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MSM | Was sich in einem Jahr getan hat.

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Achtung: Ein Blog ersetzt nicht den Gang zum Arzt. Ich werde hier keinen fachlichen Rat geben können und wollen. Nicht in Bezug auf Wechselwirkung mit anderen Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln, nicht in Bezug auf behandlungsbedürftige Erkrankungen. Mails dieser Art werden von mir nicht beantwortet.

Moin,

seit dem letzten Update ist eine Zeit ins Land gegangen und so bin ich euch mal wieder ein paar Zeilen schuldig. So langsam befinden wir uns nämlich in der eigentlich interessanten Phase: Die Heuschnupfensaison hat gegonnen.

Ich begann mit der Einnahme im Sommer letzten Jahres.  Was, wieso und wieviel könnt ihr hier, hier und auch ein bisschen hier nachlesen. (Im ersten Artikel findet ihr auch meine Bezugsquellen und Einnahmedosis.) Ohne nennenswerte Unterbrechungen nehme ich die Kapseln nun also fast ein Jahr. Heute möchte ich euch ein bisschen über meine ganz persönlichen Erfahrungen in den einzelnen Wirkbereichen erzählen. Wie gesagt: persönlich. Denn eine Garantie gibt es nicht. Jeder Körper reagiert anders. Was bei mir klappt, muss bei anderen nicht funktionieren. Aber einen Versuch ist es wert. Die Kapseln sind leicht zu bekommen, relativ günstig und es gibt – bis auf eventuelle anfängliche Entgiftungserscheinungen keine Nebenwirkungen. Eine Überdosierung ist nicht möglich. Mehr auch dazu in den oben verlinkten Artikeln. Doch hier also meine Erfahrungen im Überblick:

Heuschnupfen

Der Hauptgrund, wieso ich damals mit den Kapseln anfing, war mein nun schon 25 Jahre dauernde Kampf gegen und mit dem Heuschnupfen. Mich hat es hart erwischt. Ich habe so ziemlich alle Behandlungsmöglichkeiten durch. Schulmedizinisch und alternativ. Ich habe diverse Kuren hinter mir, zig Medikamente und Spritzen. Am Ende blieben mir nur täglich 180 mg Fexofenadin, Augentropfen, Nasenspray und von März bis August Kortisonspritzen. In den letzten Jahren habe ich zusätzlich zu den Beschwerden an Augen und Nase auch einen allergischen Husten entwickelt, der mich vor allem nachts quält. Meine Lebensqualität ist ohne Kortison so eingeschränkt, dass ich mich eigentlich nur noch im Haus aufhalten kann. Was ich nicht will und beruflich auch nicht kann. Ich musste also vor drei Jahren in den saueren Apfel beissen und das Kortison nehmen. Je nach Stärke des Pollenfluges komme ich pro Saison mit 3-4 Spritzen aus, die jeweils 4-6 Wochen vorhalten. In der ersten Zeit habe ich es mit Kortisontabletten versucht. Da ich aber irgendwann fast täglich 5 mg nehmen musste, stieg ich schnell auf die Spritzen um. Nebenwirkungen habe ich zum Glück keine. Da es heißt, dass man irgendwann aber „immun“ gegen das Kortison werden kann – und damit mein allerletzter Rettungsanker wegbrechen würde – machte ich mich auf die Suche nach Alternativen und stieß auf das MSM. Mir war klar, dass ich keine Wunderheilung erwarten durfte und sicherlich nicht ganz ohne Kortison auskommen würde. Ich erhoffte mir aber eine Linderung der Symptome.

Ab den ersten sonnigeren Tagen im Februar wurde es dann spannend für mich. Und siehe da: Ich spürte keinerlei Beschwerden. An anderen Allergikern um mich herum konnte ich absehen, dass da aber normalerweise welchen hätten sein müssen. Juhu, das Fexofenadin allein schien zu reichen. Das blieb dann auch so bis Anfang/Mitte April. Da begann es mit leichtem abendlichen Augenjucken, welches ich aber mit einfachen Augentropfen gut in den Griff bekam. Die Intensität war kein Vergleich zu sonst. Zudem hatte ich im Vorjahr bereits im März die erste Spritze bekommen und in diesem Jahr sollte es ja besonders heftig werden. Ich konnte die Symptome noch eine Weile im Griff halten, entschloss mich am 22.April dann aber doch, mir die erste Spritze verpassen zu lassen. Die Outdoor-Saison steht bevor und gerade die Symptome an Augen und Atemwegen nahmen zu.

