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Aluminiumsalzfreie Deos

Aluminiumsalzfreie Deos | Der große Test

Aluminiumsalzfreie DeosSelten habe ich einen Artikel mit mehr Vorlaufzeit geschrieben als diesen hier. Jenny von I LOVE SPA und ich hatten die fixe (und ziemlich spontane) Idee, verschiedene aluminiumsalzfreie Deos auf Herz und Nieren prüfen. In den letzten Jahren ist die Awareness in Sachen Aluminiumsalze immer größer geworden und viele Menschen schauen sich nach Alternativen um. Daher habe ich hier 2016 schon einmal ein wenig über die Gründe dafür geschrieben und beleuchtet, was wir von aluminiumsalzfreien Deos erwarten dürfen und was nicht. 

Obwohl ich selbst zwar nichts gegen ein handfestes Antitranspirant habe, lässt mich allein schon mein Experimentiergeist gern Neues ausprobieren. Wieso also nicht eimal ein paar Alternativen auf den Zahn, beziehungsweise unter die Achsel fühlen?

Die Testkriterien

Die Idee dazu entstand irgendwann im letzten Sommer und schnell merkte ich, dass das richtig in Arbeit ausartet. Ich habe Samples angefordert, eingekauft, ausprobiert und Notizen gemacht. Jede medizinische Studie hätte ihre helle Freude an mir gehabt. 

Ich habe die Deos im langweiligsten Alltag und den aufregendsten Situationen getestet. In öden Sitzungen, bei 25 Grad Außentemperatur, beim Radfahren und in Gerichtsverhandlungen. Doch wie bringe ich ziemlich subjektive Erfahrungen so zusammen, dass auch der geneigte Leser etwas damit anfangen kann? Kriterien mussten also her, die ich knallhart als Maßstab für alle Produkte ansetzte. Und die da wären:

Anwendung: Wie zufrieden bin ich mit dem Anwenden/Auftragen des Produktes?

Trocknungszeit: Wie lange braucht das Produkt zum Einziehen? Bleibt ein Film zurück? 

Flecken: Hinterlässt es Flecken auf der Kleidung?

Duft: Wie riecht das Produkt? Angenehm oder unschön? Dezent oder intensiv?

Verfügbarkeit: Ist das Produkt einfach im stationären Handel zu bekommen oder nur in ausgewählten Läden? Muss ich es online bestellen?

Preis: Nimmt man es auch mal eben beim Bummel durch den Laden mit oder überlegt man sich die Anschaffung dreimal?

Wirkung Geruch: Schützt das Deo vor unangenehmen Gerüchen?

Wirkung Achselnässe: Hat es regulierende Wirkung auf das Schwitzen? 

(Hierzu ist ergänzend zu sagen, dass ein Deodorant nie die gleiche Wirkung wie ein Antitranspirant haben kann und ich generell wenig mit derartigen Flecken zu tun habe. Dennoch habe ich im Laufe des Tests leichte Unterschiede festgestellt.)

Die Bewertung habe ich an Hand von Herzen vorgenommen. 1 = sehr schlechte Bewertung, 5 = sehr gute Bewertung. Sprich: Je mehr Herzen, desto besser schneidet das Produkt in dieser Kategorie ab.

Jennys Testkandidaten und Ergebnisse findet ihr hier. Wir haben uns vorher nicht abgesprochen, wer welche Produkte testet, sondern haben einfach aus unserem Alltag und unseren Vorlieben geschöpft. Es gibt Doppelungen (Was den Vergleich umso spannender macht) und viele neue Deos zu entdecken.

Aluminiumsalzfreie Deos im Vergleich

Aluminiumsalzfreie Deos im Test

1.Speick Deo Stick Natural*

Anwendung: ♥♥♥♥
Trocknungszeit: ♥♥♥♥
Flecken: ♥♥♥♥♥
Duft: ♥♥(♥)
Verfügbarkeit: ♥♥♥♥♥
Preis:
 ♥♥♥♥
Wirkung Geruch: ♥♥♥(♥)
Wirkung Achselnässe: ♥♥♥

Enthält kein Natron.

