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wortkonfetti ein bisschen vegan

Blogging With Friends | Zu Gast bei Wortkonfetti in Sachen Vegane Kosmetik

wortkonfetti ein bisschen  veganMoin,

die letzten Tage war es hier etwas ruhiger, was daran liegt, dass ich aushäusig zu Ganze war. Sandra von Wortkonfetti, die ich bereits im Frühjahr auf meinem ersten Blogger-Workshop in Bremen kennenlernen durfe, bat mich um Unterstützung bei einem ganz besonderen Vorhaben.

Zu Hilfe!

Vor einiger Zeit flatterte eine Mail in mein Postfach, die mein Herz hüpfen ließ: „Kathrin, ich möchte ein bisschen mehr über vegane Kosmetik wissen. Kannst du mir da helfen?“ Bingo! Mein Lieblingsthema. In meinem Geiste ratterte es schon. Es dauerte jedoch noch einige Zeit, bis wir beide die Zeit fanden, uns näher mit dem Thema zu befassen. Und dann war es für mih am Ende doch noch etwas aufregend. War der Ausflug zu Sandra an die digitale Waterkant doch tatsächlich was ganz Neues für mich: Mein erster Beauty-Gastbeitrag.

Letzte Woche war es dann so weit. Geplant war ursprünglich ein Beitrag. Schnell merkten wir, dass das utopisch bleiben würde. Zu sehr waren wir im Thema drin und da Sandras Leserschaft zum Großteil nicht aus der veganen Szene, bzw. aus der Beautyszene im Allgemeinen kommt, entschieden wir uns, noch ein wenig detailierter zu werden und aus dem einen geplanten Artikel eine kleine Blogserie zu machen.

Butter bei die Fische

Los ging es also am Donnerstag mit einer kleinen Einführung von Sandra. Danach habe ich einen kleinen und hoffentlich informativen Einblick in die vegane Kosmetik gegeben. Wieso überhaupt und was mich ich beachten? Am Samstag stellte Sandra ihre Beautyrountine vor, die ich dann am Sonntag „veganisierte“ und ihr einige meiner Lieblingsprodukte empfahl. Vielleicht habt ihr ja Lust, die kleine Reise noch einmal nachzulesen und Sandra und mir ein kleines Feedback zu hinterlassen? Wir würden uns sehr freuen.

Vegane Kosmetik: Ich hole mir Hilfe bei einbisschenvegan | Vegan in Bremen #2

Vegane Kosmetik – eine kleine Einführung von Kathrin | Vegan in Bremen #3

Mit Frau Wortkonfetti im Badezimmer | Vegan in Bremen #4

Kathrins vegane Einkaufsliste für Frau Wortkonfetti | Vegan in Bremen #5

Hinter Vegan in Bremen #1 verbirgt sich übrigens ein Beitrag über das „private vegan restaurant“ von Jumana Mattukat, welches vom NDR besucht wurde. Sandra war dabei und durfte kosten.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Sandra, dass ich auf ihrem wunderbaren Blog zu Gast sein durfte. Ich hoffe, ihr und vielleicht auch dem einen oder der anderen ein wenig geholfen zu haben. Zum Schluss zitiere ich mich mal selbst:

Ihr seht: Vegan kann alles. Drogerie und High End. Bunt und erdig. Matt und Glitzer. Und immer ohne Tierleid ;)

Hilla Naturkosmetik | Teste und schreibe mit mir auf „ein bisschen vegan“

Eine meiner großen Leidenschaften war und ist Finnland. Als Teenie sammelte ich alles was aus diesem faszinierenden Land kam und hätte mir für das, was ich euch heute vorstellen möchte damals wohl ein Bein ausgerissen (und bin auch heute noch ziemlich begeistert): Einen Onlineshop rund um skandinavische Naturkosmetik. 

