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Vegan Weekend Treat | Sandelholz Seife von Sodasan

Sandelholz Seife von Sodasan

Wie riecht eigentlich so ein Yogi? Bestimmt nach Weihrauch. Und Yogi Tee. Irgendwie auch nach Gummimatte. Und früher oder später auch noch Schweiß. Vielleicht ein wenig nach Rose?

Auf alle Fälle riecht er aber nach Sandelholz. Ich vermute, dass kein Geruch stärker mit indischer Spiritualität verbunden wird als der Duft dieses kostbaren Holzes. Auch wenn starke Duftwolke in den Studios – zu Recht – verpöhnt sind: Ein wenig Sandelholz geht immer. 

Der Duft wirkt harmonisierend, erdend und ausgleichend. Zudem soll es auch aphrodisierend wirken. Ob da allerdings etwas dran ist, kann ich nicht beurteilen. Mein Händewaschen läuft immer ziemlich unerotisch ab. 

Zumindest bildet der holzige Duft der Flüssigseife Liquid Herbal Sandal von Sodasan einen tollen Kontrast zu all den sonst so blumig oder „rein“ riechenden Seifen auf dem Markt. Gepaart mit erfrischender Bergamotte und spritziger Zitrone wird selbst so etwas alltägliches wie das Händewaschen zur kleinen yogischen Freude.

Inhaltsstoffe

aqua,helianthus annuus seed oil saponified(potassium salts),potassium olivate,alcohol denat., glycerin,potassium citrate,parfum,citronellol,geraniol,linalool,limonene,citral

pH-Wert: 9,4 – 10,2

250 ml – 3,99 €

Flüssigseife Sandelholz Sodasan

P.S.: Ich habe die Sandelholz Seife von Sodasan selbst gekauft. Dies hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine ehrliche Empfehlung. Wie immer gilt: Was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog.

Gastbeitrag| Seife ist Musik für die Haut | Von Sinfonien und Misstönen.

Bei einem Einkaufsbummel durch die Innenstadt stieg mir plötzlich ein sehr intensiver Duft in die Nase. Ich folgte neugierig der Spur und stand schließlich vor einem Seifenladen. Die offenstehende Tür lud mich zum Hereinkommen ein, im Laden allerdings wurde mir schnell bewusst, dass die offene Tür nicht nur Kunden anlocken, sondern wohl vor allem das Verkaufspersonal vor drohenden Atembeschwerden schützen soll.

Ein extrem aufdringliches Gemisch der unterschiedlichsten Düfte und Aromen auf engstem Raum schlug mir entgegen. Wie halten die das hier nur den ganzen Tag aus?“ fragte ich mich. Ich lese etwas von „hochwertig“, „ökologisch“. Danach riecht es hier nicht gerade, aber das kann ja täuschen! Ich sehe mir das Angebot einmal genauer an: Die Seifen alle sehr bunt in für mich „abenteuerlichen“ Formen, groß und rund wie Käselaibe oder Torten.Verkauft werden kleine Stücke von den riesigen Gebilden. Da stellt sich mir die Frage: Warum stellen sie die Seife nicht gleich in handlicheren Formen her und wer möchte sich mit so einem oft sehr unhandlichen Keil „Seifentorte“ waschen“?
In einigen Seifen finden sich sogar Fruchtstücke, zu welchem Zweck? Der Geruch und die Konsistenz gehen bei der Herstellung verloren und beim Waschen mit dieser Seife landen die Stücke im Waschbecken und verstopfen im schlimmsten Fall den Abfluss

Ich bin vielleicht zu kritisch …

Die Zutatenlisten der Seifen können es fast mit einem Medikamentenbeipackzettel aufnehmen: Propyl Glycol steht gleich an erster oder zweiter Stelle. Hierbei handelt es sich um ein Mineralöl, welches dazu dient die Seife feucht zuhalten.
Jetzt war mir klar, warum sich die Seife im Laden noch in Stücke schneiden lässt. Bei handgemachter Naturseife ist dies ein paar Tage nach der Produktion schon nicht mehr so einfach möglich, da die Naturseife ohne diesen Zusatz trocknet und härtet.

