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Edelsteinschmuck Zimelien

Zimelien | Veganer Edelsteinschmuck aus Hamburg

Edelsteinschmuck Zimelien Die allererste Begegnung von Gesine und mir startet filmreif. Gerade erzählt sie mir von weißem Labradorit, der oftmals als der deutlich teurere Mondstein verkauft wird, da schnipse ich an meinem Armband. „Schau, habe ich von meiner Mutter bekommen. Das ist das bestimmt echter Mondstein, oder?“ Da reisst das mürbe Band und Dutzende kleiner Perlen verteilen sich explosionsartig im Raum. In allen Ecken. Typisch.

Den restlichen Nachmittag sind wir damit beschäftigt lachend die Perlen einzusammeln, uns die Münder trocken und den Kopf heiß zu plaudern und immer wieder ein „NEIN. Du auch? Das ist ja ein Ding!“ auszurufen. Und ganz nebenbei lässt mich Gesine meine ersten eigenen Ohrringe fertigen.

Okay, das ist geflunkert. Die Verteilung ist in etwa 80:20. Für Gesine. Im Grunde fertigt sie und ich rede. Denn das Drehen der Ösen, Wickeln und Hämmern des Drahtes sowie das Auffädeln der Perlen ist wirklich Arbeit. Gesine ist die Frau hinter dem Hamburger Schmucklabel Zimelien und fiel mir zuerst vor allem dadurch auf, dass sie für ihre Kreationen keine tierischen Rohstoffe und keine Konfliktsteine wie Lapislazuli oder Diamanten verwendet. Darüber hinaus fertig wirklich in Handarbeit. Was nicht selbstverständlich ist.

Zimelien Edelsteinschmuck vegan

Handmade in Hamburg

Viele der schönen Stücke, die uns im Netz entgegenfunkeln bestehen aus gekauften Elementen, die vom Verkäufer am Ende nur noch zusammengesetzt werden müssen. Das mag für den Kunden günstiger und oft auch ausreichend sein. Echte Handarbeit sieht für mich jedoch etwas anders aus. Wer danach sucht, sollte sich dessen bewusst sein.

Abgesehen von den gestempelten Elementen, den Kettensträngen sowie einigen gefassten Steinen (Für die man besondere Goldschmiede-Zertifikate braucht, wenn man es selber machen möchte.), wird bei Zimelien alles selbst gefertigt. Grundlage der Schmuckstücke ist das sogenannte Wire Wrapping, bei dem ein Silberdraht gebogen, gehämmert und gewickelt wird.

Auch „Gold filled“ und „Rosegold filled“ ist möglich, wobei auf einen metallenen Draht eine Schicht Gold oder Rosegold aufgetragen und dauerhaft mit ihm verschmolzen wird. Diese Schicht ist gut 100 Mal dicker als die beim klassischen „Gold plated“ und sehr sehr langlebig. Dafür aber deutlich bezahlbarer als gleichwertiger Schmuck in Gold.

Alle Metalldrähte bezieht Gesine aus den USA, dem Mutterland des Wire Wrappings. Die Steine stammen aus aller Welt und werden in Jaipur und Neu Dehli in Indien – wo das Kunsthandwerk des Steineschleifens eine Jahrhunderte alte Tradition ist – direkt von den Schleifern gekauft. Das ist gut, da so Zwischenhändler umgangen werden können, die den Preis oftmals nochmal ordentlich drücken. 

Veganer Edelsteinschmuck Zimelien

Zimelien Edelsteinschmuck Minimalismus

Als ich Gesine bitte doch mal ein wenig zu arbeiten, damit ich sie dabei im Bild festhalten kann, fordert sie kurzerhand mich auf es selbst zu tun.

Huch. Ich? Und wenn ich was kaputt mache? Aber sie spricht mir Mut zu und führt mich geduldig durch die einzelnen Arbeitsschritte. Am Anfang steht die Auswahl des Metalls und vor allem der Steine. Gesines Werkstatt ist ein wahres Paradies für jemanden wie mich, die sich seit ihrer Jugend mit Edelsteinen und Steinheilkunde beschäftigt. Sorgfältig in Schubladen sortiert finden sich hier Rubine, Smaragde, Topase und Dutzende anderer wunderschöner Steine in allen Farben des Regenbogens. 

Wir entscheiden uns für Iolithe. Steine, mit denen ich bisher nichts zu tun hatte, die mich aber mit ihrem rauchigen Mitternachtsblau faszinieren und großartig zum goldenen Schimmer passen. Schnell ist klar, dass es ein paar Ohrringe werden sollen. Ins Auge fällt mir gleich ein Paar, was sich als aktueller Liebling von Gesine herausstellt. Sie existieren in dieser Form erst ein einziges Mal und sind auch im Shop zu finden.

Mein Paar soll also nun das zweite werden. Und ist gar nicht so einfach zu fertigen. Mit ganz viel Hilfe – auch von Loki, der Katze – sind die Ohrringe am Ende des Tages fertig. Ohne anhänglichen Stubentiger und meinem Gequatsche braucht die Designerin für ein Paar im Schnitt 1,5 Stunden. Ich bräuchte wahrscheinlich 12. Inklusive blutigen Fingerkuppen und einem Nervenzusammenbruch. Manche Dinge sollte man einfach den Profis überlassen…

Während meines Besuches sprechen wir auch intensiv über recyceltes Silber und Gold sowie faire Steine und ich muss feststellen, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Ist es in der Kosmetik schon schwer Rohstoffe bis zu ihrem Ursprung wasserdicht zurückzuverfolgen, ist es bei Metallen und Steinen oft noch schwieriger. Aber wie bei allem gilt für mich: Ein bisschen besser als der Durchschnitt geht immer und so möchte ich euch Gesine und ihr eigenes Label Zimelien ans Herz legen. Hier bekommt ihr individuellen Schmuck, tollen Service (auch Reparaturen) und unterstützt ein 1-Frau-Business mit Herzblut, guten Ideen und ethischen Beweggründen. 

