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Kate Hudson Buch Ganz Schön Glücklich

#VWT | Kate Hudson | ganz. schön. glücklich.

Kate Hudson Buch Ganz Schön GlücklichKate Hudson und ich. Hach. Das ist ein ziemlicher Girl Crush. Als Schauspielerin immer eher auf die Rolle des „southern girl from next door“ festgelegt, liebe ich ihre Boheme, dieses immer leicht Entrückte und Hippie-eske. Sie wirkt auf mich, als sei sie mit sich im Reinen und strahlt dabei so viel Lebensfreude und Freigeist aus. Wohl auch deshalb zählt  Almost Famous seit mittlerweile 17 Jahren zu meinen absoluten Feel Good Movies. 

Nun hat Kate Hudson ein Buch herausgebracht, welches mittlerweile auch auf Deutsch erhältlich ist. Und selbstverständlich kam ich nicht drumherum, es mir genauer anzusehen. ganz. schön. glücklich* ist sowas wie eine Anleitung für dieses ganz bestimmte „Kate-Hudson-Gefühl“. 

Es ist keine Erweckungsgeschichte á la Hollywood, sondern ein persönlicher Bericht einer langen Entwicklung. Und haut ziemlich genau in die Kerbe, in die Jenny & Moritz mit ihrem famosen Food ’n‘ Love Kurs* hauen: Es gibt kein Patentrezept, welches für alle Menschen funktioniert. Aber wenn du deinem Körper zuhörst und ein Gefühl für ihn bekommst, kannst du ein glücklicherer und gesünderer Menschen werden. 

Klingt fast zu banal, als das man das glauben möchte. Aber genau deswegen verdienen wahrscheinlich all die Gurus mit ihren „Non Plus Ultra“-Konzepten auch so viel Geld… 

Das Buch ist vollgepackt mit Rezepten, Achtsamkeitsübungen, Yoga und anderen guten Dingen, die allen Menschen gut tun. Dazu ein bisschen Ayurveda, ordentlich Bewegung und viel Selbstakzeptanz. Einziger Haken: Kate Hudson isst sowohl Milchprodukte als auch vereinzelt Fleisch. Diese Dinge finden sich also auch im Buch wieder, können aber geflissentlich ignoriert werden. Es bleibt genug über, von dem auch Veggies profitieren können. 

ganz. schön. glücklich. ist schön anzusehen, mit tollen Illustrationen, Fotos und – worauf ich ja persönlich sehr stehe – einer angenehmen Haptik: Matte Seiten, mattes Cover mit Prägung und einem Duft „nach Buch“. 

Wieder so ein Buch, mit dem man sich abends im Bett oder am Wochenende auf dem Sofa herrlich die Zeit vertreiben und dabei noch was für sich mitnehmen kann. 

Kate Hudson Buch Lifestyle Kate Hudson Buch Ganz Schön Glücklich Rezension

Kate Hudson Buch Ganz Schön Glücklich

P.S.: Bei dem Buch handelt es sich um ein von mir angefordertes Rezensionsexemplar.

Der Link dazu und zum Food ’n‘ Love Kurs sind Partner-Links (Affiliate). Solltet ihr das Buch oder den Kurs über diesen Link kaufen, sind sie für euch nicht teurer als sonst, allerdings unterstützt ihr damit meine Arbeit an diesem Blog. Solltest ihr dies tun, bedanke ich mich recht herzlich für eure Unterstützung. Ansonsten steht euch natürlich frei, das Buch oder den Kurs über andere Quellen zu beziehen. 

Natürlich gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. 

Turmeric Shake vegan

Kurkuma Shake | Der Sommer wird gelb!

Kurkuma Shake vegan

Immer wenn ich das Gefühl habe, dass sich mal wieder ein kleiner Infekt anbahnt, ich mich schlapp und müde fühle oder einfach nur einen ordentlich Jieper darauf habe, dann gibt es hier einen Kurkuma Shake. 

