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Kennzeichnung von Werbung

Kennzeichnung von Werbung auf Blogs | Wer, was, warum?

Kennzeichnung von WerbungMit der Kennzeichnung von Werbung auf Blogs, YouTube, Instagram und Co. ist es wie mit medizinischer Beratung im Internet. 4 Experten, 5 Meinungen. Seit Jahren werden sich die Köpfe heiß geredet, die ein oder andere Sau wird durchs Dorf getrieben und keiner weiß so wirklich was Sache ist. Noch komplizierter wird es, weil zwischen „Bewegt-Bildern“ (YouTube) und „Stand-Bildern“ (Blog) unterschieden wird. Ich beziehe mich – da ich selber einer bin – auf die Richtlinien für Blogger. Dieser Text ist keine juristische Beratung und kratzt sicherlich nur an der Oberfläche. Er ist bei weitem auch nicht vollständig. Aber er ist ein Versuch.

Ich biete euch hier ganz sicher nicht den heiligen Gral. Dann würde ich jetzt sofort die Tastatur loslassen, mir ein Haus auf den Bahamas kaufen und mir mit einem Workshop „Richtige Kennzeichnung von Werbung“ eine goldene Nase verdienen. Ich kann euch aber sagen wie ICH es handhabe, nachdem ich in den letzten Monaten vermehrt verschiedene offizielle Meinungen zu dem Thema gehört habe. 

Gleich vorweg: Ich glaube, dass kein Blogger glücklich mit der Bezeichnung „Werbung“ ist.
Denn es trifft im Kern nicht das, was Blogger machen. Das sehe ich auch immer wieder in der Diskussion. Fragt man einen Anwalt oder einen Menschen der Landesmedienanstalt, wie sich Werbung definiert, kommt oft „WERBUNG muss überall dort stehen, wo es nicht mehr um die alleinige Meinung des Bloggers geht. Nämlich dann, wenn er bezahlt wird.“ oder „Sobald ein Unternehmen möchte, dass positiv berichtet wird, ist es Werbung.“ (Erst dann?)

Autsch. Da jault jeder Blogger laut auf. Reichweite kann man kaufen, Meinung nicht. (Ich gehe hier vom Idealfall aus.) Und bisher bekam ich bei keiner bezahlten Kooperation die Vorgabe in dieser oder jener Weise zu berichten. Mir sind NOCH NIE Bildmotive, Textbausteine oder ähnliches vorgegeben worden. Da wäre ich auch sofort im Tyrannosaurus Rex-Modus. 

But wait: Die Meinung ist meine und die Kooperationsvereinbarung ist relativ ergebnisoffen? Also ist das, was ich tue im Grunde nicht kennzeichnungspflichtig? So einfach ist das leider nicht. Ich für meinen Teil habe für mich aktuell folgende Lösung gefunden. Andere werden es anders handhaben. Wieso ich mich gerade hierfür entschieden haben, erläuterte ich euch im weiteren Artikel. 

Kennzeichnung von Werbung auf EIN BISSCHEN VEGAN 

Kennzeichnung auf dem Blog

  • Sobald ich  für die Erstellung eines Artikels Geld erhalte , schreibe ich im Artikel VOR dem ersten Satz das Wort WERBUNG. Egal, ob ich es als passend empfinde oder nicht. 
  • Unter dem Artikel erläuterte ich noch einmal, dass und warum ich bezahlt wurde.
  • Wenn ich für einen Artikel mit Produkten unterstützt werde, kennzeichne ich diese unter dem Text als PR Sample. Das ist allerdings die Kür, keine Pflicht und muss nicht unbedingt sein. Solange das Produkt bedingungslos zur Verfügung gestellt wurde, man mir also keine Vorgaben macht, wie ich es zu präsentieren habe.
  • Affiliate-Links bekommen ein * im Text und werden am Ende noch einmal kurz erklärt.

Kennzeichnung auf Instagram

  • Werde ich für ein Posting auf Instagram bezahlt, schreibe ich direkt unter dem Bild und vor dem Text WERBUNG. Dazu setze ich im Posting den Hashtag #Werbung. (Die Landesmedienanstalten sprechen hier von „gut sichtbar“, also nicht als #ad an 37. Stelle der Hashtags oder in einem Kommentar!)
  • Wenn ich es nicht vergesse, kennzeichne ich PR Samples mit dem Hashtag #PRSample. Hier wieder Kür, keinen Pflicht.