Veganer Brautschmuck

Ein Tipp an alle veganen Bräute in Spe, die sich einen klassischen Perlenschmuck ohne Tierleid wünschen: Gesine fertig phänomenale Stücke aus Glaswachsperlen an. Diese stammen aus Mitteleuropa und haben ihren Ursprung vor vielen hundert Jahren. Sie sind eine tolle Alternative für alle, die auch nach dem Umstieg auf vegane Produkte weiterhin Perlen tragen möchten und kein Vergleich zu den üblichen Kunsstoffperlen.

Mitten im Entstehungsprozess meiner Ohrringe bekomme ich eine Nachricht einer Blogger-Kollegin, die Zimelien in meiner Instastory entdeckt und berichtet, dass sie die Ohrringe für ihre Hochzeit bei Gesine gekauft hat. Ich bin fast so gerührt wie sie und freue mich mit ihr.

Schließlich erfährt man als Designerin nicht alle Tage, was am Ende mit den Stücken passiert, wie wertgeschätzt sie werden und welche Erinnerungen Menschen mit ihnen verbinden. Hach. 

Zimelien Minimalistischer Schmuck

P.S.: Ich wurde von Gesine eingeladen. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog.

Tipps für mehr Nachhaltigkeit einfach

5 Tipps | Wie du ganz einfach ein bisschen nachhaltiger wirst

Wie du ganz einfach ein bisschen nachhaltiger wirst

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Auch wenn ich mir auf die virtuelle Fahne geschrieben habe diese Welt ein wenig grüner, veganer und nachhaltiger zu machen, bin auch ich nicht Mutter Theresa. Fragt man mich nach Tipps, habe ich in der Theorie sofort zig wunderbare Ratschläge zur Hand, wie wir unseren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich halten können. In der Praxis muss ich mir jedoch immer noch des Öfteren an die eigene Nase fassen. 

Als ich zum nächste Woche stattfindenden Re:Mind Kongress eingeladen wurde, war das ein guter Moment, um mal wieder mein eigenes Verhalten zu reflektieren. Initiiert wird das Ganze von re:BLOG, dem Nachhaltigkeitsblog von OTTO. Mit OTTO verbindet mich eine Geschichte, die ihre Wurzeln schon in meiner frühen Kindheit hat. Wir waren immer ein „OTTO-Haushalt“ und so bestellte ich meine Kleidung zu Teenagerzeiten dort schon lange bevor es Zalando und Co. gab. Erst aus dem Katalog, später online. Nachhaltig war damals aber noch so gar nichts. Weder bei OTTO, noch bei mir. Das hat sich aber offensichtlich geändert. Bei beiden. 

Nun hat OTTO mit dem Re:Mind Kongress ein Event ins Leben gerufen, bei dem Mitarbeiter*innen, Blogger und inspirierende Speaker zusammenkommen und gemeinsam in Sachen Nachhaltig brainstormen und neue Ideen entwickeln. Ich werde euch an diesem Tag in den Instagram Stories ein wenig mitnehmen. Das wird sicher großartig!

Vorab aber habe ich mir ein paar ganz eigene Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit gemacht und darüber, wie wir sie ganz einfach in unser Leben integrieren können. 

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Denn im Grunde ist sie überall. In der feschen Jacke von diesem hippen Fair Fashion Label, im neuen Unverpackt-Laden um die Ecke und in der Technologie des neuen Elektroautos. Aber wo ist sie in deinem Leben? In MEINEM?

Man könnte den Eindruck bekommen, Nachhaltigkeit sei entweder besonders anstrengend oder besonders teuer. Manchmal sogar beides. Das mag auf den ersten Blick tatsächlich so erscheinen. Nachhaltigkeit wirkt im Netz meist cool, fesch und angesagt. Aber seien wir mal ehrlich: Sind wir das auch? Manchmal vielleicht. Aber meistens ist unser Alltag routiniert, durchschnittlich und eben – alltäglich. Und genau da können wir auch eine ganze Menge tun. Müssen wir sogar. 

In Vorbereitung auf diesen Artikel habe ich diverse Test durchgeführt, die meinen ökologischen Fußabdruck bestimmen. Und egal wie ausgefeilt oder oberflächlich diese Tests waren, das Ergebnis war immer verheerend. Selbst ich, die sich eigentlich immer ziemlich nachhaltig fand, brauche, wenn ich so weiter mache wie bisher, am Ende 2 Erden auf. Zwei! Obwohl ich kein Auto besitze, jede Woche an die 25-30 km mit dem Rad zurücklege (Wow, so addiert klinge ich plötzlich regelrecht sportlich…) und mich seit fast 15 Jahren konsequent fleisch-und fischfrei ernähre. Diese letzte Tatsache hat mir übrigens die meisten Pluspunkte verschafft. Mehr sogar noch als der Verzicht aufs Auto. 

Da ich weiß, dass ich mit meinem Radfahrerinnendasein aber ziemlich alleine da stehe und ich nur eine Handvoll Menschen in meinem direkten Umfeld kenne, die sich ähnlich konsequent fleisch- und fischlos ernähren, möchte ich ehrlich gesagt nicht wissen, wie der ökologische Fußabdruck meiner restlichen Mitmenschen aussieht.  