Was im Winter die Goldene Milch ist, ist im Sommer dieser herrlich erfrischende und glücklicherweise auch sehr, sehr schmackhafte Drink. Ich könnte mich reinlegen! Und als wenn das nicht reichen würde, bekommt ihr hier auch noch eine geballte Ladung Ayurveda-Power. Denn in dem Kurkuma Shake stecken eine Menge Gewürze drin, die es in sich haben. Ich habe seit dem letzten Jahr immer ein Glas mit selbstgemachter Kurkumapaste im Kühlschrank, um mir morgens schnell mal einen Drink zu mixen. Dieser ersetzt dann locker meinen morgendlichen Kaffee!

Hauptbestandteil des Kurkuma Shakes ist – wie sollte es anders sein – Kurkuma, auch Gelbwurz genannt. Diese Wurzel kann so ziemlich alles: Schmerz stillen, Entzündungen lindern, den Cholesterinspiegel senken, beim Fettabbau helfen und tatsächlich unterstützend bei der Krebshemmung wirken. Zudem hilft sie dabei den Knochenabbau zu verlangsamen.

Natürlich ersetzt der Konsum eines Kurkuma Shakes nicht und niemals den Arztbesuch, aber zusätzlich eingenommen kann er durchaus zum Wohlbefinden beitragen. Ich selbst habe den Drink im letzten Sommer literweise getrunken. Sicherlich hat er mich nicht alleine wieder zusammengeflickt, aber geschadet hat es definitiv nicht. Und auch die aktuelle Erkältungswelle im Kindergarten scheine ich bisher ganz gut abzublocken. Toitoitoi.

Kurkumashake veganWichtig zu wissen ist, dass Kurkuma, bzw. sein Wirkstoff Curcumin nur bedingt wasserlöslich ist und so nur schwer von Magen-Darm-Trakt resorbiert werden kann. Daher sollte dem Kurkuma Shake auch immer ein Schuss gutes Kokosöl und etwas Pfeffer (Piperin steigert die Bioverfügbarkeit von Curcumin um ein Vielfaches!) zugefügt werden. Außerdem sollte das Kurkuma vorher erhitzt werden. Da kommt es gelegen, dass die Basis eines jeden Kurkuma Shakes eine eingekochte Paste bildet. Die besteht nur aus Wasser und Kurkuma. Alle anderen Zutaten werden – eigentlich – erst direkt beim Mixen des Shakes hinzugefügt.

Ich bin mittlerweile aber dazu übergangen, einige Zutaten gleich beim Kochen in die Paste zu geben. Das spart später Zeit und verhindert „Mist, ich dachte, ich habe noch gemahlene Vanille im Haus!“-Momente….

Kurkuma Paste

  • 1/2 Tasse Wasser
  • 1/4 Tasse Kurkuma in Bio-Qualität
  • ein paar Umdrehungen aus der Pfeffermühle
  • 1/2 TL gemahlene Vanille

Alles gut verrühren und so lange leicht köcheln lassen, bis die Paste beginnt einzudicken. Sie sollte die Konsistenz von Babybrei haben, nicht zu fest und nicht zu flüssig. In ein sauberes Glas gefüllt hält sich die Kurkuma Paste im Kühlschrank gut 2-3 Wochen.

Rezept für einen Kurkuma Shake

  • 1 TL Kurkuma Paste
  • eine Handvoll Eiswürfel
  • 1 Becher Pflanzendrink (Ich nehme gerne Soja oder Mandel)
  • 1/2 TL Kokosöl
  • 1 Spritzer Agavendicksaft 
  • optional etwas Zimt, Kardamom…

Die Zutaten in einen Mixer füllen und für circa 30 Sekunden gut vermengen. Eiswürfel in ein Glas geben und mit dem Kurkuma Shake aufgießen. Enjoy!

