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Kate Hudson Buch Ganz Schön Glücklich

#VWT | Kate Hudson | ganz. schön. glücklich.

Kate Hudson Buch Ganz Schön GlücklichKate Hudson und ich. Hach. Das ist ein ziemlicher Girl Crush. Als Schauspielerin immer eher auf die Rolle des „southern girl from next door“ festgelegt, liebe ich ihre Boheme, dieses immer leicht Entrückte und Hippie-eske. Sie wirkt auf mich, als sei sie mit sich im Reinen und strahlt dabei so viel Lebensfreude und Freigeist aus. Wohl auch deshalb zählt  Almost Famous seit mittlerweile 17 Jahren zu meinen absoluten Feel Good Movies. 

Nun hat Kate Hudson ein Buch herausgebracht, welches mittlerweile auch auf Deutsch erhältlich ist. Und selbstverständlich kam ich nicht drumherum, es mir genauer anzusehen. ganz. schön. glücklich* ist sowas wie eine Anleitung für dieses ganz bestimmte „Kate-Hudson-Gefühl“. 

Es ist keine Erweckungsgeschichte á la Hollywood, sondern ein persönlicher Bericht einer langen Entwicklung. Und haut ziemlich genau in die Kerbe, in die Jenny & Moritz mit ihrem famosen Food ’n‘ Love Kurs* hauen: Es gibt kein Patentrezept, welches für alle Menschen funktioniert. Aber wenn du deinem Körper zuhörst und ein Gefühl für ihn bekommst, kannst du ein glücklicherer und gesünderer Menschen werden. 

Klingt fast zu banal, als das man das glauben möchte. Aber genau deswegen verdienen wahrscheinlich all die Gurus mit ihren „Non Plus Ultra“-Konzepten auch so viel Geld… 

Das Buch ist vollgepackt mit Rezepten, Achtsamkeitsübungen, Yoga und anderen guten Dingen, die allen Menschen gut tun. Dazu ein bisschen Ayurveda, ordentlich Bewegung und viel Selbstakzeptanz. Einziger Haken: Kate Hudson isst sowohl Milchprodukte als auch vereinzelt Fleisch. Diese Dinge finden sich also auch im Buch wieder, können aber geflissentlich ignoriert werden. Es bleibt genug über, von dem auch Veggies profitieren können. 

ganz. schön. glücklich. ist schön anzusehen, mit tollen Illustrationen, Fotos und – worauf ich ja persönlich sehr stehe – einer angenehmen Haptik: Matte Seiten, mattes Cover mit Prägung und einem Duft „nach Buch“. 

Wieder so ein Buch, mit dem man sich abends im Bett oder am Wochenende auf dem Sofa herrlich die Zeit vertreiben und dabei noch was für sich mitnehmen kann. 

Kate Hudson Buch Lifestyle Kate Hudson Buch Ganz Schön Glücklich Rezension

Kate Hudson Buch Ganz Schön Glücklich

P.S.: Bei dem Buch handelt es sich um ein von mir angefordertes Rezensionsexemplar.

Der Link dazu und zum Food ’n‘ Love Kurs sind Partner-Links (Affiliate). Solltet ihr das Buch oder den Kurs über diesen Link kaufen, sind sie für euch nicht teurer als sonst, allerdings unterstützt ihr damit meine Arbeit an diesem Blog. Solltest ihr dies tun, bedanke ich mich recht herzlich für eure Unterstützung. Ansonsten steht euch natürlich frei, das Buch oder den Kurs über andere Quellen zu beziehen. 

Natürlich gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. 

Meditation Audra

Meditation für alle, die nicht meditieren können

Meditation Audra  Werbung*

Ich bereite alles vor. Vorbereitung ist schließlich alles. Ich lüfte das Zimmer, rolle die Matte aus und falte mich in den Schneidersitz. Augen zu und einmal tief ein- und ausgeatmet. Es kann losgehen. 

