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Vegane Kosmetik selber machen mit Spinnrad

Vegane Kosmetik selber machen mit Spinnrad

Vegane Kosmetik selber machen mit Spinnrad

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Als Kind war ich eher Tomboy als langbezopfte Prinzessin. Jeans, Karohemd und die Haare auf eine „praktische“ Länge geschnitten. Ich war viel draussen und fand Eincremen ganz furchtbar. Meine Karriere als Beauty Blogger war also in keinster Weise abzusehen.

(Jahrzehnte später sollten Karohemden übrigens wieder der letzte Schrei werden…)

Irgendwann begann dann aber auch ich, mich für die Tiegel im Bad meiner Mutter und mein Aussehen zu interessieren. Ich erinnere mich, dass ich 1999 unbedingt den gleichen Haarschnitt wie Charlize Theron in „The Astronaut’s Wife“ haben wollte. Ein umsichtiger Frisör hielt mich damals davon ab und verpasste mir einen „peppigen“ Schnitt, auf den Prinz Eisenherz neidisch gewesen wäre. Ich jedoch war todunglücklich. Der Höhepunkt meines Leidens war erreicht, als ich mir die BRAVO kaufte und die Verkäuferin mich milde anlächelte und verlauten ließ, dass sie sehr überrascht sei, dass auch Jungen diese Zeitschrift lesen würde….

I’ve learned my lesson. Vor allem in Sachen Haarstyling. Denn das war mit einem solchen Schnitt extrem nötig. Ich erinnere mich an einen durchsichtigen Glastiegel mit einem Haargel, welches meine Mutter regelmäßig selbst anrührte. Sogar der Duft liegt mir noch in der Nase. Überhaupt hat meine Mutter seit jeher viel selbst hergestellt und herumexperimentiert. Wäsche waschen war bei uns damals auch so eine Kunst: Eine Porton von diesem Enzym, eine Portion von jenem Enzym und fertig war das biologisch abbaubare Waschmittel.

Die Marke, die all diese Zauberpulverchen und Rezepturen in unser Haus brachte gibt es noch heute, wenn auch meine Mutter sich zwischenzeitlich für die einfachere Methode entschieden hat (Ich glaube aber, eine Komponente nutzt sie immer noch!).

Spinnrad. Als ich in meinen späten Teenagertagen meine ersten Selbstrührversuche startete, war sie meine erste Anlaufstelle für Sheabutter und Co, denn das ganze DIY-Ding war damals noch nicht so ausgeprägt wie heute und die Auswahl überschaubar. Auf Spinnrad aber war immer Verlass. 

vegane kosmetik selber machen mit Spinnrad

Vegane Kosmetik selber machen

Ihr könnt euch also die freudige Überraschung vorstellen, als Spinnrad vor einigen Wochen an meine virtuelle Tür klopfte, um sich mir vorzustellen. Gurl, du musst mir nichts erzählen. Was soll ich tun? Her damit! 

Spinnrad hat nämlich mittlerweile sehr smarte Baukästen mit denen unsereins feinste vegane Kosmetik rühren kann. Sicher, Chemie-Cracks schaffen das auch ohne Spinnrad, aber für mich als naturwissenschaftliche Null ist das eine safe Nummer. Denn Spinnrad ist wirklich auf ALLES vorbereitet! So gibt es neben verschiedenen Kosmetikbaukästen, in denen sich alles an Rohstoffen (plus Behältnis) befindet, auch ein Zubehörset mit der entsprechenden Hardware (Bechergläser, Spatel, Pipette, Thermometer, etc.). Dazu gibt es umfangreiche Broschüren (auch eine vegane!), die neben den Rezepten wichtige Tipps zur Umsetzung beinhalten.

Und auch das Onlineangebot kann sich sehen lassen. Neben einer großen Rezeptdatenbank gibt es einen Rezepte-Konfigurator, der einem bei der Auswahl der richtigen Rohstoffe und ihren Mengen enorm hilft. Übrigens kann dort auch gezielt nach veganer Kosmetik gesucht werden. 

