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Bloggen | 5 Tipps für mein jüngeres Blogger-Ich

Tipps für mein jüngeres Blogger-Ich

Bilde ich mir das nur ein oder wabert zur Zeit ein merkwürdiger Vibe durch das Netz?

Auf der einen Seite ist da ein lauter Wunsch nach Transparenz und Ehrlichkeit. Von Lesern, die sich nicht länger für dumm verkaufen lassen wollen und von Bloggern, die endlich Anerkennung für ihre fortlaufende – jedoch nicht immer von Hunderttausend Herzchen auf Instagram gekrönte – Arbeit bekommen möchten. 

Auf der anderen Seite aufgeblähte Influencer-Blasen und pastellige Hochglanz-Accounts, auf denen das Auge gerne verweilt, die aber so inhaltsleer sind wie ein Boulevardmagazin vor der Tagesschau. Und die dennoch liebend gern als Werberampe genutzt werden, da es am Ende egal zu sein scheint, ob ein Herz nun in Deutschland, Österreich oder Pakistan verteilt wird. In der heutigen Zeit, im Zeitalter des Scrollens und Querlesens sieht auf den ersten Blick sowieso erstmal alles gleich gut aus. 

Und mittendrin eine medial wirksame Welle der Empörung, jetzt alles anderes machen zu wollen. Die jedoch bei vielen ähnlich nachhaltig zu sein scheint, wie der niedliche Selbstversuch von drei ungeschminkten Selfies auf Instagram, nur um danach wieder zu den gewohnt perfekten Fotografen-Shots zurückzukehren. Wo sind wir denn da falsch abgebogen? 

Wir müssen uns von den guten alten Zeiten verabschieden. Als es noch egal war, ob die Daniel Wellington-Uhr im Flat Lay nun im goldenen Schnitt liegt oder nicht.

Damit fordere ich nicht die Rückkehr zu unbelichteten Schnappschüssen am Küchentisch. Auch mein Anspruch ist mit den Jahren gestiegen. An mich und an die Blogosphäre. Ich schaue mir selbst auch gern hübsche Bilder an. Allerdings mit Vorliebe solche, die von jemandem stammen, mit dem ich irgendwie „bonden“ kann. Weil die Person mich kriegt, mich berührt. Nach dem tausendsten stockphoto-artigen Streetstyle Outfit oder dem drölften Travel Diary, welches auch aus dem TUI-Katalog stammen könnte, wird’s selbst mir fad. 

Bloggen Tipps

Aber natürlich freue auch ich mich immer noch wahnsinnig über jedes Like, jeden konstruktiven Kommentar auf einem meiner Kanäle. Alles andere wäre gelogen. Sie sind unser täglich Salz in der Suppe. Sagen sie uns doch, dass das, was wir tun andere Menschen inspiriert, erfreut oder anderweitig irgendwie bewegt. WENN denn ein echter Mensch dahinter steckt und nicht irgendein Bot aus fernen Ländern…

Seit einiger Zeit liegt eine unbequeme Schwere über allem. Und manchmal frage ich mich, ob ich heute – fast 8 Jahre später – noch mal mit einem Blog starten würde. Ich wäre sicherlich weitaus weniger unbedarft als damals. Würde vielleicht auch dazu tendieren, mich akribisch vorzubereiten, zu planen und zu stagen. Weniger aus dem Bauch heraus schreiben und mehr auf die SEO achten…

Halt. Stop! Müsste es nicht genau anders herum laufen? Müssen wir jetzt nicht anfangen, neue – alte – Wege zu gehen? Weg von Optimierung, Zahlen und Pastelltönen? 

Was würde ich heute meinem jüngeren Blogger-Ich raten? Welche Fehler würde ich nicht noch einmal machen wollen und wo hätte ich gerne schon zu Beginn etwas forscher sein dürfen? Immer wieder werde ich gefragt, wie man so einen Blog ins Laufen bringt und ihn danach so lange rollen lässt. Spielen wir also mal Zeitreise und schauen, welche Tipps ich mir vor 8 Jahren gerne mit auf den Weg gegeben hätte. Und die vielleicht auch heute noch Relevanz haben, für all diejenigen, die gerne einen Blog starten möchten. 

5 Tipps für mein jüngeres Blogger-Ich

1. Bleib dir treu 

Wahrscheinlich der wichtigste und zugleich abgenudelste Punkt von allen. Aber sind wir mal ehrlich. Braucht es heute NOCH einen Foodblog mit Buddha Bowls und Smoothies? NOCH eine nett drapierte Designerhandtasche auf hellem Grund neben schicken Blümchen? Klare und etwas ernüchternde Antwort: Nein. 

Es sei denn, du kannst mit dem gewissen Etwas aufwarten. Mit etwas, was dich von den anderen abhebt. Dein ganz persönlicher roter Faden, den du straight durchziehst und dich nicht verbiegen lässt. Du bist bereit auf Risiko zu gehen und hinter dem zu stehen, was du tust? Dann los! Ansonsten: Lass es.

2. Ganz oder gar nicht 

Überlege dir vorher, wie viel Zeit, Geld und Energie du in deinen Blog stecken möchtest. Brauchst du eigentlich nur eine online verfügbare Datenbank für Rezepte oder Outfits, in die ganz nebenbei auch noch andere schnuppern dürfen? Dann musst du dir keine Gedanken machen. 

Wenn du aber beabsichtigst, deinen Blog in deiner Nische irgendwie bekannter zu machen, eine Bindung zu deiner Community aufzubauen und vielleicht sogar Geld mit ihm zu verdienen, dann mach dich verbindlich. Mach dich bereit, einen Teil deiner Persönlichkeit nach außen zu tragen, Menschen bis zu einem gewissen Punkt an deinem Leben teilhaben zu lassen und gegebenenfalls auch mal in kritischen Austausch zu treten. Denn das füllt ein Blog mit Leben. 

Sei dir auch bewusst, dass gegebenenfalls ein großer Teil deiner Freizeit zwar nicht für den Blog draufgeht, aber durchaus durch ihn beeinflusst werden kann. Überlege dir rechtzeitig, wie du damit umgehen möchtest und wie viel Zeit du aktiv für den Blog aufwenden willst. 

3. Such dir Komplizen

Wenn man sich aktuell so umsieht, könnte man manchmal das Gefühl bekommen, dass die eine der anderen nicht das Schwarze unterm Fingernagel gönnt.

Wieso bekommt sie diese Kooperation und ich nicht?

Muss sie jetzt auch noch was über genau DIESES Thema schreiben?

Soll ich ihr bei dieser Sache helfend oder beratend zur Seite stehen oder könnte das sich für mich negativ auswirken?

