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Veganer Wein F.W. Langguth Erben

Veganer Wein von Sontino BioVegan | Worauf Veganer achten sollten.

Veganer Wein F.W. Langguth Erben

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Moin,

wahrscheinlich habt auch ihr schon die neue Werbekampagne des gelb-blauen Discounters gesehen. „Guten Wein erkennt man an gutem Wein.“ Aber ist das so einfach?

Wein ist eines dieser Dinge, die einem tatsächlich etwas Angst einjagen können. Passt er zum Essen? Rot, weiß oder doch lieber Rosé? Trocken, halbtrocken oder lieblich? Und welches Glas ist das richtige? Mir schmeckt  der Wein. Aber sieht mein Gegenüber das auch so? Am Ende hält er mich für eine Banausin…

Klar kann man nun in epischer Breite über Bouquet, Tiefe, Abgang und Reintönigkeit philosophieren. Muss man aber nicht. Zugegebenermaßen fasziniert mich der Weinanbau an sich sehr. Ich mag dieses Jahrtausende alte Handwerk. Die wunderschönen Weinberge und das Flair eines Weinguts. Eine professionelle Weinprobe mit Führung stelle ich mir sehr spannend vor und steht auch noch auf meiner „To Do“ Liste.

Aber am Ende zählt nur eines: Wein schmeckt oder er schmeckt eben nicht. Und das darf auch ruhig so sein. Im Grunde gibt es nur eine einzige Sache, die vegan lebende Menschen darüber hinaus zu interessieren hat: Wurden bei der Herstellung tierliche Rohstoffe verwendet? DA kommen wir nämlich zum eigentlichen Problem. Denn viele wissen nicht einmal, dass an einem Getränk etwas nicht vegan sein könnte. Und das dies, wenn dem denn so ist, nicht deklariert werden muss.

Veganer Wein Label

Wir müssen da mal was klären.

Der Mensch trinkt seinen Wein gerne klar. Ohne Fruchtstücke, Schalenteile und andere Schwebstoffe. Daher wird er vor dem Abfüllen „geklärt“, sprich gefiltert. Dies geschieht bei Wein bisher vor allem durch die Verwendung von Speisegelatine (Rind und Schwein), Hausenblase (getrocknete Schwimmblase von Stör oder Wels), Kasein und Kaliumkaseinate aus Kuhmilch und Albumin aus Hühnereiweiß. Darüber hinaus gibt es noch einige andere Stoffe, die auch zur Filtration anderer Getränkesorten verwendet werden. Da all diese Inhaltstoffe nach der Klärung wieder entfernt werden und sich somit nicht mehr im fertigen Wein nachweisen lassen, müssen sie nicht deklariert werden. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte daher auf vegane Weine zurückgreifen. Diese werden ausschließlich mit pflanzlichen oder mineralischen Stoffen wie Erbsenprotein oder Bentonit geklärt.

Augen auf auch bei den Etiketten! Hier kann sowohl in den Farben und im Kleber Tier enthalten sein. Bei den Farben ist vor allein bei Rottönen in Naturfarben Vorsicht geboten, der Kleber sollte frei von Kasein sein. Früher wurde häufig auch Knochenmehl verwenden, dieses wurde aber mittlerweile fast vollstäng vom Kasein abgelöst. Hier kommt uns auch zur Gute, dass der Preis für diesen Rohstoff in den letzten Jahren stark gestiegen ist und viele Winzer*innen deswegen – und auch aufgrund der häufig besseren Klebeeigenschaften – auf kaseinhaltige Kleber verzichten.

Tier im Wein, das lass‘ sein.

Von Kosmetika und Lebensmitteln sind wir es gewohnt, eine Produktanfrage per Mail zu schicken und innerhalb kurzer Zeit eine meist recht ausführliche Antwort zu bekommen. Bei Weinen habe ich da leider oft andere Erfahrungen gemacht. Häufig weiß der Handel gar nicht, ob ein Wein tierlich geklärt wurde, geschweige denn, ob im Etikettenkleber Kasein enthalten ist.

