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Klönschnack #7 | Clean Eating Basics, Denise Roobol & Mandala Fashion

Klönschnack ein bisschen vegan Tipps

Heute geht es weiter mit einer neuen Runde Klönschnack. Diesmal mit einem tollen Kochbuch von Hannah Frey, einer kuscheligen Jacke von Mandala und meiner heißgeliebten Daily Bag von Denise Roobol. Let’s get started.

Clean Eating Basics von Hannah Frey

Clean Eating Basics Hannah Frey Rezension

Das Tolle an Hannah von Projekt Gesund Leben ist ja, dass sie das lebt, was sie lehrt. Und dabei dieses ganze „Clean Eating“ selbst nicht immer ganz so genau nimmt. So findet man auf ihren Instagram Account auch mal Softeis, Starbucks und Pizza. Den roten Faden bildet aber das immer das naturbelassene, leckere Essen mit möglichst wenig Zutaten. 

Hannah bietet einen tollen Einstieg für all diejenigen, die den Inhalt ihres Kühl- und Vorratsschrankes ein bisschen aufmöbeln wollen, ihren Alltag aber nicht von 0 auf 100 umkremplen können. Darüber hinaus ergänzt sie mit anderen tollen Dingen, die das Leben noch lebenswerter und gesünder machen. So findet sich zum Beispiel auch ein wenig Yoga im Heft, mit dessen Hilfe sich der Alltag noch gesünder, fitter und ausgeglichener gestalten lässt.

Clean Eating Basics – Hannah Frey, 16,99 €.

Clean Eating Basics Hannah Frey Rezension Clean Eating Basics Hannah Frey Rezensionpunkteklein
Daily Bag von Denise Roobol

Denise Roobol Daily Bag vegan Tasche

Lange habe ich im letzten Jahr mit den Taschen der Rotterdamer Designerin Denise Roobol geliebäugelt, um mir dann Ende des Jahres endlich eine zuzulegen. Und ich habe es nicht bereut. 

Seitdem ist die Daily Bag meine fast ausschließliche Alltagsbegleiterin. Sie lässt sich an zwei kurzen Henkeln in der Hand oder mit einem Schultergurt über eben jeder tragen. DIN A4 Mappen passen ebenso hinein wie mein nicht gerade kleines Denise Roobol Wallet, mein Kalender, meine Beauty Bag, meine Federtasche, Taschentücher, Haarbürste, Powerbank….

Nach vielen weichen und eher „knautschigen“ Taschen wollte ich endlich mal eine, die ihre Form behält und eine gewisse Eleganz ausstrahlt. Die Daily Bag in Dark Grey tut es! Sie macht sich hervorragend als Business Tasche, aber auch beim Stadtbummel. Die Verarbeitung ist ausgezeichnet und sie zeigt bis jetzt – nach fast drei Monaten im Dauereinsatz – keinen Abrieb oder dergleichen. 

Als nächstes möchte ich mir gerne die Bucket Bag zulegen. Ja, ich weiß. Wieder knautschig. Sorry, ich kann nicht anders…

Daily Bag von Denise Roobol – 149,95 €

Denise Roobol Daily Bag vegan Tasche Denise Roobol Daily Bag vegan Tasche Denise Roobol Daily Bag vegan Taschepunkteklein
Oversized Cardigan von Mandala Fashion

Ich bin eine große Anhängerin des Zwiebellooks. Reine Winter- oder Sommerkleidung gibt es bei mir nur äußerst selten. Dafür liebe ich es „Hamburg über Lübeck“ zu ziehen und habe immer mehrere Cardigans, Hoodies und Blazer im Schrank, die ich munter durchwechsele. 

Allerdings immer in gedeckten Farben. Grau, Schwarz und Blau sind hier eindeutig in der Überzahl. Da musste endlich mal etwas frühlingshafteres her. Und so freue ich mich sehr über die kuschelige After Yoga Cardigan aus 100% Bio Baumwolle von Mandala Fashion. Mit ihrem groben Strick ist sie ein toller Kontrast zu den dünnen Stoffen, die ich gerne trage, hat mit ihren zarten Lyrexfäden in Gürtel und Saum den gewissen Bling Bling und bietet eine schöne und dennoch gedeckte Alternative zu den winterlichen, dunklen Farben. Mein aktueller Lieblingsbegleiter auf der Arbeit und zum Kuscheln auf dem Sofa. 