5 Tipps, wie du ganz einfach ein bisschen nachhaltiger wirst

Ich kann und will niemandem sein Auto verbieten. Es geht genug Tage, an denen ich meine Führerscheinlosigkeit verfluche. Aber die meist Zeit komme ich wunderbar damit klar. Auch will ich auf niemanden mit dem Finger zeigen, weil er Fleisch isst. Ich freue mich zwar, wenn ich Menschen zum Verzicht inspirieren kann, aber Missionierung liegt mir fern.

Es gibt aber ein paar Dinge, die jeder von uns – unabhängig von seiner Ernährungsform oder seiner Mobilität – tun kann. 

Tipps für mehr Nachhaltigkeit Blogger

1. Vermeide Umverpackungen

Müll meiden. Klingt abgedroschen, ist aber so. Zugegeben, nicht jeder lebt in einer Großstadt und hat die Möglichkeit Lebensmittel unverpackt einzukaufen. Dennoch können wir darauf achten Dinge zu kaufen, die mit möglichst wenig Umverpackungen auskommen.

Plastik zu vermeiden ist immer eine gute Sache. Darüber hinaus werden aber gerade in der Kosmetik viele Tuben und Flaschen zusätzlich nochmal in unnötigen Umkartons verpackt. Und diese oft auch noch mal in Plastik eingeschweißt… Das muss nicht sein. Mittlerweile gibt es viele Firmen, die bewusst auf Umkartons verzichten oder ihre Produkte sogar ganz ohne Verpackung verkaufen.

2.  Keine Plastiktüten mehr

Plastiktüten sollten wir aus hoffentlich bekannten Gründen meiden. Mittlerweile bieten viele Supermärkte Papiertüten an. Am besten ist es jedoch, seine eigene Tasche mitzubringen. Ich gestehe, dass auch ich da nicht immer dran denke, obwohl hier gefühlt 30 Baumwolltaschen herumfliegen. Nur in meiner Handtasche befindet sich nie eine, wenn ich sie spontan brauche… Da gelobe ich Besserung. Wenn ich doch mal eine Plastiktüte kaufe muss,  wird sie von mir immer mehrmals benutzt oder im Nachhinein als Müllbeutel verwendet. 

Tipps für mehr Nachhaltigkeit Zero Waste

Besonders fies sind diese kleine Plastiktüten an den Obst- und Gemüseständen. Da kaufen wir schon extra lose Produkte und stehen dann doch vor dem Problem, sie für den Transport möglichst ökologisch zu verpacken. Zum Glück gibt es mittlerweile nachhaltige Alternativen, die so leicht sind, dass sie auch mal problemlos an der Kasse mitgewogen werden können ohne uns in den Ruin zu stürzen. In den Baumwollbeuteln können Lebensmittel sogar im Kühlschrank aufgewahrt werden. Etwas, was man mit Plastikbeuteln tunlichst vermeiden sollte. 

3. Bitte vergiss den Kaffeebecher nicht

Am nachhaltigsten (und auch am entspanntesten) ist es sicher seinen Kaffee ab sofort nur noch vor Ort in kleinen inhabergeführten Cafés zu trinken. Manchmal ist das jedoch nicht möglich.

Für solche Fälle sollten wir uns angewöhnen einen Mehrwegbecher in der Tasche zu haben. Klar, der nimmt Platz weg und wir müssen an ihn denken. Ich kenne das Problem nur zu gut. Aber für mindestens fünf Lippenstifte, die kleine Hausapotheke und den steinschweren Ersatzakku fürs Smartphone haben wir auch Platz, oder? 

Mittlerweile bekommt man in verschiedenen Läden sogar einen kleinen Rabatt, wenn man seinen eigenen Becher mitbringt. Hilfreich ist es natürlich dessen Volumen zu kennen, denn „Venti“ passt nicht in „Grande“. Logisch.

Tipps für mehr Nachhaltigkeit Coffee To Go Mehrwegbecher

4. Kaufe so oft wie möglich Fair Trade ein

Es gibt ein Missverständnis, mit dem ich immer wieder konfrontiert werde und dem man nur allzu leicht auf den Leim gehen kann: Man setzt „biologisch“ und „fair gehandelt“ gleich.

Dem ist jedoch nicht so. Bei Biosiegeln handelt es sich um Zertifikate, die unter anderem etwas über Umweltschutzaspekte, Bodenqualität und Schadstofffreiheit aussagen. Je nach Siegel sind die Richtlinien unterschiedlich hart.

Fair Trade ist in erster Linie ein Sozialsiegel, welches die Bedingungen der Menschen, die in Anbau und Handel involviert sind, verbessern soll. Biologischer Anbau ist hierbei erwünscht, aber nicht zwingend notwenig. Denn zu hohe Standards könnten viele Produzenten in ärmsten Produzentengruppen von vorne herein ausschließen. Allerdings führen faire Bedingungen auf lange Sicht meist nachhaltig zu einem biologischen Anbau, so dass beide Siegel mittlerweile zum Großteil einhergehen. Genau genommen müsste mein Aufruf also lauten: Kaufe so oft wie möglich biologisch und Fair Trade ein.

Ja, das kostet ein paar Cents oder manchmal auch Euros mehr und ist für den wöchentlichen Großeinkauf sicher nicht wirklich realistisch. Aber gerade für Dauerbrenner wie Kaffee, Reis oder Tee, die fast jeder von uns regelmäßig konsumiert, wäre das ein Anfang. Wenn ihr also das nächste Mal eine Packung Kaffee für zu Hause oder die Mitarbeiterküche auf der Arbeit mitbringt, greift doch mal zu fair gehandeltem Kaffee. 

Tipps für mehr Nachhaltigkeit Kaffee Fair Trade

Tipps für mehr Nachhaltigkeit Zero Waste

5. Lass den Motor mal aus

Ja, nun kommt sie doch, die kleine Spitze in Richtung Autofahrer. Ich sehe ein, dass es mit Kind und Kegel nicht so leicht ist heutzutage ohne Auto durchs Leben zu kommen. Aber wenn wir ehrlich sind, lassen sich viele Wege durchaus mit Bahn, Bus, Rad oder zu Fuß erledigen. Meist hält uns nur die eigenen Bequemlichkeit davon ab. 

Klar, es dauert länger. Und manchmal ist es kalt und nass. Aber wusstest du, dass Menschen, die jeden Tag ein wenig zu Fuß gehen – und damit meine ich nicht Walken oder Joggen, nur simples Gehen – fitter sind als die, die regelmäßig Rad fahren? Wir schlagen also zwei Fliegen mit einer Klappe und tun was für uns und unsere Umwelt. 

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Ihr seht: Ein bisschen was geht immer. Und macht schon einen Unterschied. Die Sahne auf dem Kuchen wäre dann, sich auch darüber hinaus zu informieren und vielleicht doch irgendwann einen Fuß in einen Fair Fashion Laden zu setzen, den Stromanbieter zu wechseln oder doch noch mal den Fleischkonsum zu überdenken. Aber mit ein paar kleinen Änderungen könnt ihr schon viel bewegen. 

Wie nachhaltig bist du? Du hast es in der Hand. 

Tipps für mehr Nachhaltigkeit Blog

*P.S.: Dies ist eine bezahlte Kooperation mit re:Blog by OTTO. Das ist gut für mich und gut für euch. Weil es mir ermöglicht das Blog in diesem Umfang zu führen und euch weiterhin kostenlos zur Verfügung zu stellen. Und meine Arbeit von coolen Leuten in dieser Form wertgeschätzt wird. Natürlich gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. 

Rezept für Vegane Pancakes mit Orangensoße

Hausgemachter Orangensirup zu veganen Pancakes

Hausgemachter Orangensirup zu veganen Pancakes Rezept

Rezepte gibt es auf EIN BISSCHEN VEGAN höchstselten. Ich esse lieber, als dass ich darüber schreibe. Wenn ich allerdings krank zu Hause liege und etwas mehr Zeit als sonst habe, komme selbst ich irgendwann in Experimentierlaune. 

Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, ob ich den ärztlichen Rat „mehr Vitamin C zu mir zu nehmen“ richtig interpretiert habe, aber ob ich die Orangen nun als frisch gepressten Saft oder fruchtigem Sirup zu mir nehme, ist bestimmt zweitrangig. Hust. Hier kommt er also: Hausgemachter Orangensirup zu veganen Pancakes.

Den Orangensirup habe ich mit „Heisse Taotasse Glühpunsch“ von Baldini verfeinert, welches ich – etwas untypisch – in der Apotheke meines damaligen winzigen Reha-Dorfes kennenlernte. Im hausgemachten Glühwein. (Psst, nicht verraten.) Dieses natürliche Bio-Aroma gibt dem Ganzen eine gewisse winterliche Note und passt mit Nelke, Zimt und Vanille perfekt zur Orange. 

Der Sirup lässt sich wunderbar auf Vorrat herstellen und wartet dann im Kühlschrank auf seinen Einsatz. Die veganen Pancakes sind ruckzuck gemacht, so dass das Soulfood – ist der Orangensirup einmal gekocht – in Nullkommanichts auf dem Tisch steht. 

Hausgemachter Orangensirup zu veganen Pancakes

Zutaten für den Orangensirup:

1 Kaffeebecher Zucker 
1 Kaffeebecher frisch gepressten Orangensaft
4-6 Tropfen „Heisse Taotasse Glühpunsch“

Zutaten für die Pancakes (2 Portionen):

1 Kaffeebecher Mehl 
1 Kaffeebecher Pflanzendrink (Mandeldrink schmeckt besonders gut, wie ich finde)
2 EL Rohrohrzucker
1 Prise Salz
1 Schuss Öl 

Zubereitung:

Für den Orangensirup den Zucker und den Orangensaft in einen kleinen Topf geben und auf hoher Stufe aufkochen. Danach die Hitze auf mittlere Stufe herunterregeln und für ca. 25-30 Minute simmern lassen bis die Flüssigkeit eindickt.

Nach Ablauf der Zeit einen Tropfen auf einen kalten Teller geben. Beim Abkühlen zeigt sich, ob der Sirup bereits zähflüssig genug ist oder ob er noch ein paar Minuten auf dem Herd braucht. Passt die Konsistenz, das Bio-Aroma hinzugeben, alles in eine Flasche abfüllen und auskühlen lassen. Danach im Kühlschrank aufbewahren. 

Für die Pancakes Mehl, Pflanzendrink, Zucker, Salz und Öl in eine Schüssel geben und mit dem Rührgerät gut vermengen, so dass sich keine Klumpen bilden. Nun nach und nach die Pancakes in etwas Öl backen. Sobald sich kleine Bläschen auf der Oberseite bilden, können sie gewendet werden. 

Pancakes auf einem Teller anrichten und den Orangensirup darüber geben. Wer mag, gibt noch ein paar Stücke filetierter Orange dazu. 

Lasst es euch schmecken!

