Schlagwort-Archive: Spiritualität

Meditation Audra

Meditation für alle, die nicht meditieren können

Meditation Audra  Werbung*

Ich bereite alles vor. Vorbereitung ist schließlich alles. Ich lüfte das Zimmer, rolle die Matte aus und falte mich in den Schneidersitz. Augen zu und einmal tief ein- und ausgeatmet. Es kann losgehen. 

Nach gut 10 Sekunden zieht der erste Gedanke vor meinem inneren Auge vorbei. Nach 1 Minute linse ich zum ersten Mal verstohlen durch die halbgeschlossenen Lider. Und nach 5 Minuten schlafen mir die Beine ein. Ich soll den Schmerz wahrnehmen sagen sie. Und dann soll ich ihn vorüberziehen lassen sagen sie. Ich beginne unruhig hin und her zu rutschen. Wie ein kleines Kind, dem man gesagt hat, es soll doch bitte mal wenigstens 5 Minuten still sitzen. Der Schmerz wird immer fieser und ich muss aus dem bilderbuchreif gezirkelten Yogasitz entfliehen. Ich schaue auf die Uhr. Es sind gerade mal 3 Minuten vergangen. 3 Minuten, in denen ich mich keine Sekunde entspannt oder auch nur fokussiert gefühlt habe und die höchstwahrscheinlich herzlich wenig mit Meditation zu tun hatten. Dabei soll es doch so einfach sein. Sagen sie. 

Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass sich die Außentemperatur gerade knapp unter Null bewegt und ich statt unter einer Palme unter meiner Monstera sitze. Vielleicht klappt das mit dem Meditieren auf Bali einfach besser? Oder aber ich habe die falsche Hose an. Ob mich die fancy Yoga Pants, die mir gerade auf Instagram auf jedem 3. Bild entgegenstrahlen in andere Sphären katapultiert? Wahrscheinlich hätte ich mir einfach die Pizza gestern Abend kneifen und stattdessen eine Buddha Bowl essen sollen. Dabei liegt mir Rohkost manchmal schwerer im Magen als fettiges, italienisches Essen. Das sieht aber natürlich weniger yogisch aus. 

Oder kann ich es einfach nicht? Vielleicht bin ich einer der Menschen, die nicht zum Meditieren gemacht sind. Sowas gibt es bestimmt. Wie diese Menschen, die nicht hypnotisiert werden können. Wobei es ja immer heißt, jeder kann meditieren… Hm. 

Meditation Yoga

Ich muss die Entspannung entspannter angehen

Es gibt nämlich tatsächlich ein paar Kniffe, die eine Meditation auch im trubeligsten Alltag möglich machen. Für die man nicht als digitaler Nomade auf ’ner Palme sitzen oder drei Mal die Woche ins hippe Yoga Studio laufen muss. Zum Schluss stelle ich euch drei einfache Meditationstechniken vor, die wirklich jeder umsetzen kann. Garantiert.

Doch beginnen wir mal mit den Vorbereitungen. Eine meiner besten Anschaffungen der letzten Zeit ist definitiv mein neuer Meditationshocker. Schon lange war mir eigentlich klar, dass ich so etwas brauche. Vor allem jetzt, nach dem Unfall. Aber sich mit 33 Jahren selbst einzugestehen, dass das mit dem Schneidersitz mittlerweile leider doch recht tagesformabhängig ist, ist gar nicht so leicht. Ein erster Schritt in Richtung Achtsamkeit. Früher waren wie auch immer überschlagene Beine kein Problem für mich. Mittlerweile schlafen sie mir tatsächlich gerne mal ein. Selbst im aufrechten Sitz auf einem zu niedrigen Stuhl. Der Hocker hilft dabei, zum einen aufrecht zu sitzen und zum anderen, die Blutgefäße und Nervenbahnen in Hüfte und Beinen nicht zu sehr zu quetschen. Vor allem im Fersensitz ruht nahezu das ganze Körpergewicht auf Beinen und Füßen, was für Ungeübte schnell schmerzhaft werden und zu Frustrationen führen kann. 

Ebenfalls sehr hilfreich ist es, sich bei Meditation und Savasana warm einzupacken. Denn nichts ist blöder, als langsam zur Ruhe zu kommen und dann macht sich Gänsehaut breit. Der Fleece-Ponch von Tchibo ist perfekt, um sich warm zu halten. Er ist federleicht und lässt sich klein zusammenfalten, passt also in jede noch so kleine Tasche. Darüber hinaus hat er keine Schnallen, Knöpfe oder dicke Nähte und drückt somit nirgends bei der Entspannung im Liegen. 

(Sehr interessant finde ich auch das aufblasbare Bolster (Platzsparend!) und das Yoga-Rad, welches eine gute Einsteiger-Alternative für das deutlich teurere Original zu sein scheint.)

Meditation Tutorial Tchibo

Don’t hesitate: Meditate

Und dann musste ich mir im Klaren darüber werden, dass Meditation so viel mehr ist, als ewig langes Sitzen und Leere im Kopf. Nichts Abstraktes, nach dem man strebt und das man irgendwann, mit viel Mühe, erreichen kann. Man muss es einfach machen. Es ist wie Fahrrad fahren. Erst ist man froh, überhaupt auf dem Sattel sitzen und die Füße vom Boden heben zu können. Dann kann man ein paar Meter weit eiern und irgendwann fährt man mit Karacho freihändig jauchzend den Berg runter. (Was ich nie getan habe. Ich Schisser. Aber mit der Meditation ist das wohl ähnlich. Ich habe mich lange nicht getraut einfach „zu machen.“ Nicht vertraut.) 

Bevor wir uns also an die spirituell anspruchsvolleren Kaliber wagen, zeige ich euch heute ein paar ganz einfache Praktiken, die ihr selbst im größten Trubel unterbringen könnt. Denn meditieren kann wirklich jeder. Sofort. Selbst ihr könnt genau jetzt damit anfangen. Einfach das Handy oder den Laptop zur Seite legen und los geht es. Glaubt ihr nicht? Dann mal los. Ich zeige euch heute drei ganz einfache Tools, die ihr sofort, in diesem Moment und (fast) überall anwenden könnt. Sogar während ’nem langatmigen Meeting oder beim Warten auf die Bahn. 

Für die unsteten Geister haben sich die alten Lehrer ein paar Kniffe ausgedacht. Denn so einfach es auch klingen mag: „Lasst die Gedanken vorbeiziehen, beobachtet sie und konzentriert euch dann wieder auf den Moment.“ ist in der Realität oft gar nicht so einfach.

Da hilft es, den Geist mit etwas zu beschäftigen. Mit einem Mantra beispielsweise. Seine Schwingungen allein – laut ausgesprochen, geflüstert oder nur gedacht – helfen, unseren geistigen Zustand zum Positiven zu ändern. Eines der wichtigsten und vielseitigsten Mantren aus dem Kundalini Yoga ist das Mantra SAT NAM. Frei übersetzt bedeutet es soviel wie „Ich bin die Wahrheit“. Und es eignet sich hervorragend, um darüber zu meditieren. 

Meditation Mala

Meditation „on the go“ 

Kirtan Kriya

Für diese einfache Meditation wird das Mantra SAT NAM zu SA TA NA MA verlängert: Geburt, Leben, Tod, Wiedergeburt. Wem das zu spirituell klingt: Egal, einfach machen. Die Meditation hilft Gewohnheiten zu durchbrechen, klärt den Geist und hilft, die eigene Bestimmung zu finden.

Nehme eine aufrechte Position ein und schließe wenn möglich die Augen. Während du das Mantra im Geiste vor dich hersagst, führst du die Finger einer oder beider Hände abwechselnd zum Daumen.

Sa – Zeigefinger mit leichtem Druck zum Daumen
Ta – Mittelfinger mit leichtem Druck zum Daumen
Na – Ringfinger mit leichtem Druck zum Daumen
Ma – kleiner Finger mit leichtem Druck zum Daumen

Danach wieder von vorn, also am Zeigefinger, beginnen. Für zwischendurch reicht eine gute Minute, die auch mal eben unterm Tisch durchgeführt werden kann. Im Anschluss tief einatmen, den Atem kurz anhalten und tief ausatmen.

Wer tiefer gehen möchte, versucht sich hieran: 5 Minuten normal sprechend, 5 Minuten flüsternd, 10 Minuten im Geiste sagen, 5 Minuten flüstern, 5 Minuten normal sprechend. Die Zeiten können variiert werden, die Proportionen zueinander sollten aber beibehalten werden, z.B. 2 – 2 – 4 – 2 – 2 oder 1 – 1 – 2 – 1 – 1.

Herzschlag Meditation

Lege vier Finger einer Hand auf den Puls der anderen. Nicht den Daumen verwenden, denn der hat einen eigenen Puls. Nun im Geiste und im Takt des Herzschlags/Pulschlags SAT NAM rezitieren. SAT auf den ersten, NAM auf den zweiten Schlag und so weiter. Ideal sind mindestens 3 Minuten, aber selbst eine Minute ist immerhin etwas. Das geht immer und überall, wetten?

Die „Don’t Meditate“ Meditation

Für die ganz harten Fälle – und Kinder – habe ich eine Meditation aus Three Min Start für euch. Hier wirkt nämlich schon die Handhaltung kleine Wunder und euer Geist kann machen, was er will. Setzt euch in eine aufrechte Position und bringt eure Hände in der Form einer Lotusblüte ca. 10 cm vor der Stirn zusammen. Heißt: Die Handwurzeln berühren sich, ebenso Daumen und kleine Finger. Die restlichen Finger werden abgespreizt. 

Schließt die Augen, atmet durch die Nase und tut alles, um nicht zu meditieren. Jawohl, richtig gelesen. Denkt an alles, was euch heute zu passiert ist, an die schönen Dinge, an die blöden Gefühle, von mir aus auch an den Einkaufszettel. Aber meditiert um Himmels willen nicht! Im Anschluss tief einatmen, den Atem anhalten und dabei alle Muskeln im Körper anspannen. Ausatmen und Entspannen. Na, entspannter? 

(Bei der Entstehung dieses Textes, habe ich übrigens nach der Hälfte das MacBook zur Seite gelegt und eine halbe Stunde zu Songs von Ignite, Slipknot und Sia die Glieder geschüttelt. Danach war das Herz am pumpen und der Kopf frei für neue Gedanken. Irgendwie auch eine Art der Meditation. )

Wer Lust bekommen sagt, ein wenig was für sich , seinen Geist und seinen Körper zu tun, sollte mal bei der Tchibo Community Aktion #befitbeyou reinschauen. Dort findet ihr aktuell viele Videos mit Übungen, Rezepten und Tipps von den drei Expertinnen Hannah Frey (Yoga & Ernährung), Friederike Franze (Laufen) und Louisa Tellert (Fitness) , die euch mit Rat und Tat zur Seite stehen und Fragen beantworten. 

© Fotos: Franzi Schädel

P.S.: *Dies ist eine bezahlte Kooperation mit Tchibo. Das ist gut für mich und gut für euch. Weil es mir ermöglicht das Blog in diesem Umfang zu führen und euch weiterhin zur Verfügung zu stellen. Und meine Arbeit von coolen Leuten in dieser Form wertgeschätzt wird. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. 

Meditation Räucherstäbchen Meditation Zubehör

My Yoga Essentials Kerstin Linnartz Buch

#VWT | My Yoga Essentials von Kerstin Linnartz

My Yoga Essentials Kerstin Linnartz Buch

Die Karriere von Kerstin Linnartz verfolge ich schon eine ganze Weile. Erst sah ich sie bei NBC Giga, später in den allerersten Videos von Attila Hildmann. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: In ihr steckt eine langjährige und erfahrene Yogini. Bereits seit ihrem ersten Buch All About Yoga bin ich also endgültig „Fan“. Nun ist ihr neuesten Werk My Yoga Essentials erschienen, welches ich euch heute als Vegan Weekend Treat ans Herz legen möchte.

„Essentials“ trifft es auf den Punkt. Das Buch ist perfekt für den Einstieg in die Welt des Yoga. Kerstin Linnartz schlägt den Bogen von ihrer eigenen Biografie, hin zu den acht Pfades des Yoga und vermittelt einen guten Grundstock an Asanas, Mudras sowie Atem- und Mediationstechniken. Dazu gibt es einige Rezepte und viele Gedanken zu Selbstliebe, Ernährung und Achtsamkeit. Sich und anderen gegenüber. Alles verpackt in tolle Bilder und Erlebnisberichte von ihren vielen Reisen. In Ashrams, den Dschungel, Städte und zu sich selbst.

Das große Format des Buches macht es zu einem kurzweiligen Genuss für einen Sonntag auf dem Sofa. Die satten Bilder laden zum Schwelgen ein und die guten Anleitungen zum sofortigen Nachmachen.

My Yoga Essentials

Nachhaltig beeindruckt haben mich das Bild einer Shiva-Statue aus Rishikesh (Holla die Waldfee!) und einige Zeilen aus der Passage „Muss ich Vegetarier werden?“, in der Kerstin Linnart schreibt, wie sie leidige Diskussionen oft abkürzt:

„ Du selbst entscheidest, was für dich „Genuss“ bedeutet. Wenn du es „genießt“ regelmäßig bis oft Tiere zu essen, Alkohol zu trinken oder zu rauchen, spiegelt das deine Bewusstseinsstufe wider und die Art, wie sehr du WIRKLICH gut mir dir umgehst. Du selbst entscheidest, wofür du die Verantwortung übernimmst. Wenn du Fleisch isst und damit in Kauf nimmst, für Gewalt an Lebewesen, massive Schädigung der Umwelt auf unseren Planeten und Raubbau an Nahrungsmittelressourcen mitverantwortlich zu sein, spiegelt auch das den Grad an Ehrlichkeit und Auseinandersetzung mit der Welt, in der du lebst.“

(Linnartz, Kerstin: My Yoga Essentials, 1. Auflage 2016, S. 078)

P.S. Ich habe mir das Buch My Yoga Essentials von Kerstin Linnartz selbst gekauft. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und nur was mich überzeugt, landet auch auf dem Blog.

My Yoga Essentials Kerstin Linnartz My Yoga Essentials Buch Kerstin Linnartz My Yoga Essentials von Kerstin Linnartz

Holz Mala von Shakti Bling Bling

Vegan Weekend Treat | Mala von Shakti Bling Bling

Holz Mala von Shakti Bling Bling

Zugegeben, Mantren lassen sich mit dieser Mala Von Shakti Bling Bling nicht rezitieren. Dafür ist sie nicht gut genug bestückt. Aber im Sommer haben wir ja auch anderes vor: Stadtbummel, am Strand sitzen und Cocktails schlürfen, auf dem Balkon sonnen… Und hier macht die Mala „Here comes the sun“ aus dem Happy Mind Shop definitiv eine gute Figur. Ob zum lockeren Sommerkleidchen oder als Eyecatcher zum gedeckten Schwarzen. Pink und Grün sind eine eine Knaller Farbkombi für den Sommer, oder? Und wer sagt nicht, dass wir sie auch ohne 108 Perlen mit einer Motivation, einen Ziel oder gutem Gedanken aufladen und uns durch das Tragen immer daran erinnern können? 

Die Holz Mala ist auf elastisches Band gezogen und kann so auch um das Handgelenk getragen werden. Die Mala kommt wohl behütet in einem hübschen Stoffbeutelchen welches von tibetische Künstlerinnen gefertigt wurde.

Schnell zuschlagen, denn die Mala von Shakti Bling Bling ist gerade im Sale und kostet statt 19,90 € nur 10,50 €.

P.S. Die Mala ist ein Geschenk von Christina vom Happy Mind Shop und wurde nicht von mir gekauft. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und nur was mich überzeugt, landet auch auf dem Blog. 

Mala aus Holz Happy Mind Shop

Lange Nacht des Yoga Hamburg 2016

Lange Nacht des Yoga 2016 | Yoganacht Hamburg

Lange Nacht des Yoga Hamburg 2016

Eine Stadt, 45 Studios, viel Regen und eine ganze Menge Spaß. 

So könnte man die diesjährigen Lange Nacht des Yoga in Hamburg in einem Satz beschreiben. Und würde ihr doch nicht ganz gerecht werden. Gleich vorweg: Nächstes Jahr geht es auf alle Fälle wieder hin!

Das Yoga begann für Jenny und mich schon im Vorfeld. Eine Übung in Geduld und Gelassenheit. Aufgrund der Harley Days, die ebenfalls an diesem Wochenende in Hamburg stattfanden, waren bereits zu Jahresbeginn so gut wie alle Hotels komplett dicht, so dass uns nur noch ein Hostel blieb (Was sich allerdings als weniger laut als erwartet rausstellte.). Und auch am Tag der Yoganacht selbst wurden wir ganz schön auf die Probe gestellt. Denn entgegen der Wettermeldung zeigte sich Hamburg nicht von seiner besten Seite. Wir haben uns aber die Laune nicht verderben lassen und uns vom nächtlichen Hamburger Flow treiben lassen. 

Die Hamburger Yoganacht bietet die Möglichkeit in die teilnehmenden Studios hineinzuschnuppern, die Lehrer*innen kennen zu lernen und in Kontakt mit anderen Yoginis und Yogis zu kommen.  Man erwirbt am Veranstaltungstag oder auch bereits vorher ein Armbändchen für 15 Euro und hat während der Yoganacht überall freien Zugang. Der Erlös kommt dem Verein und Initiator der Yoganacht Yoga für Alle e.V.  zugute. Der Verein setzt sich – wie der Name schon sagt – dafür ein, dass ALLE Menschen Zugang zum Yoga bekommen: Schwangere, Rolli-Fahrer, Geflüchtete, Menschen in Haft, Trauma-Patient*innen und und und… Eben alle, die auf den ersten Blick nicht unbedingt in die Leggings-tragende, kopfstehende Klischee-Klientel passen.

VeryYoga Yoganacht Hamburg

Es gilt das Prinzip „First come, first serve“. Die Möglichkeit zu reservieren gibt es nicht. Hingehen, Matte ausrollen und mitmachen. Wer keinen Platz mehr findet, zieht zum nächsten Spot. Hier heißt es schnell sein. Early Birds haben die größten Chancen, denn alle drei Studios, die wir in dieser Nacht besucht haben, waren sehr gut besucht bis proppenvoll. Wir hatten jedoch Glück und bekamen Plätze in unseren drei Wunschkursen. Mehr ist in der Zeit auch kaum zu schaffen, selbst bei gut 30 Minuten Pause zwischen den einzelnen Angeboten eines Studios. Jenny hatte uns gleich nach der Buchung des Hostels einen feinen Plan ausgeheckt, der uns erst zur 1-Jahres-Feier von VeryYoga, danach zum Vinyasa Flow zu MonkeyMindYoga, zurück zu VeryYoga für eine Einheit „Moving into Stillness“ und schließlich zu AhoiYoga und einem offenen Klangbad führen sollte.

Mehr als die Yogakluft am Leibe, eine Matte und eine Tasche mit Handtuch (Vinyasa!), Wasser und Handy nebst PowerBank (Snapchat!!) braucht es nicht. Ich hatte meinen neuen fliegenden Teppich dabei, den mir die liebe Bee von BeeAthletica freundlicherweise zugeschickt hat. Eine handbemalte Magic Carpet Yoga Mat*. Definitiv ein Eye Catcher, auf den ich auch ein paar Mal angesprochen worden bin. Die Matte ist angenehm dick, aber dennoch so leicht, dass ich sie gut den ganzen Abend – zusätzlich zur Tasche – schultern konnte. 

Yoganacht Magic Carpet Yoga Mat Amethyst Yogamatte

Eine Einheit dauert im Schnitt 45 Minuten, ist also kürzer als eine normale Yogastunde. Ausgiebiges Shavasana sucht man hier vergebens. Dennoch hatten alle Sessions „Hand und Fuß“ und waren eine runde Sache. Das Publikum ist während der Yoganacht sicherlich noch einmal ein ganzes Stück bunter als sonst. Männer und Frauen, Geübte und Anfänger – hier treffen alle aufeinander. Eine Herausforderung für die Lehrer*innen (und wahrscheinlich auch so manche*n Praktizierende*n), die aber eigentlich keine darstellt. Dank guter Anleitung und Hilfestellungen findet jeder seinen Flow. 

AhoiYoga Hamburg Yoganacht 2016

Die Locations können unterschiedlicher nicht sein. MonkeyMindYoga wartet neben einem großen Yogaraum mit mehren Toiletten und einem seperaten Umkleidebereich auf, bei VeryYoga wird kurzerhand die Ladeneinrichtung zur Seite geräumt (Achtung, Kaufrausch!) und AhoiYoga bietet ein All-in-One.  Mit wunderschöner neuer Wandbemalung. Überall wurden wir gut mit Gurten, Decken, Bolstern und Blöcken versorgt. Und wie immer gilt „Schuhe bleiben draussen!“

Via Snapchat konntet ihr quasi „live“ dabei sein. Für alle ohne gelben Geist habe ich mich an das Experiment gewagt und die Story in ein YouTube-Video umgewandelt. Es ist durchaus verbesserungswürdig. (Ja, nächstes Mal snappe ich quer. Und nein, keine Ahnung wieso YouTube das Video oben so beschneidet. Gibt dem Ganzen aber einen verwegenen „Inkognito-Style“, wie ich finde…). Ich glaube aber, dass es den Vibe des Abends/der Nacht ganz gut einfängt. Inklusive kleiner Wunder, Alkohol (Hell yeah! Yoga und (ein bisschen) Bier geht entgegen landläufiger Meinung sehr gut zusammen.) und viel Hamburger Schietwetter. Enjoy!

Vielen Dank an die lieben Menschen von MonkeyMindYoga, VeryYoga und AhoiYoga für diese wunderbaren Stunden. <3

P.S. Die Yogamatte wurde mir kostenlos von Bee von BeeAthletica zur Verfügung gestellt. Das Bändchen für die Yoganacht habe ich selbst gekauft. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und nur was mich überzeugt, landet auch auf dem Blog.

Lange Nacht des Yoga Hamburg 2016 VeryYogaYoganacht Hamburg VeryYogaMonkeyMindYoga Yoganacht HamburgAhoiYoga Hamburg Yoganacht

Räucherset Happy Mind Magazine

Holy Smokes Räucherkit von Shakti Bling Bling

Holy Smokes Räucherkit Happy Mind MagazineAn meine erste Erfahrung in Sachen Räuchern kann ich mich noch ziemlich gut erinnern.

Ungefähr 10 Jahre ist es her. Ich hatte mir alle Utensilien besorgt, mich intensiv eingelesen und das für mich passend klingende Räucherwerk gekauft. So weit, so gut. Weihrauch sollte es sein. Reinigung und so. Der Rauch trägt die negativen Vibes davon und hinterlässt eine frische, inspirierende Atmosphäre. Räuchern fand ich immer spannend. Das hat sowas mystisches, erdendes. Schon als Kind liebte ich Aromalampen, Räucherstäben und Co. 

Doch nun soll es also handfest werden. Ich fülle den Sand in die Schale und lege die Räucherkohle obenauf. Diese gilt es anzuzünden und durchglimmen zu lassen. Im Grunde wie beim Grillen. Grau = Gut. Ein wenig mystischer Vergleich, aber das Prinzip ist das selbe.

Gesagt getan. Kaum berührt die Flamme die Kohle, fängt diese an Funken zu sprühen. Hossa! Nun weiß ich auch, wieso man die Schale unbedingt auf eine feuerfeste Unterlage stellen soll. Es wird sehr schnell ziemlich heiß und nach einigen Minuten ist die Kohle durchgeglüht. Jetzt ist der Zeitpunkt für das Räucherwerk gekommen. Ich habe mir vorsorglich einen kleinen Räucherlöffel besorgt, mit dem ich das Räuchergut vorsichtig auf die Kohle lege. Der Weihrauch verströmt umgehend seinen Duft und wabert in kleinen Rauchsäulen durch den Raum. Jetzt passiert es also. Die negativen Energien verpieseln sich und Ruhe und Klarheit machen sich breit. 

Denkste. Das Einzige was sich breit macht, ist das durchdringende Piepen des Rauchmelders. Epic Fail…

Holy Smokes Räucherkit Happy Mind Magazine

Wir spulen zurück ins Jahr 2016. In dem es im Internet vor spirituellen Räuchermännchen und -weibchen nur so wimmelt, man alle erdenklichen und unmöglichen Räuchermischungen per Mausklick kaufen kann und auch weiß, dass man den ersten Rauch bitte durch ein geöffnetes Fenster abziehen lässt…

Heute gibt es so wunderbare Sets, wie das Holy Smokes Räucherkit von Christina vom Happy Mind Magazine. Dieses bietet einen tollen Einstieg in die Welt des Räucherns und der verschiedenen Aromen. Für ihr kleines Label Shakti Bling Bling (Was für ein großartiger Name!) hat sie ein Set zusammengestellt, mit dem oben beschriebene Malheurs nicht mehr passieren dürften.

Das Räucherkit beinhaltet neben einer ausführlichen Anleitung mit Tipps und Tricks ein kupferfarbenes Metallschälchen, Räuchersand, 10 Kohletabletten und acht herzallerliebst verpackte Räuchereien:

  1. Salbei – wirkt reinigend und klärend.
  2. Weihrauch (Eritrea) – öffnet den Geist für Meditation. 
  3. Lavendel – wirkt beruhigend und fördert den Schlaf.
  4. Sandelholz – fördert die Kommunikation mit dem Göttlichen.
  5. Yerba Santa – schenkt Mut, Tatkraft und Energie.
  6. Eukalyptus – wirkt reinigend auf die Raumluft, erhöht die Konzentration.
  7. Tulsi – entspannt und hellt die Stimmung auf. 
  8. Beifuß – fördert Selbstvertrauen und Intuition. 

Alles was ihr noch für das perfekte spirituelle Erlebnis braucht, ist ein Löffel, um das Räucherwerk auf die Kohle zu lesen und eine feuerfeste Unterlage, beispielsweise ein dickeres Holzbrett. Denn die Metallschale kann ganz schön heiß werden. (Für euch getestet…)
punktekleinDie Auflistung der Kräuter, Hölzer und Harze in diesem Räucherkit bietet einen kleinen Einblick, was alles möglich ist. Schon der Vorgang an sich ist ein Akt der Achtsamkeit. Ihr tut etwas für euch und zwar ganz bewusst. Es ist nicht „mal eben“ getan und bedarf ein wenig Vor- und Nachbereitung. Man kann es nicht nebenbei machen, sondern muss die ganze Zeit präsent und wachsam sein. Und das ist auch gut so. Räuchern ist so viel mehr, als nur eine Duftkerze des guten Duftes wegen anzuzünden.

Lasst es qualmen, Kinners!

P.S.: Das Holy Smokes Räucherkit wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog.

Holy Smokes Räucherkit Happy Mind Magazine

Räucherstäbchen selber machen

DIY | Räucherstäbchen selber machen

Räucherstäbchen selber machen

Moin,

es gibt so Dinge, bei denen man sich manchmal fragen (lassen) muss, wieso man sich das eigentlich antut. Wieso man sie selbst herstellen will und nicht einfach ins Geschäft geht, ins Regal greift, ein paar Euro über die Theke reicht und sie mit nach Hause nimmt.

Räucherstäbchen sind so ein Beispiel. Ein Verbrauchsartikel, der – je nach Hersteller – gar nicht mal so teuer ist. Es gibt sie in mannigfaltiger Form, Farbe und natürlich Duftrichtung. Warum also Räucherstäbchen selber machen? 

Ich weiß es nicht, ob es mein Pioniergeist, meine experimentelle Neugier oder der Wunsch nach Entschleunigung war, die mich dazu verleitet haben. Auf alle Fälle hat es Spaß gemacht. Und bescherte mich nach einer Woche ein sehr befriedigendes Gefühl, als ich feststellte, dass mein Experiment geglückt war. Vorweg also mein ultimativer Tipp: Legt euch Einmalhandschuhe zu! Definitiv, ohne zu hinterfragen, ohne Alternativen. Tut es!

Räucherstäbchen selber machen

Räucherstäbchen selber machen

Um Räucherstäbchen selbst herzustellen braucht ihr folgende Dinge:

  • einen Träger (Zum Beispiel die Bambusstäbchen, die man normalerweise in Duftdiffusor steckt. Bei Amazon bekommt man sie für wenig Geld.)
  • Gummi Arabicum in Pulverform als Bindemittel (Ebenfalls für wenig Geld bei Amazon zu haben.)
  • etwas destilliertes Wasser oder Hydrolat
  • fein gemahlenes  Räucherwerk eurer Wahl (Harze, Kräuter, Hölzer…)
  • eine Kohletablette aus dem Räucherbedarf oder Reste vom sommerlichen Grillen

Die wichtigste Regel, die es zu beachten gilt: 90% des Volumenanteils sollte Räucherwerk sein, 10% des Volumenanteils Bindemittel. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, wobei Gummi Arabicum eine der gelingsichersten ist. Und egal, was ihr in eure Mischung gebt: Kohle muss unbedingt dabei sein, um ein gleichmäßiges Abbrennen zu gewährleisten.

Zuerst werden alle trockenen Zutaten fein gemahlen. Ich verwendete hierfür meinen Mörser, was einiges an Muskelkraft erforderte. Eine Kaffeemühle erledigt den Job sicherlich etwas einfacher. 

Ich entschied mich im Übrigen für Zutaten wie Rosenblüten, sudanesischen Weihrauch, etwas von meinem „Rauchnächte“ Räucherwerk von Neunholz, Vanille und Tonkabohne. Eurer Phantasie (und euren Bedürfnissen) sind da keine Grenzen gesetzt.

Räucherstäbchen selber machen 2

Diese Mischung sollte nun über Nacht ziehen, damit sich alle Aromen gut verbinden. Danach gebt ihr das Gummi Arabicum hinzu. Hier kommt es wie gesagt nicht aufs Gramm an, solange das Verhältnis ungefähr bei 90/10 liegt. Nehmt lieber erst einmal weniger und fügt im Nachhinein und bei Bedarf noch etwas mehr hinzu. Sonst geht es euch wie mir und die Masse wird in Verbindung mit der Flüssigkeit klebriger, als sie sein müsste. Zwar lässt sich alles später leicht abwaschen, man muss dabei jedoch gründlich vorgehen. Denn Gummi Arabicum klebt. Logisch.

In die fertige, noch trockene Mischung gebt ihr also nun etwas destiliertes Wasser oder Hydrolat und vermengt alles zu einer geschmeidigen Masse. Diese sollte die Konsistenz von etwas klebrigerem Kuchenteig bekommen, damit ihr sie gut um die Stäbchen drücken könnt und nicht alles wieder herunter läuft. An dieser Stelle habe ich auch noch etwas vom Taoasis Yoga Duft hinzugegeben. 

Wer mag kann nun etwas fein gemahlene Hölzer oder Harze darüber streuen, um den „Teig“ etwas zu mattieren und besser um das Stäbchen drücken zu können. Ich habe mich jedoch – in Anbetracht der Klebrigkeit –  dazu entschieden, etwas von der Masse auf ein Brett zu geben und das Stäbchen sachte darüber zu rollen. So blieb nach und nach immer mehr am Träger hängen und das Räucherstäbchen wurde schön gleichmäßig in seiner Form. 

Räucherstäbchen selber machen Gummi Arabicum

Die fertigen Räucherstäbchen müssen nun mindestens eine Woche durchtrocknen. Hierfür legt ihr sie entweder auf ein Gitter oder steckt sie in eine mit Sand gefühlte Schale. Meine stand die Woche über auf der Heizung, was dem Trocknungsprozess sicherlich zuträglich war. 

Nach Ablauf der Trocknungszeit könnt ihr die selbstgemachten Räucherstäbchen dann wie gewohnt abbrennen. Sollte ein Stäbchen zwischendurch einmal ausgehen – was bei selbstgemachten durchaus mal passieren kann – könnt ihr es einfach wieder anzünden. Dank der Kohle und der guten Durchtrocknung qualmen die Stäbchen nicht unangenehm, sondern verbreiten sanft ihren ganz individuellen Duft. 

Und was gibt es schöneres, als sich an kleinen, selbst erschaffenen Kunstwerken zu erfreuen? 

Tschüss, 
Kathrin
Räucherstäbchen selber machen Abbrennen