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Yoga Kolumne

Kolumne | Yoga saved my ass

Yoga KolumneDas mit dem Yoga und mir, das ist so eine Sache. Ich liebe Yoga. Und alles, was dazu gehört. Denn das ist bei weitem mehr, als das, was man äußerlich sieht. Yoga ist nicht nur akrobatisch-anmutig Asanas turnen. Yoga ist eine innere Haltung, nach außen getragen. Yoga ist Mediation, Suche, Erkenntnis. 

Männer die Yoga praktizieren nennt man Yogis, Frauen Yoginis. Ich habe immer noch Probleme, mich als eine solche zu bezeichnen. Für mich sind das eher all diese bewundernswerten, leicht ätherischen Wesen, die es schaffen eine tägliche Praxis zu kultivieren. Oder mindestens eine, die sie mehrmals pro Woche auf die Matte bringt. Ich muss da leider meist die Segel streichen. Mein Regal ist voll mit Theorie, aber in die Praxis komme ich bei weitem nicht so häufig, wie ich es gerne würde. Und das ärgert mich. Denn ich weiß, wie gut mir Yoga tut. Und das auch nur 5 investierte Minuten am Tag einen riesigen Unterschied machen. Zu wenig Zeit und zu gestresst für die Entspannung. Was für ein Armutszeugnis…

Und dann denke ich an letztes Jahr. Ich wache auf und liege im Krankenhaus. Doppelter Schädelbruch, mehrere Hirnblutungen, gebrochene Rippen, angebrochene Wirbel, geplatztes Trommelfell und angeknackste Hüfte. Hoppla, wie ist das passiert? Rote Ampel, Mercedes, 60 Stundenkilometer, ihre A-Säule, mein Kopf, 10 m Stuntflug durch die Luft. Bäm

Ich warte auf das Weinen, das Jammern und Wehklagen. Warum gerade ich? Was wird nun? Bleibt da was? (Immerhin kann ich mir in diesem Moment diese Gedanken machen, ein allzu großer Hirnschaden kann also ausgeschlossen werden und mit den Zehen wackeln geht auch. Glück gehabt.) Bis zu diesem Moment hätte ich mich als Pessimistin bezeichnet. Immer fünf Schritte im Voraus denken. Immer vom Schlimmsten ausgehen, dann kann es nur besser werden. Das hier wäre DIE Gelegenheit, um dem so richtig zu frönen. Mit allem Recht der Welt. 

Stattdessen liege ich hier und bin ganz ruhig. Ich mache mir nicht einmal Gedanken darüber, das alles gut wird und versuche es mir einzureden. Ich WEIß es! Auch als ich nach 5 Tagen beim Lippenpflege auftragen merke, dass da irgendwas schief läuft. Im wahrsten Sinne. Ich erlebe innerhalb einer halben Stunde, wie meine komplette linke Gesichtshälfte gelähmt ist. Erst setzt ein Kribbeln um den Mund ein, das sich dann minütlich ausbreitet. Dann kann ich die Stirn nicht mehr runzeln. Am Ende des Tages sehe ich aus wie eine Mischung aus Schlaganfallpatient und Botox-Opfer. Am ehesten noch wie der Joker aus Batman. Rechts lächele ich, links tut sich gar nichts mehr. Ätzend beim Trinken und Reden. Meine armen Mitmenschen! Ich klingele nach dem Arzt – „Gehört das so?“  – und erfahre, dass das bei meiner Art von Schädelbruch oft nach 5-7 Tagen auftreten kann. Und wieder weggeht. Vielleicht. Irgendwann. Ok. Damit kann ich leben. (Im Übrigen war die Lähmung schon nach gut 3 Wochen so gut wie weg. Normal sind 6 Wochen bis 6 Monate. Und nicht immer rückstandslos. Ich bin ein kleines Glücksschweinchen.)

Yoga Unfall

16.05.15 – Knapp 24 Stunden nach dem Unfall
(„Möchten Sie eigentlich Ihr Handy wiederhaben?“
Die wohl schönste Frage, die mir je gestellt wurde.  😉 )

Nach einer Woche – Ich bin mittlerweile auf die normale Station verlegt – darf ich eine weitere mehrtägige Extrarunde auf der Intensivstation drehen. Durch eine Blutung wird meine Hypophyse so gepiesackt, dass ich einen Natriumwert habe, der so niedrig ist, dass ich zu diesem Zeitpunkt im Koma oder mindestens im Delirium liegen müsste. Da ich aber putzmunter bin, glaubt man erst an einen Messfehler im Labor. Nur das ungute Bauchgefühl eines jungen Arztes bringt mich um 21.30 Uhr nochmal dorthin und danach direkt wieder auf Intensiv. Ein Glück, sonst wäre ich wohl irgendwann einfach selig eingeschlummert. Ironischerweise ist das der erste Tag, an dem ich mich den Umständen entsprechend einigermaßen auf der Höhe fühle. Und den ESC verpasse. Hmpf.

Laut Notarzt kann ich den zweitniedrigsten, je im Krankenhaus gemessenen Natrium-Wert für mich verbuchen. Eine Frau, deren Wert zwar niedrig, aber weitaus höher war als meiner, weiß zum gleichen Zeitpunkt nicht mehr wie sie heißt und macht ins Bett. Glücksschwein, ich sag es ja. 

Quasi sofort bekomme ich Physiotherapie. Hier wird niemand geschont. Ich muss möglichst schnell lernen mich auf Krücken fortzubewegen, ohne die linke Hüfte zu belasten. Gar nicht mal so einfach, wenn man sich eigentlich kaum bewegen darf. Mein Physiotherapeut stellt fest, dass ich meine gebrochene Hüfte besser bewegen kann, als so manch einer seine heile. Und der Arzt resümiert, dass mir meine minimale Yoga-Praxis zumindest beim Aufprall durchaus von Vorteil gewesen sein wird. Ich werde nicht müde zu betonen, dass ich eigentlich total unsportlich bin.

Ich verbringe den kompletten Sommer 2015 erst im Bett, dann im Rollstuhl und auf Krücken. Und brüllenden Kopfschmerzen. Ich habe das Gefühl, er platzt. Ich muss mich wochenlang im Sitzen auf dem Senioren-Wannensitz duschen. Eine Qual für jemanden wie mich, die ihre Haare grundsätzlich über Kopf und über der Wanne wäscht. Daran ist aber bis Ende 2015 nicht zu denken. Ich kann meinen Kopf knacken hören und spüren. Wie Schritte auf zugefrorenen Pfützen. Ich bestelle online blind eine teure Sonnenbrille und ärgere mich später, nicht vorher nach der Größe geschaut habe. Sie ist viel zu eng. Monate später kann ich sie easy auf den Kopf schieben. Mein Kopf ist abgeschwollen…

Noch heute habe ich bei Wetterumschwüngen und großem Stress sowie erhöhter Lautstärke schnell Kopfschmerzen. Richtig fiese Kopfschmerzen. Vorher war ich dafür überhaupt nicht anfällig. Beim Sitzen schlafen mir die Beine schneller ein und gelegentlich zwicken Hüfte und Knie. Aber das ist halt so. Es hätte schlimmer kommen können, oder?

punkteklein

Warum ich euch das erzähle? Weil ich seit dem letzten Jahr weiß, zu was Körper, Geist und Seele im Stande sind. Ich weiß nicht woher er kam, dieser gnadenlose Optimismus. Dieses tiefe Vertrauen, dass alles gut wird. Selbst als die Ärzte bei meiner zweiten Runde auf der Intensivstation recht ratlos vor mir standen, weil die Symptome einfach nicht so recht zusammenpassen wollten. 

Schon im Krankenhaus habe ich angefangen einige Asanas zu üben. Weil ich mir auf der Intensivstation einen Nerv an der Wirbelsäule einklemmte…. Der Klassiker. DAS waren Schmerzen. Ich behaupte, das war das schmerzhafteste überhaupt. Seriously. Nun saß ich da also im Drehsitz und in der Vorbeuge. Irrsinnig, eigentlich. Auf alle Fälle sorgte es erst für Entsetzen und dann für Erheiterung. Ich habe in der Zeit einige interessante Gespräche mit Ärzten und Schwestern geführt und war überrascht, wie offen viele doch für Yoga waren. Später in der Reha habe ich meiner Physiotherapeutin zum Abschied ein Buch geschenkt. „Yoga für Späteinsteiger“. Ich hoffe, dass jetzt irgendwo im tiefsten Sachsen-Anhalt mal die eine oder andere Haltung auf dem Stuhl ausprobiert wird. 

