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Face Tan Water

Eco by Sonya | Face Tan Water

Face Tan Water

Moin,

es gibt zwei Sorten von Blasshäuten. Die mit dem zart durchschimmernden, opalesken Schneewittchenteint. Und mich. Die mit den Pickelmalen, den roten Flecken und den Augenringen.

Im Sommer – mit dem Hauch von Bräune, den mir die Natur gönnt  – wird es etwas besser. Aber als LSF-Anhängerin wird es auch da nichts mit der „sportiven, jugendlichen und von der Sonne geküssten“ Haut. Ich bin und bleibe eine Blassnase. Hin und wieder lasse ich mich dazu verleiten und verwende eine bräunende Tagescreme, jedoch selten mit dem gewünschten Ergebnis. Zu orange, zu fleckig, zu reichhaltig. Blass, pickelig UND fleckig ist keine gute Kombi…

Des Rätsels Lösung schien Erythrulose zu sein. Im Gegensatz zum klassischen Selbstbräuner  Dihydroxyaceton (DHA) soll dieser Stoff die Haut langsamer, gleichmäßiger und vor allem ohne künstlichen Orangestich tönen. Darüberhinaus wirkt es – im Gegensatz zu DHA – nicht austrocknend. Denn die Austrocknung der Haut gilt als einer der Hauptgründe für Streifenbildung beim Selbstbräunen. Dummerweise ist mir bisher nur ein einziges Produkt in der Naturkosmetik über den Weg gelaufen, welches auf Erythrulose und nicht auf DHA zurückgreift. Und es ist nicht vegan. Zwar kann man den Stoff auch einzeln kaufen und sich zuhause als Selbstrüher*in versuchen, aber dafür bin ich schlichtweg zu faul. Das Thema Selbstbräuner wurde also erst einmal ad acta gelegt.

Im Dezember fiel mir dann das Face Tan Water von Eco by Sonya ins Auge und ich war sofort neugierig. Zwar auf DHA-Basis, aber der Werbetext versprach so einiges: Flüssig wie ein Gesichtswasser, natürliche Bräune und geeignet für unreine und fettige Haut. 

Das klang doch genau nach dem, was ich suchte! Ich gab ihm eine Chance. Und habe es nicht bereut. Wer auf der Suche nach sanfter Tönung für blasse Haut ist, sollte hier mal einen Blick riskieren. Wer jedoch von Haus aus einen dunkleren Teint aufweist, wird hier gegebenenfalls keinen allzu großen Unterschied feststellen. Ein Frischekick für das Gesicht ist es allemal.

Im Detail

Das Face Tan Water ist tatsächlich ein Wasser. Durchsichtig und absolut flüssig. Das hat den Nachteil, dass man bei der Anwendung nur schwer ausmachen kann, welche Stellen im Gesicht man bereits bearbeitet hat und welche nicht. Allerdings ist das gar nicht so dramatisch, denn das Produkt verzeiht VIEL.

Ich trage es mit einem feuchten Wattepad auf. So saugt dieser nicht allzu viel von dem Produkt auf und die Bräune wird etwas sanfter. Dabei gehe ich recht nachlässig vor, ähnlich wie bei einem Gesichtswasser. Augenbrauen und Haaransatz spare ich mehr oder weniger penibel aus und verstreiche das Produkt auf dem Gesicht über den Hals bis aufs obere Dekolleté. Übergänge sehe ich hierbei keine. Und auch keine übermäßige Tubenbräune, mit orangen Rändern an Ohren oder Hals…

Halte ich jedoch meinen Handrücken neben meine Wange – der ja naturgemäß neben dem Gesicht am häufigsten dem Sonnenlicht ausgesetzt und somit recht gut pigmentiert ist – sehe ich einen deutlich wahrnehmbaren Unterschied. Der Teint sieht viel frischer und ebenmäßiger aus. Nicht mehr ganz so „kalkig“, wie das im Winter oft der Fall ist.

Wer eine etwas stärkere Tönung möchte, trägt das Face Tan Water einfach mit den Fingern auf. Auch das geht easy peasy und relativ gefahrlos. Nur Händewaschen nicht vergessen!

Ebenfalls toll: Das Produkt ist wahnsinnig ergiebig. Ich verwende es seit rund 4 Wochen 2-3 Mal die Woche und geben jeweils 15 Tropfen auf den feuchten Wattepad. Die Glasflasche hat sich bisher kaum geleert. Der Duft ist sehr, sehr dezent. Auch im Laufe der Stunden, in denen sich die Bräune entwickelt, ist mir bisher kein unangenehmer Selbstbräunergeruch aufgefallen. Was mich aber vor allem überzeugt hat: Das Face Tan Water liegt nicht auf der Haut auf und verursacht Pickelchen, die sich sonst häufig bei zu reichhaltigen Produkten bekomme. 

Einzig die leicht austrocknende Wirkung des DHA merke ich, allerdings wird sie wohl auch durch die aktuellen kalten Temperaturen unterstützt. Die feuchtigkeitsbewahrende Wirkung, die der Hersteller verspricht, kann ich also nicht bestätigen. Meine Stirn spannt doch ab und an, so dass ich dazu übergegangen bin das Face Tan Water abends anzuwenden und nach einer kurzen Einwirkzeit etwas Sheabutter aufzutragen und tagsüber ein wenig mehr zu pflegen. Kein großes Drama.

Inci

Aloe Barbadensis (Aloe Vera) Leaf Juice* Glycerin*, Dihydroxyacetone**, Lecithin*, Fusel Wheat Bran/Straw Glycosides**, Polyglyceryl-5 Oleate**, Sodium Cocoyl Glutamate**, Glyceryl, Caprylate**, Coco Caprylate**, Sodium Hyaluronate**, Dehydroxanthan Gum**, Leuconostoc/Radish Root Ferment Filtrate**, Pelargonium graveolens Flower Oil*, Citrus Aurantium Dulcis (Orange) Peel Oil*
 
*Certified Organic **Natural
 

Preis: 32,95 € für 100 ml

Zertifizierungen: vegan und tierversuchsfrei, „The Organic Food Chain under the Australian governments organic and bio dynamic standards“, „Toxin Free by Safe Cosmetics Australia“

Fazit

Alles in allem ein toller Selbstbräuner für alle Blassnasen und diejenigen, die sich eine leichte Bräune ohne Pflege wünschen. Das Produkt lässt sich wunderbar mit der eigenen Pflegeroutine verbinden und kollidiert nicht mit der Lieblingscreme. Einziger Haken: Nach dem Auftragen gut 8 Stunden die Finger vom Gesicht lassen und es nicht waschen. Aber das kennt man ja und lässt sich vor allem über Nacht gut einrichten.

Das Face Tan Water von Eco by Sonya ist für mich eine echte Neuentdeckung und Innovation im Naturkosmetikbereich!  Und somit eines meiner letzten Hightlights, die ich 2015 entdeckt habe. 

Tschüss, 
Kathrin

P.S.: Dieses Produkt wurde von mir selbst gekauft.
Bezahlte Kooperationen werden von mir immer als solche gekennzeichnet.

Selbstbräuner Eco by Sonya