Krötenbein, Einhornstaub und Feenhaar…

In Anbetracht des nahenden Sommers wage ich mich also an drei Rezepte, die es zwar nicht als fertig geschnürten Baukasten gibt, die jedoch ebenfalls in der Rezeptdatenbank zu finden sind. Kaltgerührt versteht sich. Denn wer von euch würde mir abnehmen, dass ich mich an meinen Herd in meiner winzigen Küche stelle und nicht nur gramm-, sondern auch noch gradgenau arbeite? Eben…

In dem Paket, welches mich kurz darauf von Spinnrad erreicht, ist dann auch tatsächlich alles, was das Herz eines experimentierfreudigen Menschen höher schlagen lässt. Vom Becherglas über eine skalierte Pipette bis hin zum Rührstab ist alles am Start. Einzig eine digitale Küchenwaage, Aqua dest. und einen pH-Streifen muss ich beisteuern. Als Kosmetik-Nerd habe ich den – natürlich – zuhause, aber als Otto-Normal-Rührerin wäre ich wohl kurz verwirrt, wenn es im Text heißt „Der pH-Wert sollte zwischen 5 und 5,5 liegen.“ 

Aufgrund meiner kleinen Arbeitsfläche und dem fehlenden Licht in der Küche, entschliesse ich mich, meine Aktion auf den Esstisch zu verlagern. Dank meines Überbleibsel an Labor-Skills aus meinem früheren Leben und guter Planung – Räusper – ist das tatsächlich kein Problem. Und auch Spinnrad sorgt vor, denn zuerst und vor allem anderen soll ich eine 70%ige alkoholische Lösung anmischen, mit dem nachfolgend alle Gerätschaften und Behältnisse gereinigt und desinfiziert werden. 

vegane Kosmetik selbermachen mit Spinnrad

Die Masse an ziemlich wissenschaftlich aussehenden Dingen lassen mich kurz zweifeln, ob mir diese Mission gelingen wird, aber die wirklich tolle Schritt-für-Schritt-Anleitung von Spinnrad nimmt mir schnell alle Bedenken. Ich rühre los und beginne prompt mit der komplexesten Aufgabe: Der Granatapfel Hydromaske. Komplex insofern, als dass mit einem Gelbildner gearbeitet wird und man hier genau die richtige Menge treffen muss. Aloe Vera, Granatapfelextrakt und D-Panthenol kühlen, spenden Feuchtigkeit und beruhigen gereizte Haut. Wer mag, kann die  Maske auch parfümieren. Ich habe allerdings darauf verzichtet.Das fertigte Produkt klebt nicht auf der Haut, zieht vollständig ein und ist mit 10 Tropfen Biogard sogar 6 Monate haltbar. 
Ich halte mich stoisch an die Vorgaben und spüre Euphorie in mir aufsteigen, je mehr Zutaten ich mische und je mehr das Produkt Form annimmt. Das läuft ja wie geschmiert!

Als nächstes kommt das Aloe Vera Spray an die Reihe. Gerade an sonnigen Tagen eine Wohltat für Arme und Dekolleté. Hier kommt die volle Ladung Aloe Vera (10-fach) und D-Panthenol hinein. Das Ganze wird beduftet mit Lavendelöl, welches man allerdings auch easy weglassen kann. Ich als alter Lavendel-Junkie habe es aber natürlich verwendet. 

Die Herstellung ist denkbar einfach. Alles wird vermischt, der pH-Wert gemessen und gegebenenfalls mit Zitronensäure nachjustiert. Sogar an die hat Spinnrad gedacht. Und zwar in einem so großem Maße, dass ich damit später noch diverse Toner ansäuern kann. 

Wie alle Produkte entwickelt auch dieses seine volle Wirkung, nachdem es über Nacht gezogen hat. Ich bewahre es im Kühlschrank auf und verwende es vor allem abends auf dem Dekolletee, da das Spray besonders leicht ist, nicht klebt und mir somit auch keine Unreinheiten beschert. 

vegane Kosmetik selbst machen Spinnrad

Zum Schluss kommt das Produkt an die Reihe, welches sich im Laufe der Zeit als mein absoluter Favorit herausstellen wird. Ich wage mich an ein Deospray. In Sachen Deo ohne Aluminum bin ich ja schon fast ein alter Hase und so bin ich mehr als gespannt, ob Spinnrads Deo-Rohstoff Nr. 1 Odex hält, was er verspricht. Das Deo soll gegen unangenehme Gerüche wirken, die Transpiration nicht hemmen und nicht in die Bakterienflora eingreifen. 