Müssen wir also auf den leckeren Wein zum Essen oder beim gemütlichen Beisammensein auf der Couch verzichten? Nö. Denn es gibt zum Glück auch Marken, die ganz eindeutig kennzeichnen. Ein schönes Beispiel ist das Haus F. W. Langguth Erben, welches mit seiner Marke Sontino BioVegan Weine produziert, die ruhigen Gewissens genossen werden können.

Veganer Wein Langguth

Die Weine

Aktuell umfasst die Produktpalette des über 225-jährigen Familienbetriebes aus Rheinland-Pfalz einen fruchtigen Rotwein (Sangiovese), einen frischen Rosé (Cabernet Sauvignon) und einen leichten Weißwein (Chardonnay).  Die Weine tragen das V-Label, sind nach EU-Öko Verordnung zertifiziert und beim Branchenwettbewerb Biomarke des Jahres 2015 in der Kategorie Lebensmittel-Einzelhandel mit Silber ausgezeichnet worden.

Und schmecken tun sie auch noch. Ich ganz persönlich mag keine schweren Rotweine mit zu vielen Tanninen. Ich habe es gerne weich und fruchtig. Der Sangiovese ist für mich daher perfekt. Er schmeckte mir wunderbar zu Antipasti und auch hinterher zum Film. Ich könnte ihn mir auch gut in meinem Tinto de Verano vorstellen. Ja, wohl wieder so ein Banausending… 

Den Cabernet Sauvignon Rosato habe ich mir mit Franzi munden lassen. Leicht und lecker, mit Aromen von Kirschen und Erdbeeren. Muss ich als Weinnulpe die angegebenen Noten oft in der hintersten Ecke der Zunge suchen, kommt hier die Erdbeere –  vor allem im Abgang – deutlich zur Geltung. Als hätte man tatsächlich in eine hinein gebissen.  Ein wunderbarer Wein für den Sommer. Doch Obacht: Er ist so lecker süffig, dass man besser beim vorletzten Glas aufhört 😉

Das erste Glas vom Chardonnay habe ich mir dann tatsächlich allein eingeschenkt. Ein spritziger, halbtrockener Tropfen. Frisch und fruchtig, ohne zu süß zu sein. Hielt ich mich bisher immer eher für eine Rotwein- oder zumindest Rosé-Trinkerin, muss ich sagen, dass mich dieser Wein voll überzeugt hat. Lecker!

Abschließend und nach einigen Gläschen Wein kann ich sagen, dass ich von allen drei Kandidaten auch noch eine zweite (und dritte…) Flasche aufmachen würde. Das Preis-Leistungsverhältnis ist mit einem Preis von 3,99 € pro Wein top. Einzig eine Sache würde ich mir wünschen: Einen Korken. Ich weiß, dass sich daran die Geister scheiden. Und ein Schraubverschluss nichts über die Qualtität eines Weines aussagt, beziehungsweise sogar viele Vorteile gegenüber des klassischen Korkens bietet. Aber da bin ich eigen. Und wohl auch ein bisschen Old School.

P.S.: Die Weine von Sontino habe ich bisher unter anderem bei EDEKA entdeckt. So als Einkaufstipp für’s Wochenende 😉

Hoch die Gläser!

Zum Schluss habt ihr die Möglichkeit gleich zwei Chancen ein leckeres Probierpaket von Langguth Erben zu gewinnen. Ich verlose unter euch drei Probierpakete von Langguth Erben, vollgepackt mit den bio-veganen Weinen von Sontino. Um euch eines zu sichern, schreibt mir bis Sonntag, 19.04. um 20.00 Uhr eine Mail an Kathrin@einbisschenvegan.de mit eurer Adresse und dem Betreff „Vegane Weine“. Bitte habt Verständnis, dass dieses Mal nur Personen über 18 Jahre mit einer Postanschrift in Deutschland teilnehmen können.

Wer seine Chance verdoppelt möchte, kann bei der aktuellen Umfrage des VEBU zum Thema „Wein“ teilnehmen. Nichts kompliziertes; eine Handvoll Fragen und am Ende die Chance auf den Gewinn. Solche Umfragen sind insofern interessant, da sie von statistischem Wert sind und das vegane Leben so noch besser abgebildet werden kann. Zum anderen erhöhen sie natürlich auch den Druck auf Hersteller*innen, wenn deutlich wird, dass vegan lebende Menschen sehr wohl auch Alkohol trinken. Und diesen eben auch ohne tierliche Inhaltsstoffe genießen möchten.