Nach gut 10 Sekunden zieht der erste Gedanke vor meinem inneren Auge vorbei. Nach 1 Minute linse ich zum ersten Mal verstohlen durch die halbgeschlossenen Lider. Und nach 5 Minuten schlafen mir die Beine ein. Ich soll den Schmerz wahrnehmen sagen sie. Und dann soll ich ihn vorüberziehen lassen sagen sie. Ich beginne unruhig hin und her zu rutschen. Wie ein kleines Kind, dem man gesagt hat, es soll doch bitte mal wenigstens 5 Minuten still sitzen. Der Schmerz wird immer fieser und ich muss aus dem bilderbuchreif gezirkelten Yogasitz entfliehen. Ich schaue auf die Uhr. Es sind gerade mal 3 Minuten vergangen. 3 Minuten, in denen ich mich keine Sekunde entspannt oder auch nur fokussiert gefühlt habe und die höchstwahrscheinlich herzlich wenig mit Meditation zu tun hatten. Dabei soll es doch so einfach sein. Sagen sie. 

Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass sich die Außentemperatur gerade knapp unter Null bewegt und ich statt unter einer Palme unter meiner Monstera sitze. Vielleicht klappt das mit dem Meditieren auf Bali einfach besser? Oder aber ich habe die falsche Hose an. Ob mich die fancy Yoga Pants, die mir gerade auf Instagram auf jedem 3. Bild entgegenstrahlen in andere Sphären katapultiert? Wahrscheinlich hätte ich mir einfach die Pizza gestern Abend kneifen und stattdessen eine Buddha Bowl essen sollen. Dabei liegt mir Rohkost manchmal schwerer im Magen als fettiges, italienisches Essen. Das sieht aber natürlich weniger yogisch aus. 

Oder kann ich es einfach nicht? Vielleicht bin ich einer der Menschen, die nicht zum Meditieren gemacht sind. Sowas gibt es bestimmt. Wie diese Menschen, die nicht hypnotisiert werden können. Wobei es ja immer heißt, jeder kann meditieren… Hm. 

Meditation Yoga

Ich muss die Entspannung entspannter angehen

Es gibt nämlich tatsächlich ein paar Kniffe, die eine Meditation auch im trubeligsten Alltag möglich machen. Für die man nicht als digitaler Nomade auf ’ner Palme sitzen oder drei Mal die Woche ins hippe Yoga Studio laufen muss. Zum Schluss stelle ich euch drei einfache Meditationstechniken vor, die wirklich jeder umsetzen kann. Garantiert.

Doch beginnen wir mal mit den Vorbereitungen. Eine meiner besten Anschaffungen der letzten Zeit ist definitiv mein neuer Meditationshocker. Schon lange war mir eigentlich klar, dass ich so etwas brauche. Vor allem jetzt, nach dem Unfall. Aber sich mit 33 Jahren selbst einzugestehen, dass das mit dem Schneidersitz mittlerweile leider doch recht tagesformabhängig ist, ist gar nicht so leicht. Ein erster Schritt in Richtung Achtsamkeit. Früher waren wie auch immer überschlagene Beine kein Problem für mich. Mittlerweile schlafen sie mir tatsächlich gerne mal ein. Selbst im aufrechten Sitz auf einem zu niedrigen Stuhl. Der Hocker hilft dabei, zum einen aufrecht zu sitzen und zum anderen, die Blutgefäße und Nervenbahnen in Hüfte und Beinen nicht zu sehr zu quetschen. Vor allem im Fersensitz ruht nahezu das ganze Körpergewicht auf Beinen und Füßen, was für Ungeübte schnell schmerzhaft werden und zu Frustrationen führen kann. 

Ebenfalls sehr hilfreich ist es, sich bei Meditation und Savasana warm einzupacken. Denn nichts ist blöder, als langsam zur Ruhe zu kommen und dann macht sich Gänsehaut breit. Der Fleece-Ponch von Tchibo ist perfekt, um sich warm zu halten. Er ist federleicht und lässt sich klein zusammenfalten, passt also in jede noch so kleine Tasche. Darüber hinaus hat er keine Schnallen, Knöpfe oder dicke Nähte und drückt somit nirgends bei der Entspannung im Liegen. 

(Sehr interessant finde ich auch das aufblasbare Bolster (Platzsparend!) und das Yoga-Rad, welches eine gute Einsteiger-Alternative für das deutlich teurere Original zu sein scheint.)

Meditation Tutorial Tchibo

Don’t hesitate: Meditate

Und dann musste ich mir im Klaren darüber werden, dass Meditation so viel mehr ist, als ewig langes Sitzen und Leere im Kopf. Nichts Abstraktes, nach dem man strebt und das man irgendwann, mit viel Mühe, erreichen kann. Man muss es einfach machen. Es ist wie Fahrrad fahren. Erst ist man froh, überhaupt auf dem Sattel sitzen und die Füße vom Boden heben zu können. Dann kann man ein paar Meter weit eiern und irgendwann fährt man mit Karacho freihändig jauchzend den Berg runter. (Was ich nie getan habe. Ich Schisser. Aber mit der Meditation ist das wohl ähnlich. Ich habe mich lange nicht getraut einfach „zu machen.“ Nicht vertraut.) 

Bevor wir uns also an die spirituell anspruchsvolleren Kaliber wagen, zeige ich euch heute ein paar ganz einfache Praktiken, die ihr selbst im größten Trubel unterbringen könnt. Denn meditieren kann wirklich jeder. Sofort. Selbst ihr könnt genau jetzt damit anfangen. Einfach das Handy oder den Laptop zur Seite legen und los geht es. Glaubt ihr nicht? Dann mal los. Ich zeige euch heute drei ganz einfache Tools, die ihr sofort, in diesem Moment und (fast) überall anwenden könnt. Sogar während ’nem langatmigen Meeting oder beim Warten auf die Bahn. 

Für die unsteten Geister haben sich die alten Lehrer ein paar Kniffe ausgedacht. Denn so einfach es auch klingen mag: „Lasst die Gedanken vorbeiziehen, beobachtet sie und konzentriert euch dann wieder auf den Moment.“ ist in der Realität oft gar nicht so einfach.

Da hilft es, den Geist mit etwas zu beschäftigen. Mit einem Mantra beispielsweise. Seine Schwingungen allein – laut ausgesprochen, geflüstert oder nur gedacht – helfen, unseren geistigen Zustand zum Positiven zu ändern. Eines der wichtigsten und vielseitigsten Mantren aus dem Kundalini Yoga ist das Mantra SAT NAM. Frei übersetzt bedeutet es soviel wie „Ich bin die Wahrheit“. Und es eignet sich hervorragend, um darüber zu meditieren. 

Meditation Mala

Meditation „on the go“ 

Kirtan Kriya

Für diese einfache Meditation wird das Mantra SAT NAM zu SA TA NA MA verlängert: Geburt, Leben, Tod, Wiedergeburt. Wem das zu spirituell klingt: Egal, einfach machen. Die Meditation hilft Gewohnheiten zu durchbrechen, klärt den Geist und hilft, die eigene Bestimmung zu finden.

Nehme eine aufrechte Position ein und schließe wenn möglich die Augen. Während du das Mantra im Geiste vor dich hersagst, führst du die Finger einer oder beider Hände abwechselnd zum Daumen.

Sa – Zeigefinger mit leichtem Druck zum Daumen
Ta – Mittelfinger mit leichtem Druck zum Daumen
Na – Ringfinger mit leichtem Druck zum Daumen
Ma – kleiner Finger mit leichtem Druck zum Daumen

Danach wieder von vorn, also am Zeigefinger, beginnen. Für zwischendurch reicht eine gute Minute, die auch mal eben unterm Tisch durchgeführt werden kann. Im Anschluss tief einatmen, den Atem kurz anhalten und tief ausatmen.

Wer tiefer gehen möchte, versucht sich hieran: 5 Minuten normal sprechend, 5 Minuten flüsternd, 10 Minuten im Geiste sagen, 5 Minuten flüstern, 5 Minuten normal sprechend. Die Zeiten können variiert werden, die Proportionen zueinander sollten aber beibehalten werden, z.B. 2 – 2 – 4 – 2 – 2 oder 1 – 1 – 2 – 1 – 1.

Herzschlag Meditation

Lege vier Finger einer Hand auf den Puls der anderen. Nicht den Daumen verwenden, denn der hat einen eigenen Puls. Nun im Geiste und im Takt des Herzschlags/Pulschlags SAT NAM rezitieren. SAT auf den ersten, NAM auf den zweiten Schlag und so weiter. Ideal sind mindestens 3 Minuten, aber selbst eine Minute ist immerhin etwas. Das geht immer und überall, wetten?

Die „Don’t Meditate“ Meditation

Für die ganz harten Fälle – und Kinder – habe ich eine Meditation aus Three Min Start für euch. Hier wirkt nämlich schon die Handhaltung kleine Wunder und euer Geist kann machen, was er will. Setzt euch in eine aufrechte Position und bringt eure Hände in der Form einer Lotusblüte ca. 10 cm vor der Stirn zusammen. Heißt: Die Handwurzeln berühren sich, ebenso Daumen und kleine Finger. Die restlichen Finger werden abgespreizt. 

Schließt die Augen, atmet durch die Nase und tut alles, um nicht zu meditieren. Jawohl, richtig gelesen. Denkt an alles, was euch heute zu passiert ist, an die schönen Dinge, an die blöden Gefühle, von mir aus auch an den Einkaufszettel. Aber meditiert um Himmels willen nicht! Im Anschluss tief einatmen, den Atem anhalten und dabei alle Muskeln im Körper anspannen. Ausatmen und Entspannen. Na, entspannter? 

(Bei der Entstehung dieses Textes, habe ich übrigens nach der Hälfte das MacBook zur Seite gelegt und eine halbe Stunde zu Songs von Ignite, Slipknot und Sia die Glieder geschüttelt. Danach war das Herz am pumpen und der Kopf frei für neue Gedanken. Irgendwie auch eine Art der Meditation. )

Wer Lust bekommen sagt, ein wenig was für sich , seinen Geist und seinen Körper zu tun, sollte mal bei der Tchibo Community Aktion #befitbeyou reinschauen. Dort findet ihr aktuell viele Videos mit Übungen, Rezepten und Tipps von den drei Expertinnen Hannah Frey (Yoga & Ernährung), Friederike Franze (Laufen) und Louisa Tellert (Fitness) , die euch mit Rat und Tat zur Seite stehen und Fragen beantworten. 

© Fotos: Franzi Schädel

P.S.: *Dies ist eine bezahlte Kooperation mit Tchibo. Das ist gut für mich und gut für euch. Weil es mir ermöglicht das Blog in diesem Umfang zu führen und euch weiterhin zur Verfügung zu stellen. Und meine Arbeit von coolen Leuten in dieser Form wertgeschätzt wird. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. 

Meditation Räucherstäbchen Meditation Zubehör

Tasse Nö

Selbstliebe | Einfach mal „Nö, jetzt nicht!“ sagen

Tasse Nö, jetzt nicht!

Selbstliebe ist die schönste Liebe. 

Da das aber oft leichter gesagt als getan ist, helfen kleine Reminder, die mir nicht nur an Neujahr aufzeigen, was ich auch im nächsten Jahr zu meinem Mantra machen will: Zeit für mich und öfter einfach mal „Nö!“ sagen.

Das ist gar nicht so einfach. Zeit hat man nicht, die muss man sich nehmen. Immer will irgendjemand etwas. In der Familie, auf der Arbeit oder im Freundeskreis. So funktioniert soziales Leben. Die eigenen Bedürfnisse zurückstellen und anderen Gutes tun. Selig sind die, die hierbei für sich sorgen und ihre ganz persönliche Grenze ziehen können. 

„Nö, jetzt nicht!“ 

Wird diese Bitte wirklich an mich herangetragen, weil man meine Expertise schätzt oder weil ich einfach nicht „Nein“ sagen kann?

Muss das jetzt sofort sein oder hat das Zeit? 

Muss wirklich ICH diese Aufgabe übernehmen? 

Das Leben ist ein Geben und Nehmen. Schwierig wird es, wenn dass Geben überwiegt. Also öfter mal „Nein“ sagen. Sich gerade machen. Auf den eigenen Körper und das eigene Wohlbefinden hören. Das macht uns nichts zu einem schlechteres Menschen. Aber zu eigenem glücklicheren. 

Einfach mal sagen: „Nö, jetzt nicht!“

Und weil Neujahr und somit die Zeit der guten Vorsätze vor der Tür steht, verlose ich zusammen mit dem WHATEVERshop eine „Nö, Jetzt nicht!“ Tasse.

Erzählt mir bis Dienstag, 20.12.2016 um 20.00 Uhr in den Kommentaren, wann ihr das letzte Mal für euch gesorgt und „Nein“ gesagt habt. Oder wann ihr es gerne getan hättet. Bitte denkt an eine gültige E-Mail-Adresse, damit ich euch im Falle eines Gewinns benachrichtigen kann.

Ich drücke euch die Daumen! Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann die Tasse für 13,90 € im Dawanda Shop von WHATEVERshop erwerben.

