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Rasur vegan | Produkte für die Nassrasur und die Pflege danach | Flow, Dr. Alkaitis und Yüli

Vegane Rasur

 

„Ein Mann ohne Bart ist wie ein Brot ohne Kruste.“

– aus Lettland

Moin,

manchmal gibt es Themen, bei denen ich die Hilfe anderer brauche. So auch beim Thema Rasur. Zwar rasiere ich mich an den für Frauen typischen Stellen, allerdings reichen mir da ganz schnöde Einwegrasierer (die bei mir ewig halten) und Duschgel. Somit kann ich über die Haarentfernung im Gesicht und der damit verbundenen Nutzung von Rasurseife und -öl wenig sagen. Mein Freund rasiert sich nicht, da war also auch nichts zu holen. Zum Glück ist aber mein Vater nach vielen Jahren Trockenrasur im letzten Jahr wieder zur Nassrasur übergangen, so dass ich ihn gleich für einen Produkttest „verhaftet“ habe.

Normalerweise treuer Nutzer der handgesiedeten Rasurseife meiner Mutter, ist er für mich mit der Rasurseife Kamomilla von Flow* und dem Rasuröl Mr. Incredible von Yüli* „fremdgegangen“. Das Organic Soothing Gel von Dr. Alkaitis*habe ich dann doch noch selbst getestet, da keiner meiner Männer gerne „schmiert“ 😉 und die Anwendungsgebiete für das Gel sehr vielseitig sind. Doch kommen wir erst einmal zu den Eckdaten:

Rasurseife Kamomilla von Flow

Packungsgröße/Preis:

80 gr, mit Papierbanderole7,90 €

Anwendung:

Die Seife wird mit dem Rasierpinsel aufgeschäumt und dann auf die Haut aufgetragen.

Inhaltsstoffe:

Sodium Cocoate*, Aqua, Butyrospermum Parkii Butter*, Sesamum Indicum Oil*, Glycerol, Triticum vulgare Oil*, Sodium Hempseedate*, Montmorillonite, Kaolinite, Matricaria Recutita Oil*, Litsea Cubeba Oil, Lavandula Angustifolia Oil*, Citrus Bergamia Oil*, Mentha x Piperita Oil*, Rosmarinus Officinalis Leaf Extract*, Citral**, Limonene**, Linalool**, Citral**, Citronellol**

Rasuröl Mr. Incredible von Yüli

Packungsgröße/Preis:

30ml, bzw. 7,5 ml – 68 €, bzw. 39 €

Anwendung:

Nach der Reinigung werden 2-3 Tropfen des Öls auf die Gesichtshaut aufgetragen und einmassiert. Nachdem das Öl eingezogen ist wird rasiert. Nach der Rasur kann das Öl noch einmal zur Pflege und Beruhigung aufgetragen werden.

Inhaltsstoffe:

S. chinensis (Jojoba) oil*, A. spinosa (Argan) oil*, V. vinifera (Grape) seed oil, Proprietary blend of organic & wildcrafted supercritical & essential oils

Organic Soothing Gel von Dr. Alkaitis

Packungsgröße/Preis:

120 ml49 €

Anwendung:

Das Gel wirkt antibakteriell und entzündungshemmend und pflegt die Haut somit besonders gut nach der Rasur. Es kann auch bei anderen Hauterscheinungen wie Sonnenbrand, Ekzemen und Rosazea aufgetragen werden.

Inhaltsstoffe:

Into a base of Organic Aloe Vera Gel* and Witch Hazelº the following organic and wild-crafted herbals are blended: organically grown grape alcohol* (from the fermentation of organically grown grains). Greater Nettle*, Wild Chamomileº, Myrrhº, European Elder*, Sweet Weed*, and French Lavender*. Curacao Orange*, Benzoinº, Rosemary*, Olibanumº, Wild Fennelº, Balm Mint*, Sea Oakº, Atlantic Kelpº and Red Seaweedº. Also added are natural vitamin B and vitamin C complexes and 100% pure essential oils. * – Signifies certified organically grown. º – Signifies ethically wild-crafted.

INCI: Aloe Barbadensis Gel, Hamamelis Virginiana Distillate, Alcohol, Urtica Dioica Extract, Chamomilla Recutita Extract, Commiphora Abyssinica Extract, Citrus Aurantium Dulcis Extract, Styrax Benzoin Extract, Rosmarinus Officinalis Extract, Boswelia Carterii Extract, Foeniculum Vulgare Extract, Melissa Officinalis Extract, Fucus Vesiculosus Extract, Nereocystis Luetkeana Extract, Chondrus Crispus Extract, Palmaria Palmata Extract, Ilex Paraguariensis Extract, Chlorella Pyrenoidosa Extract, Sodium Pantothenate, Myrciaria Dubla Extract, Malpighia Glabra Extract, Aroma.

Die Rasur mit Rasierseife

Beginnen wir mit der Rasur. Mein Vater verwendet einen Systemrasierer (Wilkinson oder Gilette). Das klassische Ding mit dem Pflegestreifen. Damit muss man auch gerne mal zwei-, dreimal über die Haut, dafür schneidet man sich nicht jedes Mal fast die Kehle durch… Normalerweise verwendet er, wie oben geschrieben, die handgesiedete Rasurseife meiner Mutter, hat also schon Erfahrungen mit diesem Medium. Was von Vorteil ist, denn wie bei so vielen Dingen in der Naturkosmetik braucht es auch hier etwas Übung und vor allem Gewöhnung. Denn entgegen der konventionellen Seifen schäumen Seifen aus dem Naturkosmetikbereich etwas weniger, bzw. der Schaum bleibt weniger lang stabil. Was er allerdings auch gar nicht muss.

Früher, als die Männer sich noch mit kaltem Wasser rasieren mussten, wurde geraten den Schaum zwei bis drei Minuten auf der Haut zu lassen, damit diese aufweicht und sich die Haare besser entfernen ließen. Dadurch trocknete sie allerdings – zumindest bei herkömmlichen Seifen – schnell aus. Heutzutage rasieren sich die meisten Männer nach einer Reinigung mit warmen Wasser. Oder gleich nach dem Duschen. Eine dicke Schaumschicht wie in der Werbung ist somit nicht nötig. Im Gegenteil: Die Klingen können dadurch auch gerne mal verkleben und der Rasierer muss während der Rasur öfter ausgespült werden. Laut meinem Vater sei es wie die „Hattrick“-Werbung aus den 70ern, in der sich Uwe Seeler das Rasierwasser energisch in die Haut prügelte. Völlig unnötig, aber Generationen taten es ihm nach 😉

Die Rasierseife von Flow bildet wie erwähnt keine riesen Schaumberge, dafür lässt sich der vorhandene Schaum gut verteilen und die Klingen gleiten sehr schön über die Haut. Sogar besser als bei konventionellen Seifen. Durch die gute Rückfettung trocknet die Haut nicht aus, sondern wird zusätzlich sogar noch gepflegt.

Fazit: Die Seife von Flow ist laut Papa so gut wie die meiner Mutter (Gibt es ein schöneres Kompliment? ;)). Einzig die eckige Form ist etwas unhandlich, wenn man das Stück in einem runden Rasiertiegel aufbewahren möchte. Alternativ kann die Seife aber in jeder anderen Seifenschale aufbewahrt und zum Aufschäumen auch gut in die Hand genommen werden.

Die Rasur mit Rasieröl

Die Verwendung von Rasieröl ist da schon eine andere Sache. Mich irrierte es tatsächlich etwas zu lesen, dass das Öl alleine, ohne zusätzliche schäumende Produkte, zur Rasur verwendet werden sollte. Ich war als hier besonders gespannt auf den Bericht meines Vaters.

Überraschenderweise konnte er berichten, dass die Rasur mit dem Öl von Yüli ebenso hervorragend funktioniert wie mit der Seife. Sie sei auch nicht besser oder schlechter. Sondern einfach „anders“. Er konnte wie gewohnt mehrmals hin- und herrasieren und das Ergebnis wurde glatt und weich. Lediglich die Klinge müsse öfter ausgespült werden, da sich ein Öl natürlich hartnäckiger hält als ein fluffiger Schaum.