(Im Übrigen habe ich selten ein so schön verpacktes Paket erhalten. Wie gut sind bitte die Asana Post-Its!? <3 )

Oversized Jacket von Mandala – 139 €

Mandala Cardigan StrickjackeMandala Fashion PaketP.S.: Das Buch und die Jacke  wurden mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog.

Mein veganer Adventskalender

Franzi Schädel | Mein veganer Adventskalender – Kulinarisch durch die Weihnachtszeit

Mein veganer AdventskalenderMoin,

gefühlt schreibt ja gerade jede*r ein veganes Koch- oder Backbuch. High-Tech Küchengeräte, Superfoods und weiße Tische all over the place. Vegan ist angesagt und das will ausgenutzt werden.

Jetzt also mal wieder eine Kochbuchrezension. Diese fällt aber – oh Wunder – ein wenig anders aus. Aus gutem Grund. Denn ich kenne die Autorin. Sehr gut sogar. Jetzt werdet ihr sagen: „Ach komm‘, ist doch klar, dass die Kritik hier positiv ausfällt. Du kannst ja gar nicht anders.“ Oh doch, könnte ich. Aber wozu meckern, wenn es keinen Grund gibt?

Als mir Franzi von Wo geht’s zum Gemüseregal? im letzten Winter erzählte, dass ihr langgehegter Traum eines eigenen Kochbuches wahr werden würde und sie mir die ersten Bilder für die Rezepte zeigte, wusste ich: Das wird gut. Das wird richtig gut! Da sprang mir eine Heimeligkeit, ein Gefühl von Wärme und Genuss entgegen, ohne bis dahin auch nur einen Löffel verputzt zu haben.

Denn Autorin, Rezept und Bild sind hier eine Einheit. Alles aus einer Hand, entstanden in den eigenen vier Wänden. Mit einer Portion großen Kindheitserinnerungen, einer Menge Soulfood und einer Prise Rafinesse. Und zwar ohne Chi-Chi und superexklusive Zutaten. Franzi wohnt bei mir um die Ecke und ich weiß, was hier zu bekommen ist und vor allem was nicht! Hipper Großstadt-Biomarkt ist nicht. Dafür solider Supermarkt und herzallerliebste Domäne um die Ecke. Für die eine oder andere besondere Zutat gibt es das Internet. Da sind wir doch alle sowieso quasi zu Zuhause, oder? Es gibt also garantiert kein Rezept, was man nicht leicht nachkochen oder zumindest easy abwandeln könnte.

Buch vegan

Nein, das ist kein Backbuch!

Anders als das Titelbild vielleicht vermuten lässt, handelt es sich bei Franzis „Mein veganer Adventskalender“ nicht um ein Backbuch. Ich weiß, dass ihr das schon beim Schreiben besonders wichtig war. Sie wollte die Lücke füllen, zwischen all den Büchern, die entweder das eine oder das andere sind. Ihr Erstling ist eine bunte Mischung aus allem. Es gibt Deftiges und Süßes, Menüs und Geschenke aus der Küche. Gelingsicher und bodenständig. Dank des handlichen Formates und des Preises von 12,99 € ist es auch ein wunderbares Mitbringsel.

Franzi nimmt uns mit durch den Advent. Beginnend mit der obligatorischen Weihnachtsbäckerei (Schließlich will der Stollen für vollen Genuss noch ein wenig ruhen.), hin zu Wohfühlgerichten und Last-Minute Geschenke aus der Küche, bis es dann schließlich an die Feiertage geht, an denen natürlich auch vegan fürstlich geschlemmt werden will.

„Was schmeckt dir denn am besten?“ – „Alles!“

Im Laufe des Jahres durfte ich einiges probieren und verkosten. Manchmal ohne zu wissen, dass es sich um ein Rezept aus dem Buch handelt. Und ausnahmslos alles hat mir geschmeckt! So wie eigentlich immer bei Franzi – schließlich futtere ich mich oft genug durch 😉 Ich bin immer wieder verdutzt wie kreativ und experimentierfreudig sie in der Küche ist. Da sollte ich mir mal eine Scheibe von abschneiden… Und das fällt auch im Buch auf. Zwar gibt es auch die obligatorischen Klassiker wie Stollen, Pfefferkuchen und Punsch, aber auch Gerichte, die man im ersten Moment nicht mit Weihnachten assoziieren würde, die aber durch die Auswahl der Zutatetn und Gewürze wunderbar in diese Zeit des Jahres passen.