Auch zuhause versuchte ich so gut es geht zu praktizieren.. Die Hüfte langsam wieder beweglich zu machen. Zu spüren. Überrascht war ich, dass ich merkte, wie unterschiedlich beide Hüften reagierten. Selbst als ich keine Schmerzen spürte, war es, als ob es links „hakte“. Mit der Zeit  – und einiger Praxis – wurde es tatsächlich besser. Zusätzlich saß ich oft auf meinem Bett und habe diverse Mantras gechantet und meditiert. Erst aus Jux und Tollerei. Ich hatte ja Zeit. Viel Zeit. Und man weiß ja nie. Dann, weil ich merkte, wie gut es mir tat. 

Auf dem Rad saß ich zum ersten Mal wieder im Oktober letzten Jahres. Nach 20 Metern bergauf schnaufte ich wie nach einem Marathon. Irre, wie schnell sich die Kondition bis auf ein Minimum verabschiedet. Und wie wackelig man auf den Beinen werden kann. Auch ohne Alkohol. Ich kam mir vor wie 80. 

Mittlerweile arbeite ich seit über einem halben wieder voll in meinem alten Beruf. Ich fahre jeden Tag Rad und muss mich manchmal selber kneifen. Was hatte ich für ein Glück! Ich weiß nicht, wer es da gut mit mir meinte und warum. Aber ich weiß, dass Yoga da nicht ganz unbeteiligt war. 

Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass das letzte Jahr vielleicht das beste meines Lebens war. Noch nie hatte ich so viel Zeit für mich, die ich effektiv genutzt habe. Ich habe viel gelesen. Über Meditation, Yoga, Selbstliebe. Und viel ausprobiert. Ich habe einiges seitdem verändert. Ich habe mich verändert. Das sagen auch andere. Einige Male bin ich gefragt worden, ob man den Sinn des Lebens, das eigene Leben nach so etwas hinterfragt. Ich bin mir nicht sicher. Aber Prioritäten verschieben sich. Ich weiß definitiv deutlicher was ich will und was ich nicht will. Und teile meine Energien dementsprechend ein. Das mag für andere manchmal etwas überraschend erscheinen. Für mich ist es eine Form von Selbstliebe. I’ve learned the hard way.

Und ich muss gestehen, dass es nicht so einfach ist wie gehofft, dieses Gefühl der Unverwundbarkeit, dieses Glücks, dieser inneren Ruhe zu halten. Allzu oft droht mich der Alltag einzuholen. Die kleinen Nervigkeiten des täglichen Lebens. Wenn sich der kleine Pessimist wieder meldet. War das mein Fehler? Hätte ich etwas anders machen sollen? Was erwarten andere von mir? Ich verstehe jetzt, wieso sich einige Menschen, die dem Tod einmal von der Schippe gesprungen sind, immer wieder in Extremsituationen bringen wollen oder gar müssen. Die wahre Kunst ist nicht das Durchstehen einer solchen Situation, sondern die, sich dieses Gefühl danach möglichst lange zu bewahren. 

Umso mehr schulde ich es mir, mehr in mein persönliches Yoga einzutauchen. Die 3 Minuten, die ich aufwende, um mich darüber zu beschweren keine Zeit zu haben, lieber ins TUN zu investieren. Im letzten Jahr habe ich Kundalini Yoga für mich wiederentdeckt. Mit ihm hatte ich vor vielen Jahren meine ersten praktischen Yoga-Erfahrungen, kam aber zugunsten „akrobatischerer“ Praktiken ein wenig davon ab. Im letzten Jahr kam mir dann sehr zu pass, dass hier auf Kopfstand und Co. ganz verzichtet wird. Und Mediation und Mantras ganz selbstverständlich dazu gehören. Ich muss dabei immer an die Worte meines damaligen Lehrers denken, der uns ermutigte unserer Matte einen festen Platz im Raum zu geben und sie idealerweise immer ausgerollt liegen zu haben. So gibt es kaum noch Ausreden, um morgens nicht mal eben ein paar „Cat-Cows“ hinzulegen. 

Diesen Deal mit mir selbst bin ich eingegangen. Jeden Morgen 3 Minuten. Wer weiß, für was das mal gut ist.

Kathrin_einbisschenvegan (18 von 45)

Foto: www.franzitrifftdieliebe.de

Spirit Junkie Yoga

I’m not the victim, I’m the lighthouse // Dankbar

Spirit Junkie Yoga

I’m not the victim, I’m the lighthouse.