Ich glaube, ich lehne mich nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass wir Blogger uns ALLE mindestens einmal eine dieser Fragen gestellt haben. Da mache ich mich nicht von frei. Viel cooler und entspannter wird es aber, wenn man andere Blogger nicht als Konkurrenz sieht, sondern als ergänzenden und talentierten Cast neben dem eigenen Blog. 

Am Ende profitiert der Leser, der natürlich auf der Suche nach möglichst vielen verschiedenen Meinungen und Ideen ist. Es ist also völlig egal, ob schon Blogger X und Y ebenfalls etwas zu diesem Thema gesagt oder geschrieben haben. Wenn du den ersten Punkt berücksichtigst und deine ganz persönliche Meinung niederschreibst, ist sie IMMER ein Gewinn. Sie füllt den Pool an – hoffentlich – relevanten und zugänglichen Informationen. 

Darüber hinaus genieße ich es sehr, eine Handvoll wunderbarer Menschen zu haben, die ähnlich wie ich ticken und parallel zu meinem Blog organisch wachsen. Ihr ahnt nicht, wie viele WhatsApp-Nachrichten da manchmal hin und hergehen, um sich zu unterstützen oder wenn wieder irgendwo der Baum brennt. Wenn ich Input brauche oder einfach mal eine Runde Jammern möchte.

So ein „Side Kick“ ist wahnsinnig wichtig. Allerdings rate ich nicht dazu, sich auf Kraft an jemanden heranzuwanzen, um kosten- und bedingungslos Infos abzugreifen. Natürlich fällt so etwas nicht einfach vom Baum. Aber wer kontinuierlich dabei bleibt, wird unweigerlich mit anderen Bloggern zu tun bekommen, von denen vielleicht irgendwann einer euer Tandem-Partner wird. Das Ganze ist – wie alles im Leben – ein Geben und Nehmen. 

4. Tritt einen Schritt zurück

Jetzt kommt ein Punkt, den wir alle gerne mal vergessen. Natürlich könnten wir so vor uns hin leben. Im Hier und Jetzt und ohne uns große Gedanken über unser Handeln und unsere Umwelt zu machen. Auch ich verschwinde gerne mal in meiner ganz eigenen Blase. Da ist es warm und gemütlich.

Schnell merke ich aber, dass es doch ungemein hilft, sich regelmäßig zu reflektieren und mit anderen auszutauschen. Manchmal sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht und wundern uns, wieso wir dieses und jenes nicht umgesetzt bekommen oder die Interaktion mit unserer Community nicht so ausfällt, wie wir es gerne hätten. 

Da hilft es, einen Schritt zurück zu gehen und das Ganze von außen zu betrachten. Und auch durchaus mal über den Tellerrand zu schauen. Oft vergessen wir das und stellen (zu) spät fest, was uns da alles entgeht. 

Bloggen Tipps

5. Sichere dich rechtlich ab

Irgendwann – und lieber früher als später – kommt man als Blogger in die Situation, sich mit seinem Blog verbindlich zu machen. Auch wenn wir diesen Punkt manchmal gerne hinauszögern wollen. Du musst für das, was du tust einstehen. Mit deinem vollen Namen und einer jederzeit ladungsfähigen Adresse. Das Ganze muss als Text (und nicht als Bild!) in deinem Blog nach maximal zwei Klicks zu finden sein. 

Ja, das stößt vielen von uns sauer auf. Zurecht. Ein gewisses Sicherheitsbedürfnis hat noch niemandem geschadet. Aber wer nach Transparenz und Ehrlichkeit ruft, ist das seinen Mitmenschen schuldig. Auch in Sachen Datenschutz, Bildrechte und Werbekennzeichnung solltest du dich rechtzeitig beraten lassen. 

Natürlich kannst du versuchen, erstmal eine Weile unter dem Radar zu fliegen, aber irgendwann wird dir das auf die Füße fallen. Blogs ohne Impressum und mit fehlender oder fragwürdiger Kennzeichnung kann ich nicht ernst nehmen. Und zum Glück tun dies auch immer mehr Brands ebenso wenig.

(Und ja, auch Rechnungen und Belege sammeln bietet sich bereits zu einem frühen Zeitpunkt an. Zumindest, wenn du ein Gewerbe anmelden und irgendwann Geld mit dem was du tust verdienen möchtest. Masha hat da die Tage ordentlich was zusammengetragen.

„Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler machen. Aber ein bisschen früher, damit ich mehr davon habe.“

Marlene Dietrich

Würde ich heute noch einmal mit dem Bloggen beginnen? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Meine Nische habe ich gefunden und bin sehr glücklich damit. Ich habe Erfahrungen gemacht und viel gelernt in den letzten 7 1/2 Jahren. Aus diesen Learnings zehre ich und sie bestimmen, wie ich heute mit verschiedenen Situationen umgehe. Sie zu erlangen war nicht immer einfach. Und ich weiß nicht, wie dieser Prozess heute aussehen würde. Eigentlich möchte ich mir das auch gar nicht vorstellen…

Vielleicht wäre ich eine dieser Ladies, die ihr Wirken komplett auf Instagram fokussieren. In unserer heutigen  – sehr visuellen und schnelllebigen Zeit – ist das manchmal ein verlockender Gedanke. Ein Blog bedeutet eine deutliche Mehrarbeit. Manchmal fühlt es sich so an, als kämen die Gäste nur still und leise für einen Drink hinein, schauten in die Ecken und zögen dann wieder von Dannen. Die Interaktion findet heute tatsächlich eher im Social Media statt. Unterwegs ist schnell mal auf Instagram oder Facebook kommentiert.

So ein Blog wirkt da doch etwas behäbiger. Aber vielleicht macht genau das den Reiz aus. Er ist wie das bequeme Sofa nach Feierabend, das Soulfood bei Mama, meine Homebase. Ich bin froh, dieses Baby zu haben und seit vielen Jahren mit Leben zu füllen.

Doch, wahrscheinlich würde ich es noch mal machen. 

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Hier findet du meine bisher erschienenen Artikel zum Thema Bloggen:

Kennzeichnung von Werbung

 

Früher war alles besser? Meine Anfänge 

vegan beauty favorites

Vegan Beauty Favorites July 2017 | Sandelholz, Vitamin C & Bum Bum Cream

vegan beauty favorites

Long time no see. Und dennoch wird hier im Hintergrund natürlich fleißig weiter geplant und getestet. Es ist also mal wieder an der Zeit für ein paar „Vegan Beauty Favorites“. Die ich eigentlich viel öfter mal zeigen sollte. 

Denn als Blogger bekomme ich natürlich einiges an PR-Sample angeboten (oder auch unangekündigt zugeschickt), allerdings nehme ich (nur noch) einen Bruchteil davon an. Das hat mehrere Gründe. Einer davon ist, dass ich mittlerweile ganz gut weiss, was meine Haut mag und was nicht. Ich kenne meinen Aktionsradius, in dem ich mich bewegen kann – und will – und teste nur noch sehr ausgewählt neue Produkte.

Vegan Beauty Favorites 2017 

In den letzten Wochen gab es aber tatsächlich wieder ein paar, die mich auf lange Sicht begeistern konnten. Darüber hinaus sind auch einige Kandidaten dabei, die ich mir selbst gekauft habe. Zum Glück führen Erfahrung und viel Recherche vorab dazu, dass ich kaum noch Fails zu verbuchen habe. Aber manchmal bin ich auch einfach auf den ersten Blick hin und weg…

eco cosmetics – AfterSun Shower – Cooling Shower Gel*

Auch wenn ich eco cosmetics immer noch als eher unsexy und die Produkte als klassische Naturkosmetik empfinde – sehr öko, sehr reichhaltig, typischer Duft, wenig moderne Wirkstoffe -, hat mich dieses Produkt angenehm überrascht.

Das AfterSun Duschgel ist eine Wohltat an den aktuell sehr warm-schwülen Tagen. Schon unter der Dusche bereitet es ein erquickendes, kühles Hautgefühl, das auch nach der Brause noch eine ganze Weile anhält. Erfrischung pur! Es könnte für meinen Geschmack allerdings etwas weniger flüssig sein, denn bei der Dosierung muss man etwas aufpassen, um nicht zu viel Produkt zu verschwenden. 

Why to buy:  Dieses wunderbar kühle Hautgefühl.

Abel – Red Santal Eau de Parfum

Hier kommt die volle Dröhnung Sandelholz. Kontemplativ, holzig und den Körper sanft umspielend. Das hier ist Naturparfum der Extraklasse. Abel versteht es, Düfte zu kreieren, die anders sind. Langlebig, ausgewogen und hochklassig. Das hat seinen Preis. Allerdings ist das Parfum durch seine Intensität und Haltbarkeit so sparsam in der Anwendung, dass ich mit meinen 15 ml eine ganze Weile auskommen werde.

Für mich ist Red Santal der perfekte Duft, wenn ich weder süß, noch blumig riechen möchte, mir irgendwie alles zu viel ist und ich ein wenig Erdung brauche. Und Professionalität, Klarheit und Ruhe ausstrahlen möchte. 

(Als nächstes möchte ich dann unbedingt noch den White Vetiver testen.)

Why to buy: A Yogaclass in a bottle!

vegane Beauty Favoriten July 2017

Mukti – Vital C Elixir

Nachdem sich das Vitamin C Serum von The Ordinary leider als nicht kompatibel mit meiner Haut herausgestellt hat, war ich auf der Suche nach einer Alternative. Naturkosmetik hatte ich da gar nicht auf dem Schirm, bis mir von Sarina das Vital C Elixir von Mukti empfohlen wurde. 

Ich hatte erst nur eine Probe und habe mir nun die Fullsize zugelegt. Der Preis ist nicht ohne, allerdings scheint meine Haut dieses Produkt zu lieben! Vitamin C wirkt unterstützend gegen Sonnenschäden und soll für einen frischen, gleichmäßigen Teint sorgen.

Etwas, was ich nach einigen Wochen der Anwendung bestätigen kann. Ich merke sofort, wenn ich das Serum mal einen Morgen nicht anwende. Der Dropper macht die Dosierung etwas schwierig und ich muss sehr aufpassen, nicht zu viel Produkt zu verwenden und es somit zu verschwenden. Es lässt sich jedoch gut verteilen und harmoniert mit den restlichen Produkten meiner aktuellen Skincare Routine. Ein Punkt bei dem das körnige Serum von The Ordinary leider versagt hat.

Sicherlich ist die Konzentration an Vitamin C hier nicht ganz so hoch, dennoch verschafft es mir ein gutes Hautgefühl und ist dazu sogar noch zertifizierte Naturkosmetik. Das Vital C Elixier ist sofort zu einer wichtigen Komponente in meiner täglichen Pflege geworden.

Why to buy: Vitamin C gegen Sonnenschäden und für einen ebenmäßigen Teint.Vegan Beauty Favorites July 2017

Ileur – Gold Luminosity – Gold Hyaluron Mangosteen Moisturizing Skin Serum*

Mangosteen ist mir schon durch die Beauty Drops PM von The Skin Owl ein Begriff. Und so war ich auf das Gold Luminosity Serum der neuen Savue-Eigenmarke Ileur mehr als gespannt.

Die gesamte Inci-Liste liest sich äußerst famos: Hyaluron (bekanntlich einer der wenigen besonders wirksamen Inhaltsstoffe in der Kosmetik), MSM (organischer Schwefel, ebenfalls ein Stoff, denn ich – innerlich, wie äußerlich – sehr schätze), Gold (straffend), Silber (entzündungshemmend) und Alginat für die Feuchtigkeit.

Auch wenn ich das mit dem Gold eher für etwas gimmicky halte, versprüht es zumindest einen Hauch von Luxus. Das Serum kommt bei mir vor allem abends zum Einsatz, ist schön leicht, spendend Feuchtigkeit. Es zieht komplett ein und klebt nicht auf der Haut. Einer meiner Standards in meiner aktuellen Skincare Routine. 

Why to buy: Viel Hyaluron und MSM, reizarm formuliert. 

Sol de Janeiro – Brazilian Bum Bum Cream

Mit diesem Produkt verbindet mich eine regelrechte Hass-Liebe. Monatelang wurde es mir von diversen US-YouTubern unter die Nase gehalten. Ich wollte es, ich wollte es wirklich. Aber die Bum Bum Cream war in Deutschland nicht zu bekommen und eine Bestellung bei Sephora scheute ich. 

Und dann war sie plötzlich da. In Deutschland. Bei Douglas. Zu einem Preis, der mich kurz zucken ließ. 75 ml kosten 16,99 €, 240 ml sogar 39,99 €. What the…!? Und tatsächlich verließ ich den Laden mehrere Mal unverrichteter Dinge. Bis ich irgendwann einknickte. Vorher ließ ich mir von offizieller Seite bestätigen, dass diese Creme cruelty free und vegan ist. Dieses Produkt darf also in meinen „Vegan Beauty Favorites“ nicht fehlen. 

Und sie alle haben recht: Man kauft diese Creme nicht wegen der angeblich straffenden Wirkung. Und auch nicht wegen des subtilen Schimmers. Man kauft die Bum Bum Cream wegen des Duftes! Diese Creme verströmt einen so leckeren, intensiven, lang anhaltenden Duft, dass ich sie haben MUSSTE!