Franzi Schädel veganZitronenkekse

Meine Highlights sind der „Spritzige Zitrussalat“, der „Rosenkohl-Cranberry-Salat“ und die „Scharfe Thai-Suppe“. Unbedingt ans Herz legen möchte ich euch auch die „Zitronenkekse“, die nicht nur toll aussehen, sondern auch so herrlich „buttrig“ sind, dass selbst Nicht-Veganer*innen den Unterschied nicht merken dürften.

Die Rezepte sind heimelig – ja, auch hier muss ich dieses Wort verwenden, da es die Sache einfach wunderbar trifft – in Szene gesetzt worden, mit Franzis ganz eigener Liebe zum Detail. Die Bilder machen Lust auf’s Nachmachen und vermitteln ein erleichterndes Gefühl von „Das kriege ich auch hin.“ Authentisch, schnuckelig und nicht „überkandidelt“, wie wir hier zu sagen pflegen.

Front Row oder zweite Reihe?

„Mein veganer Adventskalender“ ist das Potential ganz vorne in meinem Kochbuchregal zu landen. Auch weil es von meiner Besten stammt und ich in der Widmung erwähnt bin („Promi-Moment!“), aber vor allem, weil es was kann. Es gibt sie, diese besonderen Bücher, die man immer wieder zur Hand nimmt. Mit denen man „arbeiten“ kann. Aus denen man nicht nur ein, zwei bestimmte Gerichte immer wieder nachkocht, sondern die fester Bestandteil der Bücherei werden. Das hier ist so eines. Weil es leckere Gerichte bietet, ohne lange Zutatenliste. Die man auch nach Weihnachten noch kocht und backt. Und die sich mit ihrer Bodenständigkeit ins Herz schleichen.

Nur das Orangeat im Stollen nehm‘ ich ihr krumm. (Urgs!) Wobei…Selbst das schmeckt bei Franzi.

Franzi Schädel

Pink Elephant Cooking vegan

Pink Elephant Cooking | Vegane Küche

Pink Elephant Cooking vegan

Moin,

als ich neulich im wunderbaren Mikado Garden Kunst + Buch in Timmendorfer Strand störberte, fiel mir zwischen all den Buddha Statuen, der asiatischen Literatur und den fernöstlichen Klängen sofort ein Buch ins Auge.  Nach zwei, drei Seiten stand fest: Muss ich haben!

Pink Elephant Cooking ist das Werk zweier Ashtangis, Daisy und Flippo, die vor allem eines haben: Spaß am Kochen und am Yoga. Und das sieht man. Das Buch ist so farbenfroh, abwechslungsreich und unkonventionell wie seine Autoren*innen, die beide durch Gastro-Erfahrungen, viele Reisen und die Liebe zum Ashtanga Yoga geprägt wurden.

Beiden ist das Kochbuch als eine Auflistung von Zutaten – samt stumpfer Anleitung zur Umsetzung – zuwider und so beschlossen sie es anders zu machen. Pink Elephant Cooking strotzt vor Farben, Emotionen und Energie. Diese sollen auch die Leser*innen und späteren Esser*innen spüren und so sind die Rezepte voll von frischem Obst und Gemüse, Superfoods und Rohkost. Soja und Zucker wurden komplett von der Karte gestrichen.

Das Buch startet mit einer Einführung in das Thema „Yoga und Ernährung“ und gibt einen Einblick darüber, wie die beiden ihren ganz eigenen Cooking Style entwickelten und wie sich dieser zusammensetzt. Die sechs Grundpfeiler sind hierbei: Vegan, zuckerfrei, sojafrei, rohkostreich, Superfoods und Freestyle. Ein paar ausgewählte Zutaten, gute Gewürze und ein scharfes Messer. Mehr braucht es laut Daisy und Flippo nicht. Ganz nach meinem Geschmack.

Danach folgt ein kleiner Überblick über die Must Haves für die Umsetzung der leckeren Rezepte in Pink Elephant Cooking. Diese halten sich erfreulicherweise in Grenzen und sind wahrscheinlich eh in jedem veganen Hobby-Sternekoch-Haushalt vorhanden. Besonders schön finde ich die kleine Gewürzkunde, in denen wir auch gleich erfahren, welche Gewürze gegen Mundgeruch wirken, Blähungen vorbeugen und reinigend wirken. Man weiß ja nie, wann man dieses Wissen mal gebrauchen kann 😉

Pink Elephant Cooking vegan

Nun folgt der Rezeptteil. Hier geht es – logisch – mit dem Frühstück los. Für mich als alte Vata-Tante sind erfreulicherweise auch warme Speisen wie Porridge und Suppen dabei. Aber auch Fans von freshen und kreativen Smoothies kommen hier voll auf ihre Kosten. Nach einem Kapital für „Yogis on the road“ mit leckeren Dips, Aufstrichen und anderen Snacks wie „Peanut Masala“ und „Mango Ketchup“ folgt ein üppiger Teil mit Rohkost- und Salatrezepten. Klingt für Manchen auf den ersten Blick vielleicht erst einmal ziemlich öde. Ist es aber ganz und gar nicht. Hier geht es nicht um drei Blatt Feldsalat und eine Erdbeere. Hier wird es spicy, crunchy und immer wieder exotisch. Bei Sätzen wie „…ist aber kein Muss, keine Panik, wenn ihr es nicht im Haus habt.“ kommt auch immer mal wieder der Freestyle durch und mein Küchenchaotenherz wird beruhigt.

Im Hauptgerichte-Teil „Mahlzeit“ finden wir ebenfalls wunderbar knackige Rezepte wie „Pumpkin Quickie“, die „No More Than 10 Minutes Soup“ und „Sushi in der Schüssel“. Den Abschluss bildet mein Lieblingskapitel. Logo – die Desserts. Neben meinen heißgeliebten gebackenen Bananen finden sich hier auch „Yoga Nidra In a Cup“, „Ganesha Sweets“ und „Peanut Butter Fudgesana“.

Pink Elephant Cooking vegan

Fazit

Pink Elephant Cooking hat das Potenzial eines meiner Lieblingskochbücher zu werden. Das Buch ist eine Augenweide und trifft mich genau dort, wo es soll: In Herz und Magen. Noch dazu gefallen mir die kurzen Zutatenlisten und die geschmackliche Vielfalt der Rezepte. Dabei bleiben die beiden Autor*innen immer undogmatisch und enstpannt. Ein Buch, das Spaß macht. In der Küche und auch beim Schmöckern auf dem Sofa.

Pink Elephant Cooking ist im südwest Verlag erschienen (144 Seiten) und kostet 19,99 €.

Pink Elephant Cooking vegan

Literatur | Teenager auf Veggiekurs | Pala Verlag

Beim Thema „Fleischfreie Ernährung“ für Kinder und Jugendliche kommen meist Reaktionen wie „Fleischfrei? Dann bleibt ja nur Gemüse! Das essen sie doch sowieso schon nicht.“. Oder „Mein Kind will plötzlich kein Fleisch mehr essen. Was soll ich jetzt bloß noch kochen? Und ist das eigentlich gesund?“.

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Der Pala Verlag hat nun mit dem neuen Kochbuch Teenager auf Veggiekurs genau hier angesetzt. Als Erzieherin die vor allem mit Kindern von sechs bis zehn Jahren arbeitet, musste ich dieses Buch natürlich sofort haben. Zwar ist die Auslegung sehr vegetarisch, trotzdem ist viel Veganes dabei, bzw. lässt sich das meiste leicht veganisieren. Irmela Erckenbrecht’s Rezepte wurden von und mit Jugendlichen getestet und eignen sich für gemeinsame Familienessen genauso wie für Parties und Essen mit Freunden. Egal ob Fleischesser_in oder Vegetarier_in.

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Gegliedert ist das Buch in vier große Bereiche.  Der Rezeptteil regt mit allerlei Leckereien von Nudeln über Wraps & Co bis hin zu Omas Küchenhits 2.0 zum gemeinsamem Kochen ein. In einem weiteren Kapitel zeigt die Autorin auf, welche Wünsche Jugendliche im Bezug auf ihr Essen haben. So steht vor allem der Spaß dabei im Vordergrund, genauso wie der Wunsch nach gemeinsamen Mahlzeiten mit der Clique und einer gesunden Ernährung. Im Kapitel „Was Teenager brauchen und Eltern wissen sollten“ dreht sich alles um Vitamine, Eisen und Kalzium. Im letzten Abschnitt finden Eltern Tipps im Umgang mit ihren fleischlos essenden Kindern. So ist hier besonders die Stärkung der Alltagskompetenz und des Körpergefühls wichtig sowie Offenheit und die Rolle als Vorbild.

Wie immer verzichtet Pala auf Fotos. Statt dessen konnte man die bekannte Cartoonistin Renate Alf gewinnen, die mit ihren Zeichnungen und einem Augenzwinkern die Rezepte visuell ergänzt. 

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Fazit

Teenager auf Veggiekurs eignet sich für alle, die einen Einstieg in die fleischlose Welt suchen. Egal ob mit oder ohne Kinder. Die Rezepte sind einfach und schnell zuzubereiten und bieten ein breites Spektrum an fleischlosen Köstlichkeiten. Die Arbeitsschritte sind so anschaulich beschrieben, dass die Jugendlichen sogar alleine an den Herd gelassen werden können.

 „Ich mag kein Gemüse.“ zählt ab heute nicht mehr 😉

Das Buch ist im Pala Verlag erschienen und kostet 14,00 € (200 Seiten). 

Literatur | The Lotus & The Artichoke von Justin P. Moore

Heute möchte ich euch ein Kochbuch vorstellen, dass sich angenehm abhebt von all den perfekten Hochglanzexemplaren, die in letzter Zeit erschienen sind. Nicht, dass ich mir die nicht gerne ansehe, aber manchmal ist mir nach etwas, das „organisch gewaschen“, bodenständig ist. The Lotus & The Artichchoke von Justin P. Moore ist definitiv so ein Kochbuch. Es besticht durch viel Persönlichkeit, Geschichten und einer Fülle an Rezepten aus aller Welt.

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Justin P. Moore hat zwar nie eine Kochausbildung absoviert, trotzdem war die Küche für ihn und seine Familie immer ein sehr wichtiger Ort und Kochen eine Leidenschaft. Nimmt man seine Liebe für’s Reisen und Fotografieren hinzu wird schnell klar, wie jemand dazu kommt dennoch ein Kochbuch mit Rezepten aus aller Welt zu veröffentlichen. 

Das Buch ist in Erdteile (Amerika, Asien, Afrika und Europa) und ihre kulinarischen Köstlichkeiten gegliedert, wobei der asiatische Kontinent – und hier vor allem der indische Subkontinent – besonders stark vertreten ist. Afrika kommt leider etwas kurz, da hätte ich mir etwas mehr Rezepte gewünscht. Tatsächlich gefällt mir aber das Kapitel über Europa am besten, was ich vorher bei meiner Leidenschaft für exotische Küchen nicht erwartet habe. Aber es ist ungeheuer interessant zu sehe, was ein Außenstehender für „typisch“ europäisch hält (Wenn es das denn gibt, bei all der Vielfalt.). So finden wir hier unter anderem Borscht, Rotkohl, Spätzle, vegane Meat Pies und Tarte au Citron. Die Rezepte sind sehr anschaulich erklärt, die Zutatet nicht allzu exotisch und mittlerweile bis auf einige Ausnahme wohl überall zu bekommen. 

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Die Fotos sind nicht immer perfekt belicht und arrangiert, geben aber ein authentisches Bild der Gerichte wieder. Die Frustration beim Nachkochen zu Hause dürfte also etwas geringer ausfallen als bei den Bücher, in denen Foodstylisten jede Erbse im perfekten Winkel anrichten…

Besonders gelungen finde ich das einleitende Kapitel, in dem näher auf die Gerätschaften eingegangen wird, die man zum Nachkochen der Rezepte aus The Lotus & The Artichoke benötigt. Auch findet sich eine Auflistung aller gut lagerbaren Zutaten, die man immer im Haus haben sollte. So muss nur schnell Frisches dazugekauft werden, was den Stressfaktor meiner Erfahrung nach enormst minimiert. 