P.S.: *Dies ist eine bezahlte Kooperation mit der Fa. Langguth. Das ist gut für mich und gut für euch. Weil es mir ermöglicht das Blog in diesem Umfang zu führen und euch weiterhin zur Verfügung zu stellen. Und meine Arbeit von coolen Leuten in dieser Form wertgeschätzt wird. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. 

Unter der Lupe | Vegane Weine von Delinat

Passend zu den nun endlich lauen Sommerabenden darf ich euch heute mal ein kulinarisches Schmankerl der besonderen Art präsentieren: Veganen, ökologisch angebauten Wein.

Delinat steht seit 1980 für nachhaltiges Winzerhandwerk, Erhaltung der Artenvielfalt und vor allem guten Wein. Gründer Karl Schefer machte es sich damals zum Ziel wieder Schmetterlinge auf den mittlerweile karl gespritzten Rebbergen fliegen zu sehen und hat sein Ziel heute, rund 30 Jahre später, mehr als erreicht. Mit einem eigenen Forschungsinstitut setzt sich Delinat für hohe Biodivisität und eine klimaneutrale Weinproduktion ein.

Besondere Merkmale hierfür sind:

  • der Verzicht auf Insektizide und Herbizide 
  • Verzicht auf Monokultur
  • Beschränkung der Traubenmenge und Wahl geeigneter Rebsorten.
  • Begrünung der Weinberge auch durch Sekundärkulturen wie Tomaten und Aronia (!)
  • und eine behutsame und rasche Ernte

Zudem wird zur Verbesserung des Bodens Pflanzenkohle eingesetzt, die zusätzlich im Erdreich befindliches CO2 bindet. Darüber hinaus sind ca. 150 Weine von Delinat vegan, enthalten also keine tierlichen Produkte oder wurden unter Zuhilfenahme solcher hergestellt. Unvegane Weine (und auch Fruchtsäfte) werden häufig mit Gelatine, Casein, Albumin (beides Bestandteile von Milch) oder Fischbestandteile geklärt.

delinatweine

Testen darf ich einen

  • Albet y Noya Macabeu Penedès DO 2012  – Ein Weißwein mit deutlichen Aromen von Stachelbeere und Zitrusfrüchten und einem leicht mineralischen Unterton. Schön herb und erfrischend. Der dürfte auch denen schmecken, denen Weißweine manchmal zu frisch-fruchtig sind.

Den haben wir uns für’s nächste Wochenende aufgehoben, wir wollen es ja mit dem Alkoholkonsum nicht übertreiben;)

Nachtrag zum Thema Etiketten und Klebstoffen (19.06.2013)

Ich habe soeben noch einmal eine ausführlichere Nachricht von Delinat bezüglich der verwendeten Klebestoffe der Etiketten erhalten. Der Großteil wird von den Zulieferern abgefüllt und beklebt. Über diese Etiketten gibt es bisher keine Informationen. Einen kleinen Teil füllt Delinat selbst ab. Hierfür werden sowohl Nassleim-Etiketten als auch Selbstklebe-Etiketten verwendet. Erstere sind in der Herstellung ökologischer und günstiger, enthalten aber Casein. Letztere sind etwas teurer, jedoch casein-frei. Sie werden für folgende Weine verwendet, die somit komplett vegan (inklusive der Etiketten sind): 

  • Riesling Terra Rossa
  • Château Coulon Sélection Spéciale
  • Canta Rasim
  • Ocre Rouge
  • Pasión Delinat
  • El Molino

Fazit

Die veganen Weine von Delinat sind definitiv einen Schluck wert. Das Preis-Leistungsverhältnis ist fair und die Internetseite so gestaltet, dass auch online jede/r ihren/seinen Lieblingswein finden sollte. Die Weindepots befinden sich nämlich alle im Süden, so dass unsereins im Norden nur der Klick im Netz übrig bleibt. Wer sich ab und an einen guten Wein gönnen möchte und dabei noch etwas für die Artenvielfalt tun möchte, ist bei Delinat genau richtig.

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