Vegane Pancakes mit hausgemachtem Orangensirup

P.S.: Die in diesem Artikel vorgestellten Produkte habe ich selbst gekauft. Es gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. 

Vegane Beauty Favorites September 2017 Blogger

Vegan Beauty Favorites September 2017

Vegane Beauty Favorites September 2017 BloggerEnthält PR-Samples*

Herbst ist, wenn die Hand immer öfter weg von der Kaffeemaschine, hin zum Teevorrat wandert. Wenn der Kerzenverbrauch merklich steigt und die Düfte schwerer werden. Herbst ist auch, wenn die Lust auf satte, erdige Farben zunimmt und die lauen Abende auf dem Balkon den kuscheligen Abenden auf der Couch weichen. 

Herbst ist aber auch die Zeit, in der meine Haut trockener wird und nach etwas mehr Pflege verlangt. Und so macht sich der Herbst auch in den Vegan Beauty Favorites für den September bemerkbar. Tendenz: Wohliger.

Vegan Beauty Favorites September 2017

aromatica – Orange Cleansing Sherbet*

Normalerweise stehe ich Reinigungsprodukten immer etwas emotionslos gegenüber. Reinigen und Abschminken sind für mich mehr notwendige Pflicht als leidenschaftliche Kür. Das Prinzip der Cleansing Balms hat mich allerdings doch etwas gereizt und so war ich mittelschwer gefrustet, dass ich keinen fand, der meinen Ansprüchen entsprach. Alle waren entweder vegan, aber nicht cruelty free oder cruelty free, aber nicht vegan…

Überraschend wurde ich dann doch auf meinem München-Trip fündig und so entferne ich mein Make Up seit einigen Wochen ausschließlich mit dem Orange Cleansing Balm, den ich bei Miin Korean Cosmetics entdeckte. Mit einem kleinen Spatel wird eine etwa haselnussgroße Menge des festen Balms entnommen, der bei Hautkontakt sofort weich wird. Nachdem man ihn ins trockene Gesicht massiert und dabei alles an Make Up gelöst hat – Ja, auch Mascara – wird er mit etwas Wasser zu einer Art Milch aufgeschäumt und abgespült. Zurück bleibt eine saubere und gepflegt Haut. 

Die koreanische Marke aromatica ist übrigens zu 100% cruelty free und bietet eine Vielzahl an veganen Produkten an. Etwas, was im asiatischen Raum – noch nicht – selbstverständlich ist. 

Why to buy: Endlich ein veganer UND tierversuchsfreier Cleansing Balm, der Foundation und Mascara in einem Schritt entfernt und die Haut nicht austrocknet.

Vegan Beauty Favorites aromatica cleansing sherbet

Annemarie Börlind – Puderlidschatten

Diese Lidschatten hätten im Grunde auch schon in den letzten Favoritenposts auftauchen können, denn seitdem ich mich nach einem Beautypress-Event erstmals ausführlicher mit Annemarie Börlind beschäftigt habe, gehören diese Lidschatten fest in meine Sammlung.

Ich muss gestehen, dass ich die Marke immer als etwas angestaubte Naturkosmetik wahrnahm und davon ausging, dass – ähnlich wie bei Dr. Hauschka –  wenig vegan sei. Doch ich wurde eines besseren belehrt: Ein Großteil der Produkte ist es und die Lidschatten von Annemarie Börlind sind so wunderbar farbintensiv, seidig und überhaupt hervorragend, dass ich sie endlich auch mal auf dem Blog empfehlen muss. 

Why to buy: Wunderschöne Farben mit einem zarten Schimmer, die sowohl alleine getragen, als auch easy verblendet werden können.

Vegan Beauty Favorites Annemarie Börlind Lidschatten

MuLondon Organic – Hemp Moistuiser*

Die Moisturiser von Boris aus London gehören für mich schon lange fest in mein Repertoire. Den Hemp Moisturiser für Mischhaut habe ich allerdings nun erstmalig in Gebrauch und bin genauso angetan wie von den anderen wasserfreien Pflegecremes. Wobei „Creme“ hier eigentlich der falsche Ausdruck ist. Die Moisturiser von MuLondon bestehen komplett aus Ölen und Buttern und werden auf die feuchte Haut aufgetragen. Sie ziehen überraschend schnell ein und eignet sich für die Pflege von Kopf bis Fuß. 

Ich liebe die Konsistenz, die ein wenig fester als aufgeschlagene Sheamousse ist und bei Hautwärme sofort flüssig wird. Der Duft ist dank Zedernholz und Vetiver wohlig holzig und passt perfekt in den Herbst.

Why to buy: Wasserfreie Creme, die somit ideal geeignet ist für die Pflege nach einem chemischen Peeling und auch sonst ein absoluter All-Rounder ist. Organic, vegan, cruelty free.

Kat von D – Liquid Lipstick „Ludwig“

Liquid Lipsticks sind so eine Sache. Swatches im Internet sind trügerisch und die Farbe in der Tube entspricht oft nicht dem Endergebnis auf den Lippen. Denn Liquid Lipsticks haben einen signifikanten Nachteil: Sie werden dunkler, sobald sie trocknen. Etwas, was ich bei meinen schmalen Lippen als nicht vorteilhaft empfinde.

Helle Nuancen hingegen sind oft wenig hauttonschmeichelnd und kommen oft unnatürlich hell oder sehr pink daher. Ich habe wirklich lange nach dem perfekten Nude-Ton gesucht. In „Ludwig“ von Kat von D wurde ich fündig. Nicht zu dunkel, nicht zu braun, nicht zu rosa. 