Fazit

The Lotus & The Artichoke ist ein Kochbuch für Weltenbummler oder solche, die es gerne wären. Es sprüht vor Abenteuer und Leidenschaft für’s Neue und Genussvolle. Wer sich schon immer einmal um die Welt kochen wollte, sollte sich unbedingt das Buch von Justin P. Moore zulegen.  Ich persönlich werde mich als erstes an den Palak Paneer wagen, den indischen Klassiker, den vor allem mein Freund besonders gerne isst ;).

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 The Lotus & The Artichoke ist im Ventil Verlag erschienen und kostet 19,90 €

Literatur | Peace Food – Das vegane Kochbuch von Ruediger Dahlke

Ruediger Dahlke, der Autor von „Peace Food“ war mir bisher immer ein bisschen zu esoterisch. Einer der Gründe, wieso ich bisher keines seiner Bücher wirklich zu Ende gelesen habe. Bei Kochbüchern hingegen kann man wenig falsch machen und so schaute ich mir das neu erschienene „Buch zum Buch“ Peace Food – Das vegane Kochbuch etwas genauer an. 

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Um ganz korrekt zu sein muss erwähnt werden, dass Ruediger Dahlke offenbar vor allem für den umfangreichen Informationsteil zu Beginn verantwortlich zeichnet. Für den Rezeptteil hat er fünf seiner Lieblingsköche eingeladen, ihre besten und leckersten Rezepte beizusteuern. In der Einführung geht Dahlke neben den üblichen Vorurteilen fleischloser Ernährung auch auf Aspekte wie Fasten, gründliches Kauen, Übersäuerung und wichtige Nährstoffe ein. Darauf folgen die Rezepte, die sich schön übersichtlich in Vegane Kleinigkeiten, Peace Food für jeden Tag, Kochen für Freunde und Vegan & Süss gliedern. Darunter findet sich so leckere klingende Verheißungen wie Geeiste Kokosmilch mit exotischen Früchten (Wobei sich hier Akazienhonig eingeschlichen hat! In ein veganes Kochbuch? Habe am Ende in DREI Zutatenlisten Honig entdeckt. Der allerdings easy zu ersetzen ist.), Polenta Pizza, Gemüselinsen mit Serviettenknödeln, Lupinenschnitzel mit Orangensauce und Süßkartoffelcurry mit Raita. Auch Desserts kommen mit Leckereien wie Tofuknödel auf Kirschenspiegel mit Schokosauce und Maronentascherl nicht zu kurz.

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Die Rezepte sind alle bebildert, ausführlich und verständlich erklärt und die Zutatenlisten mal wieder erfreulich überschaubar und nicht allzu exotisch. Wer sich an dem einen oder anderen „Engel“ oder „Gott“, der mehrfachen Erwähnung des spirituellen „Peace Food Zentrums“ und der Verwendung von Honig in einigen wenigen Rezepten nicht stört, wird viel Freude an diesem Buch mit den doch erstaunlich ausgefallenen Rezepten finden. Ich hatte keine zu hohen Erwartungen, nachdem die veganen Bücher in diesem Sommer wie Pilze aus dem Boden schießen und sich am Ende ja doch irgendwie alles wiederholt, aber hier sind tatsächlich einige schöne Schmankerl dabei.

11.08.2013: Ich habe mittlerweile eine Stellungnahme zum Honig in den Rezepten erhalten, die der Verlag direkt bei Ruediger Dahlke eingeholt hat. Bildet euch bitte dazu selbst eine Meinung:

„Peace-Food“ basiert auf den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Ernährung und unterscheidet sich etwas vom rein veganen Ansatz. Da mir keine Studie gegen auf anständige Art gewonnenen Honig vorliegt, habe ich auch nichts dagegen. Andererseits reicht vegan allein auch nicht. Weißmehl, weißer Zucker und Wodka sind vegan, aber nicht gesund. „Peace-Food“ meint vollwertig tierproteinfreie  Ernährung.“ – Ruediger Dahlke

Peace Food – Das vegane Kochbuch ist im Gräfe und Unzer Verlag erschienen und kostet 19,90 €.

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