Er wird beschrieben als Mischung aus Pistazie und Karamell. Allerdings empfinde ich diese Umschreibung als foodiger als sie tatsächlich ist. Vielmehr riecht sie nach Sommer in der Karibik. Sommer, Sonne, ein wenig frische Frucht, ein wenig warme Süße. Dieser Duft ist ein Gedicht! Und zum Glück extrem langanhaltend. Immer wieder las ich von Menschen, die nur diese Creme trugen und auf ihr „Parfum“ angesprochen wurden. (Im Übrigen erzählte mir die Verkäuferin bei Douglas die gleiche Geschichte.)

Und tatsächlich verwende ich die Bum Bum Cream deswegen auch als Parfumersatz. Sparsam dosiert auf den Armen und maximal am Dekolleté. Das reicht völlig. Und verlängert die Haltbarkeit der Creme um ein Vielfaches. Für den Popo wäre sie mir schlichtweg zu schade. 

Why to buy: Der Duft, Kinder. Der Duft! Sagt später nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

vegane favoriten beauty Kosmetik

P.S:: Bei den mit einem * gekennzeichneten Produkten handelt es sich um PR-Samples. Diese wurden mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog.

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Bloggen | Früher war alles besser? | Meine Anfänge

Bloggen

„Hallo Kathrin, ich selber habe zwar gerade erst angefangen zu bloggen, aber du machst das ja jetzt schon einen ganze Weile. Hast du ein paar Tipps auf Lager, wie ich mehr Leser ansprechen kann? Und wie gehe ich am besten auf Firmen zu, damit sie mich sponsoren. Schreibst du die einfach an? Wie lange hat es bei dir gedauert bis du deinen Blog monetisieren konntest? „

Uff. 

Nach einem kurzen Atemstillstand kann ich der Person diese Mail nicht einmal verübeln. Es wird heute ja so vorgelebt. Blogs müssen ab Minute Eins perfekt sein. „Sich lohnen“. Und im Idealfall sofort Geld abwerfen. 

Und die, die sie schreiben kommen oft schon aus der Branche (Marketing, PR, Studium dessen…). Sie stampfen mit heutigen Mitteln in kurzer Zeit einen astrein SEO-optimierten und hip aussehenden Blog aus dem Boden. Dafür sorgen unter anderem auch diverse „Experten“, die uns Programme verkaufen, wie wir in kurzer Zeit vom Bloggen leben können, Google uns liebt und die Likes auf Instagram uns nur so zufliegen. Auch hat sich mittlerweile ein Gefühl dafür entwickelt was läuft und was eher nicht funktioniert. Leider hat das zur Folge, dass sich viele neue Blogs erschreckend ähneln. 

Heute ist das Risikofreudigste oft eine Tasse Kaffee
auf der weißen Bettdecke

Waren wir früher mutiger? Wahrscheinlich. Ich habe nicht alles aus drei Perspektiven begutachtet und doppelte Böden eingebaut. Heute ist das Risikofreudigste oft ein Tasse Kaffee auf der weißen Bettdecke für ein schniekes Bild auf Instagram.  Vielleicht hätte ich manches Mal weniger Bauch (und Herz) und mehr Kopf sein sollen. Ich weiß es nicht.
Heute wird oft VIEL strategischer an so einen Blog gegangen. Mit einem klar definierten Ziel.
Täglich lese ich in diversen Facebook Gruppen Fragen von neuen Bloggern wie  

„Welche Strategie empfiehlt ihr?“
„Wie bekomme ich mehr Follower?“
„Wie habt ihr euer Thema gefunden? Über welches Thema könnte ich bloggen?“

Pfuuuuuuh. Nochmal tief Luft holen. Kamen wir damals auch so schnell auf den Punkt? Als ich 2009 mit dem Bloggen anfing, lief es ganz genau so ab, wie es damals eben ablief. Thematisch war ich gefestigt und schon Jahre in diversen Foren zum Thema Beauty unterwegs. Dort gab es geschlossene Bereiche, in denen die einzelnen User ihre eigenen kleinen Tagebücher führten und andere Mitglieder teilhaben konnten. An „Beauty Routinen“, „Hauls“ und „Wish Lists“. Nur hieß das damals noch nicht so.

„Hey Kathrin, du hast doch neulich die Maske XY ausprobiert. Wie ist die denn so?“
„Hast du noch mal das Rezept für den Kuchen neulich?“.
„Was könnt ihr denn an Naturkosmetik empfehlen? Gerne vegan. Stelle da gerade um.“ (Ich, 2009)

Und schwups war ich mittendrin. Blogs gab es schon ein paar und so langsam fing man auch an sie zu lesen. Und eines Tages im Dezember – ich saß krank zuhause und hatte meine mutigen 5 Minuten – öffnete ich die Seite von Blogspot und hatte 2 Stunden später meinen ersten Blog erstellt. Ich hatte KEINE Ahnung. Und schrieb drauf los. 

Bloggen Blogging Meine Anfänge

Denn anders als heute, wo dazu geraten wird mindestens 5 fertige Artikel in der Hinterhand zu haben, wuchs der Blog parallel zur Leserschaft. Bis ich meine Statistiken überhaupt entdeckte, dauerte es ein paar Tage. Wow, da liest echt jemand mit! Erst 10, dann 20 und irgendwann tatsächlich mal 100 Leute am Tag. 100 mir völlig fremde Menschen, die schauen, was ich da tue. Und darauf reagieren! Ich war geflasht.

Es gab kein Camp, auf dem man lernen konnte, wie man das mit dem Bloggen anstellt. Kaum nennenswerte Facebookgruppen in denen man sich mit Gleichgesinnten austauschen konnte. Es gab auch nicht mal viele Erfahrungswerte, über die man sich hätte austauschen können. Beauty und Lifestyle Blogs kamen in Deutschland in der breiteren Masse so Mitte der 2000er an. Ich war also eher einer der späten Early Adopter. Aber selbst zwischen 2009 und 2017 liegen Welten.

War früher mehr Lametta?

Der deutlichste Unterschied zu heute: Ich machte einfach. Trial and Error. Rückblickend wäre ich froh und dankbar über den einen oder anderen Tipp gewesen. Das hätte mir viel Zeit und Nerven gespart. Aber ich kannte schlichtweg niemanden, den ich hätte um Rat fragen können. Technisch konnte man mit Blogspot auch ohne große Kenntnisse einiges allein schaffen, inhaltlich tat ich eh was ich wollte und Facebook legte ich mir eigentlich nur privat zu, um mich mit Freunden und Bekannten zu vernetzten. 

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Irgendwann 2010 –  denn damals brauchte es eine Weile, bis sich so ein Blog rumgesprochen hatte – war er da, der Punkt, an dem SIE kam. Die erste Mail von jemanden, der sein Produkt gerne auf meinem Blog platzieren wollte.

