakt aber sofort weich und leicht flüssig. Die Entnahme ist so deutlich sparsamer als bei Wolkenseifen. Nach dem Auftragen bleibt nur ein leicht öliger Film auf den Finger, kaum weißelnde Bestandteile.

Die Wirkung ist ähnlich gut wie beim „Weekender“. Schwitzen an sich wird nicht gänzlich verhindert, aber unangenehme Düfte werden vermieden. Da der natürliche Duftstoff deutlich schneller verfliegt als der frische Wäscheduft der Wolkenseifencreme, riechen die Achseln tatsächlich eher nach „nichts“. Wunderbare also für all diejenigen, die sich eine Deocreme wünschen, die nicht mit einem anderen Duft kollidiert.

Schmidt’s Deo Cedarwood + Juniper

Schmidt's Deocreme

Packungsgröße

60 ml (im Glastiegel)

Preis

8,84 €

Incis

Butyrospermum parkii (shea butter), Sodium bicarbonate (baking soda), Maranta arundinacea (arrowroot) powder, Theobroma cacao (cocoa) seed butter, Citrus bergamia (bergamot) essential oil, Citrus aurantifolia (lime) essential oil, Tocopherol (vitamin E), Humulus lupulus (hop) extract

Duft

Zedernholz und Wacholder. Warm, würzig, holzig und absolut unisex. Sonst eher beheimatet bei Vanille, Moschus, Kokos und Co. liebe ich es, diese süßen, warmen, weichen Düfte mit einer herben, kantigen Note zu kombinieren.

Eigenschaften

Die Deocreme von Schmidt’s ist die mit Abstand härteste der dreien. Zum Glück liefert die Marke aus Portland (USA) den Spatel gleich mit. Einfach ein wenig Produkt abkratzen und mit dem kleinen Helfer oder dem Finger auftragen. Ich persönlich nehme am liebsten die Finger, denn die Creme ist wirklich sehr fest. Nachdem ich die Fingerkuppe aber einige Sekunden in die Achsel gelegt habe, schmilzt das Produkt problemlos und lässt sich geschmeidig auftragen. Es bleiben kaum Rückstände auf der Haut. Durch die herben Noten harmoniert die Deocreme sehr gut mit der Haut und dem menschlichen Körpergeruch. Auch Schmidt’s Deo vermag die Bakterien in Schach zu halten und unangenehme Ausdünstungen zu verhindern. Mit der Feuchtigkeitsbildung durch Schwitzen verhält es sich wie bei den anderen beiden Kandidaten im Test.

Was mich auch schon zum Fazit bringt.

Fazit

Alle drei Testkandidaten wirken auf meiner Haut und bei meinen durchschnittlichen körperlichen Betätigungen sehr gut gegen Schweißgeruch. Das Schwitzen selbst kann und soll nicht verhindert werden, zu unansehnlichen feuchten Flecken kam es aber bei keiner der Deocremes. Am Ende ist vor allem die Konsistenz kaufentscheidend. Wer eher unempfindlich gegen körnige Bestandteile ist oder bereits seit längerem erfolgreich Deocremes auf Kokos- und Natronbasis verwendet, darf sich gerne kreuz und quer durch das Wolkenseifensortiment testen. Wer allerdings cremige und feine Konsistenten bevorzugt, dem seien die Creme von Ponyhütchen und Schmidt’s ans Herz gelegt. Auch wer synthetische Duftstoffe meiden möchte, ist hier gut beraten.

Keines der Deos hinterlässt klebrige oder färbende Rückstände. Für mich einer DER Vorteile gegenüber aluminiumhaltiger Produkte. Die Handhabung ist im ersten Moment sicherlich etwas ungewohnt. Die drei Sekunden extra – die das Auftragen jeden Morgen dauert – sind es aber wert. Die Deocremes reichen deutlich länger als ein Spray oder auch ein Roll-On, um eventuelle Schädigungen durch Aluminium muss sich niemand Gedanken machen und die Duftauswahl ist schier unendlich.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass es in den ersten Tagen mit einem aluminiumfreien Deo passieren kann, dass man irgendwann doch etwas nach „Mensch“ riecht. Nicht unangenehm nach Schweiß, aber eben menschlich. Es scheint mir fast so, dass der Körper sich „entwöhnt“ und umstellt. Nach einiger Zeit schwitzt man dann aber weniger, bzw. anders. Tatsächlich ist es in meinem Fall so, dass ich auch mal den einen oder anderen normalen Tag ganz ohne Deo auskomme ohne zu müffeln. Körperhygiene ist gerade dann natürlich das A und O, aber ist es möglich 😉

Einzig bei sehr hohen Temperaturen würde ich heut noch zu einem herkömmlichen Deo greifen, dann vor allem aber aufgrund der Feuchtigkeitsbildung. Unter normalen Umständen gehe ich mittlerweile mit meinen Deocremes selbst in wichtige Meetings und auf großen Shoppingtouren.

 

*Die Deocreme von Ponyhütchen sowie die Creme von Schmidt’s wurden mir freundlicherweise kosten- und bedingungslos zum Testen zur Verfügung gestellt.

Dieser Artikel enthält Affiliate Links von Ponyhütchen. Heißt: Ich verdiene ein paar Cents, falls ihr was bestellt 😉