Achtung: Der Kurkuma Shake ersetzt nicht den Gang zum Arzt! Ich konnte mit ihm aber schon so manch sich anbahnende Erkältung im Keim ersticken oder den Verlauf verkürzen. Give it a try!
Kurkuma Shake Rezept Turmeric Shake

 

MSM | Was sich in einem Jahr getan hat.

msm

Achtung: Ein Blog ersetzt nicht den Gang zum Arzt. Ich werde hier keinen fachlichen Rat geben können und wollen. Nicht in Bezug auf Wechselwirkung mit anderen Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln, nicht in Bezug auf behandlungsbedürftige Erkrankungen. Mails dieser Art werden von mir nicht beantwortet.

Moin,

seit dem letzten Update ist eine Zeit ins Land gegangen und so bin ich euch mal wieder ein paar Zeilen schuldig. So langsam befinden wir uns nämlich in der eigentlich interessanten Phase: Die Heuschnupfensaison hat gegonnen.

Ich begann mit der Einnahme im Sommer letzten Jahres.  Was, wieso und wieviel könnt ihr hier, hier und auch ein bisschen hier nachlesen. (Im ersten Artikel findet ihr auch meine Bezugsquellen und Einnahmedosis.) Ohne nennenswerte Unterbrechungen nehme ich die Kapseln nun also fast ein Jahr. Heute möchte ich euch ein bisschen über meine ganz persönlichen Erfahrungen in den einzelnen Wirkbereichen erzählen. Wie gesagt: persönlich. Denn eine Garantie gibt es nicht. Jeder Körper reagiert anders. Was bei mir klappt, muss bei anderen nicht funktionieren. Aber einen Versuch ist es wert. Die Kapseln sind leicht zu bekommen, relativ günstig und es gibt – bis auf eventuelle anfängliche Entgiftungserscheinungen keine Nebenwirkungen. Eine Überdosierung ist nicht möglich. Mehr auch dazu in den oben verlinkten Artikeln. Doch hier also meine Erfahrungen im Überblick:

Heuschnupfen

Der Hauptgrund, wieso ich damals mit den Kapseln anfing, war mein nun schon 25 Jahre dauernde Kampf gegen und mit dem Heuschnupfen. Mich hat es hart erwischt. Ich habe so ziemlich alle Behandlungsmöglichkeiten durch. Schulmedizinisch und alternativ. Ich habe diverse Kuren hinter mir, zig Medikamente und Spritzen. Am Ende blieben mir nur täglich 180 mg Fexofenadin, Augentropfen, Nasenspray und von März bis August Kortisonspritzen. In den letzten Jahren habe ich zusätzlich zu den Beschwerden an Augen und Nase auch einen allergischen Husten entwickelt, der mich vor allem nachts quält. Meine Lebensqualität ist ohne Kortison so eingeschränkt, dass ich mich eigentlich nur noch im Haus aufhalten kann. Was ich nicht will und beruflich auch nicht kann. Ich musste also vor drei Jahren in den saueren Apfel beissen und das Kortison nehmen. Je nach Stärke des Pollenfluges komme ich pro Saison mit 3-4 Spritzen aus, die jeweils 4-6 Wochen vorhalten. In der ersten Zeit habe ich es mit Kortisontabletten versucht. Da ich aber irgendwann fast täglich 5 mg nehmen musste, stieg ich schnell auf die Spritzen um. Nebenwirkungen habe ich zum Glück keine. Da es heißt, dass man irgendwann aber „immun“ gegen das Kortison werden kann – und damit mein allerletzter Rettungsanker wegbrechen würde – machte ich mich auf die Suche nach Alternativen und stieß auf das MSM. Mir war klar, dass ich keine Wunderheilung erwarten durfte und sicherlich nicht ganz ohne Kortison auskommen würde. Ich erhoffte mir aber eine Linderung der Symptome.