HOLLA! Das war ein Gefühl. Irgendwo zwischen Befriedigung („Yeah, es wird jemand auf mich aufmerksam!“), Unsicherheit („An was muss ich alles denken?“) und blanker Panik („Meinen die wirklich mich? Kommt in 10 Minuten eine Mail „Sorry, haben uns vertan.“? Kann ich das?“ Erwartungen. Hoffnungen. Was richtig Offizielles. Waaah!)

Um das abzukürzen: Was folgte waren Jahre des Herantastens, Wachsens, Versuchens, Scheiterns, der Kreativflaute, der Schreibblockaden und der kleinen Durchbrüche. Des nächtlichen Grübelns über Gewerbeanmeldung, Steuern und Rechnungen.
Ich bin froh, da durch zu sein. Hätte man mir vor 7 Jahren erzählt, dass ich mal meine eigene Autorin, Fotografin, Stylistin, Steuer- und Imageberaterin werden würde, ich hätte hysterisch angefangen zu lachen. Und dann geweint. Ich bin über mich hinaus gewachsen. Das kann ich mittlerweile sagen. Ich habe meinen Standpunkt vertreten, gelernt NEIN zu sagen und mich zu verkaufen. Im positiven Sinne. Und das ist manchmal das Allerschwerste.

Es ist ein bisschen so, als würde man an seine Pubertät zurückdenken und sich wünschen, man könne sie nochmal durchleben. Aber bewaffnet mit all der Lebenserfahrung, den Hochs und Tief und Learnings, die man danach gemacht hat. 

Ihr seht, da weht gerade ein leichter Hauch von Nostalgie über den Bildschirm. Wie bei einer alten Omi, die uns von Kinderspielen von früher berichtet und wir dem Ganzen milde lächelnd lauschen, um danach wieder das Smartphone rauszuholen und darüber belustigt zu twittern. 

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Heute läuft das anders. Und das ist bis zu einem gewissen Grad auch gut so. Ich wünsche mir die Anfänge des Bloggens nur bedingt zurück. Vieles hat sich professionalisiert. Das macht mir einiges leichter. Wenn ich ein technisches Problem habe, bekomme ich in Minutenschnelle Hilfe. Ich habe meine Skills weiterentwickelt. Im Storytelling, in der Fotografie und im Umgang mit (potentiellen) Kunden. Wurde ich früher gefragt, was ich da tue, erntete ich selbst auf Messen manchmal fragende Blicke.
„Ach, vorhin war schon eine Kollegin von Ihnen da. Schreiben Sie das zusammen?“
‚Türlich. Es gibt nur einen einzigen Blog und wir sind alle seine Angestellten…

Heute weiß (fast) jeder was Sache ist oder hat den Begriff „Blogger“ zumindest schon mal gehört. Auch wenn die Bilder im Kopf bei den Leuten immer noch SEHR stark auseinander gehen. Das macht den Workflow doch deutlich geschmeidiger.

Das hat aber auch zur Folge, dass Blogs wie Pilze aus dem Boden sprießen. Es hat sich herumgesprochen, dass man mit ihnen Geld verdienen kann. Doch wie viel Persönlichkeit steckt in einem Blog, der auf dem Reißbrett erstellt wurde? Der nicht durch Blut, Schweiß und Tränen gewachsen ist und voller Leidenschaft kontinuierlich bespielt wird? (Was die eigentliche Herausforderung ist. Durchhaltevermögen.)

Es ist nicht alles schlecht. Ein Hoch aufs Bloggen!

Aber es gibt sie noch, die Menschen, die für etwas brennen und ihre Leidenschaft mit anderen teilen wollen. Die ihre Nische finden und andere mit ihrer Persönlichkeit und ihren Inhalten begeistern. Die Mutigen. Die Neugierigen.

Es sind viel mehr geworden. Die Menschen, die das tun, was ich tue. Es ist ein wunderbares Netzwerk entstanden aus Bloggern, die ähnlich ticken wie ich und mit mir auf einer Wellenlänge surfen. Deren Erfahrungen und Feedback ich in meinem Alltag nicht missen möchte und die tatsächlich zu guten Freunden und Bekannten wurden. Ich habe Kontakte geknüpft zu Partnern und Kunden, die zu mir und dem Blog passen. Konnte durch sie Dinge erleben, die ich früher nicht für möglich gehalten habe.

Und ich habe ganz wunderbare Leser. Ich kann es nicht oft genug sagen. In all den Jahren wart ihr immer interessiert, entspannt, zugewandt und respektvoll. Das ist ein großer Schatz. 

Es heißt, ein Leser verfolgt einen Blog tatsächlich nur zweitrangig aufgrund des Inhalts. Primär folgt er einem Blog – bewusst oder unbewusst – da er die Persönlichkeit des Bloggers dahinter schätzt oder zumindest interessant findet. Da hilft kein Schema F, kein Tutorial und es lässt sich vor allen nicht übers Knie brechen. Nicht in 7 Wochen und nicht in 7 Jahren. Trial and Error. Und Zusammenwachsen. Zusammen wachsen.

Danke. 

Bloggen Blogging

Kennzeichnung von Werbung

Kennzeichnung von Werbung auf Blogs | Wer, was, warum?

Kennzeichnung von WerbungMit der Kennzeichnung von Werbung auf Blogs, YouTube, Instagram und Co. ist es wie mit medizinischer Beratung im Internet. 4 Experten, 5 Meinungen. Seit Jahren werden sich die Köpfe heiß geredet, die ein oder andere Sau wird durchs Dorf getrieben und keiner weiß so wirklich was Sache ist. Noch komplizierter wird es, weil zwischen „Bewegt-Bildern“ (YouTube) und „Stand-Bildern“ (Blog) unterschieden wird. Ich beziehe mich – da ich selber einer bin – auf die Richtlinien für Blogger. Dieser Text ist keine juristische Beratung und kratzt sicherlich nur an der Oberfläche. Er ist bei weitem auch nicht vollständig. Aber er ist ein Versuch.

Ich biete euch hier ganz sicher nicht den heiligen Gral. Dann würde ich jetzt sofort die Tastatur loslassen, mir ein Haus auf den Bahamas kaufen und mir mit einem Workshop „Richtige Kennzeichnung von Werbung“ eine goldene Nase verdienen. Ich kann euch aber sagen wie ICH es handhabe, nachdem ich in den letzten Monaten vermehrt verschiedene offizielle Meinungen zu dem Thema gehört habe. 