Man muss den krautigen Geruch mögen. Dafür zieht der grün-transparente Stick schnell ein, hinterlässt keine Flecken und hält einen durchschnittlichen Tag – obwohl ohne Natron – gut durch. 
Online und in der Drogerie erhältlich.

4,25 €.

2. Soapwalla Deodorant Cream Citrus*

Anwendung: ♥♥♥♥♥
Trocknungszeit: ♥♥♥♥♥
Flecken: ♥♥♥♥♥
Duft: ♥♥♥♥♥
Verfügbarkeit: ♥♥
Preis: ♥♥
Wirkung Geruch: ♥♥♥♥♥
Wirkung Achselnässe: ♥♥♥♥♥

Enthält Natron.

Einer meiner haushohen Favoriten in Sachen aluminiumsalzfreie Deos! Der Duft erinnert an Zitroneneis. Die Konsistenz ist fast buttrig, ähnlich wie bei einem festen Öl. Der Auftrag eines Roll-Ons oder Sprays wäre zwar etwas angenehmer und würde schmierige Finger ersparen, aber das Deo lässt sich sehr gut mit dem Finger aus dem flachen, großen Tiegel entnehmen und schmilzt auch bei höheren Temperaturen nicht. Die Deocreme ist nicht ganz so fein gemahlen wie das Produkt von Ponyhütchen, weißelt dafür aber nicht und hinterlässt so gut wie keine Flecken.
Vor allem online erhältlich. 

16 €

Aluminiumsalzfreie Deos Soapwalla

3. Brooklyn Soap Company Deo Spray*

Anwendung: ♥♥♥(♥)
Trocknungszeit: ♥♥♥
Flecken: ♥♥♥♥♥
Duft: ♥♥♥♥
Verfügbarkeit: ♥♥♥
Preis: ♥♥♥
Wirkung Geruch: ♥♥♥♥
Wirkung Achselnässe: ♥♥♥

Enthält kein Natron. 

Ich liebe den frisch-holzigen Duft dieses Sprays und auch die Wirkung kann sich sehen lassen. Leider ist dieses Deo jedoch – zumindest meiner Erfahrung nach – nichts für Reisen. Sobald der Flakon nicht mehr aufrecht steht, „leckt“ er am Schraubverschluss.
Vor allem online und in einigen Fachgeschäften sowieso größeren Budnikowsky-Filialen erhältlich. 

14,90 €

4. eco cosmetics fresh Deo Roll-On

Anwendung: ♥♥♥♥
Trocknungszeit: ♥♥
Flecken: ♥♥♥
Duft: ♥♥♥♥
Verfügbarkeit: ♥♥♥
Preis: ♥♥♥♥
Wirkung Geruch: ♥♥♥
Wirkung Achselnässe: ♥♥

Enthält kein Natron.

Mittelmäßige für entspannte Tage. Leider braucht das Deo ziemlich lange zum Trocknen und hinterlässt ein leicht feuchtes Gefühl auf den Achseln. Unaufdringlicher Duft, der mich an Babyprodukte erinnert.
Online und in Bio-Fachgeschäften erhältlich.

4,99 €

5. Ponyhütchen Heimatliebe Deocreme

Anwendung: ♥♥♥♥
Trocknungszeit: ♥♥♥♥
Flecken: ♥♥♥♥
Duft: ♥♥♥♥♥
Verfügbarkeit: ♥♥
Preis: ♥♥♥
Wirkung Geruch: ♥♥♥♥♥
Wirkung Achselnässe: ♥♥♥♥♥

Enthält Natron

Mein zweiter Favorit. Hervorragende Wirkung, toller Duft. Durch den hohen Zinkanteil kann das Deo beim Anziehen weiße Flecken hinterlassen, die sich jedoch ziemlich zügig rausreiben lassen. Einen Punkt Abzug in der Anwendung, da die Öffnung des Tiegels relativ klein ist und sich das Entnehmen des Produkte daher manchmal etwas tricky gestaltet. Vor allem, wenn man wie ich keine Deocreme unter den Fingernägeln haben möchte. Ein Spatel kann Abhilfe schaffen. Wird bei höheren Temperaturen etwas flüssiger. 
„Heimatliebe“ im Speziellen ist nur vor Ort in Berlin erhältlich, alle anderen Duftrichtungen vor allem online.