Noch dazu gehören die Liquid Lipstick von Kat von D zu den haltbarsten, die ich kenne. Was sie auch mit zu den trockensten macht. Mit einer guten Pflege vorweg ist das aber kein Problem. „Ludwig“ hat sich zu meinem absoluten „Go-To-Liquid-Lipstick“ entwickelt. Der geht Immer. 

Why to buy: Das perfekte Nude. Punkt.

Vegane Beauty Favoriten Kat von D Ludwig

Belixos Protect – Regenerative Tagespflege mit 5% Niacinamiden und LSF 15*

Zum Schluss der absolute Überraschungsgast im September. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn Anfang des Monats erreichte nich unangekündigt ein Paket mit PR-Samples einer Marke, die ich bis dato gar nicht kannte: Belixos. Auf Instagram war die Marke nicht zu finden und über Google fand ich nur heraus, dass es sie anscheinend vor allem online sowie in Apotheken gibt und sie cruelty free und vegan sei. 

Ich war zugegebenermaßen etwas skeptisch, weil sich die Linie vornehmlich an Menschen mit sehr trockener und empfindlicher Haut richtet, wozu ich mich eigentlich nicht zähle. So wanderten zwei Produkte gleich weiter an jemanden, für den sie wie gemacht zu sein schienen. Die Tagescreme jedoch machte mich neugierig: 5% Niacinamide und das sehr weit oben in den Inci. Dazu LSF 15 und reizarm formuliert. Die fluffig Creme ist frei von Paraffinen, Parabenen, Ethylalkohol, tierischen Produkten, Farbstoffen und allergenen Duftstoffen. Die Verträglichkeit wurde unter Verzicht auf Tierversuche getestet.

Und was soll ich sagen: Die Belixos Protect Creme hat sich zu einem absoluten Favoriten gemausert, wenn ich mal nicht zu meinen getönten Lichtschutzfaktoren greife oder meine Haut ein wenig mehr Pflege braucht. Belixos Protect ist sehr (!) ergiebig, ein kleiner Hub reicht für das ganze Gesicht. Die Creme duftet nur ganz zart, lässt sich gut verteilen und hinterlässt keinen unangenehmen Fettfilm. Zudem verträgt sie sich gut mit danach aufgetragenem Make Up. Einzig der LSF dürfte für mich gerne ein wenig höher sein. In der dunkleren Jahreszeit gehen die 15 für mich aber gerade noch so klar, zumal ich mich meist eh in geschlossenen Räumen aufhalte.

Why to buy: Niacinamide, Lichtschutzfaktor und das kleine Bisschen mehr an Pflege. Die ideale Pflege, wenn es draussen kälter wird. 

Vegan Beauty Favorites Belixos Niacinamide

Nun interessieren mich wie immer natürlich auch eure Favoriten aus dem letzten Monat. Habt ihr ein paar Neuentdeckungen gemacht oder gibt es alte Bekannte, auf die ihr im Herbst immer wieder gern zurückgreift? 

P.S.: Bei den mit einem * gekennzeichneten Produkten handelt es sich um PR-Samples. Diese wurden mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog.

Vegan Beauty Favorites August 2017

Vegan Beauty Favorites August 2017

Vegan Beauty Favorites August 2017

Vegan Beauty Favorites August 2017

Auch wenn der September schon in vollem Gange ist und der Herbst mit großen Schritten auf uns zukommt, möchte ich euch meine Vegan Beauty Favorites aus dem August nicht vorenthalten. Einige der Produkte sind ganz neu in meine Sammlung gekommen, andere haben sich schon länger in mein Herz geschlichen. Wie immer cruelty free und vegan. 

Charlotte Tilbury – Dry Sheet Mask

Ich habe lange widerstanden. Wirklich. Eine knochentrockene Tuchmaske, die die Haut dennoch gut durchfeuchtet und einen unglaublichen Glow schenkt. Kann das funktionieren? 24€ ärmer wollte ich es dann doch einmal ausprobieren. Die Dry Sheet Mask von Charlotte Tilbury verspricht in 15 Minuten ein Ergebnis, welches einem professionellen Facial gleichen soll. 

Die Maske wird dank praktischer Schlaufen hinter den Ohren verankert und lässt sich so tatsächlich bequem tragen. Allerdings sollte man sich damit nicht dem Partner oder dem Nachbarn zeigen. Die Ähnlichkeit mit Michael Myers ist wirklich beängstigend… Die Anwendung ist denkbar simpel und frei von jeglichem Geschmiere, was ich sehr mag: Einige Augenblicke zum Aktivieren der Maske über das Gesicht massieren, 15 Minuten entspannen und was soll ich sagen: Holla! Meine Haut fühlt sich an wie eingecremt. Und leuchtet. Ohne speckig auszusehen. Der Knaller!

Eine Maske kann laut Hersteller bis zu 3x wiederverwendet werden. Das relativiert den saftigen Preis zumindest ein wenig. Ich las, dass einige sie bis zu 5x verwenden. Ich selbst bin jetzt bei der vierten Anwendung angekommen. Zwar wird das Ergebnis minimal trockener als bei den Malen zuvor, dennoch gehe ich davon aus, dass auch meine Maske die 5er-Marke knacken wird. 

Why to buy: Diese Maske ist ideal, um die Haut für besondere Tage strahlen zu lassen. Und um die Nachbarn zu erschrecken. Die kann wirklich was!