Ich sehe das allerdings nicht als Niederlage, sondern freue mich, dass ich bis April beschwerdefrei war und mit den Spritzen einen Monat später dran bin als in den Jahren zuvor. Dahingehend hat MSM mir schon einmal gute Dienste geleistet. Denn mein Umfeld litt schon deutlich früher und das mit einem meist deutlich weniger ausgeprägtem Heuschnupfen.

Haare

Was soll ich sagen: My hair loves MSM. Wie in einem der Artikel oben beschrieben, ist meine Friseurin absolut begeistert. Ich hatte im letzten Jahr einen unglaublich guten Haarwuchs. Von Kinnlänge im Mai 2013 gehen sie mir mittlerweile bis zur Stelle zwischen Schlüsselbein und Brust. Und die wären noch länger, wäre ich nicht Anfang des Jahres einmal zum Schneiden gewesen. Obwohl es nichts zu schneiden gab. Denn ich habe im letzten Jahr überhaupt keinen Spliss entwickelt. Und das, obwohl ich seit Mai nicht mehr beim Friseur war, zwischendurch einmal chemisch gefärbt und das Haar ein paar Mal mit dem Glätteisen gequält habe. Daumen hoch in puncto Haare!

Haut

Hier muss ich fairerweise sagen, dass ich eine der Glücklichen bin, die auch vorher kaum Probleme mit ihrer Haut hatten. Ab und an bekomme ich auch jetzt noch diesen einen fiesen Pickel. Aber die kann ich wirklich an einer Hand abzählen. Ich höre aber von Anderen, dass sich MSM sehr positiv auf ihre Haut ausgewirkt hat. Beachtet aber bitte, dass es gerade zu Beginn, aufgrund der Entgiftung, zu unreiner Haut kommen kann. Da diese sich ja nur alle 21 (?) Tage erneuert, hat man davon dann leider erst einmal eine Weile was. Aber durchhalten lohnt sich!

Nägel

Meine Sorgenkinder. Sie sind brüchig und splittern schnell. Meine Mutter – die das MSM mittlerweile auch sehr erfolgreich nimmt, berichtet, dass ihre Nägel unter dem Präparat schneller und fester wachsen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das für mich bestätigen kann. Sie wachsen gut, vielleicht tatsächlich etwas schneller als sonst. Splittern tun sie aber dennoch ab und an. Aktuell versuche ich dem mit der Nail Butter Mango von p2 entgegen zu wirken. Da ich zur Zeit auch oft lackiere, verfälscht das natürlich vielleicht auch das Ergebnis. Auf das Lackieren möchte ich allerdings ungern verzichten, da es a) tatsächlich dem Splittern entgegenwirkt (wohl aufgrund der Schutzschicht) und mich b) vom Nägelkauen abhält….

Edit: Nachdem ich die letzten Tage Farbe auf den Nägeln trug und mal genauer hinsah, muss ich sagen, dass meine Nägel doch ganz schön wachsen.

Bindegewebe

Mein absoluter Joker. Erst wollte ich es nicht wahr haben und erwähnte es in den letzten Monaten bewusst nicht. Nach aber nun mehr fast 10 Monaten kann ich sagen, dass mein BIndegewebe – vor allem an den Beinen – doch sichtlich straffer geworden ist. Und das obwohl ich nicht mehr Sport als sonst mache und auch genauso gesund-ungesund esse wie üblich. Ich möchte es nicht beschreien. Aber ich glaube, es funktioniert 😉 Ich werde das auf alle Fälle im Auge behalten.

Fazit

Nie wieder ohne. Auch wenn die Wirkung gegen den Heuschnupfen im Gegensatz zu den zum Teil herausragenden Ergebnissen in den anderen Bereichen eher gering ausfällt. Meine Mutter berichtet übrigens, dass es ihr mit ihrer Fruktoseintoleranz und den Kapseln besser geht und die Symptome etwas geringer ausfallen. Vielleicht noch ein Tipp für die FI-ler_innen hier? MSM soll nämlich auch gut bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten sein. Ein Versuch ist es wert.

Wie sind eure Erfahrungen mit den MSM-Kapseln? Ich freue mich auf eure Berichte!

Tschüss und bis zum nächsten Mal!

x & ♥, Kathrin

Beauty & Care | Meine Helfer für splissfreies, glänzendes und langes Haar.

Nachdem ich gestern nach dem ersten Friseurbesuch seit April 2013 ein Bild meiner Haare auf Facebook postete bin ich immer wieder gefragt worden, wie ich es geschafft habe so lange komplett splissfrei zu bleiben und solch lange und glücklicherweise auch gesunde Haare zu züchten. Heute verrate ich euch also mein Regime, welches ich seit einigen Zeit so, bzw. in etwas abgewandelter Form, praktiziere. Im Grunde ist es ganz simpel, kein Hexenwerk.

Zur Verdeutlichung aber erst einmal ein paar Bilder. Das Bild links entstand kurz nach dem Friseurbesucht im April 2013, das rechte im Januar 2014.

Foto

Hier nun das besagte Bild, welches ich vor zwei Tagen auf Facebook und Instagram zeigte:

Processed with Rookie

Die Basics

1. Kein Silikon

Silikon ist böse. Punkt. Auf den ersten Blick lässt es die Haar glatt und glänzend erscheinen, allerdings dichtet es auch ab, so dass keine Feuchtigkeit eindringen kann und das Haare (wie im übrigen auch die Haut) auf lange Sicht austrocknet. Zudem lassen sich Silikone kaum bis gar nicht komplett ausspülen. Die Mehrheit der Schuppen auf unserem Kopf stammen nicht von abgestorbenen Hautzellen, sondern von Produktrückständen. Mit ein Grund, wieso ich Silikone in Schuppenshampoos für völlig kontraproduktiv halte.

2. Immer zwei Shampoos im Wechsel

Die Praktik immer zwei Shampoo auf dem Wannenrand stehe zu haben, vollziehe ich nun schon seit vielen Jahren. Ich bilde mir einfach ein, dass meine Haare und vor allem meine Kopfhaut sich sonst zu sehr gewöhnen und die Wirkung geschmälert wird. Auch hilft bei der Dauernutzung eines Volumenshampoos (die tendenziell eher austrocknen) ab und an ein Repair Shampoo zur Regeration, so wie ein Shampoo für trockenes Haare gerne ab und an ein stärkerer reinigendes gegen die Rückstände brauchen kann. Wie gesagt: Bilde ich mir ein 😉

3. Fönen – So viel wie nötig, so wenig wie möglich

Fönhitze ist nicht gut für die Haare. Egal wie viel Hitzeschutz man verwendet. Wirklich hilfreich wäre da nur eine Silikonbombe und dann wären wir wieder bei Punkt 1. Natürliches Öl kann in einem gewissen Rahmen helfen, müsste für Glätten, Locken und Co. allerdings so aufgetragen werden, dass es nicht mehr schön aussähe. ich bin also dazu übergegangen nur den Oberkopf zu fönen, damit zumindest der sitzt und ich sofort „vorzeigbar“ bin. Die Längen pfriemele ich in einen Dutt oder lasse sie  an der Luft trocken. Die Spitzen danken!

4. Nur Haargummis ohne Metall

Metall drückt und reibt, da es starr ist und nicht nachgibt. Spitzen brechen so leichter.

5. Conditioner nur sehr selten

Tatsächlich habe ich das mit dem Conditioner ursprünglich nur aus Faulheit und Zeitmangel gelassen. Als ich noch ausschließlich KK Shampoo (oder das falsche NK Shampoo…) verwendete war nicht daran zu denken. Ich wäre beim Kämmen nicht durchgekommen. Seitdem ich regelmäßig Ölkuren mache, ist das kein Problem mehr. Das Auftragen von einem Tropfen Öl in das handtuchtrockene Haar hilft genauso gut.

6. 1-2x die Woche eine Ölkur über Nacht

Ich teste mich da gerade quer durch die Sortimente. Meine beiden Favoriten findet ihr auf dem Bild. Das Amla Öl hat einen so besonderen und intensiven Geruch, dass ich es nur über Nacht im Haare lasse und morgens ausspüle. Das Arganöl kommt auch nach der Wäsche oder in kleinster Menge auch noch dem Trocknen ins Haare (und auf die Haut und den Körper). Am besten wirkt Öl in leichten angefeuchtetem Haar (ein Blumensprüher leistet hier gute Dienste), da dann gleich Feuchtigkeit eingeschlossen wird. Öl auf trockenem Haar KANN auf Dauer auch austrocknen, weil Feuchtigkeit ausgeschlossen wird.

7. Öl in die Spitzen – Vor und/oder nach dem Fönen

 Siehe oben. Entwirrt, macht kämmbar und schützt die Spitzen.

