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Fair Fashion Vegane Mode

Tchibo | Lieblingskleid mit ECO-LOGIC Bio-Baumwolle

Fair Fashion Vegane Mode Bio-Baumwolle

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Es kommt vor, dass ich gefragt werde, wo ich etwas, das ich gerade trage, her habe.

Ich bin niemand, die sich dann in geheimnisvolles Schweigen hüllt, sondern muss reflexartig Antwort geben. Lautet diese Zalando, Asos oder das örtliche Modehaus ist die Sache schnell gegessen. Da ich allerdings häufig faire, biologische und/oder explizit vegane Dinge an mir trage, fällt die Antwort manchmal etwas komplexer aus. Ich kann dann ich nicht umhin und verweise darauf, dass das jeweilige Produkt fair oder nachhaltig produziert wurde. Schließlich ist das ein Fakt, den man durchaus in die Welt posaunen kann. Die ersten Reaktionen sind dann meist sehr ähnlich. 

„Uuuh, das ist doch bestimmt total teuer!“ oder „Oh man, diese Ökotante wieder…“

 

Das Schlimmste aber – und das was mich tatsächlich auch persönlich am meisten tangiert – ist, wenn mir jemand mit „Puh, wenn ich DA auch noch drauf achten soll…“ kommt. Oder aber gleich abwinkt á la „Mir ist das egal.“ Schluck.

Zugegeben. Ich stehe auf Mode. Und ich möchte, dass ich sie mit einem guten Gefühl tragen kann. Dafür bin ich auch bereit ein wenig mehr auszugeben. Das passiert immer dann, wenn ich bei einem fancy Label bestelle. Oder Schuhe kaufe. Da gehen schnell mal 150 € und mehr über den digitalen Ladentisch. Und skeptische Blicke meines Umfeldes in meine Richtung. Nachhaltige Mode muss teuer sein. Oder?

Fair Fashion Vegan Tchibo Bio-Baumwolle

Umso mehr liebe ich es, wenn meine Antwort meinem Gegenüber erst ein ungläubiges Staunen und dann ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.  „Wie? Das ist von TCHIBO???“  Denn ein Argument lasse ich heute nicht mehr gelten: Das es ordentlich Geld kostet, einen Unterschied zu machen.

Wer mich kennt weiß, wie sehr ich Tchibo liebe. Ohne Mist. Ich behaupte, dass ich das perfekte Testimonial für diese Marke bin. Seit zig Jahren kaufe ich regelmäßig – und ich meine regelmäßig! – dort ein. Die Schnitte und Farben schmeicheln dem Körper und aktuelle Trends werden aufgegriffen und tragbar umgesetzt. I just love it! Umso schöner finde ich, dass sich da gerade einiges in Sachen Nachhaltigkeit tut. 

Tchibo will klotzen, nicht kleckern. 100% nachhaltiges Handeln ist das erklärte Ziel. Das ist mal eine Ansage! Klein denken kann ja jeder. Bis zum Ziel ist es noch ein Stück Weg, aber genau das ist es, was mir das Vorhaben von Tchibo so sympathisch macht. Sie machen sich eben auf den Weg. Und das auch dem Mainstream heraus.

Sicherlich bringt ein Kleidungsstück von einem 100% fairen, nachhaltigen und veganen Hersteller nochmal eine Extraportion Nachhaltigkeit mit. Aber die Otto-Normal-Verbraucherin kauft eben anderswo ein. Und ist oft einfach nicht so sehr in der Materie, wie ich es vielleicht bin. Wenn sie dann „mal eben“ ein Kleidungsstück mitnimmt, welches irgendwo auf der Welt irgendwas ein wenig besser macht, freue ich mich umso mehr.  Denn 2015 hat jeder 3. Deutsche bei Tchibo ein Textil aus Bio-Baumwolle gekauft. Das ist eine ganze Menge, oder? Schon mal ein Anfang, aber da geht noch was. 

Fair Fashion Vegan Fashion Tchibo

Vor zwei Wochen war ich auf dem Green Carpet Event von Tchibo in Hamburg und durfte in der Front Row – direkt gegenüber von Nena – sitzen. Hossa. Das kann man mal gemacht haben. 

Vorgestellt wurde die neue Kollektion mit ECO-LOGIC Baumwolle. Marie Nasemann und Kolleginnen führten Kleider über den Catwalk, die ich tatsächlich allesamt sofort eingepackt hätte. Besonders angetan hat es mir ein marineblaues Kleid in A-Linien-Form mit einem roségoldenen Reissverschluss. Schöner fester Stoff, der kaum knittert und dessen Baumwollanteil aus dem Appachi ECO-LOGIC Cotton Project von Mani Chinnaswamy stammt. (Der übrigens neben Nena sitzen durfte. Es sei ihm gegönnt.) Dazu ein schön voluminöses Tuch in Grau-Rosé und der Frühling kann kommen.

Das Appachi Projekt schult Farmer vor Ort im nachhaltigen Anbau von Bio-Baumwolle, ohne Pestizide und künstlichen Dünger. Darüber hinaus wird ihnen eine Abnahme ihrer Rohstoffe zu garantierten Preisen gesichert. Zudem kümmert sich das Projekt auch um den Schutz des Ökosystems, in dem die Bio-Baumwolle angebaut wird, denn es gehört zu den artenreichsten der Welt. Alles ziemlich sozialverträglich und umweltschonend also.

Was mich tatsächlich überrascht hat: Tchibo ist der drittgrößte Anbieter von Bio-Baumwolle WELTWELT. 76% der vom Unternehmen eingekauften Baumwolle stammte 2015 bereits aus nachhaltigen Quellen. Ist ist viel. Vor allem für ein Unternehmen, welches sich bio/fair/vegan bisher nicht mal groß auf die Fahne geschrieben hat. Obwohl es das Thema Nachhaltigkeit schon seit 15 Jahren auf dem Schirm hat. 

Wer also gerade auf der Suche nach ein paar nachhaltigeren Stücken für seinen Kleiderschrank ist und wie ich fair und konventionell miteinander verbindet, sollte sich die neue Kollektion mit ECO-LOGIC Bio-Baumwolle unbedingt mal anschauen.

Geheimtipp: Ich werde mich auf alle Fälle für den rosanen Mantel auf die Lauer legen. Vorab konnte ich ihn schon online bewundern und hatte ihn auf dem Event dann endlich in der Hand. Der wird anprobiert! <3

P.S.: *Dies ist eine bezahlte Kooperation mit Tchibo. Das ist gut für mich und gut für euch. Weil es mir ermöglicht das Blog in diesem Umfang zu führen und euch weiterhin zur Verfügung zu stellen. Und meine Arbeit von coolen Leuten in dieser Form wertgeschätzt wird. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. 

P.S.S.: 1000 Dank an Katrin von Shades of Nature für die Bilder, die an einem verregneten und stürmischen Tag in Köln entstanden sind. Merkt man gar nicht, oder?  

Fair Fashion Biobaumwolle Tchibo Fair Fashion Vegane Mode Biobaumwolle

Fair Fashion Biobaumwolle Tchibo

Meditation Audra

Meditation für alle, die nicht meditieren können

Meditation Audra  Werbung*

Ich bereite alles vor. Vorbereitung ist schließlich alles. Ich lüfte das Zimmer, rolle die Matte aus und falte mich in den Schneidersitz. Augen zu und einmal tief ein- und ausgeatmet. Es kann losgehen. 

Nach gut 10 Sekunden zieht der erste Gedanke vor meinem inneren Auge vorbei. Nach 1 Minute linse ich zum ersten Mal verstohlen durch die halbgeschlossenen Lider. Und nach 5 Minuten schlafen mir die Beine ein. Ich soll den Schmerz wahrnehmen sagen sie. Und dann soll ich ihn vorüberziehen lassen sagen sie. Ich beginne unruhig hin und her zu rutschen. Wie ein kleines Kind, dem man gesagt hat, es soll doch bitte mal wenigstens 5 Minuten still sitzen. Der Schmerz wird immer fieser und ich muss aus dem bilderbuchreif gezirkelten Yogasitz entfliehen. Ich schaue auf die Uhr. Es sind gerade mal 3 Minuten vergangen. 3 Minuten, in denen ich mich keine Sekunde entspannt oder auch nur fokussiert gefühlt habe und die höchstwahrscheinlich herzlich wenig mit Meditation zu tun hatten. Dabei soll es doch so einfach sein. Sagen sie. 

Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass sich die Außentemperatur gerade knapp unter Null bewegt und ich statt unter einer Palme unter meiner Monstera sitze. Vielleicht klappt das mit dem Meditieren auf Bali einfach besser? Oder aber ich habe die falsche Hose an. Ob mich die fancy Yoga Pants, die mir gerade auf Instagram auf jedem 3. Bild entgegenstrahlen in andere Sphären katapultiert? Wahrscheinlich hätte ich mir einfach die Pizza gestern Abend kneifen und stattdessen eine Buddha Bowl essen sollen. Dabei liegt mir Rohkost manchmal schwerer im Magen als fettiges, italienisches Essen. Das sieht aber natürlich weniger yogisch aus. 

Oder kann ich es einfach nicht? Vielleicht bin ich einer der Menschen, die nicht zum Meditieren gemacht sind. Sowas gibt es bestimmt. Wie diese Menschen, die nicht hypnotisiert werden können. Wobei es ja immer heißt, jeder kann meditieren… Hm. 

Meditation Yoga

Ich muss die Entspannung entspannter angehen

Es gibt nämlich tatsächlich ein paar Kniffe, die eine Meditation auch im trubeligsten Alltag möglich machen. Für die man nicht als digitaler Nomade auf ’ner Palme sitzen oder drei Mal die Woche ins hippe Yoga Studio laufen muss. Zum Schluss stelle ich euch drei einfache Meditationstechniken vor, die wirklich jeder umsetzen kann. Garantiert.

Doch beginnen wir mal mit den Vorbereitungen. Eine meiner besten Anschaffungen der letzten Zeit ist definitiv mein neuer Meditationshocker. Schon lange war mir eigentlich klar, dass ich so etwas brauche. Vor allem jetzt, nach dem Unfall. Aber sich mit 33 Jahren selbst einzugestehen, dass das mit dem Schneidersitz mittlerweile leider doch recht tagesformabhängig ist, ist gar nicht so leicht. Ein erster Schritt in Richtung Achtsamkeit. Früher waren wie auch immer überschlagene Beine kein Problem für mich. Mittlerweile schlafen sie mir tatsächlich gerne mal ein. Selbst im aufrechten Sitz auf einem zu niedrigen Stuhl. Der Hocker hilft dabei, zum einen aufrecht zu sitzen und zum anderen, die Blutgefäße und Nervenbahnen in Hüfte und Beinen nicht zu sehr zu quetschen. Vor allem im Fersensitz ruht nahezu das ganze Körpergewicht auf Beinen und Füßen, was für Ungeübte schnell schmerzhaft werden und zu Frustrationen führen kann. 

Ebenfalls sehr hilfreich ist es, sich bei Meditation und Savasana warm einzupacken. Denn nichts ist blöder, als langsam zur Ruhe zu kommen und dann macht sich Gänsehaut breit. Der Fleece-Ponch von Tchibo ist perfekt, um sich warm zu halten. Er ist federleicht und lässt sich klein zusammenfalten, passt also in jede noch so kleine Tasche. Darüber hinaus hat er keine Schnallen, Knöpfe oder dicke Nähte und drückt somit nirgends bei der Entspannung im Liegen. 

(Sehr interessant finde ich auch das aufblasbare Bolster (Platzsparend!) und das Yoga-Rad, welches eine gute Einsteiger-Alternative für das deutlich teurere Original zu sein scheint.)

Meditation Tutorial Tchibo

Don’t hesitate: Meditate

Und dann musste ich mir im Klaren darüber werden, dass Meditation so viel mehr ist, als ewig langes Sitzen und Leere im Kopf. Nichts Abstraktes, nach dem man strebt und das man irgendwann, mit viel Mühe, erreichen kann. Man muss es einfach machen. Es ist wie Fahrrad fahren. Erst ist man froh, überhaupt auf dem Sattel sitzen und die Füße vom Boden heben zu können. Dann kann man ein paar Meter weit eiern und irgendwann fährt man mit Karacho freihändig jauchzend den Berg runter. (Was ich nie getan habe. Ich Schisser. Aber mit der Meditation ist das wohl ähnlich. Ich habe mich lange nicht getraut einfach „zu machen.“ Nicht vertraut.) 

