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Color-coded bookshelf Bücherregal

Color-coded bookshelf | Bücher nach Farben sortieren

Bücher nach Farben sortieren

Ja, ich bin eine Perfektionistin. Und manchmal kann ich auch echt pedantisch sein. Lange bevor ich mich mit Minimalismus, Marie Kondo und Co. befasst habe, hat mich eine Sache immer sehr gestört. Ich war immer unzufrieden mit meinem Bücherregal. Egal wie ich es sortierte, es sah konsequent ungeordnet und unruhig aus.

Die Regelböden meines alten Schrankes waren in unterschiedlichen Höhen angebracht und nicht wirklich tief, so dass ich Bücher oft nicht so platzieren konnte, wie ich es gerne wollte. Einfach weil sie unterschiedlich hoch waren. Oder gar unterschiedlich lang. Was fast noch schlimmer ist…

Ich habe gerne klare Kanten. Buchrücken an Buchrücken. Nebeneinander „auf Pass“ abschließend. Leider sind Bücher aber nun einmal unterschiedlich groß und so hat man meist nur zwei Möglichkeiten: Entweder alle nach vorne ziehen und die unruhigen Cover schön präsent drapieren oder aber alle soweit zurück zu schieben, wie es geht. Und eine muntere Berg- und Talfahrt im Regal in Kauf nehmen. Im Geiste plante ich bereits einen Bücherschrank mit Türen…

Bücher nach Farben sortieren

Als ich mir dann im letzten Jahr ein neues Regal zulegte, entdeckte ich auf Pinterest (Wo sonst?!) ein Bild und war baff. Bücher nach Farben sortieren! Logisch! Das ist DIE Lösung. Wieso bin ich da nicht gleich drauf gekommen? Mein unruhiger Geist ist besänftig und erfreut sich an dieser farbenfrohen Ordnung, 

Color-Coded Bookshelf

Colour-coded Bookshelf

Die Idee ist so einfach wie simpel. Alle Bücher werden farblich sortiert, mit herrlich anzusehenden Übergangen. Zugegeben: Ich müsste mal wieder ran und mein Kunstlehrer würde bei diesem Anblick höchstwahrscheinlich noch mal Goethes Farbkreis hervorholen und mit mir ins Gericht gehen. Aber ich bin happy. Mein Bücherregal macht mich glücklich.

Allerdings gibt es auch einen Haken. Denn beim Bücher nach Farben sortieren geht Aussehen definitiv vor Praktikabilität. Sortierte ich früher meine Bücher nach Fachgebieten, muss ich nun die Buchrückenfarben kennen, um schnell ein bestimmtes Exemplar zu finden. 

Ebenfalls ein Learning aus den letzten Monaten: Niemals einen Regalboden ganz voll packen. Denn das hat zur Folge, dass wenn ein neues Buch gekauft wird und es nicht mehr zwischen seine farblichen Buddies passt, das große Umschichten beginnt. Für euch getestet… >
Lasst also am besten immer links und recht etwas Luft, so dass noch das ein oder andere Buch dazwischengestellt werden kann. 

Aber für diese Meditation fürs Auge nehme ich das gerne in Kauf. Also, ran an den Regenbogen! Alle Bücher in die Raummitte und lossortieren. Gute Laune garantiert! 

(Was kam im Regenbogen nochmal nach Lila? Und wo kommt Gelb hin?…)

colour coded bookshelf

colour coded bookshelf rainbow books

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Meditation Audra

Meditation für alle, die nicht meditieren können

Meditation Audra  Werbung*

Ich bereite alles vor. Vorbereitung ist schließlich alles. Ich lüfte das Zimmer, rolle die Matte aus und falte mich in den Schneidersitz. Augen zu und einmal tief ein- und ausgeatmet. Es kann losgehen. 

Nach gut 10 Sekunden zieht der erste Gedanke vor meinem inneren Auge vorbei. Nach 1 Minute linse ich zum ersten Mal verstohlen durch die halbgeschlossenen Lider. Und nach 5 Minuten schlafen mir die Beine ein. Ich soll den Schmerz wahrnehmen sagen sie. Und dann soll ich ihn vorüberziehen lassen sagen sie. Ich beginne unruhig hin und her zu rutschen. Wie ein kleines Kind, dem man gesagt hat, es soll doch bitte mal wenigstens 5 Minuten still sitzen. Der Schmerz wird immer fieser und ich muss aus dem bilderbuchreif gezirkelten Yogasitz entfliehen. Ich schaue auf die Uhr. Es sind gerade mal 3 Minuten vergangen. 3 Minuten, in denen ich mich keine Sekunde entspannt oder auch nur fokussiert gefühlt habe und die höchstwahrscheinlich herzlich wenig mit Meditation zu tun hatten. Dabei soll es doch so einfach sein. Sagen sie. 

Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass sich die Außentemperatur gerade knapp unter Null bewegt und ich statt unter einer Palme unter meiner Monstera sitze. Vielleicht klappt das mit dem Meditieren auf Bali einfach besser? Oder aber ich habe die falsche Hose an. Ob mich die fancy Yoga Pants, die mir gerade auf Instagram auf jedem 3. Bild entgegenstrahlen in andere Sphären katapultiert? Wahrscheinlich hätte ich mir einfach die Pizza gestern Abend kneifen und stattdessen eine Buddha Bowl essen sollen. Dabei liegt mir Rohkost manchmal schwerer im Magen als fettiges, italienisches Essen. Das sieht aber natürlich weniger yogisch aus. 

Oder kann ich es einfach nicht? Vielleicht bin ich einer der Menschen, die nicht zum Meditieren gemacht sind. Sowas gibt es bestimmt. Wie diese Menschen, die nicht hypnotisiert werden können. Wobei es ja immer heißt, jeder kann meditieren… Hm. 

Meditation Yoga

Ich muss die Entspannung entspannter angehen

Es gibt nämlich tatsächlich ein paar Kniffe, die eine Meditation auch im trubeligsten Alltag möglich machen. Für die man nicht als digitaler Nomade auf ’ner Palme sitzen oder drei Mal die Woche ins hippe Yoga Studio laufen muss. Zum Schluss stelle ich euch drei einfache Meditationstechniken vor, die wirklich jeder umsetzen kann. Garantiert.

Doch beginnen wir mal mit den Vorbereitungen. Eine meiner besten Anschaffungen der letzten Zeit ist definitiv mein neuer Meditationshocker. Schon lange war mir eigentlich klar, dass ich so etwas brauche. Vor allem jetzt, nach dem Unfall. Aber sich mit 33 Jahren selbst einzugestehen, dass das mit dem Schneidersitz mittlerweile leider doch recht tagesformabhängig ist, ist gar nicht so leicht. Ein erster Schritt in Richtung Achtsamkeit. Früher waren wie auch immer überschlagene Beine kein Problem für mich. Mittlerweile schlafen sie mir tatsächlich gerne mal ein. Selbst im aufrechten Sitz auf einem zu niedrigen Stuhl. Der Hocker hilft dabei, zum einen aufrecht zu sitzen und zum anderen, die Blutgefäße und Nervenbahnen in Hüfte und Beinen nicht zu sehr zu quetschen. Vor allem im Fersensitz ruht nahezu das ganze Körpergewicht auf Beinen und Füßen, was für Ungeübte schnell schmerzhaft werden und zu Frustrationen führen kann. 

Ebenfalls sehr hilfreich ist es, sich bei Meditation und Savasana warm einzupacken. Denn nichts ist blöder, als langsam zur Ruhe zu kommen und dann macht sich Gänsehaut breit. Der Fleece-Ponch von Tchibo ist perfekt, um sich warm zu halten. Er ist federleicht und lässt sich klein zusammenfalten, passt also in jede noch so kleine Tasche. Darüber hinaus hat er keine Schnallen, Knöpfe oder dicke Nähte und drückt somit nirgends bei der Entspannung im Liegen. 

(Sehr interessant finde ich auch das aufblasbare Bolster (Platzsparend!) und das Yoga-Rad, welches eine gute Einsteiger-Alternative für das deutlich teurere Original zu sein scheint.)

Meditation Tutorial Tchibo

Don’t hesitate: Meditate

Und dann musste ich mir im Klaren darüber werden, dass Meditation so viel mehr ist, als ewig langes Sitzen und Leere im Kopf. Nichts Abstraktes, nach dem man strebt und das man irgendwann, mit viel Mühe, erreichen kann. Man muss es einfach machen. Es ist wie Fahrrad fahren. Erst ist man froh, überhaupt auf dem Sattel sitzen und die Füße vom Boden heben zu können. Dann kann man ein paar Meter weit eiern und irgendwann fährt man mit Karacho freihändig jauchzend den Berg runter. (Was ich nie getan habe. Ich Schisser. Aber mit der Meditation ist das wohl ähnlich. Ich habe mich lange nicht getraut einfach „zu machen.“ Nicht vertraut.) 

Bevor wir uns also an die spirituell anspruchsvolleren Kaliber wagen, zeige ich euch heute ein paar ganz einfache Praktiken, die ihr selbst im größten Trubel unterbringen könnt. Denn meditieren kann wirklich jeder. Sofort. Selbst ihr könnt genau jetzt damit anfangen. Einfach das Handy oder den Laptop zur Seite legen und los geht es. Glaubt ihr nicht? Dann mal los. Ich zeige euch heute drei ganz einfache Tools, die ihr sofort, in diesem Moment und (fast) überall anwenden könnt. Sogar während ’nem langatmigen Meeting oder beim Warten auf die Bahn. 

Für die unsteten Geister haben sich die alten Lehrer ein paar Kniffe ausgedacht. Denn so einfach es auch klingen mag: „Lasst die Gedanken vorbeiziehen, beobachtet sie und konzentriert euch dann wieder auf den Moment.“ ist in der Realität oft gar nicht so einfach.

Da hilft es, den Geist mit etwas zu beschäftigen. Mit einem Mantra beispielsweise. Seine Schwingungen allein – laut ausgesprochen, geflüstert oder nur gedacht – helfen, unseren geistigen Zustand zum Positiven zu ändern. Eines der wichtigsten und vielseitigsten Mantren aus dem Kundalini Yoga ist das Mantra SAT NAM. Frei übersetzt bedeutet es soviel wie „Ich bin die Wahrheit“. Und es eignet sich hervorragend, um darüber zu meditieren. 

Meditation Mala

Meditation „on the go“ 

Kirtan Kriya

Für diese einfache Meditation wird das Mantra SAT NAM zu SA TA NA MA verlängert: Geburt, Leben, Tod, Wiedergeburt. Wem das zu spirituell klingt: Egal, einfach machen. Die Meditation hilft Gewohnheiten zu durchbrechen, klärt den Geist und hilft, die eigene Bestimmung zu finden.

Nehme eine aufrechte Position ein und schließe wenn möglich die Augen. Während du das Mantra im Geiste vor dich hersagst, führst du die Finger einer oder beider Hände abwechselnd zum Daumen.

Sa – Zeigefinger mit leichtem Druck zum Daumen
Ta – Mittelfinger mit leichtem Druck zum Daumen
Na – Ringfinger mit leichtem Druck zum Daumen
Ma – kleiner Finger mit leichtem Druck zum Daumen

Danach wieder von vorn, also am Zeigefinger, beginnen. Für zwischendurch reicht eine gute Minute, die auch mal eben unterm Tisch durchgeführt werden kann. Im Anschluss tief einatmen, den Atem kurz anhalten und tief ausatmen.

Wer tiefer gehen möchte, versucht sich hieran: 5 Minuten normal sprechend, 5 Minuten flüsternd, 10 Minuten im Geiste sagen, 5 Minuten flüstern, 5 Minuten normal sprechend. Die Zeiten können variiert werden, die Proportionen zueinander sollten aber beibehalten werden, z.B. 2 – 2 – 4 – 2 – 2 oder 1 – 1 – 2 – 1 – 1.

Herzschlag Meditation

Lege vier Finger einer Hand auf den Puls der anderen. Nicht den Daumen verwenden, denn der hat einen eigenen Puls. Nun im Geiste und im Takt des Herzschlags/Pulschlags SAT NAM rezitieren. SAT auf den ersten, NAM auf den zweiten Schlag und so weiter. Ideal sind mindestens 3 Minuten, aber selbst eine Minute ist immerhin etwas. Das geht immer und überall, wetten?

Die „Don’t Meditate“ Meditation

Für die ganz harten Fälle – und Kinder – habe ich eine Meditation aus Three Min Start für euch. Hier wirkt nämlich schon die Handhaltung kleine Wunder und euer Geist kann machen, was er will. Setzt euch in eine aufrechte Position und bringt eure Hände in der Form einer Lotusblüte ca. 10 cm vor der Stirn zusammen. Heißt: Die Handwurzeln berühren sich, ebenso Daumen und kleine Finger. Die restlichen Finger werden abgespreizt. 

Schließt die Augen, atmet durch die Nase und tut alles, um nicht zu meditieren. Jawohl, richtig gelesen. Denkt an alles, was euch heute zu passiert ist, an die schönen Dinge, an die blöden Gefühle, von mir aus auch an den Einkaufszettel. Aber meditiert um Himmels willen nicht! Im Anschluss tief einatmen, den Atem anhalten und dabei alle Muskeln im Körper anspannen. Ausatmen und Entspannen. Na, entspannter? 

(Bei der Entstehung dieses Textes, habe ich übrigens nach der Hälfte das MacBook zur Seite gelegt und eine halbe Stunde zu Songs von Ignite, Slipknot und Sia die Glieder geschüttelt. Danach war das Herz am pumpen und der Kopf frei für neue Gedanken. Irgendwie auch eine Art der Meditation. )

Wer Lust bekommen sagt, ein wenig was für sich , seinen Geist und seinen Körper zu tun, sollte mal bei der Tchibo Community Aktion #befitbeyou reinschauen. Dort findet ihr aktuell viele Videos mit Übungen, Rezepten und Tipps von den drei Expertinnen Hannah Frey (Yoga & Ernährung), Friederike Franze (Laufen) und Louisa Tellert (Fitness) , die euch mit Rat und Tat zur Seite stehen und Fragen beantworten. 

© Fotos: Franzi Schädel

P.S.: *Dies ist eine bezahlte Kooperation mit Tchibo. Das ist gut für mich und gut für euch. Weil es mir ermöglicht das Blog in diesem Umfang zu führen und euch weiterhin zur Verfügung zu stellen. Und meine Arbeit von coolen Leuten in dieser Form wertgeschätzt wird. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. 

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