8. MSM

Hier fasse ich mich ebenfalls kurz und verweise auf meine beiden Blogposts zum Thema: Hauptartikel, Update. Dort findet ihr auch alle Infos zur Dosierung, eventuellen Nebenwirkungen und meine Bezugsquelle.

9. Nasse Haare kämmen

Ja, ich weiß. Man soll nasse Haare nicht kämmen. Ich muss es tun. Und mache es auch schon immer so. Anders würde ich im trockenen Zustand nicht mehr durchkommen. Ich wasche die Haare über Kopf und muss sie zum Fönen „gerade biegen“. Dafür muss ich dann während und nach dem Fönen weniger Kämmen. Ich verwende eine grobzinkigen Kamm und beginne immer an den Spitzen. Auch ein Tangle Teezer hat sich als hilfreich erwiesen, wobei ich keinen signifikanten Unterschied zum Kamm feststellen konnte. Ausser vielleicht der, dass der Teezer bei meinem dicken Haar eh nur die Deckhaare erreicht, das Haar also nicht vollständig durchgekämmt wird.

Was es sonst noch zu sagen gibt

Ich färbe meine Haare sehr, sehr selten. Entweder gar nicht oder einmal im Jahr, wenn die Haare über den Sommer wieder besonders ausgeblichen und somit „scheckig“ sind, um sie wieder anzugleichen. Hierfür verwende ich eine chemische, dauerhafte Coloration. Warum ich dafür kein Henna verwende, könnt ihr hier nachlesen.

Meine aktuelle Favoriten

Aktuell verwende ich am aller-, allerliebsten das Volumenshampoo von eco cosmetics. Noch ein Tipp von Frau Dittrich von Pure Schönheit und das, nachdem ich so lange gesucht habe: Ein Naturkosmetik-Shampoo, dass reinigt wie ein herkömmliches, nicht beschwert, gut riecht, absolut verträglich und dazu auch noch erschwinglich ist. Die Nachbestellung ist bereits unterwegs. Im Wechsel verwende ich dazu aktuell das Repairshampoo von Lavera.

Wenn ich dann doch mal eine Spülung verwende, dann den Cupuaçu Conditioner von Amazonia Preciosa. Ein perfekter American Cream (Lush) Dupe!

Für die nächtliche Ölkuren verwende ich entweder das Amla Haaröl von Khadi oder das Arganöl von Jislaine. Letzteres kommt auch vor oder nach dem Fönen in die Spitzen und/oder auf das Deckhaar. Bitte SEHR sparsam dosieren!

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MSM | Ein Update

Achtung: Ein Blog ersetzt nicht den Gang zum Arzt. Ich werde hier keinen fachlichen Rat geben können und wollen. Nicht in Bezug auf Wechselwirkung mit anderen Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln, nicht in Bezug auf behandlungsbedürftige Erkrankungen. Mails dieser Art werden von mir nicht beantwortet.

Nun ist es schon eine ganze Weile, dass ich über die MSM Kapseln geschrieben habe und bin euch ein Update schuldig. Hier also nun ein kleiner Bericht über das, was sich seitdem getan hat. Ich habe damals eine Packung der Kapseln durchgenommen  (1×2 Kapseln á 500 mg am Tag) und danach erst einmal eine Pause gemacht. Einfach, weil ich nie dazu kam neue zu bestellen…

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Die Wirkung

Wie bereits im ersten Bericht angedeutet hatte ich die erste Zeit sehr lebhafte Träume. Das legte sich eigentlich erst kurz vor Ende der 60 Tage. Andere Nebenwirkungen hatte ich nicht. Meine Haare maßen kurz nach Beginn der Einnahme am 21.07. vom Scheitel bis zur Spitze 45,5 cm. Danach vergaß ich tatsächlich zu messen, so dass ich das zweite Mal erst nach zwei Monaten, kurz nach Ende der Einnahme, am 25.09. maß: 49,5 cm. Ein ganz ordentliches Ergebnis, wie ich finde.

Was die Wirkung gegen Heuschnupfen angeht kann ich sagen, dass ich zumindest um Juli noch Beschwerden hätte haben müssen, die aber ausblieben. Einen kleinen Schub hatte ich noch einmal Ende September, allerdings nahm ich ich zu diesem Zeitpunkt weder die Kapseln, noch meine Basismedikation. Ob MSM also tatsächlich so gut wie überall geschrieben gegen Allergien wirkt, werde ich erst im nächsten Frühjahr einschätzen können. Ich habe mir jedenfalls vorgenommen die Kapseln ab jetzt auch wirklich durch zu nehmen. 

Die zweite Runde

Denn rund vier Wochen nach Absetzen des MSM machten sich wieder vereinzelt Unreinheiten breit, was mich dazu bewegte endlich eine neue Packung zu bestellen. Jaja, der Mensch muss erst leiden… Diesmal erlebte ich gleich nach der ersten Einnahme sehr lebhafte Träume, was allerdings nur wenige Tage anhielt. Es scheint sich also schneller reguliert zu haben. Meine Haut ist wieder top. Keine Unreinheiten, keine Pickel, nichts. Meine aktuelle Haarlänge beträgt 50,5 cm. Die Haare sind in dem Monat ohne MSM anscheinend wieder nach Norm gewachsen. Werde nun in den nächsten Monaten beobachten, ob das schnellere Wachstum im Sommer eventuell auch mit anderen Faktoren zusammengehangen haben könnte. MSM wird auf alle Fälle ab jetzt zu meinem allabendlichen Ritual gehören. Sollte sich im Frühjahr auch noch mein massiver Heuschnupfen mildern… Ein nächstes Update kommt bestimmt. Irgendwann 😉

Hat jemand von euch bereits MSM ausprobiert? Und wenn ja, welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Hat es euch etwas gebracht? Ich bin sehr neugierig auf eure Meinungen.

Unter der Lupe | MSM Kapseln für und gegen alles: Schönere Haut, längere Haare und keine

Achtung: Ein Blog ersetzt nicht den Gang zum Arzt. Ich werde hier keinen fachlichen Rat geben können und wollen. Nicht in Bezug auf Wechselwirkung mit anderen Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln, nicht in Bezug auf behandlungsbedürftige Erkrankungen. Mails dieser Art werden von mir nicht beantwortet.

Das erste Mal stieß ich auf die ominösen drei Buchstaben in einem Forum für Kosmetik und Pflege: MSM, die Abkürzung für Methylsulfonylmethan. Dinge die ich nicht aussprechen, geschweige denn schreiben kann ohne abzugucken sind mit immer erst einmal suspekt.

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Doch was ich dort las klang verheißungsvoll: Schneller wachsende, dickere Haare, schönere Haut, starke Nägel. Auch das Bindegewebe soll gestärkt werden. Wie immer bei so etwas waren aber auch die Zweifler nicht weit und so folgten schnell Berichte über Albträume und Kopfschmerzen. Auch gab es anscheinend keine Einigung über die ideale Dosierung. Ich war fasziniert, konnte mich aber nicht dazu durchringen es auszuprobieren.

Einige Jahre später stieß ich dann bei Muso Koroni auf die MSM Beauty Cream von Raw Gaia und wagte einen Versuch. Das Ergebnis überzeugte: Die Creme, die eigentlich vielmehr ein festes Öl ist, bescherte mir eine wunderbar reine Haut. Meine Rettung, wenn ich es mit dem Testen mal wieder übertrieben habe. Irgendwann kam MSM dann auch als Nahrungsergänzungsmittel wieder in meine Gedächtnis und ich begann mich verstärkt damit auseinanderzusetzen.

Eines vorweg: Dieser Artikel ersetzt nicht den Arztbesuch! Ich kann und will hier keine Diagnose stellen. Vielmehr möchte ich euch motivieren euch selbst auf die Reise zu begeben und zu überlegen, ob die Einnahme von MSM vielleicht sinnvoll wäre.

Die harten Fakten

  • Methylsulfonylmethan ist eine organische Schwefelverbindung, die vom menschlichen Körper gut verstoffwechselt werden kann (und mit dem fiesen Schwefelzeugs nichts zu tun hat!). Sie wird vor allem gegen Gelenkerkrankungen, Hautentzündungen, Allergien und bei Beschwerden des Magen-Darm-Traktes eingesetzt. Positive Nebenwirkung können das verstärkte Haarwachstum und die signifikante Verbesserung von Haar, Haut und Nägeln sowie des Bindegewebes sein. Veränderungen sollen in einigen Bereichen schon nach kurzer Zeit sicht- , bzw, spürbar werden.
  • Der Körper besteht normalerweise zu 0,2 % aus Schwefel. Klingt wenig und vernachlässigbar, aber der Gehalt an Schwefel ist fünfmal größer als der von Magnesium und vierzigmal höher als der von Eisen!
  • Schwefel ist ein wichtiger Bestandteil von Enzymen, Hormonen und Aminosäuren und steckt vor allem in Hühnereiern und Kaffee. Beides Lebensmittel, die man – wenn überhaupt – nur in begrenzten Mengen zu sich nehmen sollte. Tendenziell nehmen wir zu wenig Schwefel zu uns. Ursache hierfür ist vor allem die moderne Landwirtschaft und ihre Düngemethoden. Der heutzutage verwendete Kunstdünger enthält kaum noch Schwefel und wenn, dann ist die Menge so gering, dass sie beim Menschen nicht mehr ankommt. Die Symptome eines Mangels hierfür sind leider sehr vielfältig, so dass viele Menschen ihn spät oder gar nicht erkennen.
  • Schwefel sorgt für ein intaktes Immunsystem, indem er den Transport des Spurenelements Selen sichert, dass Infekten, Entzündungen und Abnutzungserscheinungen entgegenwirkt.
  • Leider wird Schwefel durch Erhitzen und Kühlen verflüchtigt, auch Lagerung und Trocknung tun ihm nicht gut. Lebensmittel sollten also frisch und roh verzehrt werden, da sonst der Schwefelbedarf unter Umständen nicht gedeckt werden kann. Wer sich nicht rohköstlich ernähren kann oder will sollte also mal über eine ergänzende Einnahme nachdenken.

Die Einnahme

MSM wird in Pulver- und Kapselform angeboten. Ich habe mich der Einfachheit halber für Kapseln entschieden, die es zum Glück auch ohne Gelatine gibt. Empfohlen wird eine Tagesdosis von 1000 mg, idealerweise kombiniert mit Vitamin C, da dieses die Aufnahme verbessert. Ich nehme diese Kapseln ein. 120 Stück kosten 12,50 €

In den ersten 10 Tagen kann es zu Entgiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen, Hautausschlägen (Pickel) und Durchfall kommen. In diesem Fall wird die Einnahme von Mineralerde empfohlen, da diese die Gifte schneller binden und beim Ausscheiden helfen soll. Nicht wenige Menschen beschreiben auch sehr lebhafte, farbige Träume bis hin zu Albträumen. Diese sollen aber nach einer Weile wieder abklingen.

Meine Erfahrungen

Ich selbst bin bis heute (7. Tage der Einnahme) von den Entgiftungserscheinungen verschont geblieben, einzig die lebhaften Träume kann ich unterscheiben. Es ist aber in keinem Fall unangenehm, hat eher was von Kino. (So war ich mittlerweile zweimal bei der Geburt des britischen Royal Baby dabei. Lasst es euch gesagt sein: Es wird ein Mädchen;))

Stattdessen sehe ich bereits jetzt eine Verbesserung meiner Haut. Hatte in den letzten Wochen mit vereinzelten Pickelchen zu kämpfen, vermutlich aufgrund der ganzen Sonnencreme. Alles ist innerhalb kürzester Zeit abgeklungen. Auch von meiner sonst sehr starken Allergie merke ich aktuell nichts. Ich nehme ab Februar/März täglich 180 mg Telfast und muss zusätzlich alle 4-5 Wochen Kortison spritzen lassen. Seit gut einem Monat bin ich ohne Kortison, weil ich in diesem Jahr mittlerweile schon 3 Spritzen hatte und ich es nicht ausreizen wollte. Vor meinem Einnahmebeginn des MSM hatte ich regelmäßig Beschwerden, die ich zusätzlich mit Augentropfen und Nasenspray bekämpfte. Aktuell spüre ich nichts. *aufholzklopf* Mal sehen, wie es sich im nächsten Frühjahr verhält. Mein Heuschnupfen ist nämlich tatsächlich einer der Hauptgründe, wieso ich mit der Einnahme begonnen habe.

Zu Bindegewebe und vor allem Haarwachstum kann ich nach einer Woche Einnahme natürlich noch nichts sagen. Auch mache ich mir da keine allzu großen Hoffnungen, da die maximal erreichbare Haarlänge vor allem genetisch bedingt ist. Sollte sich aber dennoch etwas tun, nehme ich das natürlich dankbar an. Ich werde aber weiterhin beobachten und euch in einigen Wochen einen Zwischenstand geben.

Hier geht es zu meinen nachfolgenden Artikeln zum Thema:

Nov. 2013: Ein Update
Mai 2014: Was sich nach einem Jahr getan hat.

Nehmt ihr MSM ein oder habt es mal getan? Wie sind eure Erfahrungen? Als „Neuling“ freue ich mich auf eure Berichte.

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