Weiter lese ich EDTA oder Tetrasodium Etidorate, ein viel eingesetzter, wenig toxisch aber schlecht biologisch abbaubarer Konservierungsstoff in der Kosmetik, der das ranzig werden der Seife verhindern soll. In zertifizierter Naturseife ist EDTA übrigens nicht zugelassen.

Dann Sodium Lauryl Sulfate, ein allergieauslösender Zusatz, der laut EU Gefahrenstoffkennzeichnung sogar als gesundheitsschädlich eingestuft wird. Wie gruselig ist das denn?…

In einigen Seifen finde ich Lilial (Butylphenyl Menthylpropional), ein synthetischer Duftstoff, der zwar wunderbar nach Maiglöckchen duftet, dem aber eine hormonähnliche Wirkung nachgesagt wird, die in Tierversuchen den Hormonhaushalt von Ratten nachhaltig gestört haben soll.

Die große Farbpalette kommt, wie zu lesen ist, auch mit Hilfe von AZO Farbstoffen CI 17200 Blaurot, CI 14700 Gelbrot, CI 19140 Gelb zustande. Auf die Bedenklichkeit der sog. AZO Farbstoffe, die krebserregend sein sollen, ist schon ausführlich in den Medien hingewiesen worden. In geringen Mengen sind diese jedoch in der Kosmetikverordnung zugelassen. Ohne diese künstlichen Farbstoffe, wäre es nicht möglich so intensive Farben zu erzeugen. Das klingt alles nicht ökologisch !OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Die Natur bietet natürliche Farbstoffe wie Spirulina, Anattosaat, Tonerden u.s.w. die dezent färben, dafür aber keine gesundheitsschädliche, sondern sogar pflegende Wirkung haben. Auch auf synthetische Duftstoffe kann Naturseife verzichten. Natürliche ätherische Öle duften nicht so intensiv und aufdringlich wie synthetische, der Duft hält in der Naturseife jedoch viel länger und flacht nicht so schnell ab. Ohne Konservierungsstoffe ist Naturseife bei entsprechender Lagerung ein Jahr und sogar länger  haltbar.

Bei den Seifen im besagten Laden beschränken sich die versprochenen „hochwertigen“ Öle auf Rapsöl und Kokosöl, unter „hochwertig“ verstehe ich etwas anderes. Warum verwenden Seifenhersteller laut eigener Aussage nur hochwertige, ökologische Zutaten, kaltgepresste, natürliche Öle, wenn am Ende dann so ein teurer „Chemiecocktail“ dabei herauskommt, der mit ursprünglicher Seife nicht mehr viel zu tun hat? Mensch sollte sich nicht von einer plakativen Ökobotschaft (die zwar nicht schwarz auf weiß geschrieben, aber dennoch durch Marketing und Image suggeriert wird), witzigen Formen und schrillen Farben blenden lassen und einmal genauso kritisch auf die Zutatenliste schauen, wie er es beim Einkauf seiner Nahrungsmittel täglich tut. Die Haut ist nicht nur unser größtes Organ, sondern um ein vielfaches aufnahmefähiger als der Darm. Die Chemie mit der wir uns waschen, kann durch Einschleusen durch die Haut in den Blutkreislauf gelangen und unseren Organismus schädigen.

Deshalb mein Plädoyer für traditionelle handgemachte Naturseife, ohne Chemie, ohne Schnick Schnack und grellbunte Farben. Für ehrliche“ Seife aus wirklich natürlichen und hochwertigen Zutaten. Die zart duftet, wunderbar schäumt und die Haut pflegt.

Ganz ohne schlechtes Gewissen !