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Make Up Entferner Hydrolat

Beauty DIY | Reinigungsöl und Toner – vegan und easy

Make Up Entferner Hydrolat

Moin,

was meine Pflege angeht bin ich sehr undogmatisch. Da steht ein High End Produkt neben dem Toner aus der Drogerie und einem schnöden Pott Kokosöl. Meine aktuelle Routine besteht aus feinsten Laborschöpfungen von Paulas Choice und wiederum simpelsten Monoprodukten aus der Natur.

Besonders gern habe ich gerade Dinge, die ich schnell selbst anrühren kann und die dennoch super effektiv sind. Zwei meiner täglichen Basics in Sachen Beauty DIY möchte ich euch heute vorstellen. Die Rohstoffe hierfür gibt es kostengünstig in der Apotheke, dem Bioladen oder online.

Die Natur hat da nämlich einiges für uns parat. Beispielsweise ein  wunderbares Reinigungsöl, der selbst wasserfeste Produkte runter bekommt und zugleich die Haut wunderbar pflegt. Die Herstellung ist denkbar einfach, denn man benötogt nur zwei Zutaten: Rizinusöl und ein Basisöl eurer Wahl. Hier gilt die einfache Regel „Rizinus reingt, Basisöl pflegt.“ Denn Rizinusöl ist lipophil, zieht als Fett an. Würdet ihr auf lange Sicht Rizinusöl pur auftragen, würde es eure Haut höchstwahrscheinlich austrocknen. Daher braucht es auch eine pflegende Komponente. Ich habe ganz pragmatisch heimisches Sonnenblumenöl verwenden. Eurer Phantasie und euren Bedürfnissen sind da aber keine Grenzen gesetzt. Einzig eine kleine Sache solltet ihr beachten, um das perfekte Reinigungsöl für eure Haut zu kreiieren: Das Mischverhältnis der Öle. Die Faustregel besagt, dass für normale und Mischhaut ein Verhältnis 50:50 ideal ist. Menschen mit fettiger Haut verwenden mehr Rizinusöl, diejenigen mit trockener Haut mehr Basisöl. 

Rizinus Öl ein bisschen vegan

Einfach beide Öle in einen Spender füllen und gut schütteln. Reinigungsöl wird mit den Fingern aufgetragen und in kreisenden Bewegungen einmassiert. Wer gern stärkeres oder haltbareres Make Up aufträgt, lässt es einfach ein paar Sekündchen zusätzlich wirken. Es braucht nur wenige Tropfen, so dass das Öl SEHR ergiebig ist. Danach wird es mit warmem Wasser abgenommen. Hierfür verwende ich gerne Mikrofasertücher, die ich in richtig heißes Wasser tauche und wie ein Mini-Dampfbad auf der Haut wirken lassen. Lauwarm tut es aber auch.

Für die Entfernung von Mascara und Co. nehme ich einen feuchten Wattepad und trage einige Tropfen Öl auf. Durch die Feuchtigkeit zieht es nicht zu sehr in den Pad ein und lässt sich besser auf der empfindlichen Lidhaut verteilen. Wer sich dies sparen möchte, kann den Cleanser selbstverständlich auch hier mit den Fingern auftragen, sollte hier aber besonders vorsichtig vorgehen.

Im Anschluss ist meine Haut gereingt und oft schon so gut gepflegt, dass ich gar keine weiteren Produkte benötige. Bevor die Frage aufkommt: Nein, Öl bekomme ich dabei so gut wie nie in die Augen.

DIY ein bisschen vegan

Für die morgendliche Reinigung, für Feuchtigkeit unter Sheabutter oder Kokosöl sowie einfach als Erfrischung zwischendurch verwende ich gerade am liebsten mein DIY Rosen Hamamelis Hydrolat. Hierfür mische ich ganz simpel beide Hydrolate 50:50 in einer Sprühflasche. Ersteres pflegt sensible, trockene Haut, wirkt beruhigend und gegen Rötungen, während die Hamamelis, auch Zaubernuss genannt, astringierend und entzündungshemmend bei großporinger und unreiner Haut wirkt. Die perfekte Mischung für meine feuchtigkeitsarme Mischhaut also!

Beide Hydrolate sind ebenfalls in der Apotheke, im Bioladen oder online zu bekommen. Auch hier solltet ihr – wie bei allem, was eure Haut berührt – auf Qualität achten. Rosenwasser ist nicht gleich Rosenwasser. Dieser Name wird häufig auch für billigste Mischungen aus destilliertem Wasser verwendet, die häufig mit synthetischen Rosendüften aromatisiert werden. Für ein richtiges Rosenhydrolat wird die Rose im Wasserdampf destilliert. Das so entstandene Produkt riecht deutlich runder, samtiger und „rosiger“ als das eigentliche ätherische Öl der Blüte.

Simple as simple can be

Ihr seht: Für ein Beauty DIY braucht es nicht gleich ein komplettes Chemielabor. Oft sind es die kleinen Dinge, die einen riesigen Unterschied machen. Auf der Haut, für die Natur und im Geldbeutel. 
Und sich seinen Make Up Entferner selbst zu rühren verpflichtet auch nicht sofort zum immerwährenden „Öko-tum“. Nö. Dafür ist es umso schöner, die Vorteile aus allen Ecken der Kosmetik zu nutzen, oder?