Ab den ersten sonnigeren Tagen im Februar wurde es dann spannend für mich. Und siehe da: Ich spürte keinerlei Beschwerden. An anderen Allergikern um mich herum konnte ich absehen, dass da aber normalerweise welchen hätten sein müssen. Juhu, das Fexofenadin allein schien zu reichen. Das blieb dann auch so bis Anfang/Mitte April. Da begann es mit leichtem abendlichen Augenjucken, welches ich aber mit einfachen Augentropfen gut in den Griff bekam. Die Intensität war kein Vergleich zu sonst. Zudem hatte ich im Vorjahr bereits im März die erste Spritze bekommen und in diesem Jahr sollte es ja besonders heftig werden. Ich konnte die Symptome noch eine Weile im Griff halten, entschloss mich am 22.April dann aber doch, mir die erste Spritze verpassen zu lassen. Die Outdoor-Saison steht bevor und gerade die Symptome an Augen und Atemwegen nahmen zu.

Ich sehe das allerdings nicht als Niederlage, sondern freue mich, dass ich bis April beschwerdefrei war und mit den Spritzen einen Monat später dran bin als in den Jahren zuvor. Dahingehend hat MSM mir schon einmal gute Dienste geleistet. Denn mein Umfeld litt schon deutlich früher und das mit einem meist deutlich weniger ausgeprägtem Heuschnupfen.

Haare

Was soll ich sagen: My hair loves MSM. Wie in einem der Artikel oben beschrieben, ist meine Friseurin absolut begeistert. Ich hatte im letzten Jahr einen unglaublich guten Haarwuchs. Von Kinnlänge im Mai 2013 gehen sie mir mittlerweile bis zur Stelle zwischen Schlüsselbein und Brust. Und die wären noch länger, wäre ich nicht Anfang des Jahres einmal zum Schneiden gewesen. Obwohl es nichts zu schneiden gab. Denn ich habe im letzten Jahr überhaupt keinen Spliss entwickelt. Und das, obwohl ich seit Mai nicht mehr beim Friseur war, zwischendurch einmal chemisch gefärbt und das Haar ein paar Mal mit dem Glätteisen gequält habe. Daumen hoch in puncto Haare!

Haut

Hier muss ich fairerweise sagen, dass ich eine der Glücklichen bin, die auch vorher kaum Probleme mit ihrer Haut hatten. Ab und an bekomme ich auch jetzt noch diesen einen fiesen Pickel. Aber die kann ich wirklich an einer Hand abzählen. Ich höre aber von Anderen, dass sich MSM sehr positiv auf ihre Haut ausgewirkt hat. Beachtet aber bitte, dass es gerade zu Beginn, aufgrund der Entgiftung, zu unreiner Haut kommen kann. Da diese sich ja nur alle 21 (?) Tage erneuert, hat man davon dann leider erst einmal eine Weile was. Aber durchhalten lohnt sich!

Nägel

Meine Sorgenkinder. Sie sind brüchig und splittern schnell. Meine Mutter – die das MSM mittlerweile auch sehr erfolgreich nimmt, berichtet, dass ihre Nägel unter dem Präparat schneller und fester wachsen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das für mich bestätigen kann. Sie wachsen gut, vielleicht tatsächlich etwas schneller als sonst. Splittern tun sie aber dennoch ab und an. Aktuell versuche ich dem mit der Nail Butter Mango von p2 entgegen zu wirken. Da ich zur Zeit auch oft lackiere, verfälscht das natürlich vielleicht auch das Ergebnis. Auf das Lackieren möchte ich allerdings ungern verzichten, da es a) tatsächlich dem Splittern entgegenwirkt (wohl aufgrund der Schutzschicht) und mich b) vom Nägelkauen abhält….

Edit: Nachdem ich die letzten Tage Farbe auf den Nägeln trug und mal genauer hinsah, muss ich sagen, dass meine Nägel doch ganz schön wachsen.

Bindegewebe

Mein absoluter Joker. Erst wollte ich es nicht wahr haben und erwähnte es in den letzten Monaten bewusst nicht. Nach aber nun mehr fast 10 Monaten kann ich sagen, dass mein BIndegewebe – vor allem an den Beinen – doch sichtlich straffer geworden ist. Und das obwohl ich nicht mehr Sport als sonst mache und auch genauso gesund-ungesund esse wie üblich. Ich möchte es nicht beschreien. Aber ich glaube, es funktioniert 😉 Ich werde das auf alle Fälle im Auge behalten.