Alles in allem ist das Rasuröl wohl vor allem etwas für diejenigen unter uns, die das Besondere mögen. Die sich gerne bewusst pflegen und sich den kleinen Luxus gönnen möchten. Zudem kann die Verwendung eines Öles vor der Rasur mit Seife bei sehr empfindlicher Haut zusätzlichen Schutz und Pflege bringen. Auch die Verwendung als „After Shave-Balsam“ ist für viele verträglicher als die synthetischen Produkte aus dem Drogieregal. Wer die Rasur mit Schaum gewohnt ist, wird wahrscheinlich bei dieser bleiben. Wer allerdings gern Neues/Anderes ausprobiert oder ohne Schaum/Pinsel reinigen möchte, der sollte das Rasuröl einmal ausprobieren. Es hat seinen Preis, da man aber pro Rasur nur 2-3 Tropfen braucht, ist selbst die kleine Reisegröße sehr ergiebig.

Und danach?

Hier durfte ich wieder ans Werk. Gerade bei der Rasur an „figgelienschen“ Stellen kann es ja gerne mal zu Rötungen und Pickelchen kommen. Bisher waren meine Tipps in diesen Fällen immer Thermalwasser und Babypuder. Das Organic Soothing Gel von Dr. Alkaitis kann da aber noch einiges mehr. Ich habe es sowohl auf gereizte Achseln aufgetragen, als auch bei den ersten sonnenbedingten Rötungen im Gesicht und im Dekollete verwendet. Und auch als Allrounder für jeden Tag, allein oder unter einer Tagespflege macht es sich sehr gut. Meine Haut wurden in allem „Stresssituationen“ tatsächlich angenehm beruhigt und gekühlt. Rötungen klangen schnell ab. Der Duft ist sehr angenehm und es zieht ohne zu Kleben ein. Noch dazu ist es wirklich sehr ergiebig. Die große Pumpflasche wird eine ganze Weile reichen, was den doch etwas höheren Preis wieder relativiert.

Zum Schluss noch ein Lesetipp meines Vaters für alle Männer*, die sich gerne näher mit dem Jahrtausende alten Ritual der Rasur und den damit verbundenen Tipps und Tricks – gerade in puncto Nassrasur – befassen möchten: „Männersache Rasieren – Handbuch für den Rasur-Aficinado“ von Christian Rieck. Ein sehr spannendes – und oft vernachlässigtes – Thema.

*sponsored

 

Unter der Lupe | Go With The Flow | Naturkosmetik aus Finnland

Ruusuvesi, Mineraalimeikkipuuterti, Kosteusvoide Kasvoille. Was sich für Uneingeweihte liest als wäre ich mit dem Kopf auf der Tastatur eingeschlafen, weckt in Anderen Sehnsüchte. Finnland. Das Land hoch oben im Norden, wo die Winter lang und kalt und dunkel sind, lebt am Fuße des Berges Korvatunturi….Äh, falscher Text. Das das Land im Norden mehr zu bieten hat als Rentiere, Formel 1-Fahrer und den Weihnachtsmann möchte ich euch heute anhand einer Firma zeigen, die sich ganz der natürlichen Pflege verschrien hat: FLOW Kosmetikka.

Als waschechtes Mutter-Tochter-Unternehmen im Süden Finnlands gegründet werden auch heute noch alle Arbeitsschritte manuell und ohne große Maschinen erledigt. Zum Sortiment gehören neben Haut- und Haarpflege auch Naturseifen und Badezusätze. Alles sehr umweltfreundlich verpackt und mit naturreinen ätherischen Ölen aus erster Destillation beduftet. 

Auch ohne Zertifizierung entsprechen alle Produkt von FLOW den europäischen Standards von Naturkosmetik und werden streng kontrolliert, oft sogar über die Zertifizierungskriterien hinaus. FLOW produziert ohne Tierversuche und alle hier vorgestellten Produkte sind natürlich vegan

Meine Testkandidaten waren die Flow Bilberry Face Cream, das Flow Bio Rosenwasser, die Flow Mineral Foundation Vanilla und das Flow Shampoostück Teebaum.

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Die Flow Bilberry Facecrem für normale, fettige und Mischhaut enthält Samenöle aus Arktischen Heidelbeeren und schwarzen Johannisbeeren, die durch ihre Antioxidantien die Zellerneuerung fördern und die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen können. Lavendel-, Geranium- und Neroliöl klären und reinigen die Haut, so dass die Talgproduktion reguliert wird. 

Inhaltsstoffe

Aqua, Helianthus Annuus Oil*, Cetearyl Glucoside/ Cetearyl Alcohol, Lavandula Angustifolia Extract* Argania Spinosa Seed Oil*, Vaccinium Myrtillus Seed Oil*, Glycerol, Butyrospermum Parkii Butter*, Rosmarinus Officinalis Extract*, Citrus Aurantium Extract*, Tocopherol Acetate (from Clysine Soja, Helianthus Annuus), Lavandula Angustifolia Oil*, Pelargonium Graveolens Oil*, Dehydroacetic Acid, Benzyl Alcohol, Rosmarinus Officinalis Leaf Extract*, Citrus Aurantium Nerol Oil, Lactic Acid. Limonene** Citronellol **, Geraniol**, Linalool**, Citral**

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Sofort begeistert war ich von der Verpackung. Die Metalltube erinnert mich an Künstlerfarben und passt auch auf Reisen in jede Kulturtasche. Die Creme riecht ganz leicht nach Rose und lässt sich gut dosieren und verteilen. Sie zieht sofort ein und mattiert die Haut so gut, dass ich beinahe sofort danach Make Up auftragen kann und auch ohne Puder nicht glänze. Die Bilberry Cream hält also was sie verspricht: Fettige und Mischhaut wird sie lieben. Sie dürfte auch gerade für die männliche* Haut sehr geeignet sein. 

minusrundDementsprechend ist mein einziger Kritikpunkt, dass die Creme für normale Haut in der kalten Jahreszeit wahrscheinlich etwas zu wenig sein dürfte. Hierfür empfiehlt FLOW zusätzliche die Verwendung des Rose Facial Serums. 

30 ml kosten 29,90 €.

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Das Flow Bio Rosenwasser ist vor allem für trockene, sensible und reife Haut geeignet und hilft auch der couperosegeplagten Haut. Es ist ein natürliches Nebenprodukt der Destillation von ätherischem Rosenöl und verströmt einen leicht krautigen Rosenduft. Ganz in meinem Sinne eignet es sich auch zur Entfernung von leichtem Make Up.

Inhaltsstoffe

Bio-Rosenwasser

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Das Rosenwasser von FLOW kommt in einem schönen, pinken Glasflakon daher. Das bringt schon mal Punkte in Sachen umweltfreundlicher Verpackung. Normalerweise bin ich keine Freundin von Tonern mit Sprühköpfen, da ich meine Produkte gerne mit einem Wattepad auftrage und ich so sehr viel Produkt und Zeit brauche würde, um diesen ausreichend zu tränken. So verwende ich das Rosengesichtswasser vor allem zur Erfrischung zwischendurch, als fettfreie Nachtpflege oder aber nach dem Auftragen von Mineralfoundation. Das Finish wird so etwas weniger pudrig und „cake-y“ und hält auch länger an seinem Platze.

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Die schöne Verpackung ist hier auch zugleich die Crux. Zumindest auf Reisen. Der Glasflakon hat doch einiges an Gewicht und so wird die Kulturtasche schnell ziemlich schwer. Zudem bin ich jemand, die gerne Dinge in Waschbecken fallen lässt *hust* Das wäre hier gar nicht gut, da das Glas sehr dick ist. Hier treffen aber definitiv meine eigene Schusseligkeit und Umweltschutz aufeinander, so dass letzterer nur gewinnen kann. 

Den Geruch würde ich mir gerne etwas blumiger wünschen. Allerdings hatte ich  bereits einige Hydrolate in Gebrauch und alle hatten diese sehr krautige Grundnote. Das gehört wohl einfach dazu. Zumindest wenn sie aus der ersten Destillation stammen. 

100 ml kosten 19,90 €.

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Die Flow Mineralfoundation in Vanille zeichnet sich durch ein leicht mattierendes Finish und eine natürliche Deckkraft aus. Sie enthält weder Talkum noch Nanopartikel. Mineralfoundation besteht aus einigen wenigen Inhaltsstoffen, die weder die Poren verstopfen, noch die Haut austrocken. Sie ist ideal für alle Hauttypen, in vielen Farbnuance erhältlich, sehr ergiebig und zaubert ein natürliches, gesundes Hautbild. Die FLOW Mineralfoundation enthält einen Lichtschutzfaktor von 15, Zink Oxid zur Beruhigung gereizter Haut und besteht aus ECOCERT-zertifizierten Pigmenten, die von FLOW gemischt werden. 

Inhaltsstoffe

mica, zinc oxide (CI77947), titanium dioxide ( CI77891), iron oxides; CI77492, CI77491, CI77499

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Der Ton Vanilla ist vor allem mittel-helle und auch leicht gebräunte Haut geeignet. Die kühle Nuance ist ideal für meine Haut nach dem sonnenreichen Sommer und passt sich hervorragend an. Die Deckkraft ist durchschnittlich und kann durch mehrmaliges Auftragen erhöht werden. Das beste Ergebnis erziele ich mit einem Kabuki, aber auch mit einem herkömmlichen Puderpinsel ist ein Auftragen möglich. 

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Leider fehlt dem Döschen ein verschließbares Sieb, die man es unter anderem von Everyday Minerals oder LillyLolo kennt. So liegen die Löcher offen, was ein sicheres Transportieren auf Reisen nahezu unmöglich macht. Nach dem Öffnen befinden sich Unmengen an Material im Deckel. Sehr schade, da reine Verschwendung. Die Dose ist zudem relativ klein, was die Entnahme von Puder mit dem Pinsel sehr schwierig macht. Normalerweise gibt man etwas von dem Produkt in den Deckel und nimmt dieses mit dem Pinsel oder Kabuki auf, indem man es mit etwas Druck in die Borsten einarbeitet. Dies ist durch den geringen Durchmesser nur schwer möglich, so dass ich meisten auf den Deckel einer anderen Mineralfoundation oder einer Petrischale ausweichen muss.  Zwei Kritikpunkte, die sich in meinen Augen leicht beheben ließen. 

8 g kosten 23,90 €.

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Kommen wir nun zum letzten Testkandidaten, der mir erwartungsgemäß einiges abverlangte: Die Shampooseife Teebaum für fettiges Haar. Ich habe mich in der Vergangenheit schon öfter an Haarseifen versucht und bin jedes Mal kläglich gescheitert, was wahrscheinlich auch meiner Ungeduld und vor allem meinem Graus vor fettigem Haar geschuldet werden muss. Man muss nämlich wissen, dass das Haar einige Zeit braucht, um sich an die neuen Tenside zu gewöhnen. Manchmal gut und gerne 7-10 Wäschen. FLOW weist auf der Banderole auch deutlich darauf hin. Dieses Mal nahm ich mir also vor durchzuhalten. Für die Wissenschaft. 

Doch zuerst einmal zum Produkt an sich. Das Shampoostück enthält neben talgregulierendem Teebaumöl auch klärende Pflanzenauszüge wie Rosmarin und Pfefferminze. Es verspricht das Haar gründlich zu reinigen, so dass es am Ende der Umstellung nicht mehr so häufig gewaschen werden muss. Das Haar soll kräftiger, glänzender und voluminöser werden. 

 Inhaltsstoffe

Sodium Cocoate*, Butyrospermum Parkii Butter*, Aqua, Sesamum Indicum Oil*, Clycine Soja Powder*, Montmorillonite, Rosmarinus Officinalis Herb*, Melaleuca Alternifolia Oil*, Lavandula Angustifolia Oil*, Rosmarinus Officinalis Leaf Extract*. Linalool**, Limonene**

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Überrascht war ich vom Duft. Wider Erwarten dominiert hier nicht das Teebaumöl. Vielmehr strömt mir eine wunderbar weiche Mischung mit einem leicht krautigem Einschlag entgegen. Auch Größe und Form liegen gut in der Hand und das Produkt ist sehr ergiebig. Die Shampooseife lässt sich sehr gut aufschäumen und der Schaum dementsprechend einfach im Haar verteilen. Das kenne ich zum Teil leider auch anders.  Auch das Ausspülen geht auf den ersten Blick recht einfach und gut von der Hand. Das Volumen danach war ein Traum! 

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Wie gesagt, auf den ersten Blick. Ich mache es kurz und gestehe gleich zu Beginn: Ich habe es nicht geschafft. Shampooseife und ich werden keine Freundinnen mehr. Obwohl ich es über 8 Haarwäschen versucht habe und mich durch viele, viele Tage mit Zopf und Bad Hair Day Deluxe gequält habe. Ich war teilweise soweit nicht aus dem Haus zu gehen, was natürlich nicht klappt wenn man jeden Tag arbeitet und dabei auch noch dauernd von Menschen umgeben ist, die einen genau beobachten.  Doch fangen wir von vorne an.

Die ersten zwei Wäschen haben ich pur, ohne weiteren Pflegestoffe oder Spülungen absolviert. Ich wollte schauen, wie sich die simple Seife so macht. Leider blieb wie schon die vielen Tests zuvor immer ein sehr „backsiges“ Gefühl zurück, vor allem am Hinterkopf. Egal wie lange und gründlich ich ausspülte. Nach der dritten Wäsche verwendete ich dann eine Saure Rinse. Sie neutralisiert die Seife etwas und macht das Haar glatter, kämmbarer und weniger stumpf. Meine Rinse bestand aus 2/3 Wasser und 1/3 Zitronensaft gemischt mit einem milden Essig. Auch keine Freude, zumindest nicht für meinen Freund, der den Essig – so gering ich ihn auch dosierte – noch Stunden später roch. Die Kämmbarkeit wurde etwas besser, vereinzelte klebrige Stellen blieben aber leider. Auch die Anwendungsform der Seife war für mich etwas ungünstig, das ich übers Wochenende meist wegfahre und die Seife zwischen den einzelnen Touren manchmal gar nicht richtig durchtrocknen konnte. Das ist aber ein allgemeines Problem, das ich mit Seifen auf Reisen habe. 

Ich hielt trotzdem tapfer durch, über zwei Wochen lang. Zwei Wochen, in denen ich nur Zopf trug und mir niemand auf den Kopf fassen durfte. In mir sträubte sich alles, sind klebrige, strähnige Haare für mich doch nahezu das Schlimmste was es im Beautybereich gibt. Immer wieder trat ich mit Sirkku von Hilla Naturkosmetik in Kontakt, die mir Mut zusprach und mich bestärkte weiter zu machen. Irgendwann ging es aber nicht mehr, die repräsentativen Termine häuften sich und ich fühlte mich nur noch unwohl. Eine Besserung war nicht in Sicht. Was war das für eine Erleichterung nach der ersten Wäsche mit konventionellem Shampoo. Allerdings brauchte es auch dort einige Wäschen, bis mein Haar wieder geschmeidig und glänzend wurde. Ich bilde mir auch ein, dass sie seit der Testaktion zumindest in den Längen etwas heller geworden sind. Auch andere haben das bemerkt.

Ich möchte betonen, dass es sich hierbei um meine ganz persönlichen Erfahrungen handelt. Ich kenne einige Menschen, die nur noch Haarseifen verwenden und sehr, sehr zufrieden damit sind. Nur wir beide kommen irgendwie nicht mehr zusammen. Schade eigentlich, denn das Konzept gefällt mir sehr gut. 

90 g kosten 9,90 €.

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gleichrundFLOW Kosmetikka bietet tolle Naturkosmetik in kleinen, handgemachten Chargen und umweltfreundlicher, aber dennoch sehr ansprechender Verpackung. Alle vorgestellten Produkte sind unisex und sehr ergiebig. Die Preise halte ich für angemessen. Vor allem die Creme gefällt mir sehr gut, auch die Mineralfoundation hat Potential, sollte sie es je in eine praktischere Verpackung schaffen. 

Die Produkte sind exklusiv bei Hilla Naturkosmetik erhältlich. 

Habt ihr bereits etwas von FLOW Kosmetikka probieren können? Habt ihr gar ein Lieblingsprodukt?