Gleich vorweg: Ich glaube, dass kein Blogger glücklich mit der Bezeichnung „Werbung“ ist.
Denn es trifft im Kern nicht das, was Blogger machen. Das sehe ich auch immer wieder in der Diskussion. Fragt man einen Anwalt oder einen Menschen der Landesmedienanstalt, wie sich Werbung definiert, kommt oft „WERBUNG muss überall dort stehen, wo es nicht mehr um die alleinige Meinung des Bloggers geht. Nämlich dann, wenn er bezahlt wird.“ oder „Sobald ein Unternehmen möchte, dass positiv berichtet wird, ist es Werbung.“ (Erst dann?)

Autsch. Da jault jeder Blogger laut auf. Reichweite kann man kaufen, Meinung nicht. (Ich gehe hier vom Idealfall aus.) Und bisher bekam ich bei keiner bezahlten Kooperation die Vorgabe in dieser oder jener Weise zu berichten. Mir sind NOCH NIE Bildmotive, Textbausteine oder ähnliches vorgegeben worden. Da wäre ich auch sofort im Tyrannosaurus Rex-Modus. 

But wait: Die Meinung ist meine und die Kooperationsvereinbarung ist relativ ergebnisoffen? Also ist das, was ich tue im Grunde nicht kennzeichnungspflichtig? So einfach ist das leider nicht. Ich für meinen Teil habe für mich aktuell folgende Lösung gefunden. Andere werden es anders handhaben. Wieso ich mich gerade hierfür entschieden haben, erläuterte ich euch im weiteren Artikel. 

Kennzeichnung von Werbung auf EIN BISSCHEN VEGAN 

Kennzeichnung auf dem Blog

  • Sobald ich  für die Erstellung eines Artikels Geld erhalte , schreibe ich im Artikel VOR dem ersten Satz das Wort WERBUNG. Egal, ob ich es als passend empfinde oder nicht. 
  • Unter dem Artikel erläuterte ich noch einmal, dass und warum ich bezahlt wurde.
  • Wenn ich für einen Artikel mit Produkten unterstützt werde, kennzeichne ich diese unter dem Text als PR Sample. Das ist allerdings die Kür, keine Pflicht und muss nicht unbedingt sein. Solange das Produkt bedingungslos zur Verfügung gestellt wurde, man mir also keine Vorgaben macht, wie ich es zu präsentieren habe.
  • Affiliate-Links bekommen ein * im Text und werden am Ende noch einmal kurz erklärt.

Kennzeichnung auf Instagram

  • Werde ich für ein Posting auf Instagram bezahlt, schreibe ich direkt unter dem Bild und vor dem Text WERBUNG. Dazu setze ich im Posting den Hashtag #Werbung. (Die Landesmedienanstalten sprechen hier von „gut sichtbar“, also nicht als #ad an 37. Stelle der Hashtags oder in einem Kommentar!)
  • Wenn ich es nicht vergesse, kennzeichne ich PR Samples mit dem Hashtag #PRSample. Hier wieder Kür, keinen Pflicht.

Kennzeichnung auf Facebook

  • Hier wird es etwas tricky. Denn Postings mit Links zu Blogartikeln mit bezahlten Inhalten sowie bezahlte Facebook Postings als solche darf nur schalten, wer einen blauen Haken hat. Allen anderen bleibt die zeit- und nervenraubende Alternative eine Werbeanzeige zu erstellen. Diese darf allerdings nur als „Dark Post“ laufen, sprich: Sie erscheint nicht im eigentlichen Feed meiner Seite zum Blog, sondern wird als Anzeige nur im Feed der ausgewählten Zielgruppe ausgespielt. Auch in dieser Art der Anzeige schreibe ich vor dem eigentlich Text das Wort WERBUNG und setze den Hashtag.

Warum überhaupt kennzeichnen?

Wichtigster Grund für Kennzeichnung von Werbung überhaupt: Die Leser. 

Entgegen anders lautender Behauptungen habe ich nie nennenswertes negatives Feedback auf einen mit WERBUNG gekennzeichneten Post bekommen. Weder lief die Leserschaft Sturm, noch sank die Reichweite. Ich glaube, meine Leser kennen mich so gut und sind so lange dabei, dass ich Ihnen niemals etwas präsentieren würde, was ich allein aufgrund eines Budgets total knorke finde oder weniger (oder mehr Herzblut) in einem Artikel stecke, der finanziell unterstützt wird. Ich prüfe sehr genau, ob eine Kooperation zu mir und dem Blog passt und ja, auch ob sie für meine Leser relativ und interessant ist. Auf dem Blog plötzlich Bratpfannen, Hundefutter oder Babytragen zu entdecken, würde uns wohl alle irgendwie erstaunen…

Ebenso prüfe ich, ob eine Kooperation in dieser Form zeitgleich auch auf drölfzig anderen Blogs erscheint. Denn sind wir mal ehrlich: Wir wollen uns ja alle ein wenig einzigartig fühlen, oder?

Mindestens genauso wichtig aber ist eine Kennzeichnung auch für und vor dem Gesetzgeber. Und hier wird es RICHTIG kniffelig. Denn im Grunde stoßen hier zwei Giganten aufeinander, die eigentlich das Gleiche wollen, sich aber selbst nicht ganz einig sind. Immer wieder hört man vom Telemediengesetz und dem Rundfunkstaatsvertrag. Und mindestens genauso oft hört man, dass beides vielleicht für YouTuber gelte, aber doch nicht für Blogger. Oder? 

Bisher gibt es noch keine Gesetzesvorgaben. Nur das Urteil eines Landesgerichtes. Für Print gelten die Landespressegesetze, die sehr genaue Formulierungen vorgeben. Für Blogger wiederum gelten die Telemediengesetze und diese schreiben bisher keine eindeutigen Formulierungen vor. Alle Rechtsexperten, die ich zu diesem Thema haben sprechen hören, sagten, dass man erstmal abwarten müsse, wie andere Gerichte entscheiden würden. Das sei alles noch sehr individuell.

Aber: Es arbeitet. Und vieles passiert, ohne dass wir es mitbekommen. Denn viele Streitigkeiten werden mit Vergleichen und somit außergerichtlich gelöst. Von denen erfährt die breite Öffentlichkeit also gar nichts. 

Was ist denn nun aber richtig? 

Probleme wegen Nicht-Kennzeichnung oder unzureichender Kennzeichnung kann man in Deutschland von zwei Stellen bekommen: Den Medienanstalten und den Gerichten. Erstere wirken in ihrer Form als Kontroll- und Aufsichtsbehören und schauen, ob alles rechtskonform abläuft und man sich an die Regeln hält. Es gibt eine einfach erklärte PDF der Medienanstalten, in der ihr schwarz auf weiß findet, was DIESE für korrekt erachten. Angesprochen sind vor allem YouTuber, aber vieles lässt sich hier tatsächlich auch auf Blogger übertragen. 

Allerdings gibt es ein paar Haken: So steht geschrieben, dass „Produktplatzierungen“ erst ab einem (Gesamt)Wert von 1.000€ gekennzeichnet werden müssen. Und auch die Kennzeichnung an sich ist für mich ein wenig schwammig. Von #sponsored über #ad bis hin zu „powered by“ ist alles möglich. Man sei einzig der  „Wahrheit und Klarheit“ verpflichtet. Womit bei „Unterstützt durch…“ schon wieder ein schmaler Grat erreicht ist. Denn „klar“ ist da nichts. Eine Unterstützung kann in vielerlei Hinsicht erfolgen. 

Auch „sponsored by“ wird anderswo kritisch gesehen, da in englischer Sprache. Ja, man sollte heutzutage davon ausgehen, dass jeder Deutsche der englischen Sprache soweit mächtig ist, diesen Satzbaustein zu verstehen. Aber er ist eben nicht EINDEUTIG. Und hier kommen die Gerichte ins Spiel.

Medienanstalten vs. Zivilgerichte 

Sind die Medienanstalten offensichtlich noch recht entspannt unterwegs, droht hier das eigentliche – und schnell sehr teure – Problem: Zivilklagen. 

Denn nicht eindeutige Kennzeichnungen, mögliche Wettbewerbsverzerrung und andere Dinge können beispielsweise von Mitbewerbern abgemahnt werden. Und da sich die Unternehmen untereinander schwerlich wegen Kennzeichnungsvergehen im Social Media Bereich abmahnen würde, da dies ihren eigenen Handlungsspielraum extrem einschränken würde, muss der Blogger ran. Zwar sind auch die Auftraggeber solcher Kooperationen abmahnfähig, aber den Kopf hinhalten muss immer erst einmal derjenige, dessen Name im Impressum steht.

Wenn ich mir anschauen, wer heutzutage schon die ganz dicken Fische an Land zieht und wie jung diese Kandidaten meist sind, kann ich nur hoffen, dass sie diesbezüglich gut beraten werden. Mein Appell auch hier an Auftraggeber: Informiert euch und informiert die Blogger. Von einigen wenigen Kunden bekomme ich mittlerweile tatsächlich schon in der ersten (!) Anfrage ausführliche Briefings (!), in denen klar kommuniziert wird, dass eine deutliche Kennzeichnung Voraussetzung für die Zusammenarbeit ist (!). So muss das sein. Allerdings hört man auch von Stellen, die beim Honorar gerne noch was drauf legen, damit diese nicht erfolgt…

Fazit

Ihr seht: Ein weites Feld. Und wenn es abschließende, in Stein gemeißelte Urteile gäbe, würden wir nicht alle so viel darüber diskutieren. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie manche Blogger dieses Wort meiden wie der Teufel das Weihwasser und sich in verschwurbelten Nettigkeiten ergießen. Aber egal wie man es dreht und wendet und wen man fragt: Einig sind sich alle dabei, dass man mit WERBUNG als Kennzeichnung im Titel oder vor dem ersten Satz nicht falsch macht. 

Den Weg gehe ich gerne mit. Sicherlich gäbe es charmantere Formulierungen, die einem Wortästheten nicht gleich die Nackenhaare kräuseln und die sich etwas gefälliger in den Textflow einfügen. Kann man sicher machen, aber ich gehen auf Nummer Sicher. 

Bis es hoffentlich irgendwann mal definitive Lösungen für dieses Problem gibt. 

Elle von Matt & Nat vegan

Vegane Crossbody Bag | Elle von Matt & Nat

Elle von Matt & Nat vegan

Früher lautete mein Wahlspruch: „Ich muss mit meiner Handtasche jederzeit fluchtartig das Land verlassen können.“ Meine Taschen mussten groß sein und mindestens einen DIN 4 Ordner, zwei kleinere Täschchen, meinen Kalender, einen Notizblock, […] sowie allerlei anderes Zeug fassen, von dem ich fest der Meinung war es unbedingt unterwegs zu brauchen.

So schön ich kleinere Taschen schon immer fand, für mich waren sie nicht praktikabel. Was sicherlich auch an meinem Beruf liegt. Unterlagen und Formulare müssen heil von A nach B transportiert werden. Taschentücher, Schreibzeug und Co. sind Pflicht. Und auch mein Freund schiebt mir in schöner Regelmäßigkeit seinen Geldbeutel und/oder die Sonnenbrille unter. Was habe ich immer die feschen Modeblogger mit den neckischen kleinen Täschchen bewundert! Ich aber wäre mir ihnen schlichtweg nicht handlungsfähig gewesen… 

Elle von Matt & Nat vegane Tasche

Doch tatsächlich habe ich vor kurzem eine Tasche gefunden, die mich in fast allen Lebenslagen würdig begleitet. Bei DIN A 4-Ordner kapituliert sie zwar, aber ansonsten gehen die Elle Vinatage von Matt & Nat und ich gerade durch dick und dünn. 

Denn seit einiger Zeit nun schon versuche ich meinen Alltag zu minimalisieren. Das klappt ganz gut und da ich Herausforderungen liebe, mache ich auch vor meiner Handtasche nicht halt. So langsam verstehe ich, dass ich nicht drei verschiedene Lippenstifte, zwei Cremes, eine Bürste und Puder mit mir herumschleppen muss. Zum Nachschminken komme ich eh so gut wie nie, die Hände kann ich mir eincremen bevor ich das Haus verlasse und meine halbe Hausapotheke muss ich auch nicht prophylaktisch mitnehmen. Ich MUSS nicht für alle Eventualitäten gewappnet sein. Loslassen. Risiko eingehen. Alles auf mich zu kommen lassen. Ommmm.

Elle von Matt & Nat schwarz

Elle von Matt & Nat Fächer

Die Elle von Matt & Nat ist groß genug, um ein (manchmal auch zwei…) Geldbeutel, eine Packung Taschentücher, einen Lippenpflegestift, meinen Kalender und noch ein, zwei andere Kleinigkeiten zu fassen. Sie lässt sich bequem über der Schulter und auch quer tragen. Allerdings muss ich hier erwähnen, dass sich der Gurt nicht verstellen lässt. Die Tasche hat drei Innenfächer (Eines davon ist mit einem Reißverschluss zu schließen), ein kleines Zipperfach und eine Handytasche sowie ein schmales Fach für Papiere und Co. vorn. Geschlossen werden die drei Hauptfächer mit einer magnetischen Lasche. 

Alle Taschen der kanadischen Marke Matt & Nat enthalten recycleten Kunststoff aus PET-Flaschen, sind 100% vegan und fair produziert. In Deutschland sind die Tasche in großer Auswahl unter anderem im Le Shop Vegan erhältlich. 

P.S. Die Tasche  Elle von Matt & Nat wurde mir kostenlos von Le Shop Vegan zur Verfügung gestellt. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und nur was mich überzeugt, landet auch auf dem Blog.

Elle von Matt & Nat vegan

Elle Matt and Nat recycled Plastic

vegane summer essentials

Vegane Summer Essentials | Mit Glanz und Gloria

vegane summer essentials

Puh. Was für ein Wetter! Erst schien es so als würden wir aus dem Frühling direkt in den Herbst regnen und nun schmelzen wir wie Zitronensorbet in der Sonne. Wenn ich es mir wünschen dürfte, wir hätten ganzjährig trockene 23 Grad mit Sonnenschein und ein paar Schäfchenwölkchen. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert und so müssen wir das Wetter nehmen wie es kommt. Mit all seinen Facetten: Hitze, Gewitter, Schwüle, Regen…

Mit einigen kleinen Änderungen in der täglichen Pflege-Routine ist dies zum Glück ganz leicht. Gefragt sind leichte Texturen, die den deckenden, schweren Konsistenzen der kühleren Jahreszeit Konkurrenz machen. Schwere Düfte können bis zum Winter getrost im Schrank verschwinden und dürfen leichteren, sonnigeren Nuancen Platz machen.

Dank Sonnenstrahlen, weniger Make Up, Salzwasser und leichterer Ernährung dürfen sich viele Menschen im Sommer sowieso über eine schöne(re) Haut freuen, die häufig deutlich pflegeleichter als im Winter ist. Die besten Voraussetzungen für meine Lieblingsprodukte in diesem Monat.

punkteklein

Vegane Summer Essentials

Balea Duschlotion Ginger & Lemon

Ich HASSE klebrige Konsistenzen auf der Haut. Als Sonnenallergikerin hat dies nicht nur etwas mit einem unschönen Hautgefühl zu tun, sondern führt bei zu vielen Emulgatoren, Fetten und Co. auch schnell mal zu Pusteln. Zum Glück ist meine Haut im Sommer deutlich weniger trocken als im Winter und so reicht mir ein Minimum an Pflege. Ideal ist für mich da eine Duschlotion wie die Ginger & Lemon von Balea, die zudem noch einen sommerlich-frischen Duft im Bad verströmt. Damit fällt das Eincremen im Anschluss weg.

balea duschlotion ginger lemon

This Works Skin Deep Golden Elixir

Nachdem ich den letzten Sommer käsig weiß in meinen eigenen vier Wänden verbringen musste, habe ich in diesem Jahr tatsächlich schon etwas Farbe bekommen. Und das, obwohl ich jeden Tag brav meinen Sonnenschutz auftrage. For the record: Es ist also was dran – Man wird auch im Schatten und mit LSF braun. 

Die hart erkämpfte Bräune darf dann auch gerne in Szene gesetzt werden. Hilfreich sind da schimmernde Produkte, die mir aber oft zu grob glitzern oder in der Konsistenz zu ölig sind. Zum Glück habe ich in diesem Monat das Golden Elixir mit 24 Karat Gold (!) von This Works entdeckt. Es schimmert hauchzart, reflektiert das Licht sehr natürlich und zieht dabei sehr gut weg. Das geht selbst bei hohen Temperaturen klar. Es hat zwar seinen Preis, ist jedoch sehr ergiebig und laut einiger Rezensionen auch im Gesicht anwendbar. Dieser Test steht jedoch noch aus. 

Catrice Liquid Glow

Denn für das Gesicht habe ich zur Zeit das Liquid Glow aus der aktuellen Sound of Silence LE von Catrice in Gebrauch. Lange war ich auf der Suche nach einem Ersatz für die Lustre Drops von MAC und just als ich die Hoffnung aufgab, kam Catrice mit diesem Produkt um die Ecke. Für einen dezenten, zart schimmernden Glow mische ich einen Tropfen in meine Tagescreme. Keine harschen Glitzerpartikel, keinen Fettglanz. Ich glaube, ich muss bunkern…

shimmer liquid glow Highlighter

Penhaligon’s Blenheim Bouquet

Holzig, staubtrocken und irgendwie ätherisch. Ein Duft, der immer geht. Keine Spur aufdringlich oder laut. Lustigerweise habe ich ihn durch eine Frau kennengelernt, um dann später zu lesen, dass er eigentlich als reiner Herrenduft konzipiert wurde. Mit so berühmten Trägern wie Prince William und – Winston Churchill [sic!].

Blenheim Bouquet wartet mit Zitrusölen, Gewürzen und Hölzern auf, ohne schwer oder altbacken zu sein. Und das, obwohl der Duft 1902 (!) kreiert wurde! Die über 100 Jahre nimmt man ihm definitiv nicht ab. Kein Vergleich zu den weiblichen Kolleginnen der Zeit, die häufig mit einer ganz speziellen „Seifigkeit“ aufwarten und heute irgendwie aus der Zeit gefallen wirken. 

Blenheim Bouquet ist ein wunderbarer Unisex Duft, der sich mit drei Worten beschreiben lässt: Minimalismus, Klarheit und Eleganz.

Penhaligons Blenheim Bouquet vegan

The Organic Pharmacy Jasmine Night Conditioning Spray

Gerade im Sommer sind reichhaltige Cremes oft ein Zuviel an Pflege. Daher kommt nach meinem Peeling (BHA oder AHA) und dem Retinol nachts häufig nur ein Serum auf die Haut. Für den Extrakick an Feuchtigkeit feuchte ich die Haut davor gerne mit einem Toner an. 

Vor kurzem entdeckte ich das Jasmine Night Conditioning Spray von The Organic Pharmacy bei TK Maxx. Es gleicht aus und regeneriert die Haut über Nacht, für einen strahlenden Teint am nächsten Morgen. 

Primavera Aroma Roll-On Klarer Kopf

Eigentlich mein Retter in der Not bei leichten Kopfschmerzen kühlt das Roll-On „Klarer Kopf“ dank einer großen Portion Minze auch bei hohen Temperaturen. Auf die Pulspunkte aufgetragen fördert es im stickigen Büro die Konzentration, fokussiert und erleichtert das Denkvermögen. Dank der praktischen Größe passt der Roll-On in wirklich jede Tasche und ist schnell zur Hand. 

punkteklein

Als ich diesen Artikel begonnen habe hatten wir hier im Norden 28 Grad und Sonnenschein. Jetzt – bei den Abschlussworten – ist die Temperatur auf 17 Grad gefallen. Und es regnet in Strömen. Was für ein Wetter! Der ideale Zeitpunkt für vegane Summer Essentials, die uns ein Urlaubsfeeling zaubern. Egal wie es vor dem Fenster aussieht. 

Was sind eure Must Haves in diesem Sommer? Verratet sie mir gerne in den Kommentaren. 

vegan summer essentials