Fazit

Nie wieder ohne. Auch wenn die Wirkung gegen den Heuschnupfen im Gegensatz zu den zum Teil herausragenden Ergebnissen in den anderen Bereichen eher gering ausfällt. Meine Mutter berichtet übrigens, dass es ihr mit ihrer Fruktoseintoleranz und den Kapseln besser geht und die Symptome etwas geringer ausfallen. Vielleicht noch ein Tipp für die FI-ler_innen hier? MSM soll nämlich auch gut bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten sein. Ein Versuch ist es wert.

Wie sind eure Erfahrungen mit den MSM-Kapseln? Ich freue mich auf eure Berichte!

Tschüss und bis zum nächsten Mal!

x & ♥, Kathrin

Shorty Vegan Guide | Part 2 | Die Sache mit den Proteinen, Eisen und dem B12. Wichtige Nährstoffe für Veganer_innen

1040754_587938464560598_1324467871_oWer hat sie nicht schon gehört, die Fragen nach den Nährstoffen und dem Vegetarismus/Veganismus. „Wo nimmst du denn dann dein Eiweiß her?“ „Und dein Kalzium?“ „Was ist mit Omega-3-Fettsäuren?“

Gleich vorweg: So schnell bekommt niemand einen Eiweißmangel. Denn den gibt es in Industrieländern quasi nicht. Zudem enthalten Spinat, Brokkoli und Petersilie mehr verwertbares Protein als jedes Steak oder Hühnerei.

Dennoch gibt es ein paar Dinge, die man wissen sollte. Zum einen, um garantiert optimal versorgt zu sein, zum anderen, um sich auf die Schulter klopfen zu können, weil das Blutbild womöglich sogar besser ist als das so mancher „Omnivoren“.

An dieser Stelle möchte ich vor allem auf die für Veganer_innen relevanten Nährstoffe eingehen. Um den Rest müsst ihr euch einfach mal keine Gedanken machen, denn ihr nehmt sie garantiert in ausreichender Menge auf. Vorausgesetzt ihr ernährt euch vollwertig und abwechslungsreich. Denn vegan essen bedeutet nicht nur weglassen, sonder auch ersetzen! Nur von Sojapudding allein wird niemand groß und stark. Aber mit der ausgewogenen Ernährung haben selbst Fleischesser oft Probleme, also kein Grund zur Panik. Als (angehende/r) Veggie wirst du dich höchstwahrscheinlich sowieso schon sehr genau mit deiner Ernährungsweise auseinandersetzen. Da kann (fast) nichts schief gehen.

Good to know

  • Es gibt fettlösliche und wasserlösliche Vitamine. Erstere kann man sich leicht mit der EDEKA-Eselsbrücke merken. Es sind die Vitamie A, D, E und K. Fügt eurem Smoothie oder Salat also bitte immer einen kleinen Schuss Öl hinzu, so werden Karotten und Co. besser verstoffwechselt.
  • Verwendet ihr hierfür Leinöl schlagt ihr gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Veganer_innen haben es etwas schwerer an die essentielle (also lebensnotwendige) Fettsäure Omega-3 zu gelangen. Leinöl und die darin enthaltene Alpha-Linolsäure ist da der ideale Lieferant. 1 EL pro  Tag reicht aus. Omega-3 ist zudem in Walnüssen enthalten.
  • Eisen. Vergesst das mit dem Eisen. Sie haben sich schon beim Spinat vertan. Und auch ein Steak ist nicht lebensnotwendig für einen guten Eisenspiegel. Nüsse, Hülsenfrüchte, Trockenobst und grünes Gemüse tun es auch. Alter Blutspendertipp: Ordentlich Kiwis essen. Das darin enthaltene Vitamin C sorgt dafür, dass das Eisen besser aufgenommen werden kann. Pflanzliches Eisen ist für den Körper etwas schwerer aufzunehmen, so dass die Zufuhr bei Vegetarier_innen und Veganer_innen etwas höher sein sollte.
  • Kalzium kann vor allem über angereicherte Pflanzenmilch, grünes Gemüse, kalziumhaltiges Mineralwasser und Sesam aufgenommen werden. Der Vorteil hierbei ist, dass deutlich weniger schwefelhaltige Aminosäuren als bei Fleischkonsum aufgenommen werden. Diese begünstigen den Kalziumabbau in den Knochen. Vitamin D hingehen verbessert die Aufnahme. (Also immer ausreichend Sonnenlicht tanken!)