Hilla (zu deutsch: Moltebeere) bietet natürliche Pflege exklusiver nordeuropäischer Marken, die in Deutschland sonst so nicht zu bekommen sind. Frei von Paraffinen, Erdölderivaten, Parabenen, synthetisches Duft- und Konservierungsstoffen und ohne Tierversuch hergestellt. Eben Natur pur, voller Pflanzenkraft und ohne jedwede Schadstoffe. Viele der Produkte, die oft in kleinen Familienbetrieben per Hand hergestellt werden, sind vegan und auch als solche gekennzeichnet. 

Die Mission

In Zusammenarbeit mit Shopbesitzerin Sirkku haben Lena von A Very Vegan LifeAngelika von Bissen für’s Gewissen und ich uns nun etwas Besonderes einfallen lassen: 

Jeweils eine* unserer Leserinnen* hat ab dem 12. August die Chance mit uns zusammen ein veganes Pflegeprodukt zu testen und dieses dann in einer kleinen Review auf dem jeweiligen Blog vorzustellen. Es haben also auch diejenigen unter euch die Gelegenheit mitzumachen, die selbst kein eigenes Blog schreiben! Lena testet das Flow Pfefferminze Körperpeeling und Angelika das Flow Make-Up Entferner Öl

Das Produkt

Ich für meinen Teil habe mich für die Bright Eyes Beauty Cream von Frantsila entschieden. Somit ist es auch das Produkt, welches die Auserwählte* reviewen darf.

Die Verpackung ist einfach bezaubernd und das die Creme in einer umweltfreundlichen Metalltube daherkommt verschafft ihr gleich noch einen Pluspunkt. Laut Hersteller soll Sie die empfindliche Haut rund um das Auge mit Feuchtigkeit versorgen, sie glätten und zudem Schwellungen entgegen wirken. Noch dazu enthält sie unter anderem auch Kornblumenextrakt;) 

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Die Spielregeln

Ihr habt ab Montag, 05. August die Zeit euch bei mir (oder eben auch bei einer der anderen beiden Autorinnen) zu bewerben. Schreibt mir an kathrin (at) einbisschenvegan (dot) de, wieso ihr gerade ihr die Augencreme testen möchtet. Am 12. August wird die Siegerin* ermittelt und die Adresse an Sirkku weitergeleitet, so dass ihr zeitnah anfangen könnt zu cremen. Am 07. September wird eure Beurteilung dann hier auf ein bisschen vegan veröffentlicht, zusammen mit meiner. Denn ich werde zeitgleich ebenfalls testen. So habt ihr als Leser* auch mal die Gelegenheit eine andere als meine alleinige Meinung zu lesen und einen anderen Schreibstil zu erleben. 

Ihr seid in eurer Beurteilung völlig frei, der Text wird von mir 1:1 auf den Blog gesetzt. Schonungslos. Die einzige Bedingung: Eure Review sollte mindestens 200 Wörter umfassen. Für Fragen/Hilfe/Rat stehe ich natürlich jederzeit zur Verfügung. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich auch Menschen beteiligen, die sonst nicht die Gelegenheit haben etwas zu veröffentlichen, das aber immer schon mal tun wollten.

Mitmachen können alle Personen ab 18 Jahren, die in Deutschland, Österreich oder der Schweiz leben. Das Produkt wird direkt von Hilla Naturkosmetik verschickt, so dass ich euch für den Fall, dass ich euch auswähle, um eure Adresse bitten und diese weiterleiten werde. 

Ich wünsche allen viel Glück und freue mich auf meine Gast-Autorin*!

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Perspektivwechsel | Hipp, Hipp Vegan?! – Ein Gastbeitrag

Vor einigen Tagen hatte ich mal wieder ein sehr interessantes Gespräch mit meiner Mutter. Wie war das eigentlich damals, als mein Bruder und ich schwer von Nahrungsmittelunverträglichkeiten geplagt waren und vor allem mein Bruder notgedrungen vegan ernährt werden musste? War es in den 80ern so einfach wie heute? Wie hat sich die „Szene“ entwickelt? Und welche Klientel wurde damals, welche heute angesprochen und wie? Es sind längst nicht mehr die „Tschernobyl-Mütter“, die unbelastete Lebensmittel für ihre Kinder wollen. Meine Mutter war so nett ihre Gedanken noch einmal in Worte zu fassen und diese aufzuschreiben, so dass ein wie ich finde sehr interessanter Text entstand, denn ich heute gerne mit euch teilen möchte.

Hipp,Hipp Vegan?!

„Bereits vor ca. 30 Jahren habe ich mich mit dem Thema vegetarische/vegane Ernährung (wenn auch nicht ganz freiwillig) auseinander gesetzt. 

Meine beiden Kinder kamen als Allergiker auf die Welt. Am schlimmsten traf es meinen Sohn, der schwer an Neurodermitis erkrankte. Nach vergeblichen Therapien bei verschiedenen Ärzten und Kliniken hieß für mich das vermeintliche Allheilmittel „Ernährung ohne tierisches Eiweiß“.

Leichter gesagt als getan, schließlich reden wir hier von den 80er Jahren! Von der Vielfalt der heute  zur Verfügung stehenden Alternativen zur konventionellen Ernährung konnte ich damals nur träumen. Das Wälzen von unzähligen Büchern und die Jagd nach geeigneten Produkten strapazierten nicht nur meine Nerven, sondern auch meinen Geldbeutel. Bioprodukte und – wie es heute so schön heißt –  „veggie“ Produkte waren nicht nur rar, sondern auch unverschämt teuer. Also verband ich das Praktische mit dem Nützlichen und  “ heuerte“ im einzigen  Naturkostladen der Stadt an. Fortan arbeitete ich also halbtags gegen Bezahlung in “ Naturalien“. Ich saß somit nicht nur quasi „an der Quelle“, sondern erhielt zusätzlich eine Schulung in Gesundheits- und Ernährungslehre. Mein Sohn wurde nach nur 14 tägiger konsequenter Ernährungsumstellung beschwerdefrei und ich vertiefte mich, durch den Erfolg angestachelt, in das Thema, so dass ich mein Wissen an die vielen verzweifelten „Allergikermütter“, die täglich den Laden aufsuchten, weitergeben konnte.

Mit dem SUV zum Biohof

Ich weiß noch genau, wie wir und unser Naturkostladen damals belächelt wurden. Es kamen mehr als einmal Sprüche wie “ Das Gemüse sieht ja aus, als ob es allein aus dem Laden laufen würde!“ oder “ Das ist alles nur Geldschneiderei!“. Naserümpfend gingen viele Leute an dem Laden vorbei, besonders die aus der sog. „Oberschicht“. Und das sind genau die Leute, die heute in Steppjacke und Perlenkette mit Ihren Benzinschleudern, wie z.B  SUV und Porsche Cayenne, vor den Biohöfen Schlange stehen Nachhaltigkeit huldigen. Die wie ich sie nenne “ Luxusökos“.

Vegetarische oder vegane Ernährung ist hipp! Nicht aus der Not oder der Einsicht geboren, sondern als neues Lebensgefühl, im Besonderen in der jüngeren Generation. Zumindest wollen uns das die vielen Werbeagenturen und – ich nenne sie mal – Modeköche vermitteln. Doch wo bleibe ich als “ Öko-Veteranin“?

Mich als durchschnittliche Mitfünfzigerin „vom Lande“ gibt es für die große Veggie-Comnunity so gut wie gar nicht. Ganz „normal“ kochen ohne tierische Produkte ist heute “ Veggie Küche “ und Bedarf vermeintlich nicht nur einer Vielzahl  an Hightechgeräten z.B. zur Herstellung von Smoothies ( die früher Gemüsesaft hießen), sondern auch Tausende von exklusiven Zutaten auf die Mann/Frau auf gar keinen Fall verzichten  kann. Wenn wir denn der Werbung Glauben schenken. 

Back to the roots

Aber das ist völliger Quatsch! Kommt zurück zu den Wurzeln und kocht doch einfach!! Vegetarische/ Vegane Küche ist kein Hexenwerk. Heute ist die Palette der Alternativen zu tierischen Lebensmitteln so groß wie nie zuvor. Auch habe  ich mir damals kein einziges zusätzliches Küchengerät angeschafft und keine „abenteuerlichen“ Zutaten eingekauft und trotzdem für zwei Kinder vollwertig kochen können.Die Industrie meint die vegane Nische zu bedienen zu müssen und wirft fast täglich  eine Vielzahl von neuen, in  meinen Augen nicht immer nützlichen Produkten auf den Markt. Dinge die die Welt (meist) nicht braucht !

Alles was wir brauchen sind Lebensmittel, die tatsächlich noch LEBEN. Die meisten Produkte heutzutage dürften sich eigentlich nur noch Nahrungsmittel nennen, so stark wurden sie mittlerweile verändert. Dabei lassen sich mit bodenständigen, natürlichen Zutaten traumhafte Gerichte kochen.

Faire Mode nur für Zwanzigjährige mit Konfektionsgröße 36?

Auch auf dem Sektor Kleidung muss sich endlich etwas in den Köpfen der Anbieter ändern. Für die unzähligen fairen Modelabels und Firmen für faire Kleidung und Accessoires gibt es offenbar keine Kund_innen wie mich. Bei Kleidergröße 42 hört es auf, von der Schnittführung ganz abgesehen, so dass ich den Eindruck habe, dass nur gertenschlanke, jugendliche Menschen ihre Kleidung tragen sollten. Ich fühle mich diskriminiert!

Holt die Menschen dort ab wo sie stehen!

Wenn nicht schon seit 30 Jahren meine Lebensphilosophie von Ökologie und Nachhaltigkeit geprägt wäre, würde ich sagen: Macht es mir nicht so schwer ! Das Thema “ Veggie“ wie es neudeutsch heißt, wird in meinen Augen nicht niedrigschwellig genug kommuniziert. Soll heißen: Es wird dem Verbraucher suggeriert, dass er unbedingt viel Geld und Mühe investieren muss, um gesund/vegan/vegetarisch/wie auch immer  zu leben.

Das nimmt vielen den Mut überhaupt damit anzufangen, was kontraproduktiv ist. Wer motivieren will, muss es  einfach und unkompliziert machen, um alle anzusprechen und nicht nur die hippen Neuveganer oder die Klientel der neuen “ Luxus-Ökos“ für die es im Moment nur angesagt und schick ist sich gesund zu ernähren. Und im Winter dann beim Biss in die Erdbeere von Nachhaltigkeit reden.

Ihr vielen “ Veggie“ Köche, Modedesigner, Blogger, Fabrikanten denkt mal drüber nach. Weniger ist oft mehr! Beim Blick in die vielen Blogs und Veröffentlichungen über das vegane Leben erscheint mir der ein oder andere so verbissen und dogmatisch, dass er/sie durch die vegane Brille den Blick über den Tellerrand vergisst.

Also, weg mit dem Tunnelblick, dem Schnickschnack,dem Schickimicki.  Wichtig ist es, die die Vorbehalte und Vorurteile gegenüber der vegetarische/veganen Küche abzubauen, damit Mensch sich traut überhaupt anzufangen.“

 

Ich möchte mich bei meiner Mutter bedanken, die mir diesen Text zur Verfügung gestellt hat und die, wenn ich mich an einige Konversationen in der letzten Zeit erinnere, sicherlich der einen oder dem anderen aus der Seele spricht.

Auch wenn es vielleicht viele Produkte ohne den aktuellen „Hype“ nicht geben würde: Ich wünsche mir, dass der tierleidfreie Lebensstil bei den Menschen nicht nur im Kopf, im Kühlschrank oder am Körper, sondern vor allem im Herzen ankommt. Denn nur dort kann er Wurzeln schlagen. Was nützen uns „Hardcore-Veganer“, die nach zwei Jahren wieder zum Steak aus Massentierhaltung greifen oder bei H&M und Co. billigste Mode, womöglich noch von Kinderhand gefertigt, kaufen?