Bevor wir uns also an die spirituell anspruchsvolleren Kaliber wagen, zeige ich euch heute ein paar ganz einfache Praktiken, die ihr selbst im größten Trubel unterbringen könnt. Denn meditieren kann wirklich jeder. Sofort. Selbst ihr könnt genau jetzt damit anfangen. Einfach das Handy oder den Laptop zur Seite legen und los geht es. Glaubt ihr nicht? Dann mal los. Ich zeige euch heute drei ganz einfache Tools, die ihr sofort, in diesem Moment und (fast) überall anwenden könnt. Sogar während ’nem langatmigen Meeting oder beim Warten auf die Bahn. 

Für die unsteten Geister haben sich die alten Lehrer ein paar Kniffe ausgedacht. Denn so einfach es auch klingen mag: „Lasst die Gedanken vorbeiziehen, beobachtet sie und konzentriert euch dann wieder auf den Moment.“ ist in der Realität oft gar nicht so einfach.

Da hilft es, den Geist mit etwas zu beschäftigen. Mit einem Mantra beispielsweise. Seine Schwingungen allein – laut ausgesprochen, geflüstert oder nur gedacht – helfen, unseren geistigen Zustand zum Positiven zu ändern. Eines der wichtigsten und vielseitigsten Mantren aus dem Kundalini Yoga ist das Mantra SAT NAM. Frei übersetzt bedeutet es soviel wie „Ich bin die Wahrheit“. Und es eignet sich hervorragend, um darüber zu meditieren. 

Meditation Mala

Meditation „on the go“ 

Kirtan Kriya

Für diese einfache Meditation wird das Mantra SAT NAM zu SA TA NA MA verlängert: Geburt, Leben, Tod, Wiedergeburt. Wem das zu spirituell klingt: Egal, einfach machen. Die Meditation hilft Gewohnheiten zu durchbrechen, klärt den Geist und hilft, die eigene Bestimmung zu finden.

Nehme eine aufrechte Position ein und schließe wenn möglich die Augen. Während du das Mantra im Geiste vor dich hersagst, führst du die Finger einer oder beider Hände abwechselnd zum Daumen.

Sa – Zeigefinger mit leichtem Druck zum Daumen
Ta – Mittelfinger mit leichtem Druck zum Daumen
Na – Ringfinger mit leichtem Druck zum Daumen
Ma – kleiner Finger mit leichtem Druck zum Daumen

Danach wieder von vorn, also am Zeigefinger, beginnen. Für zwischendurch reicht eine gute Minute, die auch mal eben unterm Tisch durchgeführt werden kann. Im Anschluss tief einatmen, den Atem kurz anhalten und tief ausatmen.

Wer tiefer gehen möchte, versucht sich hieran: 5 Minuten normal sprechend, 5 Minuten flüsternd, 10 Minuten im Geiste sagen, 5 Minuten flüstern, 5 Minuten normal sprechend. Die Zeiten können variiert werden, die Proportionen zueinander sollten aber beibehalten werden, z.B. 2 – 2 – 4 – 2 – 2 oder 1 – 1 – 2 – 1 – 1.

Herzschlag Meditation

Lege vier Finger einer Hand auf den Puls der anderen. Nicht den Daumen verwenden, denn der hat einen eigenen Puls. Nun im Geiste und im Takt des Herzschlags/Pulschlags SAT NAM rezitieren. SAT auf den ersten, NAM auf den zweiten Schlag und so weiter. Ideal sind mindestens 3 Minuten, aber selbst eine Minute ist immerhin etwas. Das geht immer und überall, wetten?

Die „Don’t Meditate“ Meditation

Für die ganz harten Fälle – und Kinder – habe ich eine Meditation aus Three Min Start für euch. Hier wirkt nämlich schon die Handhaltung kleine Wunder und euer Geist kann machen, was er will. Setzt euch in eine aufrechte Position und bringt eure Hände in der Form einer Lotusblüte ca. 10 cm vor der Stirn zusammen. Heißt: Die Handwurzeln berühren sich, ebenso Daumen und kleine Finger. Die restlichen Finger werden abgespreizt. 

Schließt die Augen, atmet durch die Nase und tut alles, um nicht zu meditieren. Jawohl, richtig gelesen. Denkt an alles, was euch heute zu passiert ist, an die schönen Dinge, an die blöden Gefühle, von mir aus auch an den Einkaufszettel. Aber meditiert um Himmels willen nicht! Im Anschluss tief einatmen, den Atem anhalten und dabei alle Muskeln im Körper anspannen. Ausatmen und Entspannen. Na, entspannter? 

(Bei der Entstehung dieses Textes, habe ich übrigens nach der Hälfte das MacBook zur Seite gelegt und eine halbe Stunde zu Songs von Ignite, Slipknot und Sia die Glieder geschüttelt. Danach war das Herz am pumpen und der Kopf frei für neue Gedanken. Irgendwie auch eine Art der Meditation. )

Wer Lust bekommen sagt, ein wenig was für sich , seinen Geist und seinen Körper zu tun, sollte mal bei der Tchibo Community Aktion #befitbeyou reinschauen. Dort findet ihr aktuell viele Videos mit Übungen, Rezepten und Tipps von den drei Expertinnen Hannah Frey (Yoga & Ernährung), Friederike Franze (Laufen) und Louisa Tellert (Fitness) , die euch mit Rat und Tat zur Seite stehen und Fragen beantworten. 

© Fotos: Franzi Schädel

P.S.: *Dies ist eine bezahlte Kooperation mit Tchibo. Das ist gut für mich und gut für euch. Weil es mir ermöglicht das Blog in diesem Umfang zu führen und euch weiterhin zur Verfügung zu stellen. Und meine Arbeit von coolen Leuten in dieser Form wertgeschätzt wird. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. 