Wer es ganz genau wissen möchte und sich auch für die anderen Nährstoffe interessiert, dem sei diese großartige Nährstofftabelle des Vebu ans Herz gelegt. Mehr Wissen geht nicht. Wer gerne Lebensmittel und ihren Nährstoffgehalt miteinander vergleicht, wird an dieser sehr ausführlichen Auflistung viel Freude haben.

b12

War da nicht noch was?

Wer beginnt sich mit veganer Ernährung zu beschäftigen stößt schnell auf eine große Unbekannte: Vitamin B12. Wir möchten ein bisschen Licht ins Dunkel bringen und haben die wichtigsten Fakten für euch zusammengetragen.

B 12 – Was ist das überhaupt?

B12 ist ein essentielles Vitamin, d.h. es wird für die Aufrechterhaltung der Organfunktionen benötigt, wird vom Körper aber nicht selbst hergestellt. Es ist mitverantwortlich für die Bildung roter Blutkörperchen und ein funktionierendes Nervensystem. Laut Gesellschaft für Ernährung braucht ein Erwachsener rund 3 Mikrogramm Vitamin B12 pro Tag.

Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass es verschiedene Arten des Vitamin B12s gibt, von denen einige im Körper gar nicht verstoffwechselt werden können. Solche sogenannten Analoga einzunehmen macht also keinen Sinn. Daher sollte beim Kauf eines Vitamin B12-Produktes unbedingt auch das Kleingedruckte gelesen werden! Die vom Körper verwertbaren biologisch aktiven Vitamine sind Methylcobalamin, Adenosylcobalamin  und Cyanocobalamin, wobei letzteres oral eingenommen als nicht sehr stabil zur Diskussion steht. Die Biochemiker_innen unter euch sind eingeladen zum Beispiel hier tiefer in die Materie einzutauchen.

Vitamin B12 kann nicht von Mensch oder Tier produziert werden (oder genauer gesagt nur in Regionen des Darms in denen die Verstoffwechselung der Vitamine bereits abgeschlossen wurde), sondern muss dem Körper also von außen zugeführt werden. Dies geschieht über Algen oder Bakterien. Meist werden Lebensmittel wie vergorene Sojaprodukte, Müsli und auch Fruchtsäfte mit Vitamin B12 angereichert, in Deutschland enthalten diese aber meist zu wenig des Vitamins oder eben inaktive Formen. Eine Wirkung auf dem Vitamin B12-Haushalt des Körpers durch Vitamin B12-haltige Meeresalgen ist wissenschaftlich nicht belegt. Auch Bioprodukte fallen für die Zufuhr aus, da diese in Deutschland gar nicht mit Vitamin B12 versetzt werden dürfen.

B12 Check, aber richtig.

Ist der Körpereigene Speicher aber erst einmal durch synthetisches, verwertbares Vitamin B12 aufgefüllt, hält er 3-5 Jahre. Aus diesem Grund kann es manchmal Jahre dauern bis ein Mangel bemerkt wird, vor allem weil die normale Vitamin B12-Blutuntersuchung beim Arzt nicht ausreicht. Auf was geachtet werden muss beschreibt der Vebu sehr gut:

„Aufgrund der großen Körperspeicher kann es Jahre dauern, bis sich klinische Symptome eines Vitamin-B12-Mangels zeigen. Der Versorgungszustand mit Vitamin B12 lässt sich jedoch frühzeitig anhand von Blutanalysen bestimmen. Dabei sollten verschiedene Messwerte des Cobalaminstoffwechsels, insbesondere das Holo-Transcobalamin II (Holo-TC), untersucht werden (Tabelle 2). Die alleinige Bestimmung des Vitamin-B12-Gehalts im Blut ist nicht geeignet, um den Versorgungszustand sicher zu beurteilen. Auch bei Personen mit Vitamin-B12-Spiegeln im unteren Referenzbereich (≥ 156-400 pmol/l) können klinische Zeichen eines Vitamin-B12-Mangels auftreten. Zudem kann auch bei normalen Vitamin-B12-Werten im Blut bereits in den Körperzellen ein funktioneller Vitamin-B12-Mangel vorliegen. Der früheste Indikator für einen Mangel sind erniedrigte Holo-TC-Werte. Dieses Transportprotein bindet Vitamin B12 und macht es den Körperzellen verfügbar.“ (Quelle: http://vebu.de/gesundheit/naehrstoffe/vitamin-b12)

Dieser erweiterte Test muss –  im Gegensatz zur einfachen Vitamin B12 Bestimmung, die bei Veganer_innen oft die Kasse übernimmt, weil ein begründeter Verdacht auf Mangel besteht – meist selbst bezahlt werden und kostet um die 40 Euro.

Geeignete Quellen

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an gut verwertbaren Vitamin B12-Präparaten in unterschiedlichen Darreichungsformen. In den einschlägigen Onlineshops werden mittlerweile Tropfen, Tabletten und seit letztem Jahr auch eine Zahnpasta angeboten*.  Ideal für alle Vergesslichen, denn Zähneputzen vergisst man hoffentlich nie. Auch Budni/dm führt eine vegane 10 Tage-Vitamin B12-Kur auf der Basis von Cyanocobalamin in praktischen, trinkfertigen Ampullen.

Fazit

Angereichtere Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel auf Algenbasis reichen NICHT aus um den Vitamin B12 Gehalt eines vegan lebenden Menschen zu decken. Zudem sollte der Vitaminspiegel regelmäßig durch die entsprechenden Blutuntersuchungen beim Hausarzt überprüft werden. Dann steht dem veganen Glücklichsein nichts mehr im Wege.

Verlosung

Da sich Gesundheit leider nicht mit der Post versenden lässt, ist es etwas schwierig etwas passend zum Thema zu verlosen. Da man zumindest Zahnpasta immer gebrauchen kann, habe ich hier vier Tuben der Sante Zahncreme Vitamin B12 liegen, die sich nach einer Zahnbürste sehnen 😉 Wer eine davon gewinnen möchte, schreibt mir bitte bis zum 01. August um 0.00 Uhr eine Mail an kathrin (at) einbisschenvegan (dot) de mit Name und Adresse. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, teilnehmen können alle Leser_innen aus Deutschland und Österreich. Minderjährige brauchen das Einverständnis ihrer Erziehungsberechtigten. 

*Noch ein kurzes Statement zur Zahnpasta von Sante. Da Sante zum Konzern Logocos gehört und dessen Produkte in China leider aufgrund der dort herrschenden Rechtslage seine Produkte noch in Tierversuchen getestet werden müssen, ist mir bewusst, dass es Menschen gibt die Sante-Produkte meiden. Da diese Zahnpasta auf dem deutschen Markt bisher aber leider immer noch absolut konkurrenzlos ist und Logocos sich dafür einsetzt, dass auch in China Alternativen zu Tierversuchen etabliert werden, habe ich mich dazu entschieden das Produkt in den Artikel aufzunehmen.

Den ersten Teil des Shorty Vegan Guide zum Thema „Küche und Kochen“ findet ihr bei Lena auf A Very Vegan Life. Nächsten Dienstag geht es dann auf Ab jetzt vegan mit dem Thema „Backen“ weiter.