Ich bin dankbar.  Ich traue mich es kaum zu sagen. Heutzutage ist man ja – vor allem, wenn man sich in spirituellen Kreisen bewegt – für alles dankbar.  Dafür, dass der Joghurt im Kühlschrank einem noch nicht „Guten Tag“ sagt, dass der BH farblich zur Büx passt und dass der Paketbote heute pünktlich war. Kann man machen. Schafft ja auch Bewusstsein. Oder „Awareness“, wie die Angelsachsen so schön sagen. Man denkt einfach nochmal drüber nach. Kann nie schaden.

Mir ist da aber was passiert, bei dem Dankbarkeit tatsächlich mal angebracht ist.  Denn egal, ob es Zufall, Schicksal, Karma oder „is‘ einfach so“ war, was mich den Unfall überleben ließ:

Ich bin dankbar.punkteklein

Für die vielen Zeug*innen und Ersthelfer*innen am Unfallort, die mehr taten, als nur zu gaffen.

Für die Blutkonserven, die man mir verabreichen konnte. Weil sie da waren. Geht spenden, wenn ihr könnt!

Für die Ärzt*innen, die auf ihr Bauchgefühl hörten. Mehr als einmal. Und sich – zum Teil mit mir zusammen – den Kopf zerbrachen, als keine der Diagnosen aus dem Lehrbuch so 100% passen wollte. Und mit gegenüber immer auf Augenhöhe, offen und transparent waren.

Für eine herzliche und kompetente Behandlung, trotz des massiven Pflegekräftemangels.

Für die – so merkwürdig es klingt – wirklich gute Zeit im Krankenhaus und vor allem auf der Intensivstation. Für Kuchen, Gossip und gemeinsames Lachen.

Für meinen Physiotherapie-Azubi. (Über den sich meine Bettnachbarin erst sehr aufregte – „Bei deinen Verletzungen, einen AZUBI!“). Der sich aber gerade deswegen viel Zeit für mich nehmen konnte. Anders als seine Kolleg*innen, die im 20-Minuten-Takt durch die Zimmer pesten.  Am letzten Tag gestand er mir, dass ich seine erste richtige Patientin war. Ich habe mir Mühe gegeben. Ich glaube, wir haben das beide gut gemacht.

Für die wunderbare Umsorgung und tatkräftige Unterstützung hier vor Ort. Sei es bei Arztbesuchen, Anwaltsterminen oder dem Einkauf und Wohnungsputz. Oder auch nur mit einer Tasse Kaffee und einem abgekauten Ohr auf dem Sofa.

Für meine Krücken, die ich für kürzere Wege nehmen kann. Und dafür, dass ich nicht für jeden Meter den Rollstuhl brauche.

Für meinen Schädel. Ja, sogar für den, der mich zur Zeit fast jeden Tag mit Schmerzen piesackt. Aber mein Hirn funktioniert noch. Mutmaßt man. 

Für die erstaunten Gesichter der Ärzt*innen, die auf meinen Krankenhausbericht schauen und entgeistert fragen: „Ist das IHRER? Das war im Mai? 2015?!“ Und sich dann freuen, dass ich das erstens überlebt und zweitens so verhältnismäßig gut weggesteckt habe.

Für den riesigen Zuspruch von lieben Leser*innen und Kooperationspartner*innen, die mich zum Teil gar nicht persönlich kennen. Das rührt mich sehr. Denn Anteilnahme und Genesungswünsche kommen auch aus Ecken, aus denen ich niemals damit gerechnet hätte. Während andere wiederum nicht ein Wort verloren haben. Aber auch für so etwas könnte man durchaus dankbar sein.

Für die Zeit, die ich jetzt habe, um etwas für mich zu tun. In vielen Aspekten.

Für meinen Optimismus. Von Anfang an. Entgegen meiner sonstigen Art. Ich habe keine Sekunde daran gezweifelt, dass sich alles fügen wird. Das erstaunt(e) andere, was wiederum mich erstaunt. Da kann man also anscheinend durchaus für dankbar sein.

Für die Zeit, die mir bisher für meine Heilung gegeben wurde. Und die ich auch noch brauchen werde. Denn das hier ist bei all den Good Vibes eine ganz schön langwierige Geschichte.

Und vielleicht bin ich auch ein bisschen dankbar, dass es gerade mich getroffen hat. Jemand anders hätte den Unfall vielleicht nicht überlebt.

punkteklein

Danke.