Vegan Beauty Favorites August 2017 ReviewUrban Decay – All Nighter Setting Spray

Mit meiner neuen Liebe zu Foundations aller Art stieg auch mein Interesse an Setting Sprays. Meine erste Erkenntnis: Sie machen wirklich einen Unterschied. Meine zweite Erkenntnis: Setting Spray ist nicht gleich Setting Spray. Je nach Beschaffenheit pflegen sie trockene Haut, halten Öle und Fette in Schach und verlängern die Haltbarkeit des Make Ups.

Gestartet bin ich mit dem gefeierten Keep it perfect! Setting Spray von Essence und verwendete dann ein hydrierendes von Isadora. Schon hier merkte ich deutliche Unterschiede. Meinen Heiligen Gral aber fand ich im All Nighter von Urban Decay. Damit hält mein Make Up wirklich den ganzen Arbeitstag, ohne dass ich es auffrischen muss. 

Why to buy: Nicht günstig, aber definitiv wirkungsvoll. Bei meiner Mischhaut sorgt es für langen Halt ohne Auszutrocknen. 

L.O.V. – Lovful Shine & Care Lip Stylo

So wunderbar haltbar Liquid Lipsticks auch sind. Manchmal muss es ein klassischer Lippenstift sein. Die von L.O.V. sind mittlerweile neben Charlotte Tilbury meine absoluten Go-Tos geworden. Leichte bis mittlere Deckkraft, easy im Auftrag und Dank Monoi-Butter und Vitamin E auch super pflegend. Ich liebe das pink-rote „London“ und das peachige „Amsterdam“. 

Why to buy: Glanz, Pflege und Farbe. Dazu schnell und ohne Lipliner aufzutragen. 

Vegan Beauty Favorites August 2017 Dry Sheet Mask Charlotte Tilbury COSRX BHA

Kat von D – Lock it Loose Setting Powder

Egal ob solo oder über dem Make Up getragen: Dieses Puder hält was es verspricht. Es mattiert und versiegelt alles darunterliegende ohne die Haut cakey aussehen zu lassen. Zwar als translucent ausgewiesen besitzt es einen kleinen Gelbstich, ähnlich wie ein Banana Powder. Dieser Hauch von Farbe balanciert die weiße Blasse eines herkömmlichen Setting Powders etwas aus und verleiht etwas mehr Frische. Ich trage das Lock-It Setting Powder meist ganz gezielt direkt mit dem beiliegenden Puff auf, was wunderbar funktioniert. 

Why to buy: Es mattiert wirklich, ohne sich abzusetzen. Und seht ihr das Pentagram? <3

COSRX – Blackhead Power Liquid

Dieses füssige BHA habe ich bei Miin in München entdeckt. Endlich ein adäquater Ersatz für mein Resist 2% BHA von Paula’s Choice. Umgerechnet sind hier ebenfalls gut formulierte 2% BHA enthalten, dafür kosten 100 ml nur 23,99 €. Da ich die Flüssigkeit mit den Finger auftrage, reicht die Flasche eine halbe Ewigkeit. Das Blackhead Power Liquid von COSRX ist minimal zähflüssiger als das BHA von Paula’s Choice, geht für mich aber immer noch als flüssig durch. Erfreulicherweise klebt es auch überhaupt nicht. 

Why to buy:  Wirksames, flüssiges (!) BHA mit einem tollem Preis-Leistungsverhältnis.

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Welche alten und neuen Produkte haben denn in den letzten Wochen euer Herz erobert? Kennt und nutzt ihr vielleicht sogar einen meiner Favoriten? Ich bin neugierig. 

P.S:  Alle Produkte wurden von mir selbst gekauft. Es gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog.

Altkleider FairWertung

FairWertung & Tchibo | Wohin mit den Altkleidern?

Altkleider FairWertung

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Wie viel Kleidung braucht ein Mensch eigentlich?

Wenn es nach der Bekleidungsindustrie geht eine ganze Menge. War das Fashion-Jahr früher in Frühling/Sommer und Herbst/Winter eingeteilt, wirft die Branche mittlerweile monatlich neue Kollektionen auf den Markt. Begehrt, limitiert und häufig auch schnell ausverkauft. (Warum das so ist und was das mit der Modeindustrie und am Ende auch mit uns Konsumenten macht, habe ich hier schon einmal zusammengefasst.)

Ebenso kurz wie die Verweildauer der Kleidung in den Stores ist dann auch die Halbwertszeit von Trends. Weniges überdauert eine Saison, manches hält nicht mal ein paar Wochen durch. Und umso größer sind die Berge von Klamotten die unsereins so im Kleiderschrank, in Kartons und im Keller zu verstauen hat. Es gab Zeiten, in denen ich sicherlich für ein paar Wochen keine Wäsche hätte waschen müssen und doch immer komplett angezogen gewesen wäre…

Nach einer großen Decluttering-Aktion Anfang des Jahres hat sich mein Bestand zum Glück deutlich reduziert. Übrig blieben nur die Stücke, in denen ich mich wohl fühle, die mir ein gutes Gefühl geben und die von langlebiger Qualität sind. Und im Idealfall auch noch fair produziert wurden.

Mir fiel auf, wie viele Teile ich besitze, die ich nur sehr selten oder sogar nie getragen hatte. Denn auch wenn mein Kleiderschrank eine große Auswahl bot: Am Ende trug ich doch immer die selben Sachen. Einige so oft, dass sich Verschleißerscheinungen zeigten. Mein Berg an aussortierten Kleidungsstücken bestand also aus Neuem, Neuwertigen, gut Erhaltenem und einigem, was definitiv weg konnte.  