Kennzeichnung auf Facebook

  • Hier wird es etwas tricky. Denn Postings mit Links zu Blogartikeln mit bezahlten Inhalten sowie bezahlte Facebook Postings als solche darf nur schalten, wer einen blauen Haken hat. Allen anderen bleibt die zeit- und nervenraubende Alternative eine Werbeanzeige zu erstellen. Diese darf allerdings nur als „Dark Post“ laufen, sprich: Sie erscheint nicht im eigentlichen Feed meiner Seite zum Blog, sondern wird als Anzeige nur im Feed der ausgewählten Zielgruppe ausgespielt. Auch in dieser Art der Anzeige schreibe ich vor dem eigentlich Text das Wort WERBUNG und setze den Hashtag.

Warum überhaupt kennzeichnen?

Wichtigster Grund für Kennzeichnung von Werbung überhaupt: Die Leser. 

Entgegen anders lautender Behauptungen habe ich nie nennenswertes negatives Feedback auf einen mit WERBUNG gekennzeichneten Post bekommen. Weder lief die Leserschaft Sturm, noch sank die Reichweite. Ich glaube, meine Leser kennen mich so gut und sind so lange dabei, dass ich Ihnen niemals etwas präsentieren würde, was ich allein aufgrund eines Budgets total knorke finde oder weniger (oder mehr Herzblut) in einem Artikel stecke, der finanziell unterstützt wird. Ich prüfe sehr genau, ob eine Kooperation zu mir und dem Blog passt und ja, auch ob sie für meine Leser relativ und interessant ist. Auf dem Blog plötzlich Bratpfannen, Hundefutter oder Babytragen zu entdecken, würde uns wohl alle irgendwie erstaunen…

Ebenso prüfe ich, ob eine Kooperation in dieser Form zeitgleich auch auf drölfzig anderen Blogs erscheint. Denn sind wir mal ehrlich: Wir wollen uns ja alle ein wenig einzigartig fühlen, oder?

Mindestens genauso wichtig aber ist eine Kennzeichnung auch für und vor dem Gesetzgeber. Und hier wird es RICHTIG kniffelig. Denn im Grunde stoßen hier zwei Giganten aufeinander, die eigentlich das Gleiche wollen, sich aber selbst nicht ganz einig sind. Immer wieder hört man vom Telemediengesetz und dem Rundfunkstaatsvertrag. Und mindestens genauso oft hört man, dass beides vielleicht für YouTuber gelte, aber doch nicht für Blogger. Oder? 

Bisher gibt es noch keine Gesetzesvorgaben. Nur das Urteil eines Landesgerichtes. Für Print gelten die Landespressegesetze, die sehr genaue Formulierungen vorgeben. Für Blogger wiederum gelten die Telemediengesetze und diese schreiben bisher keine eindeutigen Formulierungen vor. Alle Rechtsexperten, die ich zu diesem Thema haben sprechen hören, sagten, dass man erstmal abwarten müsse, wie andere Gerichte entscheiden würden. Das sei alles noch sehr individuell.

Aber: Es arbeitet. Und vieles passiert, ohne dass wir es mitbekommen. Denn viele Streitigkeiten werden mit Vergleichen und somit außergerichtlich gelöst. Von denen erfährt die breite Öffentlichkeit also gar nichts. 

Was ist denn nun aber richtig? 

Probleme wegen Nicht-Kennzeichnung oder unzureichender Kennzeichnung kann man in Deutschland von zwei Stellen bekommen: Den Medienanstalten und den Gerichten. Erstere wirken in ihrer Form als Kontroll- und Aufsichtsbehören und schauen, ob alles rechtskonform abläuft und man sich an die Regeln hält. Es gibt eine einfach erklärte PDF der Medienanstalten, in der ihr schwarz auf weiß findet, was DIESE für korrekt erachten. Angesprochen sind vor allem YouTuber, aber vieles lässt sich hier tatsächlich auch auf Blogger übertragen. 

Allerdings gibt es ein paar Haken: So steht geschrieben, dass „Produktplatzierungen“ erst ab einem (Gesamt)Wert von 1.000€ gekennzeichnet werden müssen. Und auch die Kennzeichnung an sich ist für mich ein wenig schwammig. Von #sponsored über #ad bis hin zu „powered by“ ist alles möglich. Man sei einzig der  „Wahrheit und Klarheit“ verpflichtet. Womit bei „Unterstützt durch…“ schon wieder ein schmaler Grat erreicht ist. Denn „klar“ ist da nichts. Eine Unterstützung kann in vielerlei Hinsicht erfolgen. 

Auch „sponsored by“ wird anderswo kritisch gesehen, da in englischer Sprache. Ja, man sollte heutzutage davon ausgehen, dass jeder Deutsche der englischen Sprache soweit mächtig ist, diesen Satzbaustein zu verstehen. Aber er ist eben nicht EINDEUTIG. Und hier kommen die Gerichte ins Spiel.

Medienanstalten vs. Zivilgerichte 

Sind die Medienanstalten offensichtlich noch recht entspannt unterwegs, droht hier das eigentliche – und schnell sehr teure – Problem: Zivilklagen. 

Denn nicht eindeutige Kennzeichnungen, mögliche Wettbewerbsverzerrung und andere Dinge können beispielsweise von Mitbewerbern abgemahnt werden. Und da sich die Unternehmen untereinander schwerlich wegen Kennzeichnungsvergehen im Social Media Bereich abmahnen würde, da dies ihren eigenen Handlungsspielraum extrem einschränken würde, muss der Blogger ran. Zwar sind auch die Auftraggeber solcher Kooperationen abmahnfähig, aber den Kopf hinhalten muss immer erst einmal derjenige, dessen Name im Impressum steht.

Wenn ich mir anschauen, wer heutzutage schon die ganz dicken Fische an Land zieht und wie jung diese Kandidaten meist sind, kann ich nur hoffen, dass sie diesbezüglich gut beraten werden. Mein Appell auch hier an Auftraggeber: Informiert euch und informiert die Blogger. Von einigen wenigen Kunden bekomme ich mittlerweile tatsächlich schon in der ersten (!) Anfrage ausführliche Briefings (!), in denen klar kommuniziert wird, dass eine deutliche Kennzeichnung Voraussetzung für die Zusammenarbeit ist (!). So muss das sein. Allerdings hört man auch von Stellen, die beim Honorar gerne noch was drauf legen, damit diese nicht erfolgt…

Fazit

Ihr seht: Ein weites Feld. Und wenn es abschließende, in Stein gemeißelte Urteile gäbe, würden wir nicht alle so viel darüber diskutieren. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie manche Blogger dieses Wort meiden wie der Teufel das Weihwasser und sich in verschwurbelten Nettigkeiten ergießen. Aber egal wie man es dreht und wendet und wen man fragt: Einig sind sich alle dabei, dass man mit WERBUNG als Kennzeichnung im Titel oder vor dem ersten Satz nicht falsch macht. 

Den Weg gehe ich gerne mit. Sicherlich gäbe es charmantere Formulierungen, die einem Wortästheten nicht gleich die Nackenhaare kräuseln und die sich etwas gefälliger in den Textflow einfügen. Kann man sicher machen, aber ich gehen auf Nummer Sicher. 

Bis es hoffentlich irgendwann mal definitive Lösungen für dieses Problem gibt. 

adventswürfel ein bisschen vegan

5 Jahre | ein bisschen vegan feiert und ihr könnt gewinnen.

ein bisschen vegan bloggeburtstagMoin,

beinahe hätte es diesen Post gar nicht gegeben. Sicherlich hätte man den 5. Bloggeburtstag ordentlich aufziehen können. Immerhin las ich mal, dass nur eine verschwindend geringe Zahl von Blogs älter als 3 Jahre wird.  Aber das hätte Planung verlangt. Und Vorbereitung.  Beides Dinge, die ich in der Vorweihnachtszeit schon beruflich so sehr investieren muss, dass für private Dinge kaum etwas übrig bleibt. (Psst, ich habe noch nicht einmal Weihnachtsgeschenke…)

Naja. Aber 5 Jahre sind eine lange Zeit. Ich habe viele Stunden und Tage in mein digitales Wohnzimmer gesteckt. Mich über schlechte Bilder geärgert, das Licht verflucht und nicht die passenden Worte gefunden. Aber auch tolle Menschen kennengelernt, wunderbare Produkte entdeckt und viel über das Netz, die Menschen an sich und vor allem über mich gelernt. Das ist schon was. Aber dann auch wieder so normal für mich geworden, dass ich diesen Tag eigentlich übergehen wollte. Es ist wie mit dem Valentinstag. Ein bisschen Liebe jeden Tag, statt einmal im Jahr das große Spektakel.  Und dann fällt der Tag auch noch mitten in die Adventszeit! Die Chroniken und Timelines sind voll mit Adventskalendern und Gewinnspielen, die sich gegenseitig übertrumpfen. Höher, schneller, weiter. Da wären wir dann wieder bei Planung und Vorbereitung….

adventswürfel ein bisschen vegan

Und dann kommt es manchmal ganz anders.

So schnörkellos wie ich in solchen Dingen manchmal bin, so schnörkellos ist auch der „Adventskranz“, den ich seit letztem Jahr zuhause anzünde. Erstanden habe ich ihn auf dem Weihnachtsmarkt hier in der Stadt, am Stand des örtlichen Berufsbildungszentrums. Er rief sofort meinen Namen: Minimalistisch, ohne Gedöns und mit einem kleinen Mittelfinger gegen all den Weihnachtskitsch. Nachdem ich im Netz ein paar Bilder postete, wurde ich immer wieder darauf angesprochen und musste jedes Mal bedauerlicherweise antworten, dass es diesen „Kranz“ leider nicht zu kaufen gibt. Er war quasi eine „Limited Edition“.

Bis mich meine Mutter letzte Woche darauf aufmerksam machte, dass das BBZ eben genau diese Adventswürfel wieder vorrätig hat. Tja. Und so kommt ihr nun doch in den Genuss eines kleine Bloggeburtstagsgewinnspiel. Irgendwie leicht anti-zyklisch – immerhin haben wir bald schon den 3. Advents – aber dadurch auch wieder irgendwie absolut passend. Und schließlich ist nach Weihnachten vor Weihnachten 😉

Und dann wird doch ein bisschen gefeiert.

Wer diesen charmanten Adventswürfel also demnächst sein Eigen nennen möchte, schreibe mir bis Dienstag, 09.12.2014 um 20.00 Uhr einen Kommentar unter diesen Post und verrät mir, wie er auf ein bisschen vegan aufmerksam wurde. Wer mag, darf mir auch gerne ein Like auf Facebook oder Instagram schenken. Ich freue mich über eure Nachrichten. Mitmachen darf jede*r mit einer Postadresse in Deutschland, wer über 18 Jahre alt ist oder eine Erlaubnis der Erziehungsberechtigten hat. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt werden. Bitte gebt eine gültige E-Mail-Adresse an. Erhalte ich innerhalb von 48 Stunden keine Antwort wird neu ausgelost. Ich werde das Paket noch diese Woche zur Post bringen, damit ihr mit Glück wenigstens noch die dritte Kerze darauf einzünden könnt 😉

Nun wünsche ich allen Teilnehmer*innen viel Glück und wünsche euch noch
eine schöne Adventszeit!

„Wie, du bloggst?!“

 

Obiges Videos wurde mir gestern während der blogst Twitterparty in die Timeline gespült und war schlussendlich der Auslöser dafür, dass ich mich hinsetzte und endlich niederschrieb, was mich schon eine ganze Weile beschäftigt. 

Ich fühle mich immer ein bisschen kriminell. Oder wie ein Mitglied in einem ganz geheimen Geheimbund, von dem andere nur eine leise Ahnung haben und bei dem man seine Mitgliedschaft lieber verschweigt. Aber heute muss ich es gestehen:

Ich blogge.

Ich spüre die Blicke einiger Kolleginnen förmlich auf mir. Dieses wissende, fragende, sich aber doch nicht trauende. Dieses „Ich habe da mal eine Frage in Sachen Internet. Kannst du mir helfen? Du bist da ja ganz schön aktiv, wie ich gestern gesehen habe.“. Und dann doch nicht weiterfragen. Sicher, es ist eine Illusion zu denken, dass niemand wüsste was ich täte. Die Welt ist ein Dorf. Über Umwege hat selbst meine Chefin mitbekommen was ich mache. (und mich bis jetzt nicht vor die Tür gesetzt.) Aber geschätzte 75%-80% der Personen mit denen ich jeden Tag zu tun habe interessiert sich so gut wie nicht für das Internet und das pralle Leben darin. Dabei braucht man nur meinen Namen bei Google einzugeben und weiß was ich so treibe. Dafür müsste man allerdings seine comfort zone aus Favoritenleistenbewohnern wie Wikipedia, Zalando und der DB-Auskunft verlassen. Und meine private Facebookchronik sehr genau lesen. Denn ich halte mich dort in Sachen Blog zurück.

Und da beginnt das Nebulöse. Für viele Menschen ab 30+ hat das Internet immer noch etwas anrüchiges. Es raubt Zeit und Hirnzellen und wird privat nur von Menschen genutzt die entweder keine Freunde haben oder zu viele und jedes Wochenende um die Häuser ziehen. Und die auch sonst nichts sinnvolles zu tun haben.

„Bloggen? Habe ich mal gehört. Das ist so etwas wie Tagebuch schreiben, oder? Aber da kann ja jeder mitlesen? Oh, diese Jugend! Immer dieses Mitteilungsbedürfnis. Denk doch an deine Sicherheit! Irgendwann holt dich das ein. Lade bloß keine Partybilder hoch. Und erzähle nicht so viel Privates!“

Vielleicht sollte ich mehr drüber reden. Aber was soll ich sagen“? „Hey, ich schreibe einen Blog. Über Veganismus. Über Kosmetik und Mode. Und was ich sonst noch so erlebe. Und es gibt tatsächlich Menschen, die es interessiert.“ Während mein Umfeld über seine Kinder, die Arbeit und seine Sorgen spricht? Ich schäme mich immer ein bisschen. Und halte das was ich tue für ziemlich irrelevant. Ich traue mich nicht mir herauszunehmen zu erzählen, dass ich einen großen Teil meiner Freizeit für das Bloggen verwende. Das ich abends manchmal bis zu zwei, drei Stunden an einem Artikel sitze. Das ich recherchiere, ausprobiere, verwerfe, grübele, tüftele. Das ich das alles neben meinem Vollzeitjob tue. Wie gern hätte ich meiner Lieblingskollegin von meinem Besuch bei Pure Schönheit am Freitag erzählt. Aber was soll ich sagen? „Ich war dort und habe darüber übrigens im Internet berichtet?“ 

Es hat mich einiges an Überwindung gekostet (und tut es manchmal auch heute noch) auf einer Messe auf Firmen zuzugehen und zu sagen: „Ich bin Bloggerin. Kennen Sie einbisschenvegan.de? Das ist meine Seite.“ Die Reaktionen darauf sind sehr unterschiedlich. Der Großteil schaut einen tatsächlich an als käme man von einem anderen Stern. Der andere fragt interessiert nach oder weiß sogar um was es geht. Sind wir doch nicht so unwichtig? Darf ich mich ernst genommen fühlen? 

Ja, warum eigentlich nicht? Das Bloggen hat mir nichts genommen. Vielmehr hat es mein Leben bereichert. Im Video beschreiben viele das Bloggen als Heimat. Da ist was dran. Ich in den letzten vier Jahren vieles gelernt und erleben dürfen. Dinge, von denen ich zuvor nur träumen durfte. Ich habe viele neue Menschen über dieses „Bloggen“ kennengelernt, wenn oft auch erstmal nur im Internet. Aber wisst ihr was? Das ist eine feine Sache. Denn die meisten Menschen verstellen sich nicht im Netz (bzw. nicht mehr als sonst auch…), sind keine sexbesessenen Monster oder vereinsamte Soziopath_innen. Sie sind so wie ich neugierig, interessiert und unterhalten sich gerne. Egal wo sie wohnen. Sie kommen zu mir in meine kleine Heimat und ich besuche sie in ihrer. Ich habe in den letzten Jahren neue Orte gesehen, Messen und Events besucht und war sogar in der Onlineausgabe der Zeit vertreten. Weiß hier kein Mensch. Schön blöd eigentlich.

Bloggen IST relevant. Nach diesem Video glaube ich es sogar ein bisschen. 

Interessante Seiten zum Thema:

 

Preview | Shorty Vegan Guide

1040754_587938464560598_1324467871_oWer, wie was? Der, die, das. Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm!

Das wusste schon die Sesamstraße und so besteht die erste Amtshandlung einer oder eines Neuveganer_in meist darin, sich im Internet durch dutzende und aberdutzende Seiten zu klicken. „Wo bekomme ich den besten Fleischersatz her? Wie ersetze ich die Eier im Lieblingskuchen? Und wo zur Hölle bekomme ich gute vegane Schuhe?“ Da können schon mal schnell ein paar Stunden bei draufgehen. 

Um euch die Reise in die vegane Welt etwas leichter und beschwingter zu gestalten, haben sich einige Blogger_innen im Vegan Blogger Collective zusammengeschlossen und zusammen einen Leitfaden für den Einstieg in die tierleidfreie Lebensweise geschaffen. Kurz, knapp und bündig. Ohne SchiSchi und zuviel Fachchinesisch.

Der Shorty Vegan Guide wird ab dem 02. Juli immer Dienstags und Donnerstag auf verschiedenen Blogs thematisch aufbereitet und veröffentlicht und am Ende zu einer umfassenden PDF-Datei zusammengefasst. Diese wird dann kostenlos zum Download zur Verfügung stehen. Und als besonderes Goodie obendrauf wird jeder Blogger passend zum jeweiligen Thema etwas verlosen. Alle Verlosungen enden am 01. August, so dass ihr genug Zeit habt an den einzelnen Aktionen teilzunehmen, auch wenn ihr erst zu einem späteren Zeitpunkt dazu stoßt. Also haltet in den nächsten Wochen die Augen offen!

Parallel zu den Veröffentlichungen auf den einzelnen Blogs gibt es eine Facebook-Gruppe, mit der ihr keine Veröffentlichung des Vegan Guides verpasst. Zudem bekommt ihr alle neu veröffentlichten Beiträge der teilnehmenden Blogs auf einen Block und könnt euch mit uns und Interessierten austauschen. Auch Ergänzungen und Kritiken sind immer herzlichen willkommen. Denn irgendwas haben wir garantiert vergessen, so komplex und vielschichtig dieses Thema doch ist;)

998266_590656797622098_1018286302_nDie Beiträge des Vegan Blogger Collective zum Shorty Vegan Guide findet ihr ab dem 02. Juli jeweils Dienstags und Donnerstags auf folgenden Blogs:

Ein bisschen vegan

 

A very vegan life

 

Kosmetik vegan

 

Loving vegan

 

Ab jetzt vegan

 

Bissen für’s Gewissen

Wir sind alle ein bisschen aufgeregt und freuen uns sehr, euch „unser Baby“, an dem wir so viele Wochen saßen, zu präsentieren. Viel Freude damit 🙂

Meine Sicht der Dinge | Sponsoring und Werbung auf Blogs.

Irgendwann im Leben eines Blog kommt die eine Frage: Wohin soll die Reise gehen? Bleibt das Schreiben ein Hobby, wird es zum (mehr oder weniger) luktrativen Nebenjob oder wird die oder der Autor_in zum Vollzeitblogger? Da es für „den Blogger“ kein offizielles Berufsprofil und auch keine Tariftabelle gibt, ist das Ganze ein etwas diffiziles Thema. 

Ich werde erst einmal versuchen einen groben Überblick zu schaffen und am Ende noch etwas zu mir und meiner persönlichen Haltung dazu schreiben. Hierbei gehe ich der Einfachheit halber immer von Kosmetik-Blogs aus. Das Thema lässt sich natürlich individuell übertragen.

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Ein bisschen vegan?!

Ein bisschen vegan. Ist das nicht wie „ein bisschen schwanger“?

Geht das überhaupt? Es wird einige Menschen geben, die mir hier ein lautes NEIN entgegenschmettern werden. Immer wieder werde ich gefragt ob und seit wann ich denn vegan leben würde und immer wieder antworte ich: „Nein, aber…“

NEIN, weil ich aktuell zu 80% vegan esse. Die anderen 20 % setzen sich vor allem aus auswärts essen und meine Leidenschaft für guten Käse und Milchschokolade zusammen.

ABER, weil ich seit 10 Jahren vegetarisch lebe, zu 100% auf Leder, Seide, Wolle verzichte und auf 100% tierversuchsfreie und vegane Pflege und Kosmetik setze.

Ein bisschen vegan, weil ich weiß, dass es dort draußen viele Menschen gibt denen es aus den verschiedensten Gründen genauso geht wie mir. Und weil vielleicht auch einige Veganer_innen Spaß an meinem Blog haben, auf dem ich euch meine 80 % präsentiere.