Und wenn ich es eine Sache gibt, die ich dir nach dieser Geschichte mitgeben kann, dann diese: Eine positive Einstellung macht ALLES besser. Punkt.

Schreib dir das hinter die Ohren und denke daran, wenn du das nächste Mal anfängst zu grübeln. Was du aussendest, kehrt zu dir zurück. Auf vielen Wegen. Ob du daran glaubst oder nicht. Also sei besser vorbereitet 😉

P.S.: Es gibt auch einige Dinge, für die ich nicht dankbar sein kann. Unter anderen auch dafür, dass ich leider immer noch nicht weiß, wie es der anderen Frau geht, die angefahren wurde. Durch den strafrechtlichen Prozess gibt es noch keine Akteneinsicht und ich habe nicht mal ihren Namen. Aber ich hoffe das Beste.

ein bisschen vegan

15.05.2015 | Der Tag, an dem ich fast gestorben wäre.

ein bisschen vegan

Moin,

die Frau da oben links auf dem Boden und unten auf der Trage bin ich. Ich bin die mit den „lebensgefährlichen Kopfverletzungen“.

Und ich bin sehr froh und dankbar, dass ich diesen Artikel hier schreiben kann. Ich häte nie gedacht, dass ich so einen Artikel mal verfassen muss. Diesmal werde ich mich kurz halten und später ausführlich über alles berichten. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich das leider noch nicht, da die Sache selbstverständlich beim Anwalt ist und ich noch eine ganze Weile krank geschrieben bin.  Aber ich möchte all denjenigen, die meinen Unfall vielleicht nicht über die sozialen Netzwerke mitbekommen haben, darüber informieren, wieso sich hier gerade nichts tut.

Am Freitag, 15.05.2015 hatten mein Freund und ich vor, den Brückentag für einen Stadtbummel in Hamburg und einen Kaffee bei Starbucks zu nutzen. Leider sind wir nicht weit gekommen, denn nach gut 500 Meter nahm das Schicksal seinen Lauf. An den Unfall selbst habe ich zum Glück keinerlei Erinnerung. Allerdings gibt es glücklicherweise viele Zeug*innen, so dass die Sache glasklar ist. Wir haben bei Grün die Fußgängerampel überquert. Eine Frau fuhr bei Rot (Und wohl zu schnell. Alles weitere wird aber gerade noch geklärt.) über die Ampel, streifte meinen Freund am Knie und fuhr eine zweite Frau und mich um. Mein Kopf knallte gegen die A-Säule, ich flog durch die Luft. TJa, den Rest seht ihr oben. Auf meine Krankengeschichte will ich hier noch gar nicht weiter eingehen, aber nur soviel: Vom Kopf bis zur Hüfte ist so ziemlich alles gebrochen. Ich lag 2 1/2 Wochen im Krankenhaus, davon gut die Hälfte auf der Intensivstation.

Seit dieser Woche bin ich nun wieder zuhause. Allerdings muss ich mich noch viele Wochen schonen, darf die linke Hüfte nicht belasten, bin auf Krücken und Rollstuhl angewiesen. Ich habe noch diverse Brüche und Wehwehchen am Kopf, die ebenfalls verheilen müssen. Aber ich bin guten Mutes. Meine Stimmung war und ist optimistisch und gelassen. Nur das ewige Ausruhen geht mir gewaltig auf den Keks 😉

Mehr kann ich zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht sagen, ich verspreche euch aber, dass ihr später ausführlich mehr erfahren werdet. Vielleicht nützt es nochmal irgendwem und neugierig ist man ja doch, ne? Auf alle Fälle möchte ich mich ganz, ganz herzlich bei den Ärzt*innen und Pfleger*innen der Asklepoisklinik St. Georg in Hamburg bedanken, die mir die 2 1/2 Wochen so angenehm wie möglich gemacht und sich wunderbar um mich gekümmert haben. Vielen Dank an all die Ersthelfer*innen und den Busfahrer des roten Stadtrundfahrtbusses, die laut Aussage meines Freundes großartige Erstmaßnahmen durchgeführt haben. Und allen voran vielen Dank an meine Familie, meinen Freund, meine Schwiegereltern und meine Beste Franzi, die sich rührend um mich gekümmert haben, trotz der weiten Entfernungen. Ohne euch wäre ich eingegangen wie ein Primelpott.

Das wird schon werden. Da bin ich mir sicher 🙂