Doch wohin mit aussortierter Kleidung? Wer Zeit und Muse hat, kann sein Glück bei Kleiderkreisel und anderen Verkaufsplattformen im Netz versuchen. Oxfam, Second-Hand-Läden und Sozialkaufhäuser sind ebenfalls eine gute Idee. Aber was ist mit den ganzen Altkleidercontainern, die überall an den Straßenrändern stehen? Sind die seriös?

Altkleider nachhaltig verwerten mit FairWertung

Tchibo und der Dachverband FairWertung e.V. haben sich zusammengetan, um genau dieser Fragen auf den Grund zu gehen. Ich muss gestehen, dass ich den Altkleidersammlungen in Containern oder Säcken immer etwas skeptisch gegenüberstand. Kommen die Sachen wirklich bei Hilfsbedürftigen an oder wird die Kleidung irgendwo in die Welt verschifft? Werden meine ehemals geliebten Teile tatsächlich zu Putzlappen verarbeitet? 

Zeit, ein wenig Licht ins Dunkel des Altkleiderbusiness zu werfen. Ziel des Dachverbandes FairWertung – dem über 120 gemeinnützige Organisationen und Tochtergesellschaften angehören – ist es, die Lebensdauer eines Kleidungsstückes zu verlängern und die Recyclingfähigkeit zu verbessern. Tchibo wiederum hat sich vor über 10 Jahren auf den Weg gemacht, sein Ziel von 100%iger Nachhaltigkeit schrittweise umzusetzen. Da liegt es nahe, dass beide Unternehmen sich zusammen tun, um Transparenz in die Verwertung von Altkleidern zu bringen und darüber aufzuklären, wie und wo sie auch nach dem Aussortieren noch gut ankommen.

Altkleider FairWertung Tchibo

Werfen wir also einen Blick auf die ersten Fragen, die mir im Zuge von Altkleidersammlungen in den Sinn kamen.

Worauf muss ich achten, um einen seriösen Verwerter zu finden?

Im Altkeiderbusiness wird tatsächlich einiges an Schmu betrieben. Wäschekörbe, die über den Gartenzaun geworfen werden. Unternehmer, die sich Logos mieten und mit Fake-Adressen und vermeintlich humanitärem Ansatz Klamotten abgreifen, um sie überteuert zu verkaufen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, achtet auf das Logo FairWertung der Deutschen Kleiderstiftung oder gibt seine Sachen direkt in Sozialkaufhäusern und Kleiderkammern von gemeinnützigen Organisationen ab. Auf der Homepage von FairWertung findet ihr ein praktisches Tool über das ihr seriöse Abgabestellen in eurer Nähe suchen könnt. Alleine in meiner Kleinstadt gibt es drei. 

Was passiert mit meiner Spende?

Trotz Kleiderkreisel und Co. wird in Deutschland immer noch viel mehr Kleidung gespendet als gebraucht wird. In den Shops, Kleiderkammern und Sozialkaufhäusern wird gut erhaltene Kleidung direkt an Menschen mit weniger Kaufkraft weiterverkauft.

Alles was in Containern und Säcken gesammelt wird landet meist sofort bei Textilsortierbetrieben. Ebenso die Überschüsse aus Kleiderkammern und Second-Hand-Shops. Hier wird die Kleidung sorgsam sortiert. Alles, was nicht mehr verwendet werden kann, wird an Recyclingfirmen verkauft und zu Putzlappen, Malervlies oder Innenverkleidung von Autos. Ja, an dem Gerücht ist also etwas dran. Allerdings sorgt FairWertung dafür, dass der Erlös hieraus wieder seiner sozialen Arbeit zu Gute kommt. Was noch tragbar ist, wird als Second-Hand-Kleidung weiterverkauft. Vornehmlich nach Osteuropa und Afrika. 

Wird so nicht der Kleidermarkt vor Ort kaputt gemacht? 

Früher nahm man an, dass Second-Hand-Kleidung aus dem Ausland den örtlichen Handel kaputt macht. Laut FairWertung weiß man heute mittlerweile, dass die Textilproduktion vornehmlich aus anderen Gründen – wie schwierige Standortbedingungen, Korruption, hohe Energiekosten und fehlenden Ersatzteile –  in diesen Ländern rückläufig ist und der Handel mit Altkleidern eher noch Arbeitsplätze schafft. Im In- und Ausland. Durch gemeinnützige Sammlungen kommen Menschen mit niedrigerer Kaufkraft und aus ärmeren Regionen darüber hinaus zu qualitativ hochwertiger und modischer Kleidung zu fairen Preisen. 

Was kann ich eigentlich alles spenden?

Neben der klassischen Oberbekleidung für Erwachsene und Kinder werden auch Hüte und Mützen sowie Tischdecken, Bettwäsche und Schuhe gesammelt. Natürlich gewaschen und am liebsten gut erhalten. 

Ihr seht: Eure aussortierten Kleidungsstücke können tatsächlich noch Gutes tun! Auch ich selbst habe den Artikel zum Anlass genommen, mich noch einmal mit meinem Bestand auseinander zu setzen. Es gibt nämlich immer noch ein paar Stücke, von denen ich mich einfach nicht trennen konnte, die ich aber auch nicht mehr trage. Das wird jetzt in Angriff genommen!

#TchiboGutGemacht 

FairWertung Altkleider

*P.S.: Dies ist eine bezahlte Kooperation mit Tchibo. Das ist gut für mich und gut für euch. Weil es mir ermöglicht das Blog in diesem Umfang zu führen und euch weiterhin kostenlos zur Verfügung zu stellen. Und meine Arbeit von coolen Leuten in dieser Form wertgeschätzt wird. Natürlich gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog.