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Von Hatern, Vergebung und unerwünschten Paketen.

Es ist nicht leicht. Zugegeben. Der Mensch ist darauf gepolt auf sein Recht zu beharren. Sich nach Unstimmigkeiten eingeschnappt zurückzuziehen und nicht über seinen Schatten zu springen. Lieber einsam, als nachgiebig. Auch haben wir oft das Gefühl, uns rechtfertigen zu müssen. Zu erklären. Und uns für unser Dasein zu entschuldigen. 

Müssen wir nicht.

Gabby Bernstein bringt es in Du bist dein Guru im Bezug auf Hater im Netz gut auf den Punkt: Forgive and delete. Etwas, was mir bisher immer etwas widerstrebte. Haben wir nicht ein Recht auf freie Meinung? Ist das schon Zensur? Ich könnte mich ja erklären. Ein paar gute Sätze fallen mir bestimmt ein, um dem oder der Nörgler*in den Wind aus den Segeln zu nehmen. Denn oft ist die pure Lust am Stinkstiefeln verpackt in einen Versuch des inhaltlichen Austauschs oder einer anscheinend „wohlgemeinten Kritik.“

Aber muss ich mich immer rechtfertigen? Ein mäkeliger Kommentar verbreitet schlechte Stimmung. Bei mir, bei den anderen Leser*innen, aber auch bei der oder dem Verfasser*in. Denn zeigt es nicht auch ein Missverhältnis im Innern der Nörgelnden. Sie fühlen sich nach dem Abschicken einer solchen Nachricht besser. Sich besser fühlen, indem man andere runter macht? Alter Schwede, was für arme Würstchen. 

Indem ich auf Kommentare dieser Art eingehe, helfe ich ihm (oder ihr) nicht, aus dieser unschönen Spirale rauszukommen. Muss ich auch nicht. My Blog (und my social media page) is my castle. Dicke Luft darf gerne draußen bleiben. 

Funktioniert auch im analogen Leben. Nicht immer. Aber wenn, dann macht es das eigene Herz leichter und schiebt das Paket mit den schlechten Gefühlen ungeöffnet zu den Nörgler*innen zurück. Sollen die sich weiter ärgern. Wir tun es nicht.