Rechtliches:

Das Gewinnspiel ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in Deutschland (oder einer deutschen Postanschrift), die das 18. Lebensjahr vollendet oder das Einverständnis ihrer Erziehungsberechtigten haben. Jede*r Teilnehmer*in kann nur einmal und im eigenen Namen teilnehmen. Eine Barauszahlung oder ein Umtausch des Gewinns ist nicht möglich. Unter allen korrekten Einsendungen wird ein*e Gewinner*in ausgelost, die per Mail benachrichtigt wird. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Adresse der/des Gewinner*in wird zwecks Gewinnversendung an WHATEVERshop weitergeleitet. Es besteht kein Anspruch auf Geltendmachung gegenüber der Ausrichterin der Verlosung.

*Die Tasse wurde mir kostenlos von Whatever Studio zur Verfügung gestellt. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. 

Yoga Kolumne

Kolumne | Yoga saved my ass

Yoga KolumneDas mit dem Yoga und mir, das ist so eine Sache. Ich liebe Yoga. Und alles, was dazu gehört. Denn das ist bei weitem mehr, als das, was man äußerlich sieht. Yoga ist nicht nur akrobatisch-anmutig Asanas turnen. Yoga ist eine innere Haltung, nach außen getragen. Yoga ist Mediation, Suche, Erkenntnis. 

Männer die Yoga praktizieren nennt man Yogis, Frauen Yoginis. Ich habe immer noch Probleme, mich als eine solche zu bezeichnen. Für mich sind das eher all diese bewundernswerten, leicht ätherischen Wesen, die es schaffen eine tägliche Praxis zu kultivieren. Oder mindestens eine, die sie mehrmals pro Woche auf die Matte bringt. Ich muss da leider meist die Segel streichen. Mein Regal ist voll mit Theorie, aber in die Praxis komme ich bei weitem nicht so häufig, wie ich es gerne würde. Und das ärgert mich. Denn ich weiß, wie gut mir Yoga tut. Und das auch nur 5 investierte Minuten am Tag einen riesigen Unterschied machen. Zu wenig Zeit und zu gestresst für die Entspannung. Was für ein Armutszeugnis…

Und dann denke ich an letztes Jahr. Ich wache auf und liege im Krankenhaus. Doppelter Schädelbruch, mehrere Hirnblutungen, gebrochene Rippen, angebrochene Wirbel, geplatztes Trommelfell und angeknackste Hüfte. Hoppla, wie ist das passiert? Rote Ampel, Mercedes, 60 Stundenkilometer, ihre A-Säule, mein Kopf, 10 m Stuntflug durch die Luft. Bäm

Ich warte auf das Weinen, das Jammern und Wehklagen. Warum gerade ich? Was wird nun? Bleibt da was? (Immerhin kann ich mir in diesem Moment diese Gedanken machen, ein allzu großer Hirnschaden kann also ausgeschlossen werden und mit den Zehen wackeln geht auch. Glück gehabt.) Bis zu diesem Moment hätte ich mich als Pessimistin bezeichnet. Immer fünf Schritte im Voraus denken. Immer vom Schlimmsten ausgehen, dann kann es nur besser werden. Das hier wäre DIE Gelegenheit, um dem so richtig zu frönen. Mit allem Recht der Welt. 

Stattdessen liege ich hier und bin ganz ruhig. Ich mache mir nicht einmal Gedanken darüber, das alles gut wird und versuche es mir einzureden. Ich WEIß es! Auch als ich nach 5 Tagen beim Lippenpflege auftragen merke, dass da irgendwas schief läuft. Im wahrsten Sinne. Ich erlebe innerhalb einer halben Stunde, wie meine komplette linke Gesichtshälfte gelähmt ist. Erst setzt ein Kribbeln um den Mund ein, das sich dann minütlich ausbreitet. Dann kann ich die Stirn nicht mehr runzeln. Am Ende des Tages sehe ich aus wie eine Mischung aus Schlaganfallpatient und Botox-Opfer. Am ehesten noch wie der Joker aus Batman. Rechts lächele ich, links tut sich gar nichts mehr. Ätzend beim Trinken und Reden. Meine armen Mitmenschen! Ich klingele nach dem Arzt – „Gehört das so?“  – und erfahre, dass das bei meiner Art von Schädelbruch oft nach 5-7 Tagen auftreten kann. Und wieder weggeht. Vielleicht. Irgendwann. Ok. Damit kann ich leben. (Im Übrigen war die Lähmung schon nach gut 3 Wochen so gut wie weg. Normal sind 6 Wochen bis 6 Monate. Und nicht immer rückstandslos. Ich bin ein kleines Glücksschweinchen.)

Yoga Unfall

16.05.15 – Knapp 24 Stunden nach dem Unfall
(„Möchten Sie eigentlich Ihr Handy wiederhaben?“
Die wohl schönste Frage, die mir je gestellt wurde.  😉 )

Nach einer Woche – Ich bin mittlerweile auf die normale Station verlegt – darf ich eine weitere mehrtägige Extrarunde auf der Intensivstation drehen. Durch eine Blutung wird meine Hypophyse so gepiesackt, dass ich einen Natriumwert habe, der so niedrig ist, dass ich zu diesem Zeitpunkt im Koma oder mindestens im Delirium liegen müsste. Da ich aber putzmunter bin, glaubt man erst an einen Messfehler im Labor. Nur das ungute Bauchgefühl eines jungen Arztes bringt mich um 21.30 Uhr nochmal dorthin und danach direkt wieder auf Intensiv. Ein Glück, sonst wäre ich wohl irgendwann einfach selig eingeschlummert. Ironischerweise ist das der erste Tag, an dem ich mich den Umständen entsprechend einigermaßen auf der Höhe fühle. Und den ESC verpasse. Hmpf.

Laut Notarzt kann ich den zweitniedrigsten, je im Krankenhaus gemessenen Natrium-Wert für mich verbuchen. Eine Frau, deren Wert zwar niedrig, aber weitaus höher war als meiner, weiß zum gleichen Zeitpunkt nicht mehr wie sie heißt und macht ins Bett. Glücksschwein, ich sag es ja. 

Quasi sofort bekomme ich Physiotherapie. Hier wird niemand geschont. Ich muss möglichst schnell lernen mich auf Krücken fortzubewegen, ohne die linke Hüfte zu belasten. Gar nicht mal so einfach, wenn man sich eigentlich kaum bewegen darf. Mein Physiotherapeut stellt fest, dass ich meine gebrochene Hüfte besser bewegen kann, als so manch einer seine heile. Und der Arzt resümiert, dass mir meine minimale Yoga-Praxis zumindest beim Aufprall durchaus von Vorteil gewesen sein wird. Ich werde nicht müde zu betonen, dass ich eigentlich total unsportlich bin.

Ich verbringe den kompletten Sommer 2015 erst im Bett, dann im Rollstuhl und auf Krücken. Und brüllenden Kopfschmerzen. Ich habe das Gefühl, er platzt. Ich muss mich wochenlang im Sitzen auf dem Senioren-Wannensitz duschen. Eine Qual für jemanden wie mich, die ihre Haare grundsätzlich über Kopf und über der Wanne wäscht. Daran ist aber bis Ende 2015 nicht zu denken. Ich kann meinen Kopf knacken hören und spüren. Wie Schritte auf zugefrorenen Pfützen. Ich bestelle online blind eine teure Sonnenbrille und ärgere mich später, nicht vorher nach der Größe geschaut habe. Sie ist viel zu eng. Monate später kann ich sie easy auf den Kopf schieben. Mein Kopf ist abgeschwollen…

Noch heute habe ich bei Wetterumschwüngen und großem Stress sowie erhöhter Lautstärke schnell Kopfschmerzen. Richtig fiese Kopfschmerzen. Vorher war ich dafür überhaupt nicht anfällig. Beim Sitzen schlafen mir die Beine schneller ein und gelegentlich zwicken Hüfte und Knie. Aber das ist halt so. Es hätte schlimmer kommen können, oder?

punkteklein

Warum ich euch das erzähle? Weil ich seit dem letzten Jahr weiß, zu was Körper, Geist und Seele im Stande sind. Ich weiß nicht woher er kam, dieser gnadenlose Optimismus. Dieses tiefe Vertrauen, dass alles gut wird. Selbst als die Ärzte bei meiner zweiten Runde auf der Intensivstation recht ratlos vor mir standen, weil die Symptome einfach nicht so recht zusammenpassen wollten. 

Schon im Krankenhaus habe ich angefangen einige Asanas zu üben. Weil ich mir auf der Intensivstation einen Nerv an der Wirbelsäule einklemmte…. Der Klassiker. DAS waren Schmerzen. Ich behaupte, das war das schmerzhafteste überhaupt. Seriously. Nun saß ich da also im Drehsitz und in der Vorbeuge. Irrsinnig, eigentlich. Auf alle Fälle sorgte es erst für Entsetzen und dann für Erheiterung. Ich habe in der Zeit einige interessante Gespräche mit Ärzten und Schwestern geführt und war überrascht, wie offen viele doch für Yoga waren. Später in der Reha habe ich meiner Physiotherapeutin zum Abschied ein Buch geschenkt. „Yoga für Späteinsteiger“. Ich hoffe, dass jetzt irgendwo im tiefsten Sachsen-Anhalt mal die eine oder andere Haltung auf dem Stuhl ausprobiert wird. 

Auch zuhause versuchte ich so gut es geht zu praktizieren.. Die Hüfte langsam wieder beweglich zu machen. Zu spüren. Überrascht war ich, dass ich merkte, wie unterschiedlich beide Hüften reagierten. Selbst als ich keine Schmerzen spürte, war es, als ob es links „hakte“. Mit der Zeit  – und einiger Praxis – wurde es tatsächlich besser. Zusätzlich saß ich oft auf meinem Bett und habe diverse Mantras gechantet und meditiert. Erst aus Jux und Tollerei. Ich hatte ja Zeit. Viel Zeit. Und man weiß ja nie. Dann, weil ich merkte, wie gut es mir tat. 

Auf dem Rad saß ich zum ersten Mal wieder im Oktober letzten Jahres. Nach 20 Metern bergauf schnaufte ich wie nach einem Marathon. Irre, wie schnell sich die Kondition bis auf ein Minimum verabschiedet. Und wie wackelig man auf den Beinen werden kann. Auch ohne Alkohol. Ich kam mir vor wie 80. 

Mittlerweile arbeite ich seit über einem halben wieder voll in meinem alten Beruf. Ich fahre jeden Tag Rad und muss mich manchmal selber kneifen. Was hatte ich für ein Glück! Ich weiß nicht, wer es da gut mit mir meinte und warum. Aber ich weiß, dass Yoga da nicht ganz unbeteiligt war. 

Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass das letzte Jahr vielleicht das beste meines Lebens war. Noch nie hatte ich so viel Zeit für mich, die ich effektiv genutzt habe. Ich habe viel gelesen. Über Meditation, Yoga, Selbstliebe. Und viel ausprobiert. Ich habe einiges seitdem verändert. Ich habe mich verändert. Das sagen auch andere. Einige Male bin ich gefragt worden, ob man den Sinn des Lebens, das eigene Leben nach so etwas hinterfragt. Ich bin mir nicht sicher. Aber Prioritäten verschieben sich. Ich weiß definitiv deutlicher was ich will und was ich nicht will. Und teile meine Energien dementsprechend ein. Das mag für andere manchmal etwas überraschend erscheinen. Für mich ist es eine Form von Selbstliebe. I’ve learned the hard way.

Und ich muss gestehen, dass es nicht so einfach ist wie gehofft, dieses Gefühl der Unverwundbarkeit, dieses Glücks, dieser inneren Ruhe zu halten. Allzu oft droht mich der Alltag einzuholen. Die kleinen Nervigkeiten des täglichen Lebens. Wenn sich der kleine Pessimist wieder meldet. War das mein Fehler? Hätte ich etwas anders machen sollen? Was erwarten andere von mir? Ich verstehe jetzt, wieso sich einige Menschen, die dem Tod einmal von der Schippe gesprungen sind, immer wieder in Extremsituationen bringen wollen oder gar müssen. Die wahre Kunst ist nicht das Durchstehen einer solchen Situation, sondern die, sich dieses Gefühl danach möglichst lange zu bewahren. 

Umso mehr schulde ich es mir, mehr in mein persönliches Yoga einzutauchen. Die 3 Minuten, die ich aufwende, um mich darüber zu beschweren keine Zeit zu haben, lieber ins TUN zu investieren. Im letzten Jahr habe ich Kundalini Yoga für mich wiederentdeckt. Mit ihm hatte ich vor vielen Jahren meine ersten praktischen Yoga-Erfahrungen, kam aber zugunsten „akrobatischerer“ Praktiken ein wenig davon ab. Im letzten Jahr kam mir dann sehr zu pass, dass hier auf Kopfstand und Co. ganz verzichtet wird. Und Mediation und Mantras ganz selbstverständlich dazu gehören. Ich muss dabei immer an die Worte meines damaligen Lehrers denken, der uns ermutigte unserer Matte einen festen Platz im Raum zu geben und sie idealerweise immer ausgerollt liegen zu haben. So gibt es kaum noch Ausreden, um morgens nicht mal eben ein paar „Cat-Cows“ hinzulegen. 

Diesen Deal mit mir selbst bin ich eingegangen. Jeden Morgen 3 Minuten. Wer weiß, für was das mal gut ist.

Kathrin_einbisschenvegan (18 von 45)

Foto: www.franzitrifftdieliebe.de

Yoga, Meditation

Spirit In The City 2015 | Spread Some Love In Hamburg

Yoga, Meditation

Moin

am Wochenende fand in Hamburg das erste Spirit In The City Event statt. Ziel war es, Spiritualität in die Städte zu bringen. Urban, bodenständig und ohne viel Schnökes. So, wie man es om trubeligen Stadtleben durchaus gut gebrauchen kann. Denn nicht alle haben die Chance, auf einer rosa Wolke durchs Leben zu schweben.

Einige wunderbare Frauen haben sich zusammengetan, um den Teilnehmerinnen (Es waren tatsächlich nur Frauen anwesend.) Tools an die Hand zu geben, um sich selbst wieder zu lieben, die eigene Rolle zu erkennen und vor allem eines: Wieder in den Flow zu kommen. Selbstliebe, Achtsamkeit und die eigene (innere und äußere) Stimme zu finden standen genauso auf dem Stundenplan wie Yoga, Mantren und (Klang-)Meditationen.

Mit dabei waren als Initiatorinnen Kaja Otto (Coach) und Claudia Uhrig (Yogalehrerin) sowie die Speaker Franziska Schulze (Coach, Kundalini Yogalehrerin und Mitbegründerin von fvckluckygohappy), Maria Christina Gabriel (Retreat Berlin), Julia Elena (Mantra Chants), Sumann Grunert (Klangarbeiterin, Schmuckdesignerin), Rebecca Randak (Yogalehrerin und ebenfalls Mitbegründerin von fvckluckygohappy), Daniela Hutter (Coach, Autorin) und Christine Schmid (Coach, Creative Consulting).

Stop Wishing Start Doing

Das genaue Programm könnt ihr hier nachlesen. Ein bunter Mix an an allem, was Körper, Geist und Seele gut tut. In den Pausen konnte bei Sumann Spirit, Mica Design und Lululemon gestöbert und natürlich auch geshoppt werden. Bei Sumann hatte ich ja bereits beim Yogi Days Special im Oktober ein neues Lieblingsstück erworben, aber sie hat so viele wunderbare Schmuckstücke! Ich hätte ja schon wieder gekonnt (Die Venusblume!)… Und auch bei Mica hätte ich zu gern zugeschlagen, da ich mich Hals über Kopf in einen Schal verliebt habe. Aber da setzte dann der Verstand ein – oder der „Mindfuck“, wie Kaja es so schön nennt. 😉

Leider war es mir nur möglich am Samstag teilzunehmen, aber dennoch möchte ich euch an meinen „Take Aways“ und einigen Bilder teilhaben lassen.

Spiritual Take Aways

  • Dein Morgen beginnt am Abend vorher. Setze dann deine Intention für den kommenden Tag.

  • Frösche sind gut gegen Ängste.  (Die aus dem Kundalini, nicht die grünen.)

  • Das Leben besteht im Grunde nur aus zwei Optionen: Angst oder Liebe. You choose!

  • Wenn du in dir ruhst, im Flow bist, dann ist es egal, was um dich herum passiert.

  • Öfter mal im goldenen Licht baden ist nicht verkehrt. Zur Not auch in U-Bahn oder WC.

  • Dein Leben ist ein Kaffeebecher. Alles was reinpasst gehört dir. Das ist deine Energie. Was zusätzlich drin ist und überschwappt – das darfst du gerne abgeben.

  • Zeige dich so wie du bist. Irgendjemand da draussen braucht genau dich. So wie du bist.

Visual Take Aways 14.11.2015

 

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