9,99 €

6. Lavera Sensitive 24h Deo Roll-On

Anwendung: ♥♥♥♥
Trocknungszeit: 
Flecken: ♥♥
Duft: ♥♥♥♥♥
Verfügbarkeit: ♥♥♥♥♥
Preis: ♥♥♥♥♥
Wirkung Geruch: (♥)
Wirkung Achselnässe: (♥)

Enthält kein Natron.

Eine meiner beiden großen Enttäuschungen. Zwar war ich sofort vom pudrigen Duft des Roll-On begeistert, dafür trocknet es überhaupt nicht und hinterlässt dunkle – jedoch nicht klebende – Flecken auf der Kleidung. Die Wirkung war bei mir ausgesprochen schlecht. Das Produkt ist in jeder Drogerie erhältlich. Das günstigste Deo im Test. 

3,95 €

Aluminiumsalzfreie Deos vegan Test
7. Eco by Sonya Coconut Deodorant* 

Anwendung: ♥♥♥♥
Trocknungszeit: ♥♥♥
Flecken: ♥♥♥♥
Duft: ♥♥♥(♥)
Verfügbarkeit: ♥♥
Preis: ♥(♥)
Wirkung Geruch: ♥♥♥♥
Wirkung Achselnässe: ♥♥♥(♥)

Enthält Natron.

Dieses Deo hat sogar meine Gerichtsverhandlung überstanden. Zwar würde ich die Deocreme von Soapwalla und Ponyhütchen als einen Hauch besser in der Wirkung bezeichnen, aber auch das Roll-On von Eco by Sonya braucht sich nicht zu verstecken. Es riecht ziemlich unspektakulär leicht säuerlich nach Kokosmilch und hinterlässt keine Flecken. Allerdings braucht es etwas länger zum Trocknen, was man vor dem Anziehen beachten sollte.
Meines Wissens nur online und auch nur in einigen wenigen Shops erhältlich. 

17,95 € 

8. Sante 24h Deo Roll-On Bio-Salbei

Anwendung: ♥♥♥♥
Trocknungszeit: 
Flecken: ♥♥♥♥
Duft: 
Verfügbarkeit: ♥♥♥♥♥
Preis: ♥♥♥♥♥
Wirkung Geruch:

Wirkung Achselnässe: – 

Enthält kein Natron.

Der zweite Abknicker im Test. Wirkung gleich Null und viel schlimmer noch: Der Salbeiduft scheint überhaupt nicht mit meiner Hautchemie zu harmonieren. Ich habe sogar das Gefühl, dass er den Schweißgeruch verstärkt. Das einzige Deo mit dem ich wirklich unangenehm gerochen habe. Zudem trocknet es sehr langsam weg, dafür hinterlässt es keinen Flecken.
In fast jeder Drogerie erhältlich. 

Ca. 6 €

9. Lush Aromaco Festes Deo

Anwendung: ♥♥♥♥♥
Trocknungszeit: ♥♥♥♥♥
Flecken: ♥♥♥(♥)
Duft: ♥♥♥
Verfügbarkeit: ♥♥
Preis: ♥♥♥
Wirkung Geruch: ♥♥♥♥♥
Wirkung Achselnässe: ♥♥♥♥♥

Enthält Natron.

Ein weiterer Favorit. Man muss den holzigen Duft von Patchouli mögen, aber dieses Deo lässt mich so gut wie nie im Stich! Es wird wie ein Deostick unter die Achseln gerieben und zieht gut ein. Pluspunkt: Es fällt keinerlei Verpackungsmüll an. Es sollte allerdings luftdicht verpackt aufbewahrt werden, da es sonst an den Ecken etwas austrocknet und harte Kanten bekommt. Diese Stellen lassen sich aber mit einem Messer leicht abkratzen. Ich bewahre mein Stück in einer kleinen „Tupperdose“ auf und muss eigentlich nur direkt nach dem Kauf und dem längeren Liegen im Laden etwas nachbessern.
Nur bei Lush, online oder im Store erhältlich. 

7,25 €

Aluminiumsalzfreie Deos vegan

10. Fine Vetiver Geranium Deocreme*

Anwendung: ♥♥♥(♥)
Trocknungszeit: ♥♥♥
Flecken: ♥♥♥♥♥
Duft: ♥♥
Verfügbarkeit: ♥♥
Preis: 
Wirkung Geruch: ♥♥♥♥♥
Wirkung Achselnässe: ♥♥♥♥

Enthält Natron.

Die Überraschung im Test. Beim ersten schnellen Ausprobieren hatte ich das Gefühl, dass die hohen Versprechungen der Marke bezüglich des Deos  („…asbolutely effective Deodorant“) nicht wirklich gehalten werden können. Im Langzzeittest hat es sich jedoch in meine Top 4 in Sachen Wirkung geschlichen.
Diese Deocreme riecht etwas nach ökologischem Insektenschutzmittel. Das muss man mögen. Den Preis für den besten Duft wird sie also nicht bekommen. Auch nicht den für die praktischste Verpackung, denn der Glastiegel ist extrem klein und tief. Dafür sieht er ausgesprochen gut aus im Bad. Zum Glück liegt ein kleiner Holzspatel für einen leichtere Entnahme gleich bei. Die Deocreme braucht etwas Zeit zum Einziehen, vor allem, wenn man zu viel erwischt.  Dafür ist die Creme sehr weich und schmilzt butterzart auf der Haut.
Vornehmlich online erhältlich. Mit Abstand das teuerste Deo im Test. 

28 €

11. Schmidt’s Natural Deodorant Stick Lavender Sage*

Anwendung: ♥♥(♥)
Trocknungszeit: ♥♥♥
Flecken: ♥♥♥
Duft: ♥♥♥♥
Verfügbarkeit: ♥♥
Preis: ♥♥♥
Wirkung Geruch: ♥♥♥♥
Wirkung Achselnässe: ♥♥♥♥

Enthält Natron.

Ich wollte wirklich, dass dieses Deo für mich funktioniert. Denn der Duft nach Lavendel ist himmlisch, es zieht schnell ein und die Wirkung ist richtig gut. Allerdings ist die Darreichungsform eine Katastrophe! Es scheint, als habe man einfach eine auf Natron basierende Deocreme in Stickform gepresst. Der Gedanke ist smart, die Umsetzung leider weniger. Der Stick ist furchtbar bröselig und hinterlässt feine Krümelchen auf der Haut. Das Deo braucht eine ganze Weile lang Körperwärme, damit die Oberfläche einigermaßen schier wird und nicht auf der zarten Achselhaut kratzt. In den ersten Tagen der Anwendung hatte ich leicht gereizte Achseln, was ich auf die mechanische Reibung zurückführe. Nach einiger Zeit gab sich dieses Phänomen aber.
Das Deo ist vor allem online erhältlich.

9,99 €

Fazit

Die erste Erkenntnis, die ich nach diesem Test gewonnen habe: Deo ist nicht gleich Deo. Und es muss nicht immer Aluminiumsalz sein. Ich habe festgestellt, dass gerade Natron eine hervorragende Wirkung bei mir hat. Die Trefferquote bei natronhaltigen Deos ist deutlich höher als die bei denen ohne.

Die Angst, dass Deodorants aus dem Bereich der Naturkosmetik per se wenig taugen, hat sich bei mir über die Jahre NICHT bestätigt. Grob überschlagen trage ich in 90% aller Fälle ein Deo ohne Aluminiumsalz und möchte behaupten, dass ich trotz Stress, sportlicher Betätigung und Hitze weder nasse Flecken unter den Armen habe, noch unschöne Gerüche ausdünste. Allerdings braucht es ein wenig Experimentierfreude. Während ich bei aluminiumsalzhaltigen Deos meist ziemlich sicher sein kann, dass sie mich nicht im Stich lassen, musste ich bei aluminiumsalzfreien Deos etwas herumprobieren.  

Zählt man alle Herzen zusammen, ergibt sich folgendes Ranking:

1. Soapwalla
2. Lush

3. Ponyhütchen
4. Speick
5. Fine / Brooklyn Soap Company
6. Schmidt’s 
7. Eco by Sonya
8. eco cosmetics 
9. Lavera
10. Sante

Zu beachten ist hierbei, dass ein Deo natürlich auch Punkte durch den Preis oder die Verfügbarkeit sammeln konnte und in Sachen Wirkung gar nicht so gut abgeschnitten haben muss. Berücksichtigt man nur die Wirkung, ergeben sich für mich folgende Favoriten:

  1. Soapwalla
  2. Lush / Ponyhütchen
  3. Fine
  4. Schmidt’s 

Die eierlegende Wollmilchsau wäre für mich ein aluminiumfreies Deo in der Form des Aromaco von Lush, dem Duft von Soapwalla Citrus oder Schmidt’s Lavender Sage und der Wirkung von Ponyhütchens Creme. Träumen kann man ja mal. 

Natürlich, jeder Mensch ist anders und sicherlich werden die Deos nicht bei jedem so wirken wie bei mir. Aber ich  hoffe, ihr könnt ein wenig von meine Erfahrungen profitieren. Ich bin neugierig, welche Erfahrungen ihr mit aluminiumsalzfreien Deos gemacht habt. Habt ihr einen Favoriten, den ich vielleicht noch garnicht kenne?

P.S.: Bei den mit einem Sternchen* markierten Produkten handelt es sich um PR Samples, die ich extra für diesen Test angefordert habe. Die anderen Produkte wurden von mir selbst gekauft. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. (Wobei das diesmal ausnahmsweise und aufgrund des Vergleichs nicht ganz stimmt.

Beauty & Care | Meine Helfer für splissfreies, glänzendes und langes Haar.

Nachdem ich gestern nach dem ersten Friseurbesuch seit April 2013 ein Bild meiner Haare auf Facebook postete bin ich immer wieder gefragt worden, wie ich es geschafft habe so lange komplett splissfrei zu bleiben und solch lange und glücklicherweise auch gesunde Haare zu züchten. Heute verrate ich euch also mein Regime, welches ich seit einigen Zeit so, bzw. in etwas abgewandelter Form, praktiziere. Im Grunde ist es ganz simpel, kein Hexenwerk.

Zur Verdeutlichung aber erst einmal ein paar Bilder. Das Bild links entstand kurz nach dem Friseurbesucht im April 2013, das rechte im Januar 2014.

Foto

Hier nun das besagte Bild, welches ich vor zwei Tagen auf Facebook und Instagram zeigte:

Processed with Rookie

Die Basics

1. Kein Silikon

Silikon ist böse. Punkt. Auf den ersten Blick lässt es die Haar glatt und glänzend erscheinen, allerdings dichtet es auch ab, so dass keine Feuchtigkeit eindringen kann und das Haare (wie im übrigen auch die Haut) auf lange Sicht austrocknet. Zudem lassen sich Silikone kaum bis gar nicht komplett ausspülen. Die Mehrheit der Schuppen auf unserem Kopf stammen nicht von abgestorbenen Hautzellen, sondern von Produktrückständen. Mit ein Grund, wieso ich Silikone in Schuppenshampoos für völlig kontraproduktiv halte.

2. Immer zwei Shampoos im Wechsel

Die Praktik immer zwei Shampoo auf dem Wannenrand stehe zu haben, vollziehe ich nun schon seit vielen Jahren. Ich bilde mir einfach ein, dass meine Haare und vor allem meine Kopfhaut sich sonst zu sehr gewöhnen und die Wirkung geschmälert wird. Auch hilft bei der Dauernutzung eines Volumenshampoos (die tendenziell eher austrocknen) ab und an ein Repair Shampoo zur Regeration, so wie ein Shampoo für trockenes Haare gerne ab und an ein stärkerer reinigendes gegen die Rückstände brauchen kann. Wie gesagt: Bilde ich mir ein 😉

3. Fönen – So viel wie nötig, so wenig wie möglich

Fönhitze ist nicht gut für die Haare. Egal wie viel Hitzeschutz man verwendet. Wirklich hilfreich wäre da nur eine Silikonbombe und dann wären wir wieder bei Punkt 1. Natürliches Öl kann in einem gewissen Rahmen helfen, müsste für Glätten, Locken und Co. allerdings so aufgetragen werden, dass es nicht mehr schön aussähe. ich bin also dazu übergegangen nur den Oberkopf zu fönen, damit zumindest der sitzt und ich sofort „vorzeigbar“ bin. Die Längen pfriemele ich in einen Dutt oder lasse sie  an der Luft trocken. Die Spitzen danken!

4. Nur Haargummis ohne Metall

Metall drückt und reibt, da es starr ist und nicht nachgibt. Spitzen brechen so leichter.

5. Conditioner nur sehr selten

Tatsächlich habe ich das mit dem Conditioner ursprünglich nur aus Faulheit und Zeitmangel gelassen. Als ich noch ausschließlich KK Shampoo (oder das falsche NK Shampoo…) verwendete war nicht daran zu denken. Ich wäre beim Kämmen nicht durchgekommen. Seitdem ich regelmäßig Ölkuren mache, ist das kein Problem mehr. Das Auftragen von einem Tropfen Öl in das handtuchtrockene Haar hilft genauso gut.

6. 1-2x die Woche eine Ölkur über Nacht

Ich teste mich da gerade quer durch die Sortimente. Meine beiden Favoriten findet ihr auf dem Bild. Das Amla Öl hat einen so besonderen und intensiven Geruch, dass ich es nur über Nacht im Haare lasse und morgens ausspüle. Das Arganöl kommt auch nach der Wäsche oder in kleinster Menge auch noch dem Trocknen ins Haare (und auf die Haut und den Körper). Am besten wirkt Öl in leichten angefeuchtetem Haar (ein Blumensprüher leistet hier gute Dienste), da dann gleich Feuchtigkeit eingeschlossen wird. Öl auf trockenem Haar KANN auf Dauer auch austrocknen, weil Feuchtigkeit ausgeschlossen wird.

7. Öl in die Spitzen – Vor und/oder nach dem Fönen

 Siehe oben. Entwirrt, macht kämmbar und schützt die Spitzen.

8. MSM

Hier fasse ich mich ebenfalls kurz und verweise auf meine beiden Blogposts zum Thema: Hauptartikel, Update. Dort findet ihr auch alle Infos zur Dosierung, eventuellen Nebenwirkungen und meine Bezugsquelle.

9. Nasse Haare kämmen

Ja, ich weiß. Man soll nasse Haare nicht kämmen. Ich muss es tun. Und mache es auch schon immer so. Anders würde ich im trockenen Zustand nicht mehr durchkommen. Ich wasche die Haare über Kopf und muss sie zum Fönen „gerade biegen“. Dafür muss ich dann während und nach dem Fönen weniger Kämmen. Ich verwende eine grobzinkigen Kamm und beginne immer an den Spitzen. Auch ein Tangle Teezer hat sich als hilfreich erwiesen, wobei ich keinen signifikanten Unterschied zum Kamm feststellen konnte. Ausser vielleicht der, dass der Teezer bei meinem dicken Haar eh nur die Deckhaare erreicht, das Haar also nicht vollständig durchgekämmt wird.

Was es sonst noch zu sagen gibt

Ich färbe meine Haare sehr, sehr selten. Entweder gar nicht oder einmal im Jahr, wenn die Haare über den Sommer wieder besonders ausgeblichen und somit „scheckig“ sind, um sie wieder anzugleichen. Hierfür verwende ich eine chemische, dauerhafte Coloration. Warum ich dafür kein Henna verwende, könnt ihr hier nachlesen.

Meine aktuelle Favoriten

Aktuell verwende ich am aller-, allerliebsten das Volumenshampoo von eco cosmetics. Noch ein Tipp von Frau Dittrich von Pure Schönheit und das, nachdem ich so lange gesucht habe: Ein Naturkosmetik-Shampoo, dass reinigt wie ein herkömmliches, nicht beschwert, gut riecht, absolut verträglich und dazu auch noch erschwinglich ist. Die Nachbestellung ist bereits unterwegs. Im Wechsel verwende ich dazu aktuell das Repairshampoo von Lavera.

Wenn ich dann doch mal eine Spülung verwende, dann den Cupuaçu Conditioner von Amazonia Preciosa. Ein perfekter American Cream (Lush) Dupe!

Für die nächtliche Ölkuren verwende ich entweder das Amla Haaröl von Khadi oder das Arganöl von Jislaine. Letzteres kommt auch vor oder nach dem Fönen in die Spitzen und/oder auf das Deckhaar. Bitte SEHR sparsam dosieren!

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Never judge a book by its cover | Die Handcreme von eco cosmetics

Manchmal stecken in den unscheinbarsten Dingen die größten Überraschungen. Was die Produkte von eco cosmetic angeht trifft das zumindest zu. Obwohl ich sonst jemand bin, die was Kosmetik und Co. angeht, eher auf die Meinung setzt und sich selten von anderen verführen lässt, lauschte ich doch sehr gespannt als mir Renée Dittrich von Pure Schönheit am Freitag von der Handcreme der Firma eco cosmetics vorschwärmte. Es gäbe keine bessere, die Kunden wären ebenfalls begeistert und die Bestände fast aufgebraucht. Das rief nach einem Praxistest. 

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Und was soll ich sagen? Volltreffer! Ich habe einen neuen Favoriten in Sachen Samtpfötchen. Das Design, welches ich bereits vom transparenten Sonnengel kannte, ist wie immer klinisch-puristisch. Dafür steht die Produktbezeichnung gleich in sechs Sprachen auf der Tube. Eine geradezu cosmopolitische Creme, die zudem noch eine sehr deutliche Sprache spricht. Denn eco cosmetics legt die Fakten auf den Tisch: Neben der Inhaltsstoffliste finden sich auf der Rückseite prozentuale Angaben zu pflanzlichen und biologischen Inhaltsstoffen, eine Aufzählung von Dingen die NICHT enthalten sind  (z.B. genmanipulierte Organismen) und diverse Zertifikate und Label. Und das alles ohne müllproduzierende Umverpackung. 

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Die Handcreme selbst duftet nach einer Mischung aus Frische und weißen Blüten. Der Duft ist sehr angenehm, unaufdringlich und in meinen Augen eher NK-untypisch. Die Creme zieht gut weg, hinterlässt aber dennoch ein sehr pflegendes Gefühl, welches auch noch lange nach dem Eincremen anhält. Sie pflegt mit Traubenkernöl Hände und Nägel. während Echinacea kleine Verletzungen heilt und pathogene Keime reduziert. In meinen Augen ein Produkt, das es locker mit der Konkurrenz aus der konventionellen Kosmetik aufnehmen kann. Diese Handcreme wird definitiv nachgekauft! 

Die Handcreme von eco cosmetics ist unter anderem bei Pure Schönheit erhältlich, 125 ml kosten 4,99 €.

Unter der Lupe | Transparentes Sonnengel LSF 30 von eco cosmetics

Ich habe sie gefunden: Die eierlegende Wollmilchsau.

Als Sonnenallergikerin war ich schon lange auf der Suche nach einem Lichtschutzfaktor auf natürlicher Basis, der jedoch nicht klebt oder weißelt. Auf der Facebookseite von ein bisschen vegan bekam ich dann den Tipp mal das Sonnengel LSF 30 von eco cosmetics auszuprobieren und schon der Test auf dem Handrücken ließ mich verzücken. 

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