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Snapchat Tutorial Anleitung

Snapchat Tutorial |Facts & Basics

Snapchat Tutorial AnleitungSnapchat. Diese ominöse App mit dem gelben Geist. 

Erwähnt man sie in launiger Runde gibt es genau vier mögliche Reaktionen: Völlige Leere in den Gesichtern, ein betretenes „Das habe ich nie verstanden.“, ein rebellisches „Dafür bin ich doch viel zu alt!“ oder – und das ist mir am liebsten – ein verzückt-wissendes Giggeln.
I LOVE Snapchat! 

Snap-WHAT!?

Snapchat geistert im wahrsten Sinne des Wortes schon seit einiger Zeit durch das Internet und gilt als der neuste heiße Sch…. Die App ermöglicht es, 10-sekündige Video Loops und Bilder mit Gott und der Welt (oder auch nur der besten Freundin) zu teilen. Das besondere: Diese sind nur 24 Stunden abrufbar. 

Irrtümlich wird immer noch angenommen, dass die App vornehmlich von liebestollen Teenagern genutzt wird. Doch weit gefehlt: Snapchat bietet die Möglichkeit direkt, schonungslos und „frei von der Leber weg“ mit seinen Zuschauer*innen in Kontakt zu treten. Drapiert man bei Instagram das Blümchen immer besonders adrett neben dem Bilderrahmen und dreht die Helligkeit gleich noch mal drölf Stufen höher, zeigt Snapchat das wahre Leben. Inklusive unaufgeräumter Zimmerecken, nicht ganz perfekt retouchierter Augenringe und mit dem alltäglichen Wahnsinn. Klingt im ersten Moment banal – ist es manchmal auch – zeigt aber vor allem tagesaktuell kleine, feine Dinge, die den Menschen hinter der Kamera näher, echter und in manchen Fällen sogar interessanter machen. Genau so gern bröckelt aber auch mal die ein oder andere schöne Fassade. 

Die Bandbreite von Snaps, so werden die kleinen Videosnippets genannt, ist vielfältig. Sie reicht von „Follow Me Arounds“ (also Führungen durch den Alltag oder besondere Events der betreffenden Person) über das Präsentieren neuster Errungenschaften bis hin zu kleinen Tutorials oder den Rant über den ungeliebten Nachbarn. Snapchat ist DIE App für alles „was schon immer mal gesagt werden musste.“, aber auf keinen anderen Kanal passt. Das Durchschnittsalter der Menschen, deren Snaps ich mir gerne ansehe, dürfte im Übrigen bei gut 30 Jahren liegen. Womit das Teenagerargument endgültig widerlegt sein dürfte.
Snapchat Beispiel                            Absolution und reine Weste in 5 Sekunden. Wie das geht, verrate ich euch unter „How to…Pimp“.punktekleinWer jetzt auf den Geschmack gekommen und auf der Suche nach ein paar interessanten/coolen/wunderbaren „Snappies“ ist, sollte einen Blick auf I LOVE SPA werfen. Jenny stellt euch heute ihre 10 liebsten Snapchatter vor. Alle Planlosen, Verzweifelten und Neugierigen sollten sich vorher mein kleines Tutorial ansehen. Es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll vielmehr Lust auf den kleinen gelben Geist machen, bei den ersten Schritten helfen und Hemmungen abbauen. Denn die Reaktionen auf meine Ankündigung dieses Tutorials waren eindeutig: Es besteht (Er-)Klärungsbedarf.

Wenn ihr Snapchat immer schon mal ausprobieren wolltet, ihr diese – zugegebenermaßen wirklich nicht selbsterklärende – App aber nie so richtig verstanden und schon ein paar Mal wieder von Handy geschmissen habt, dann habe ich da was für euch. Ich zeige euch, wie ihr die ersten Schritte macht, Snaps aufnehmt und verschickt und was sonst noch mit der App möglich ist.

Ein paar wichtige Facts vorweg

1.) Es gibt zwei verschiedene Arten visuelle Inhalte via Snapchat zu teilen. Zum gibt es die öffentlich einsehbare Eigene Geschichte. Alle dort hochgeladenen Bilder und Videos können 24 Stunden lang beliebig oft von allen Followern angesehen werden. Danach verschwinden die Inhalte.

2.) Desweiteren gibt es die Möglichkeit anderen Usern private Snaps in Bild-, Text- oder Videoform zu schicken. Diese können nur einmal angeschaut werden und verschwinden danach sofort. Also unbedingt erst klicken, wenn man auch den Ton abhören kann. Sonst ist der Inhalt futsch. Es sei denn, man kauft bei Snapchat für teuer Geld sogenannte „Wiederholungen“. Finger weg. 

3.) Es gibt die Möglichkeit die Anzeigedauer von Fotos manuell zu bestimmen. Die Intervalle reichen von 1 bis 10 Sekunden. Dies kann interessant sein, wenn man mehrere Snaps hintereinander abschicken und eine fortlaufende Geschichte erzählen möchte. Da könnte eine lange Einstellung zwischendurch den Fluß durchaus stören. Möchte man aber dem Zuschauer einen Moment Zeit für einen Screenshot geben, beispielsweise wenn ein bestimmtes Produkt oder ein Buch gezeigt wird, sollte eine längere Anzeigedauer gewählt werden.

4.) Die Snapchat Kamera ist deutlich schlechter als die des – in meinem Falle – normalen iPhones. Die Aufnahmen werden grundsätzlich dunkler und die Farben verfälschter. Dies gilt es zu bedenken. Beautyshots sind da nicht drin. 

5.) Snapchat frisst reichlich Datenvolumen und auch Akkulaufzeit. Wenn möglich also nur in den eigenen vier Wände, bei Starbucks oder der besten Freundin snappen. Oder aber Trick 17 anwenden: Flugmodus an, snappen, shoppen, quatschen, arbeiten, nach Hause kommen, Flugmodus aus, Snaps hochladen. Klappt meist ganz gut. Hin und wieder löscht Snapchat aber gerne auch mal nicht gesendete Snaps vorzeitig. Es ist halt ein kleines Abenteuer. Sonst wäre es ja auch langweilig. 

6.) Die Suche bei Snapchat ist mehr als dürftig. Einfach mal munter drauflos suchen und inspirieren lassen ist nicht. Ihr müsst ganz gezielt einen korrekten (!) Namen eingeben, sonst findet ihr die Person nicht. Glücklicherweise fungiert der Geist auch als eine Art Visitenkarte mit integriertem Code. Viele „Snappies“ teilen ihren Code in den sozialen Netzwerken oder auf ihren Blogs. Einfach einscannen und Snapchat verbindet euch. 

7.) Ihr habt in den Einstellungen die Möglichkeit anzugeben, wer eure Snaps schauen und euch Snaps senden kann. „Jeder“ bedeutet – logisch – jeder, der euch folgt. „Meine Freunde“ heißt, dass ihr den Personen selbst auch folgen müsst. Somit könnt ihr den Kreis derer, die eure Snaps sehen, deutlich kleiner halten. Was ja manchmal auch nicht verkehrt ist.

8.) Leider krankt Snapchat an dem selben Problem wie Twitter: Der Nutzername darf nur 15 Zeichen lang sein. Mit „ein bisschen vegan“ habe ich da ein Problem. EIN Zeichen zu viel. ARGH! Somit findet ihr mich auf beiden Kanälen über @bisschenvegan.
punkteklein

How to…Snap

Wer die App herunterlädt und öffnet, landet sofort im Aufnahmemodus. Hier links zu sehen. Rechts seht ihr den Monitor nach der Aufnahme eines Bildes. I

Snapchat Tutorial ein bisschen vegan

Links (Aufnahmemodus):

1. Der Aufnahmebutton. Einmal tippen = Bild, Gedrückt halten = Video
2. Hier verbirgt sich eure eigene Geschichte und die Stories derer, denen ihr folgt.
3. Zwischen Front- und Backkamera wechseln.
4. Hier gelangt ihr zu eurem Profil. Mehr dazu weiter unten.
5. Der Blitz. Braucht kein Mensch. Wirklich nicht. 
6. Hier gelangt ihr zu euren privaten Snaps.

Rechts (Nach der Aufnahme eines Bildes):

1.Hier könnt ihr euren Snap direkt öffentlich in eurer Geschichte teilen.
2. Mit dem Pfeil gelangt ihr zu euren Kontakten und könnt dort ebenfalls eure eigene Geschichte auswählen oder aber den Snap privat mit einem anderen User teilen.
3. Hier hinter verbergen sich drei Tools, um eure Bild zu pimpen. Von links nach rechts: Emojis, Text (Achtung: Nur eine Zeile möglich. Haltet euch kurz.), Zeichnen (Paint lässt grüßen.)
4. Bild ist nichts geworden? Video doof? Hier könnt ihr es löschen und normal versuchen.
5. Unten links könnt ihr auswählen, wie lange ein Bild angezeigt werden soll.
6. Hier habt ihr die Möglichkeit Snaps auf dem Handy zu speichern. Interessant, wenn ihr sie später in Blogs einbinden oder Momente für die digitale Ewigkeit festhalten möchtet.
punktekleinZur Veranschaulichungen die beiden Seiten, die sich jeweils hinter der Nummer 2 verbergen.

Auf der linken Seite seht ihr das, was sich im Aufnahme-, bzw. Startmodus hinter dem Button unten rechts befindet. Hier findet ihr ganz oben eure eigene Geschichte, darunter die Abteilungen „Discover“ und „Live“ (die sich leider nicht ausblenden oder anderweitig beeinflussen lassen) und darunter erst die neusten Uploads eurer Snapchatfreunde und darunter (nicht im Bild) alle bereits angesehenen Snaps, die bis zum Ablauf von 24 Stunden noch abrufbar sind.

Auf der rechten Seite seht ihr die Seite, die sich nach Aufnahme eines Bildes hinter dem Pfeil unten rechts verbirgt. Hier könnt ihr entweder über eure eigene Geschichte öffentlich teilen oder einen User aus eurer Liste aussuchen und den Snap privat versenden.
(Die Einteilung in „Beste Freunde“ und Co. nimmt Snapchat eigenmächtig vor und hängt davon ab, mit wem ihr gerade besonders aktiv seid. Die Smilies stehen ebenfalls für verschiedene „Freundschaftsgrade“. Da merkt man dann die ursprüngliche Zielgruppe doch noch 😉 ).
Snapchat Tutorial ein bisschen vegan

How to…Pimp

Wer nach dem Aufnehmen des Bildes oder Videos nach links wischt, gelangt zu den Filtern. Neben drei Farbstufen, inklusive Schwarz/Weiß, gibt es Einblendungen wie Uhrzeit, Geschwindigkeit und bei Videos die Möglichkeit zur Slo-Mo, zum High-Speed und zum Rückwärts abspielen. 

Ein besonderes Leckerli für viele Snapchatter sind die stetig wechselnden Animationen. Um ein fesches GIF wie oben zu erstellen, im Aufnahmemodus einfach auf die eigene Nasenspitze drücken und diese eine Weile gedrückt halten. Das Gesicht wird nun gescannt, im Anschluss erscheinen am unteren Bildschirmrand die aktuellen Animationsmöglichkeiten. Leider waren beim Schreiben dieses Artikels meine Lieblings gerade nicht vertreten. Ich finde aber, ich kann mich als Engel durchaus sehen lassen….

How to…Chat

Wenn ihr aus dem Aufnahmemodus heraus nach rechts wischt oder den Button unten links betätigt, landet ihr im Chat.  Alle hier versendeten Bilder und Videos sind nur privat von dem jeweiligen User einzusehen und nach einmaligem Anschauen weg. Darüber hinaus habt ihr die Möglichkeit auch einfache Textnachrichten zu verschicken.

Snapchat Tutorial Chat ein bisschen veganLinks seht ihr die Übersicht und rechts einen Beispielchat. Gebt ihr einen Text ein, könnt ihr einfach wie gehabt unten auf „Senden“ klicken. Wenn ihr den gelben Button direkt neben dem Textfeld verwendet, könnt ihr zu dem Text ein Bild oder Video versenden. Oder den Text gleich weglassen und drauflosquatschen oder -knipsen. 

Die  Bedienung dieses Buttons ist etwas tricky, da anders als bei dem herkömmlichen Aufnahmeknopf. Haltet ihr ihn etwas länger gedrückt und lasst ihn dann los, wird sofort ein Bild aufgenommen. Tippt ihr ihn nur kurz an, gelangt ihr in den bekannten Aufnahmemodus. Hier findet ihr wieder den herkömmlichen runden Button und könnt wie gehabt ein Bild oder Video aufnehmen und an den Chatpartner versenden. 

Anders als in eurer Geschichte, die alle eure Follower sehen können, könnt ihr im privaten Chat auch Bilder aus eurer normalen Handy-Mediathek versenden. Dies ist „im öffentlichen Raum“ leider nicht möglich. Dort können nur direkt mit der App aufgenommene Bilder geteilt werden. 

How to…Connect

Nun habt ihr euch also angemeldet, die ersten Bilder oder Videos geteilt… und niemand sieht sie. Wie findet man spannende Geschichten anderer „Snappies“ und vor allem: Wie finden die euch? 
Dafür gibt es den Geist. Diesen findet ihr in eurem Profil (Ihr erinnert euch: Erstes Bild, die Nummer 4). 
Snapchat Tutorial Basics

Hey, ich bin jetzt auch bei Snapchat!

Dieser Geist enthält einen scanfähigen Code und fungiert als eure Visitenkarte. Entweder macht ihr einen Screenshot von ihm und teilt ihn als normales Bild in euren sozialen Kanälen und/oder auf dem Blog oder ihr nutzt die Option „Freunde adden“. Dort habt ihr unter „Teile meinen Nutzernamen“ die Möglichkeit einen Link zu generieren, der Interessierte direkt zu eurem Geist (und der Option euch bei Snapchat hinzuzufügen) leitet. Dieser eignet sich zum Beispiel gut, um ihn in Mails oder bei Twitter zu spreaden.

Hallo Echo? Noch jemand hier?

Um andere User zu finden, habt ihr ganze vier Möglichkeiten. 1.) Ihr könnt entweder den Nutzernamen – soweit ihr diesen aufs Zeichen genau korrekt (!) wisst – direkt eingeben, 2.) in eurem Adressbuch auf dem Handy nach anderen Snapchat Usern suchen lassen, 3.) per Ortungsdienste User in der Nähe adden oder – und darauf möchte ich nun näher eingehen – 4.) den Snapcode adden. 

Hierfür macht ihr entweder mit der normalen Handykamera ein Foto des entdeckten Geistes samt Code und scannt diesen unter „Über Snapcode adden“ aus eurer Mediathek heraus oder aber ihr öffnet die Aufnahmefunktion bei Snapchat und haltet einfach auf den entsprechenden Geist drauf.

Was dann folgt, ist ein bisschen Glückssache. Meiner Erfahrung nach reicht es manchmal einfach nur die Kamera drauf zu halten, manchmal muss man aber tatsächlich ein Bild schießen. Egal wie, nach ein bis zwei Sekunden Wartezeit sollte der entsprechende „Snappie“ auf eurem Bildschirm erscheinen. Ansonsten wie oben beschrieben über den Nutzernamen hinzufügen, den ihr unter dem Geist findet. 
punktekleinPuh. Geschafft. Dieses Tutorial hat mich Tage meines Lebens und einiges an Nerven gekostet. Ich hoffe, die Mühe war nicht ganz umsonst und ist dem einen oder der anderen hilfreich oder weckt zumindest die Neugier. Ich freue mich auf euer Feedback und auf hoffentlich viele neue „Snappies“.

So. Und wer bis hierhin durchgehalten hat, bekommt eine Trophäe. Die gibt es bei Snapchat nämlich auch. Malt euch also gern ein Sternchen auf den Monitor.