Laut Rezept wird das Deospray eigentlich mit dem Parfümöl „Palais“ beduftet, welches meinem Paket auch beiliegt und ein klassisch-blumiger „Sauber-Duft“ ist. Allerdings finde ich daneben auch das Parfümöl „Magnolienblüte“ und wundere mich etwas. Denn es wird in keinem Rezept erwähnt. Wie ist das denn da reingekommen? Einen Riecher später ist es mir egal und ich bin Hals über Kopf verknallt. Schon während der Reha, als ich bei einem Kosmetik-DIY-Workshop der örtlichen Apotheke mitmachte, verfiel ich dem ätherischen Öl „Magnolie“ von Taoasis und ließ es mir noch vor Ort bestellen. Magnolie ist also anscheinend mein Ding und sofort ist klar, dass ich dieses Öl für die Beduftung meines Deosprays verwenden werde. 

Ich habe das Spray nun schon eine Weile in Gebrauch und bin überrascht, wie gut es wirkt. Aufgrund des fehlenden Natrons nicht ganz so perfekt wie die Favoriten aus meinem großen Deo Test, aber einen durchschnittlichen Tag bei durchschnittlichen Temperaturen –  inklusive Radfahren und ein wenig ins Schwitzen kommen – hält es locker durch. Ich bin so verknallt in den Duft, dass ich zwischendurch sogar noch ein wenig nachlege. Nicht weil ich muss, sondern weil ich kann. 

vegane Kosmetik selber machen Spinnrad

Fazit 

Das Rühren der eigenen veganen Kosmetik hat unheimlich viel Spaß gemacht. Zu sehen, wie sich alles langsam fügt, nachdem man erstmal wie der Ochs vorm Berg stand, ist ein tolles Gefühl. Keine Herstellung hat länger als ein paar Minuten gedauert und die Anleitung ist wirklich hervorragend. Wer seine Rezepturen gerne individualisiert, kann dies an vielen Stellen tun. Aber auch wer – wie ich – lieber auf Nummer Sicher geht und alles generalstabsmäßig befolgt, wird seinen Spaß an den Baukästen haben. Noch dazu, weil am Ende wirklich brauchbare Kosmetika herauskommen. Für den einen oder anderen sicherlich mit ein wenig zu viel Alkohol, aber zumindest auf die Duftstoffe kann easy verzichtet werden. 

Die Baukästen für vegane Kosmetik sind ein toller Einstieg in die Welt des Selberrührens und laden dazu ein, sich mit den Inhaltsstoffen und Rezepturen der eigenen Pflegeprodukte einmal genauer auseinanderzusetzen. Die Umsetzung ist einfach und geht – mit ein bisschen Vorbereitung – schnell (und gefahrlos!) von der Hand. Somit sind die Pakete auch ein tolles Geschenk für kleine und große Chemiker*innen und Beautyaffine. 

Gewinnspiel 

So. Und wer jetzt Lust hat, mal selbst den Rührstab zu schwingen, bekommt nun vielleicht die Gelegenheit dazu. Zusammen mit Spinnrad verlose ich nämlich zweimal je einen der veganen Kosmetikbaukästen. Zur Auswahl stehen vier verschiedene, aus denen sich die Gewinner*innen jeweils einen aussuchen dürfen. Schreibt mir hierfür bis Sonntag, 25.06.2017 um 20:00 Uhr eine Mail an Kathrin (at) einbisschenvegan (dot) de mit eurer Anschrift und verratet mir, welchen der Kästen ihr gerne gewinnen möchtet. 

Zur Auswahl stehen: 

Borretschöl Handcreme

oder

Aprikosenkern Peeling Gel

oder 

Rosen Gesichtswasser

oder

Kakao Lippenbalsam

vegane Kosmetik selber machen mit Spinnrad

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Rechtliches

Das Gewinnspiel ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in Deutschland (oder einer deutschen Postanschrift), die das 18. Lebensjahr vollendet oder das Einverständnis ihrer Erziehungsberechtigten haben. Jede*r Teilnehmer*in kann nur einmal und im eigenen Namen teilnehmen. Eine Barauszahlung oder ein Umtausch des Gewinns ist nicht möglich. Unter allen korrekten Einsendungen wird ein*e Gewinner*in ausgelost, die per Mail benachrichtigt wird. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Adresse der/des Gewinner*in wird zwecks Gewinnversendung an Murnauer Markenvertrieb GmbH weitergeleitet. Es besteht kein Anspruch auf Geltendmachung gegenüber der Ausrichterin der Verlosung.

*P.S.: Dies ist eine bezahlte Kooperation mit Spinnrad. Das ist gut für mich und gut für euch. Weil es mir ermöglicht das Blog in diesem Umfang zu führen und euch weiterhin kostenlos zur Verfügung zu stellen. Und meine Arbeit von coolen Leuten in dieser Form wertgeschätzt wird. Natürlich gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog.