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Kaifu Sole Hamburg

Checked | Floating in der Kaifu Sole Hamburg

Kaifu Sole Hamburg
Als Jenny von I Love Spa mich einlädt mit ihr die Kaifu Sole in Hamburg zu testen, bin ich natürlich sofort dabei. Denn ich höre, dort kann man „floaten“. Wie im Toten Meer in muckelig warmen Wasser dümpeln und die Seele baumeln lassen. Mein persönlicher Traum. Ich bin nämlich eher Planscherin als Schwimmerin und Tauchen ist sowieso ganz doof. Genau mein Fall also.

Ich sehe mich vor meinem inneren Auge schon entspannt durch die Gegend floaten, als mir ein Gedanke einschiesst: Verdammt, du hast gar keinen Bikini! Nach einer kleinen Shopping-Odyssee (Wer mir bei Snapchat folgt, hat sie mitbekommen…), ist allerdings auch dieses Problem gelöst und die Entspannung kann beginnen. 

Die Kaifu Sole im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel befindet sich in einem 120 Jahren alten und restaurierten Teil des Kaifu Bades und wurde erst Anfang 2016 eröffnet. In seiner Architektur verbindet es alten Backstein mit modernem Stahl. Durch die Spitzbögen herrscht eine fast sakrale Atmosphäre, die dazu beiträgt, dem hektischen Alltag zu entfliehen. Die Halle ist lichtdurchflutet und bietet – vor allem bei schönem Wetter, so wie wir es erleben durften – ein tolles Licht- und Schattenspiel.

Kaifu Sole Kaminzimmer Check ein bisschen veganBad
Neben dem Solebecken (32°, 17x11m, Tiefe 1,35m, Salzgehalt 6%), findet sich hier ein Sole-Sprudelbecken mit gleicher Temperatur und identischem Salzgehalt), eine Himalaya Salzstein-Sauna (60-65°, Luftfeuchtigkeit 40%), ein Dampfbad (45°, Luftfeuchtigkeit 90-100%), ein Kalttauchbecken (12-15°), eine Außenterrasse und die Sole-Bar. Hier können Getränke (Cucumis Gurken- und Lavendellimo <3) und kleine Snacks eingenommen werden, von denen viele erfreulicherweise auch vegan sind. Für das leibliche Wohl ist also auch für Veganer*innen gut gesorgt. Daumen hoch!

Gleich zu Beginn bin ich überrascht, wie „leicht“ das Wasser doch ist. Wüsste ich nicht, dass das Wasser 6% Salz enthält und Schwimmen eine ziemlich dämliche Idee wäre – Ich könnte sofort loskraulen. 6% sind gegen die 28-33% im Toten Meer halt doch mal eher eine Prise. Umso überraschter bin ich, dass sich die Beine unweigerlich nach oben bewegen, als ich sie vom Boden hebe. Und nicht nur die. Mein alter Schwimmlehrer wäre stolz auf mich: Auch der Hintern strebt gen Hallendecke. Ich kann sogar die Arme hinter dem Kopf verschränken. In regelmäßigen Zeiträumen werden abwechselnd Lounge Musik und Naturtöne eingespielt, die auch unter Wasser wahrgenommen werden können. In den Abendstunden läuft auch mal Chill Out, Latin oder Body & Soul. Dazu gibt es ein ansehnliches Lichtspiel. Das genaue Programm findet ihr hier

So treibe ich gute 20 Minuten ziemlich lässig durch die Gegend. Der Entspannung tun einzig die beiden Herrschaften einen kleinen Abbruch, die das mit dem Nicht-Schwimmen nicht so ganz kapiert haben. Kollisionsgefahr. Und hochprozentiges Salzwasser in den Augen ist auch eher uncool. (Hier also nochmal zum Mitschreiben: In Sole-Becken werden keine Bahnen gezogen!). Für alle Rückenkrauler, Schmetterlinge und Tieftaucher gibt es übrigens auch ein Schwimmbecken, einen Außenpool, eine Freibadanlage und auch große Saunalandschaft. Diese sind durch ein Drehkreuz direkt vom Sole-Becken aus zu erreichen. Genaue Details findet ihr hier.

Aufgrund des hohen Salzgehaltes und der warmen Wassertemperatur wird empfohlen, nicht länger als 20 Minuten am Stück zu floaten. Für die Pausen zwischendurch bietet die Kaifu Sole bequeme Liegen samt Kuscheldecken sowie ein gemütliches Kaminzimmer. Bademäntel und Handtücher werden bislang nicht verliehen, müssen also mitgebracht werden. Dies soll sich aber demnächst ändern. Das persönliche Hab und Gut kann gegen eine 1€- oder 2€-Münze als Pfand in der Umkleidekabine in den Spind eingeschlossen werden. Darüberhinaus gibt es in der Sole-Halle selbst noch einmal kleine Minispinde für all die Dinge, die man gerne in Reichweite haben möchte oder muss. 

Kaifu Sole Hamburg ein bisschen vegan

Im Anschluss an die Entspannung steht eine ausgiebige Dusche. Die Salzkristalle bilden im Laufe der Zeit einen lustigen Rand an meinem Haaransatz und wirken auf der Haut wie ein kleines Lifting. Ich wette: Wer es schafft, sich während des Floating mit versteinerter Miene in die Sole zu legen, wird garantiert mit glatter Mimik belohnt. Das spannt beim Stirnrunzeln ordentlich! Eine Haarkur und eine gute Pflege sind nach so einem Sole-Bad also Pflicht. 

Wer sich aber daran hält, wird mit streichelzarter Haut belohnt. Das Salz tut ihr unheimlich gut und ist vor allem bei problematischen Hautzuständen eine Wohltat. Nach zwei Floating-Durchgängen, ausgiebigem Relaxen und gut drei Stunden sind unsere Herzen leicht, unsere Muskeln entspannt und die Finger so schrumpelig, dass wir beschließen unsere Hamburg-Tour fortzusetzen. Aber nicht ohne die Kaifu Sole im Geiste schon mal auf die „Da muss ich wieder hin“-Liste zu setzen. Für (vegane) Freunde der Entspannung absolut zu empfehlen!

Cucumis

P.S.:  Zum Schluss noch ein Wort zum Publikum. Bei einem Day Spa Ausflug nicht ganz unwichtig, wie ich finde. Wir waren an einem Freitagvormittag in den Ferien in der Kaifu Sole. Dafür war es angenehm leer. Am Wochenende und in den Abendstunden dürfte das anders aussehen. Das Publikum während unseres Besuches war zwischen geschätzten 20 und 60 Jahren alt und auf Entspannung aus. Kinder, wenn sie denn überhaupt dort waren, dürften sich eher im Schwimmbad aufgehalten haben. 

Erwachsene zahlen für Sole und Bad 21,00 €, für Sole und Bad, inklusive Sauna 26,00 €.
Jugendliche unter 16 Jahren zahlen 12,00 €, bzw. 17,00 €.

Kaifu Sole Check ein bisschen vegan

Kaifu Sole im Kaifu Bad
Hohe Weide 15
20259 Hamburg

P.P.S.: Ich wurde von Bäderland Hamburg eingeladen. Trotzdem gilt wie immer: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog.

Credit für Foto No.1 @Bäderland Hamburg

Hotel Birke in Kiel | „Meeres-Express“ mit Oceanwell

Am Wochenende habe ich dem Hotel Birke in Kiel einen Besuch abgestattet und kam am Sonntag in den Genuss eines Treatments mit Produkten der Marke Oceanwell. In 50 viel zu kurzen, aber wunderbaren Minuten wurde meine Haut gereinigt, gepeelt, gepflegt und massiert. Auch meine Füße und Beine bekamen einen entspannende Massage ab. Herrje, so etwas könnte ich jede Woche haben…. *hach*

OCflyer

Hinter dem Anwendungsnamen „Meeres-Express“ verbergen sich im einzelnen folgende Schritte, allesamt mit veganen Produkten ausgeführt:

  • Gesichtsreinigung auf Meerwasserbasis
  • Meersand-Peeling
  • Auf den Hauttyp abgestimmte Meeresmaske
  • Gesichts- und Nackenmassage mit Algen-Lemongras-Öl
  • Heiße Fußkompressen mit wohltuender Fußmassage
  • Abschlusspflege
  • Augenbrauenpflege (auf Wunsch)

Zu Beginn sollte ich die Augen schließen und mir aus drei Primavera Ölen mein Öl für die Behandlung „erschnuppern“. Intuitiv entschied ich mich für das zweite, hinter dem sich das Rosenöl verbarg. Interessant in sofern, als dass ich mich sehenden Auges wahrscheinlich für ein anderes entschieden hätte. Meiner Nase war aber offensichtlich nach herzöffnender und sinnlicher Rose. Das Öl wird mit schleswig-holsteinischem Demeter Rapsöl vermengt und für die Massagen angewandt. Alle anderen Produkte stammen aus der Basislinie der Marke Oceanwell, mit der das Hotel Birke bereits von Anfang an zusammenarbeitet.

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Kosmetik aus der Ostsee

Inspiriert durch ihre tägliche Forschung entwickelte eine Hand voll Meeresbiolog_innen 2008 die Naturkosmetikpflegelinie Oceanwell. Jahre zuvor ursprünglich damit beauftragt herauszufinden, ob sich Algen nicht nur in der Nord-, sondern auch der deutlich salzärmeren Ostsee nachhaltig kultivieren lassen, sah man schon bald den kosmetischen und gesundheitlichen Aspekt der marinen Wirkstoffe und ging einen Schritt weiter. Vor allem die Laminaria-Alge wird in den Produkten der Marke verwendet und direkt vor den Toren Kiels in großen Algengärten in der Ostsee angebaut. Diese werden einmal im Jahr abgeerntet und die Algen dann mit Hefe fermentiert. Nach Entnahme der Algen, die für die Kosmetikherstellung und den schmackhaften Algentee – den ich ebenfalls probieren durfte – verwendet werden, bleibt eine Art Algen“wein“ übrig, der mit Cherry, Prosecco oder auch Apfelsaft ein sehr leckeres und zudem gesundes Getränkt abgibt.

Das Meer in mir

Neben den Algen finden sich in den Natrue-zertifizierten Produkten von Oceanwell auch reines Ostseewasser aus Damp und feingemahlener Ostseesand sowie regionale Salze. Diese besondere Zusammensetzung hat sich vor allem bei Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis bewährt. Als ehemalige Neurodermitis-Erkrankte kann ich bestätigen, dass diverse Kuren mit Salzbädern, Seeluft und Schwimmen im Meer wahre Wunder bewirkt haben.

„Die Zusammensetzung von Meerwasser ähnelt der von menschlicher Zellflüssigkeit. Meerwasser enthält alle lebenswichtigen Mineralien und Spurenelemente, die der Mensch für die Vitalität der Haut braucht. Diese Mineralien (z.B. Jod, Magnesium, Selen, Strontium) liegen im Meerwasser in einer Form vor, die es ihnen erlaubt, durch die Oberhaut zu dringen und ihre lebenswichtigen Funktionen in den Zellen voll zu entfalten.

Die im Meerwasser gelösten Natrium-, Kalium- und Chlorid-Ionen verbessern zusätzlich die Funktion der Hautbarriere. Selen und Sulfatverbindungen steigern die Widerstandsfähigkeit gegenüber oxidativen Stress durch freie Radikale und hemmen körpereigene Entzündungsauslöser.“

(Quelle: http://www.oceanwell.de/inhalt-wirkstoff/meerwasser/)

oceanwellprodukte

Besser hätte ich es als Chemie-Null nicht beschreiben können, daher habe ich diesen Absatz schonungslos geklaut. Was ich aber gut kann ist Testen und so tue ich ebendies und werden euch in nächster Zeit noch das ein oder andere Produkt von Oceanwell hier auf dem Blog vorstellen 😉

Die Produkte von Oceanwell sind in ausgewählten Budni-Filialen (zum Beispiel bei Aliqua in der Hamburger Europapassage), bei Drogerie Müller und in ausgesuchten Naturkosmetikshops sowie natürlich im Onlineshop erhältlich. Die Basislinie ist komplett vegan, die OceanCollagen-Linie enthält Kollagen aus nachhaltig gezüchteten Quallen, ist also nicht vegan.

Die Sache mit dem „pflanzlichen Kollagen“

Spannender Fact am Rande: Von Frau Dr. Linke erfuhr, dass zwischen den häufig deklarierten Inhaltstoffen „pflanzliches Kollagen“ und „Phyto-Kollagen“ ein kleiner, aber feiner Unterschied besteht. Pflanzliches Kollagen gibt es schlichtweg nicht. Kollagen ist IMMER tierischen Ursprungs. Wenn von „Phyto-Kollagen“ die Rede ist (Was dem Wortursprung nach ja eigentlich das selbe sein dürfte), sind Inhaltsstoffe gemeint, die kollagen-ÄHNLICHE Eigenschaften haben. Diese sind tatsächlich vegan. Es ist aber kein Kollagen. Also Augen auf beim Cremekauf und Finger weg von „pflanzlichem Kollagen“.

An dieser Stelle gilt mein Dank zum einen Frau Dr. Inez Linke von OceanBasis und Carolin Stritzel aus dem SPA Hotel Birke, die mich während meines Treatments verwöhnt hat.

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