Meditation Räucherstäbchen Meditation Zubehör

Bodyweight Fitnesswahn Fitness Sport

Kolume | Gemüse ist gesund? Ach was! | Die Sache mit dem Bauchgefühl

Bodyweight Fitnesswahn Fitness Sport

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Tchibo.*

Ich habe etwas getan, was ich nie tun wollte. Niemals. Never. Ich habe ein Abo für ein Fitnessprogramm abgeschlossen. Ich. Unfassbar. Die, die sowas aus Prinzip immer belächelt hat. Und Sport schon immer eher doof fand.

Das klappt doch eh nie. Als ob die nur von 3x pro Woche ein paar Minuten sporteln so aussehen würden! Selber ausprobieren? Nee, lass‘ mal stecken. Passt schon.

Ich weiß ja, woran es liegt. Das ist ja kein Geheimnis. Zunimmt, wer mehr isst als er verbrennt. That’s it. Da ist es erst einmal egal, ob das Fett, Eiweiß oder Kohlenhydrate sind. Und das Gemüse gesünder ist als vegane Bratwurst dürfte auch jedem klar sein.
Und Süßigkeiten. Die verdammten Süßigkeiten. 

Zwei, drei Monate zusammenreißen, dann ist eh wieder alles im Lot. 
Ab heute? Äh nee. Heute ist ganz schlecht. Da wollen wir Essen gehen. Morgen? Nee, da gibt es meine Leibspeise. Ach und eigentlich ist es ja auch gar nicht so schlimm.

Back to comfort zone. Da schmeckt es so gut. Und Bewegung ist so anstrengend.
Als Veganer ist man sowieso per se der Meinung, dass man gesünder isst als der ganze Rest. Hier einen Grünen Smoothie, da ein bisschen Quinoa. Naja, zumindest denken wir über unsere Ernährung nach, oder?

Pustekuchen. Nudeln und Kartoffeln en masse, ein stets gefüllter Schokoladenvorrat und dieses ganze leckere Fast Food ist auch einfach zu verlockend. Da ist der Grüne Smoothie ab und zu auch nur ein müdes Feigenblatt. Ich stelle die Vermutung auf, dass die meisten Menschen ihre Ernährung für gesünder halten, als sie tatsächlich ist. Und sich selbst für fitter, als sie es sind. 

Ich bin das Paradebeispiel. Fahre jeden Tag 3-5 Kilometer mit dem Rad. Notgedrungen.
„Isch ‚abe gar kein Auto“. Meine Kondition ist dadurch wahrscheinlich tatsächlich minimal besser, als die meiner autofahrenden Umwelt. Aber meinem Hüftspeck tut das keinen Abbruch. Und als fit würde ich mich auch nicht bezeichnen. Nachdem ich mich ein bisschen in die Materie eingelesen habe, wird mir klar warum: Radfahren zählt zu den Ausdauersportarten und die bauen leider nur unwesentlich Muskeln auf. Im Übrigens genauso wie Crosstrainer, Stepper und Laufband. Kein Wunder also, dass das mit dem athletische(re)n Körper bisher nichts wurde. 

Tchibo Fitness Bodyweight

Ohne Fleiß kein Preis. Und ohne Preis kein Erfolg?

Tja, ich sitze also vor dem PC und suche nach einer Lösung. Denn ohne es geplant zu haben, fügt sich eins zum anderen. Just in dem Moment, in dem ich endgültig beschließe mehr für mich zu tun, kommt Tchibo mit feschen Sportklamotten und – zubehör um die Ecke. Das Outfit steht also und meinen 2 kg-Ball habe ich sofort ins Herz geschlossen! Handlich, effektiv und fix im Schrank verstaut. Ich werde ihn brauchen, denn schnell wird mir klar: Ohne Fleiß kein Preis. Das ist so klar wie die Sache mit dem Gemüse. Kein Pille der Welt kann einen gepflegten Muskelkater ersetzen. Wer rastet, der rostet. Und wird dick. Auch das lernen wir schon als Kinder. 

Alles weitere aber überfordert mich maßlos. Ich kann und will keine Kalorien zählen, mir teure Sportgeräte zulegen oder nur durch die Bude hüpfen und dabei meine Nachbarn ärgern. Ich will im Prinzip nicht mal abnehmen. Ich will einfach nur fitter und trainierter werden. Vor allem aber habe ich keine Lust auf eine Reduzierung auf Zentimeter und Kilogramm. Der Grat zwischen eigener Wohlfühlzone und dem von außen aufgedrückten Ideal ist manchmal schmal. 

Und es gibt im Netz Einige, die mir unbedingt bei dem Erreichen meines Zieles helfen wollen. Die Einen strecken ihr Six-Pack in die Kamera und sehen überhaupt umwerfend, aber spaßbefreit aus. Wahrscheinlich essen sie nur Hähnchenbrust und Blattsalat… Die Anderen entspringen dieser super healthy, super happy dauergrinsenden Blase, in denen sich alle von teuren Pülverchen ernähren, ein hippes Rohkostrestaurant vor der Nase und/oder offenbar nichts zu tun und massig Zeit zu kochen haben. Und natürlich jeden Tag Yoga machen. 

Gemüse ist gesund? Sag‘ bloß!

Gibt es noch irgendjemanden da draußen, der noch normal isst? Wo ist unsere Intuition geblieben, unser gesunder Menschenverstand? Muss ich mich wirklich wundern, wenn ich 10 kg zu viel auf der Waage habe, aber in den letzten Monaten fast ausschließlich von Kantinenkost und Fertiggerichten gelebt habe? Oder jeden Meter mit dem Auto zurücklege? Come on!

Mama hat uns damals eingetrichtert, dass Gemüse gesund und Zucker schlecht ist. Heute ist gesund Leben anscheinend vor allem teuer.

Denn mit simplen Weisheiten, die wir anscheinend alle über Size Zero und Co. vergessen haben, lässt sich verdammt gut Geld verdienen. Lieber Low Fat oder Low Carb? Dinner Skipping oder 4 Mahlzeiten am Tag? Verfolgt man die Diskussionen im Netz sieht man, dass sich regelrechte Religionsgemeinschaften bilden. Und man könnte den Eindruck gewinnen, man nehme sofort 2 kg zu, sobald man einmal nicht „konform“ isst. Was ist denn nun richtig? Und vor allem: Schmeckt es irgendwann auch mal wieder einfach nur?

Wann genau ist unser Bauchgefühl falsch abgebogen? Früher aß man einfach „gesund“ oder eben nicht. Und war oft schlanker als heute. Die Anzahl der Abnehmkonzepte stieg parallel zur Gewichtszunahme der Weltbevölkerung. Nachtigall ick hör‘ dir drapsen.

Und gerade diese Ernährungregeln stellen mich vor ein Problem: All die Sportprogramme, die auf Muskelaufbau setzen, beinhalten ebenfalls einen strengen Ernährungsplan. Leider lässt sich dieser selten mit einer vegetarischen, geschweige denn mit einer veganen Lebensweise vereinbaren. Pute, Huhn, Hüttenkäse, Magerquark und Proteinpulver wohin man sieht. Eiweiß ist der Stoff der Stunde. Denn das brauchen die Muskeln, um vernünftig zu arbeiten. Und Muskelmasse erhöht den Grundumsatz. Denn eines lerne ich schnell: Während des Ausdauersportes verbrennt der Körper im Prinzip nur währenddessen, Kraftraining schafft Muskelaufbau und sorgt für eine schlanke, aber athletische Silhouette. Und brennt lange nach. Klar, dass mein Ziel mit Radfahren und Co. also nicht zu erreichen ist.  Soweit alles ganz logisch. Das muss ich zugeben. 

Sport ist Mord?

Schnell wird mir klar: Das Ernährungsprogramm kann und will ich so nicht mitgehen. Aber dieses „3x 20 Minuten Sporteln Zuhause“-Prinzip lacht mich an. Das sollte doch zu schaffen sein. Krafttraining wirkte auf mich bisher immer sehr komplex und ich hatte so viel Angst irgendwas falsch zu machen, dass ich gar nicht erst anfing. Wie viele Wiederholen? Wie lange? Was darf ich essen, was nicht? Führe ich die Übungen überhaupt richtig durch? 

Ich schaue mir verschiedene Kandidatinnen an. Und bleibe mehr oder weniger spontan und durch Zufall bei Sophia Thiel hängen. Die aus der Fernsehwerbung. Und mit dem Six Pack. Ich bin überrascht. Das ist genau mein Fall! Videos auf Deutsch (Einfach Berieseln lassen!), in Echtzeit und mit genügend Verschnaufpausen. Dazu – bisher – wenig Rumgehüpfe und eine authentische, erfrischende und geradezu niedliche Sophia. Das hätte ich nach den Bildern in den Sozialen Netzwerken so nicht erwartet.

Erfreulicherweise mahnt sie immer wieder zu Mäßigung und gechilltem Herantasten an die Übungen. Und motiviert dabei ungemein. Mein Frustrationspegel ist von vorne herein gleich viel niedriger, wenn ich realistische Ziele vor mir habe und mir durch den Bildschirm jemand sagt, dass es völlig normal ist, in der ersten Woche keinen Liegestütz hinzubekommen. Auch in der dritten… Und dass das durchaus ok ist. Öhm. Sehr gut. Ertappt. 

Tchibo Fitness Bodyweight

3/4 Sport Tight „Seamless“ von Tchibo

Nach der ersten Einheit bin ich noch recht optimistisch. 48 Stunden später komme ich kaum die Treppe rauf… Da das Programm vorsieht drei Einheiten in der Woche zu absolvieren, kreuche ich die ersten sieben Tage von einem Muskelkater zum nächsten.  Aber von nix kommt nix. Und tatsächlich: Selbst innerhalb einer Woche stelle ich fest, dass einige Übungen immer noch nicht easy, aber zumindest ansatzweise leichter von der Hand gehen. Mit ein bisschen Sport. Unglaublich. Warum habe ich mich bloß so lange gedrückt? Tja, irgendeine Ausrede war immer parat: Keine Zeit, keinen Platz, keine Lust. Dieses Zipperlein, jenes Zipperlein. Und eigentlich halte ich von sowas ja eh nichts. Zufrieden war ich aber auch nicht, 

Was ich ebenfalls schnell merke: Die intensive Auseinandersetzung mit behutsamem, aber anstrengendem Training und dem eigenen Körper führt unweigerlich dazu, auch das eigene Essverhalten zu hinterfragen. Durch das dem Programm beiliegenden und ziemlich umfangreichen Rezeptebuch blättere ich eher auf Inspirationssuche. Meist sitze ich vor dem PC und schüttele den Kopf über die, die sich jeden Tag wiegen und stundenlang darüber diskutieren, ob nun Magerquark oder körniger Frischkäse besser wäre, um auch noch um die letzten 500 Gramm zu ringen. That’s not my world. 

Aber ich merke auch, dass ich die vielen kleinen Snacks zwischendurch mittlerweile durchaus hinterfrage. Und so manchen liegen lasse. Das ist doch schon mal ein Anfang. Und ich stelle fest, dass ich tatsächlich mal regelmäßig sowas wie Sport mache. Das Programm hilft dabei enorm. Ich habe einen festen Plan und jemanden, der in Echtzeit mitturnt. Ich muss mir keine Gedanken über die Zusammenstellung einer Choreografie und zeitliche Abläufe machen. Ich mache einfach mit. Sicher könnte ich die Übungen auch einfach so zuhause machen, ohne einen Cent dafür zu bezahlen. Sophia hat das Rad nicht neu erfunden. Sie könnte auch Sandra, Peter oder Paul heißen. Programme und vermeintliche Vorbilder gibt es viele. Aber so spüre ich zeitlichen Druck (Das 12-Wochen-Programm ist 24 Wochen abrufbar), glaube, dass die Übungen wirklich durchdacht und gut zusammengestellt sind und habe  in der letzten Zeit soviel GEZIELTEN Sport gemacht wie zuletzt vermutlich in meiner Schulzeit. Schon nach kurzer Zeit merke ich tatsächlich, wie sich in einzelnen Muskelpartien was tut. Wunder kann und will ich keine erwarten, aber meine Anstrengungen scheinen nicht stumpf zu verpuffen. Ich bin fasziniert, wie sehr ein das eigene Körpergewicht fordern kann. Ganz ohne weitere Gerätschaften.

I do it my way

Mein Bauchgefühl und ich, wir nähern uns langsam wieder einander an.  Mir ist bewusst, dass man das Ganze ohne strengen Ernährungsplan als halbherzig bezeichnen könnte. Am Ende des Tages aber mache ich drei Mal in der Woche so richtig Sport, der mich ins Schwitzen bringt. Das ist dreimal mehr als sonst. Trotz Fulltime Job und Blog Business. So einfach ist das. Mit dem Essen ist es genau so. Ganze oder halbe Portion? My Choice. Jeden Tag aufs Neue. Dabei stelle ich fest, dass ich gelegentlich auch an den wichtigen (!) Pausentage die Lust auf ein paar Übungen verspüre. 

Und vor allem ist es egal, ob ich genug mache. Ob ich DAS perfekte Training für mich absolviere. Oder ob ich lieber 3 Wiederholungen oder 3 Minuten mehr mache. Was andere davon denken. Und ob ich vielleicht in drei Monaten keine Lust mehr habe. Ich will keinen „Bikinibody“ für den Sommer am Strand.  Ich möchte mich in meiner Haut wohl fühlen. Und muss anfangen, mir nicht mehr selber etwas vor zu machen. Denn bisher war ich faul wie die Sonne. Plain and simple. Da darf ich mich dann nicht beschweren. 

Aber mein kleines Workout macht mir – ich glaube es selbst nicht – RICHTIG Spaß. Und den kann ich kann genießen, weil ich mir nicht allzu viele Gedanken machen muss, sondern einfach TUN kann. Loslegen und nachmachen. Und mir doch die ein oder andere Süßigkeit verkneife. 

Back to Basic. Ohne Chi Chi und ungesunde Challenges. Ich bin niemandem Rechenschaft schuldig, außer mir und meinem Körper. Der war in letzter Zeit sehr gut zu mir. Jetzt muss ich ihm mal was zurückgeben. Eine gesunde Rumpfmuskulatur zum Beispiel. Die Lösung bei den meisten Arten von Rückenschmerzen. Mein Orthopäde wird es mir danken…

Zur Zeit sportele also so vor mich hin, esse tatsächlich ein wenig gesünder als sonst und mache zum Ausgleich mehr oder weniger regelmäßig Yoga. Vielleicht habe ich aber auch in vier Wochen keine Lust mehr. Who knows?  So oder so, ich entscheide BEWUSST.

Und egal, wie euer Plan aussieht. Ob ihr euch ebenfalls für ein geführtes Programm entscheidet oder selbst loslegt, ob ihr an sieben Tagen in der Woche oder nur an einem Tag auf Fertiggerichte und Süßes verzichtet. Wichtig ist vor allem eines: 

Einfach machen.

Vielen lieben Dank an Franzi von Franzi trifft die Liebe für die spontane Fotosession in meinem Wohnzimmer!

P.S.: Das 12-Wochen-Fitnessprogramm von Sophia Thiel habe ich mir selbst gekauft. Es taucht hier auf, weil es mich überzeugt hat und ich denke, dass es auch für meine Leser*innen interessant sein könnte. Ich werde für die Erwähnung weder bezahlt noch anderweitig vergütet. 

*Dies ist eine bezahlte Kooperation mit Tchibo. Das ist gut für mich und gut für euch. Weil es mir ermöglicht das Blog in diesem Umfang zu führen und euch weiterhin zur Verfügung zu stellen. Und meine Arbeit von coolen Leuten in dieser Form wertgeschätzt wird. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. 
Tchibo Fitness BodyweightYoga Top „Here comes the sun“ von Tchibo

Tchibo Fitness BodyweightYoga Block von Tchibo

Tchibo Fitness Bodyweight

Achtsamkeit ein bisschen vegan

Achtsamkeit im Alltag | Von Hamsterrädern, Apfelpunsch und Overalls.

Achtsamkeit ein bisschen vegan
„Gehe ganz in deinen Handlungen auf
und denke, es wäre deine letzte Tat.“
Buddha

„… und denke, es wäre deine letzte Tat.“ Puh. Starke Worte. Kann ich immer so leben, dass ich im nächsten Moment tot umfallen könnte und meinen Frieden mit mir hätte? Meine letzten Worte wären beinahe „Guck mal, da gibt es Waffeln. Die könnten wir auch mal wieder essen.“ geworden. Wer mich kennt wird jetzt lachen und sagen TYPISCH! Und Waffeln sind sicherlich nicht das schlechteste, an das man in seinen letzten Momenten denken kann. Aber wenig spirituell….

Doch eigentlich geht es auch gar nicht darum, in jeder Minuten leicht entrückt und beschwingt 5 cm über dem Boden zu schweben. Immer völlig tiefenentspannt und mit sich im Reinen zu sein. Denn da ist immer noch der Alltag. Wir gehen wie immer viel zu spät aus dem Haus und kommen abgehetzt auf der Arbeit an. Oder versuchen zwischen Terminen, Haushalt und Einkauf noch irgendwie die Freundin einzuschrieben. Auf die wir uns zwar bannig freuen, weil wir sie seit Wochen nicht gesehen haben, die jetzt aber eigentlich so gar nicht in den Zeitplan passt. Um dann spät abends im Bett zu liegen und festzustellen, dass wir völlig platt sind. Und dennoch das Gefühl haben irgendwie nichts Sinnvolles geschafft, geschweige denn irgendwas für uns getan zu haben. Aber jetzt noch aufraffen und die Pflichteinheit Yoga abspuhlen? Damit man „wenigstens etwas“ für sich getan hat? Ja. Naja. Vielleicht. Nein. Gäääähn.

Tchibo Kuschelmantel

Seien wir mal ehrlich: Innere Ruhe, Balance und eine gesunde Portion Achtsamkeit ist nicht jedem gegeben. Für die meisten ist das ein ganzes Stück Arbeit. Ich sitze immer wieder ehrfürchtig vor diversen Blogs und Büchern und bewundere diese großartigen Frauen, die es einfach immer schaffen entspannt, glücklich und zufrieden auszusehen. Aber machen wir uns nichts vor: Auch Lady Lockenlicht des Yoga hat mal einen schlechten Tag. Doch wie machen die das? Was ist das Geheimnis?

Wann hast du zuletzt etwas ganz bewusst getan?

Sie halten ihre innere Flamme am lodern. Wohl dosiert kann sie Wärme spenden, Dunkelheit erhellen und Funken überspringen lassen. Und wer kennt nicht die beruhigende Wirkung, wenn man lange genug in eine Kerzenflamme starrt? Doch Feuer kann auch übermächtig werden, verzehren und verbrennen. Oder aber die Flamme droht zu verglimmen und das Feuer zu erlöschen. Dann muss sie wieder aufgepäppelt werden. Keine Sorge, das hier wird jetzt jetzt Ratgeber in Sachen Achtsamkeit mit verschwurbelten Meditationsanleitungen, Engelsgesang und entrücktem Dauergrinsen. Die Wahrheit ist nämlich viel einfacher – und bodenständiger.

Deine innere Flamme kannst du natürlich auch im Yoga Studio, bei teuren Retreats und mit einem Personal Life Coach neu entfachen. Aber mal ehrlich: Schon einige wenige Änderungen zu Hause können in Sachen Achtsamkeit eine ganze Menge bewirken: Eine Viertelstunde früher aufstehen, um den Kaffee oder Tee am Morgen zu genießen und nicht hinunterzustürzen. Einen festen Abend in der Woche, in dem du etwas ganz für dich alleine tust: Ein langes Bad, bewusst einen Film schauen  – ohne Social Media im Hintergrund – oder ein neues Rezept ausprobieren. Regelmäßige Spaziergänge in der Natur, ein gutes Buch… Die Möglichkeiten sind endlos und zum Teil wirklich leicht umzusetzen. Einfach mal die Seele baumeln lassen.

Verbringe jeden Tag einige Zeit mit dir selbst.

Für mich bedeutet dies ganz konkret, dass ich jeden Morgen fünf Minuten für ein kleines Ritual nehme. Egal was danach kommt, die müssen sein. Ich ziehe meine Karte aus dem Mircales Now Card Deck von Gabby Bernstein, versprühe einige Spritzer eines selbstgemachten Aromasprays und wende mein Aura Soma Pomander an. Man mag an all das glauben oder nicht. Ihr könnt auch einen Handstand machen, eine Tasse Tee trinken oder ein Lied summen. Wichtig ist, dass es zum Ritual wird. Ihr es regelmäßig und in eben diesem Augenblick tut. Wiederholungen führen im Hirn zu positiven Veränderungen, schaffen eine Atmosphäre von Konstanz und Stabilität und lassen euch ganz anders in den Tag starten. Und das Gute: Solche kleinen Rituale lassen sich überall einbauen. Auch auf Reisen oder im Job (Ok, da wird das gegebenenfalls mit dem Handstand schwierig…). Euer Hirn verbindet mit ihnen Heimeligkeit und ihr könnt so überall einen kleinen „Kraftort“ schaffen.

Tchibo 0001 klein

Abends kuschele ich mich dann mit meinem Overall oder dem Kuschelmantel von Tchibo* (Beides aus Baumwolle der Cotton made in Africa Kampagne) ein, koche mir eine schöne Tasse Tee und genieße die Stunden, die ich ganz für mich habe. In denen niemand etwas von mir will, ich keine To Do-Listen abarbeiten muss und genieße die Ruhe. Das klappt zugegebenermaßen nicht immer. Oft frisst der Blog die Abendstunden. Oder die Familie fordert ihre wohlverdiente Aufmerksamkeit. Aber da liegt es an mir, bewusst kleine Auszeiten zu schaffen.  Das war nicht immer leicht, aber im letzten halben Jahr habe ich mehr denn je gemerkt, dass ich selbst in der Hand habe, wie ich mein Leben lebe, mit Herausforderungen umgehe und eben auch für mich sorgen muss.  Und da fangen wir doch mal gleich mit an. Zum Beispiel mit einem leckeren Apfelpunsch.

Apfel Punsch

Seit vielen, vielen Jahren trinke ich hier auf dem Jahrmarkt immer diesen einen, ganz bestimmten Apfelpunsch.  Diesen habe ich nun versucht nachzubrauen und so kommt auch ihr in den Genuss dieses köstlichen Herzenswärmers.

Ihr braucht für einen Becher:

  • 200 ml naturtrüben Apfelsaft
  • 1 Schuss Orangensaft
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1/2 TL Ceylon Zimt
  • 1 Prise Kardamom
  • 1 Prise getrocknete Vanille
  • 4 Nelken

Gebt alles in einen Topf, erhitzt es langsam (nicht kochen!) und gießt es dann durch ein Sieb oder einen Filter ab. Lecker! Dazu ein gutes Buch und ihr werdet sehen: Achtsam sein tut gut. Und ist gar nicht so schwer. Es muss nicht „Dein Leben 2.0“ sein. Keine 180 Grad-Drehung. Manchmal reichen auch schon 5 Minuten. Probier‘ es aus!

Copyright Bild 1+3: Franzi Schädel (franzitrifftdieliebe.de)

Meditation

*unverbindliches Warenmuster,
dankenswerterweise von Tchibo zur Verfügung gestellt.

ein bisschen vegan Rezept

Pimp Your Coffee | Pumpkin Spice Sirup & arabisches Kaffeegewürz

ein bisschen vegan RezeptMorgääääääähn.

Na, habt ihr kurz nach dem Aufstehen auch Ähnlichkeit mit dieser Eule? Bei mir hilft da nur eins: Ausschlafen und so lange wie möglich im Bett räkeln. Danach sehe ich aus wie einst im Mai. Ich schwör‘! Klappt nur leider nicht immer. Und dann muss das braune Gold her.

Nicht immer. Ich kann auch gut wochenlang ohne Kaffee auskommen. Wenn ich Urlaub habe. Siehe oben. Aber auf der Arbeit und wenn der Tag terminbedingt früh beginnt, dürfen es gerne 2-3 Tassen sein.

Cafissimo Latte

Und da das Ganze schön schnell und vor allem lecker vonstatten gehen muss, habe ich mich vor einiger Zeit für eine Cafissimo Latte von Tchibo* entschieden. Schnell, gut zu reinigen, leckerer Kaffee und weniger Alumüll als bei der Konkurrenz, für die George Clooney Werbung macht. Denn der stank mir gewaltig. Bei der Cafissimo hält sich der Müll in Grenzen, besteht doch nur der Deckel aus Aluminium und somit sind die Kapseln nicht besser oder schlechter als manch Joghurtbecher.

Vorher hatte ich sie alle durch. Filterkaffee aus der Maschine: Schmeckt mir, aber lohnt nicht für die eine Tasse, die ich zuhause trinke. Da schütte ich zu viel weg. Stempelkasse: So lala. Ich mag den Bodensatz nicht und dass man Kaffee mit einem besonderen Mahlgrad verwenden muss. Chemex: Stand jahrelang ungenutzt bei mir auf dem Schrank, lang bevor das Ding durch die Berliner Hipster „in“ wurde. Nun habe ich mir endlich Filter gekauft…und bin enttäuscht. Die Zubereitung dauert mir zu lange und der Kaffee war ernüchternd. Espressokocher für die Herdplatte: Vor dem habe ich Angst. Wie vor allem mit Druck. Ich bin früher auch vor Mamas Schnellkochtopf in Deckung gegangen. Zudem hier wieder Bodensatz. Mich schüttelt es.

Tchibo Kapsel Kaffee

Nun also die Cafissimo. Und ich liebe sie! Wenn man die Bedienungsanleitung erstmal verstanden hat, ist es nämlich ganz einfach. Ich bin eigentlich jemand, die nach dem „trial and error“-Prinzip verfährt, aber hier sollte man sich wirklich einmal den Moment nehmen und die Seiten wälzen. Denn dann erfährt man, wie man in kurzer Zeit Cafe Crema, Espresso, Filterkaffee, Cappuchino, Milchkaffee und Milchschaum herstellen kann. Und das man die vorprogrammierten Mengen an Kaffee, Wasser und Milch sogar individuell ändern kann. Und dass die Reinigung der Maschine wöchentlich erfolgen sollte, aber wirklich simpel ist. Dazu hat sie leuchtende, bunte Knöpfe (Yeah!) und einen abnehmbaren Milchtank, der auch wunderbar in den Kühlschrank passt. So muss nicht immer mit der Milch hin- und herjongliert werden. Wichtig für Veganer*Innen: Auch Pflanzenmilch jedweder Art lässt sich toll aufschäumen! Wichtig ist nur, dass der Fettgehalt mindestens 1,5% beträgt, damit der Schaum schön stabil bleibt.

Besonders gut schmecken mir die beiden neuen Sorten aus Guatemala Grand Classé Caffè Crema Señero und Grand Classé Espresso Esmero. Meist trinke ich meinen Kaffee schwarz mit Zucker, aber wenn ich mir mal was „gönnen“ möchte, wird es eine Latte Macchiato. Und da ich eine Freundin von Dingen bin, die simpel aber effektvoll sind, habe ich heute zwei Rezepte für euch. Diese lassen sich super vorbereiten und sind dann immer parat, um den Kaffee „mal eben“ aufzupeppen.

Rezept ein bisschen vegan

Arabisches Kaffeegewürz

Dieses macht sich toll oben auf dem Milchschaum, kann aber auch einfach so in den Kaffee gegeben werden. Besonders fein wird das Aroma natürlich, wenn ich ganze Gewürze, wie Kardamomkapseln, Pigmentkörner und Nelken nehmt und selbst frisch im Mörser mahlt. Schneller und nicht minder lecker klappt es aber auch mit der gemahlenen Verwandtschaft.

Ihr benötigt:

10 Kapseln Kardamom
10 Gewürznelken
5 Pimentkörner
1 TL Ceylon Zimt
1/2 TL geriebene Muskatnuss
1 Messerspitze getrocknete Vanille
1 Prise Macis (Muskatblüte)

Alles in einen Mörser geben und ordentlich zerkleinern. Ich habe die Gewürze gleich mit ein wenig Rohrohrzucker gemischt, ihr könnt sie aber auch pur in einen Spender füllen. Auch Kakao passt wunderbar ins Gewürz. Fertig ist das arabische Kaffeegewürz!

Rezept

Liegt ihr ab den ersten grauen Tagen auch auf der Lauer und fiebert dem Herbstanfang entdecken? Nur, um dann endlich losziehen zu können und euch bei einer dieser amerikanischen Coffee Shop Ketten einen Pumpkin Spice Latte zu holen? Der so herrlich nach Kuscheldecke, Kerzenschein und ein bisschen auch schon nach Halloween schmeckt? Ab jetzt müsst ihr nicht mehr auf den Kalender schielen, denn hier kommt er: Der ultimative Pumpkin Spice Sirup. Ganz ohne Geschmacksverstärker, Verdickungsmittel und höchstwahrscheinlich auch deutlich günstiger als das Original.

Pumpkin Spice Sirup

Ihr benötigt:

300 gr Rohrohrzucker
300 ml Wasser
100 g pürierten Hokkaido Kürbis
1 TL Ceylon Zimt
1/2 TL frisch geriebene Muskatnuss
1 Prise getrocknete Vanille
5 Gewürznelken
10 Kapseln Kardamom
2-3 Umdrehungen aus der Pfeffermühle

Rezept vegan

Am besten kocht ihr den Sirup, wenn ihr das nächste Mal Kürbissuppe zubereitet. Denn ihr braucht nur 100 g Kürbisfleisch für das Püree und könnt die „Reste“ so gleich weiterverarbeiten.

Für das Kürbispüree das Fleisch einfach weichkochen und pürieren. Dazu den Zucker mit dem Wasser auf mittlerer Flamme erhitzen, bis sich der Zucker ganz gelöst hat. Nicht kochen! Nun das Kürbismus und die Gewürze dazu geben und das Ganze 10-15 Minuten simmernd erhitzen. Danach gebt ihr alles durch ein sehr feines Sieb (oder legt ein Mulltuch in ein normales Küchensieb) und seiht den Sud ab. Lass ihn abkühlen und füllt ihn dann mit einem Trichter (oder viel Fingerspitzengefühl) in eine luftdicht verschließbare Flasche. Einen Schuss in die nächste Latte Macchiato und fertig ist das pure Herbstfeeling!

Mit diesen Leckereien kann der Herbst kommen. Und das Aufstehen fällt das nächste Mal vielleicht nicht ganz so schwer. Tschaka! 😉
Kaffeegewürz


*Unverbindliches Warenmuster der Marke Tchibo. Vielen lieben Dank!